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Herzlich willkommen auf der Startseite. " Die Zukunft des Christentums" (in Deutschland/Europa). Wenn die Tradition als die Zukunft des Christentums wei- terhin betrachtet wird so lautet die These,dann hat das Christentum keine Zukunft mehr ! Gliederung
Leitgedanken. > Von den vielen Theologen, welche über die Krise des Chris- tentums und ihre Zukunft disputieren und einen "Wagnis- glaskugelblick" riskieren, weil die Krise des Christentums zur menschlichen Krise allgemein führt, untergangsprophetisch das Ende für den einzelnen Menschen vorher sagen, weil der Mensch ohne Religion verloren ist und eine Rettung nur ge- lingt "wenn... dann" zu diese können nur spekulieren, weil sie nicht die Zukunft des Christentums in sich fühlen, den epochalen Umbruch und das neue religiöse Zeitalter nur erahnen und das notwendige lutherische Berufungsgenie und der Glaubensmut fehlt, dieses zu verwirklichen, weil sie dann ihren "Existenzast" absägen. Wir befinden uns nicht nur in einer religiös überreitzen Zeit, sondern inmitten einer neuen geschichtlichen Weltstunde, in der sich die letzte im Diesseits bereits zu diesem religiösen Ereignis befindet und religiös als heilsam vorwärtsweisender Sinn zu Ende gedacht wird. Dass wir uns nach über 2000 Jahren auf das Jahr "eins" hin bewegen und dass wir zurück streben mitten in das so genannte Urchristentum hinein, in das Zentrum der evangelischen Wahrheit, wo die eigene Nach- folge Christi selbstverständlich war*. * Wenn alle Geschichte menschliche Heilsgeschichte ist,dann muss diese in der Individualgeschichtlichkeit möglich sein und " die An- wesenheit Gottes " auch in den Zeichen (Möglichkeitsmitteln) der Zeit und der Welt zu entdecken sein. Entwicklung ist nicht mehr nur auf die Bibel oder auf eine Weltanschauung beschränkt, sondern schliesst die gesamte Schöpfung mit ein. Seit 2000 Jahren leben wir in der christlichen Zeitrechnung und die Frage muss sein, wann werden wir beginnen, wirkliche Christen jenseits von Bekenntnissen und Deno- > Die Welt vom Mittelalter bis zur heutigen Postmoderne,wo jeder Tag etwas anders modern ist ,darf weniger als ein Abfall von Gott verstanden werden, sondern als ein welt- suchender Weg zu Gott und wir befinden uns inmitten eines religiösen Aufbruchs, wo die christliche Religion auf eine neue Stufe ihrer Entwicklung gehoben wird frei von Be- kenntnissen, Denominationen und Institutionen und die kirchliche Gestalt des Christentums nicht mehr absolut gesetzt wird, weil sich nur der Einzelne, nie eine Gemein- schaft der Gläubigen und Menschen die sich selbst genug sind sich entwickeln kann und nur der Einzelne vor Gott gestellt ist. Das Christentum und die Kirche haben ihre Monopolstellung hinsichtlich Religion eingebüsst. Kirche und Religion sind erst einmal kein Widerspruch, aber das mittelbare Konfessionelle, Dogmatische, Institutionelle hat ausgedient, nur nicht das Religiöse. Kirchen-und pastorale Ferne sind lange noch nicht Religionsferne*. * Religiöses wird immer mit der Institution Kirche gleich gesetzt und nie mit dem eigenen Leben in Verbindung gebracht.Das Konfessio- nelle, Dogmatische, Institutionelle hat ausgedient zur Religion als das persönliche Leben,wo dieses zur Religion wird und welches man nicht institutionalisieren kann.Die religiöse Sinnsuche bleibt.Trivia: z.B. das Kloster von Saint-Guilhem-le-Désert im gleichnamigen 250 Seelenort in Frankreich kämpft gegen die Touristenströme von 800 000 jährlich oder mit seinen gut 4 Millionen Besuchern pro Jahr ist das Münster in Straßburg neben der Kathedrale „Notre-Dame“ in Paris die am meis- ten besuchte Kirche von ganz Frankreich.Die Sehenswürdigkeit wird zur Sehnsuchtswürdigkeit. > Ob die Kirche weiter ab-oder wieder aufsteigt, berührt den Glauben nicht wirklich.Die Zukunft des Christentums ist auch die Zukunft der Menschheit,weil nur der christliche Glaube eine Zukunft für die Menschheit schaffen kann.Es ist eine vorreligiöse Inkubationszeit (Wartezimmer) und eine Vorkultur als Zerfallsgeschichte und der Vorsinn für die Reife eines pluralistischen, individuellen Entwicklungs-Lebens-Christentums, wo das Leben zur Religion wird ohne dass man dann noch darüber nachdenkt. Weil sich das religiöse Weltbild gewandelt hat, ist das Reich Gottes das Reich der Entwicklung und der religiöse Raum ist die diesseitige Welt*. Auch Jesus hat die Verwirklichung des Gottesreiches nicht auf das Jenseits verschoben,sondern, eine Herrschaft des göttlichen Willens im Diesseits als ein neuer Frühling unter den Menschen*. * I.) Klagen über den Verfall der Religion im allgemeinen und einen prognostizierten Niedergang des Christentums als sein zukünftiges Schicksal waren in Europa ein viel diskutiertes Modethema im ausgehenden 18.-und zu Anfang des 19. Jahrhunderts. Feuerbach, Marx, Freud und andere hatten den Rückgang des Glaubens schon lange prognostiziert; die Säkularisierung der Welt schien Gott über- flüssig zu machen. Stattdessen erleben wir eine Renaissance der Religiosität, Spiritualität und Sinnsuche: 43% der Bevölkerung be- zeichnen sich durchaus als "religiös" und nur 8% erklären, keine Religion zu benötigen. Die Abkehr von den etablierten Kirchen verrät aber etwas von der Veränderung des Inhalts und des Vollzugs von Glauben. II.) Germanen und Kelten verharrten in einer Vorkultur. Historisch lebendig wurden sie erst, als sie vom Strom des Christentums erfasst wurden. > Früher wurden die Freiheiten der Religion untergeordnet und endeten meisten damit als dogmatische, geistige Norm und diesen "hampelmännisch" gefolgt wurde, während beim Entwicklungs-Lebens-Christentum die Freiheit von Religion und Freiheit für Religion ist, wo die Religion neu entdeckt und suchend zurück errungen wird als höchste Entwicklungs- stufe einer Religion einer individuellen, seelischen Erregt- heit. Das Recht auf Religionsfreiheit schliesst auch das Recht auf Religionslosigkeit ein.Was in Freiheit gedacht ist, kann nie die Freiheit eines anderen einschränken.Es ist die Sehn- sucht nach anti-und (un)kirchlicher Erneuerung, die auf eigener Erfahrung gründet und zu ihrem Ursprung zurück- führen will von allem kirchlichen Beiwerk befreit ohne Substanzverlust und aus der tiefsten Quelle wie das Chris- tentum gespeist wird. Dass sich der Mensch fortentwickelt, muss zwangsläufig die Religion eine Traditionsverjüngung erfahren. > Die Bewahrung der Substanz ist genauso wichtig wie die Anwendung und Auslegung in der Zeit und für die Zeit. Die göttliche Botschaft muss auch den Zeitgeist in sich aufneh- men, ohne dem Zeitgeist zu verfallen, und die Lebens- armut aufgeben, wenn diese ernst genommen werden will. Es gibt kein christliches Erbe, sondern es muss jeder immer wieder ständig neu anfangen und sich persönlich den christ- lichen Wahrheits- genius erarbeiten. Das Christentum hat ein gewaltiges (Selbst)erziehungswerk geschaffen und das christliche Erbgut hat den Menschen ungeheure Energien zur Verwandlung des Menschen zu grösserer Vollkommenheit mitgegeben und in erster Linie die Möglichkeit, zu seinem Frieden (Gott ist Frieden) im Unfrieden zu gelangen und durch die biblische Fortbildung der Endzweck der Welt in und durch ihn erreicht wird.Wer das gelernt hat, hat alles gelernt, was es zu lernen gibt. Es ist ernüchternd festzu- stellen, wie wenig christliche Substanz noch im Lebensall- tag,in den Weltwerten und Gesetzen übrig geblieben und das Christentum zur traditionellen Leerformel verkommen ist, obwohl das Christliche uns mitgegeben ist und auch in vielen säkularen kulturellen Erscheinungen sich wieder findet, gleich wie unchristlich wir heute geworden sind und deshalb das Traditionschristentum als Überlebsel einer neuen Inter- pretation und Wachablösung bedarf, wenn es nicht unter- gehen soll*. * Ein Mensch, der 2000 Jahre christlich geformt wurde bleibt im Positiven wie im Negativen christlich, alles andere ist Unfug und Spielerei. Die religiösen, geburtsbedingten Werte kann man nicht erwerben. Sie sind Schicksal. Es ist der archimedische Punkt des abendländischen Menschen, von dem aus alles bewegt wird und dieser ist religiöser Natur,welcher Meister-Eckhart auf den Punkt gebracht hat. In der Tiefe seines Wesens ruhen starke mytische Kräfte, welche sich dem bewussten Zugriff entziehen. Alles unterliegt dem ewigen geschichtlichen Gesetz des Vergehens und Werdens einer religiösen Evolution. > Wenn eine Geschichtsepoche vorüber ist, versagen plötzlich ihre Werte und ihre Methoden. Die Grundlagen dieses Denkens sind nicht mehr gegeben und ihre Voraus- setzungen haben sich geändert.Deshalb darf das Christen- tum in dieser geschichtlichen Form nicht absolut gesetzt werden*. * I.) Religion ist prähistorisch und Gott steht über der Geschichte. Sobald diese historisch wird, unterliegt diese dem ewigen geschicht- lichen Entwicklungsgesetz des Vergehens und Werdens, dem sich die Religion auch nicht entziehen kann, auch wenn ihre Botschaft zeitlos ist. Davon ist die Kirche, welche innerhalb der Zeit ist, nicht aus- geschlossen. Sie befindet sich in der Zeit und unterliegt auch die- sem Wandel, welcher aus einer überholten Sache herausführen will. Dass es so ist, wie es zur Zeit ist zeigt, dass sie dem evolutiven Verän- derungsdruck der Welt folgen muss als Institutions-Bringschuld, wenn sie auf der tauenden Eisscholle nicht untergehen will. Das We- sen einer Religion besteht aber gerade darin, dass es die zeitlichen Formen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft überschreitet und diese transzendiert. Die Zukunft und der Fortbestand der Religion ist ihre Neusäkularisierung. Da der Mensch sich weiter entwickelt, muss zwangsläufig die Religion eine Form der Erneuerung in anderer Ge- stalt erfahren. II.) Das eschatologische Christentums des Westens ist ins Diesseits gelaufen und darin entleert worden und seine religiöse Substanz ist verbraucht. Die Entleerung dieser Welt ist endgültig und umfassen- der, als was die beiden Weltkriege im letzten Jahrhundert angerichtet haben Die eschatologische Kraft des abendländischen Menschen, die Gesamtheit religiöser Vorstellungen von den letzten Dingen, d. h., vom Endschicksal des einzelnen Menschen und der Welt, jene elemen- tare, religiöse Dynamik, die in den Tiefen einen jeden einzelnen Menschen wurzelt, ihn geformt und geprägt hat, der alles entspringt, alle kulturelle Substanz aufbaut und die Ursache allen kulturellen Fortschritts. Heute wird keine neue religiöse Substanz mehr gebildet, sondern nur Bewegungen dies-er Art,welche nur vorübergehend sind und in der Enttäuschung enden. Die religiösen Kräfte des Christen- tums finden sich in den Begriffen des Fortschritts,des Materialis- mus,des Aus-und Erlebens, der Entwicklung der Ideen und Ideologien und ist die bewusste diesseitige Fassung, die von allen gesellschaft- lichen Schichten akzeptiert und verstanden wird und die Zukunft des Abendlandes wird ausschließlich vom Pessimismus bestimmt. III.) Die eschatologische Kraft des abendländischen Menschen, jene elementare,religiöse Dynamik, die in den Tiefen einen jeden einzel- nen Menschen wurzelt, ihn geformt und geprägt hat,der alles ent- springt und alle Substanz aufbaut und die Ursache allen kulturellen Fortschritts, ist erloschen.Diese starken, mytischen Kräfte in der Tiefe des abendländischen Menschen sind religiöser Natur, die sich dem bewussten Zugriff entziehen und umso mehr unheimlich wirk- sam sind.Die Geschichte hat nicht mehr die Kraft die Menschen zu tragen und der Mensch hat wegen fehlender Entwick- lungssubstanz nicht mehr die Kraft die Geschichte zu formen und steht nur noch sich selbst gegenüber. Es ist der Entwicklungsweg der späten Zivilisa- tion, dass der einzelne Mensch erst nach unten gehen muss, um den Weg in die persönliche Freiheit zu finden.
wissenschaft entspricht dem Erlöschen des eschatologischen Elementes innerhalb der Geschichte. V.) Unser Kulturdrama ist, dass wir an einem Wendepunkt unse- * Siehe auch den Gliederungspunkt Theologie, Philosophie... "Dog- matik"... Christentum-frueher-heute-Teil-4 > Trotz aller technischen, ökonomischen-, demokratischen-, medizinischen-, bildungs-, politischen-, sozialen und an- deren zivilisatorischen Errungenschaften, steht der einzelne Mensch kulturell noch am Anfang seiner Entwicklung. Des- halb ist das Christentum unvollendet und die Weiterent- wicklung ist das Christentum als Selbsterfahrungsreligion im Entwicklungslebenstun,welche die persönliche Lebenswirk- lichkeit als Individualisierungs-Lebensweg in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi als Befreiung zum Gegen- stand hat."Verändert euch" ist das Primat des Christentums und das bedeutet Entwicklung im" hier, jetzt und heute, in- dem mein Leben "Gottes-Werde Leben" im Sinne von Meis- ter Eckhart wird und ich es im Entwicklungsprozesswandel annehme, weil ich umdenken muss und nicht der Gleiche bleiben kann der ich bin. Das Leben ist auf Entwicklungs- wachstum, nicht auf Wiederholung und Beharrung aus- gerichtet. Wiederholung als Kreislauf und " alle Jahre wieder " ist ungeschichtlich und entwicklungslernnarm. Das Signum für Entwicklung ist die Spirale als ein Überwindungssymbol und Sinnbild für den nächsten, zyklischen Entwicklungsfort- schritt.Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden,wie ein Zirkuspferd in der Manege immer wieder im Wiederho- lungskreise herum zu laufen. Das ist der Reifezeitpunkt-Nr.782 als der Beginn des Entwicklungs-Lebens-Christentums > Wann interessiert sich ein Einzelner für das, was das Alltagsleben übersteigt,obwohl er ständig in Zeit-und Unfreiheitsdruck lebt, nach der Arbeit müde ist, immer nur Geld verdienen muss, in vielen Problemen und Abhängig- keiten verstrickt ist, von der Kirche nichts wissen und ohne Religion versuchen will, über die Runden zu kommen,weil diese für ihn nur ein "Luftschloss" ist .Jede Religion ist der Gegensatz zum praktischen Leben. Richtig ist, dass keine Religion, wenn sie ihren Namen verdient die Welt wirklich verbessern will, sonst hört sie auf Religion zu sein. Es ist auch durch die Religion noch niemand alleine satt und reich geworden. Aber gerade diese Erkenntniseinsicht ist Religion in höchster Potenz auch ohne religiöse Etikettierung,weil Gott auch keine anderen Hände hat als meine und er im Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Lebensprozess nach Meister Eckhart erst sich selber wird. Alles Heilige muss aus dem Leben kommen und muss im Innerweltlichen auf- gehen, weil Gott und der "Christus in uns" im Diesseits jenseitig ist. Wenn es ums Geld geht, haben alle Menschen die gleiche Religion.Deshalb ist der Marktkapitalismus die erfolgreichste Religion aller Zeiten geworden, der Glaube besonders an das Geld, den Staat, die Politik und die Gesell- schaft. Das Leben ist physisch, sinnlich, materialistisch und utilaristisch und nicht auf eine Kulturdimension oder einen Gottesglauben ausgerichtet,was erst bei der De-und Entma- terialisierungsreife erfolgt. Weltbejahung ist das eigentliche Ideal des Christ werdens. > Welt und Religion sind nur zusammen überlebensfähig. Deshalb bleibt Religion von ihrem Sinn und Wesen nach auf die Welt bezogen und jeder (kirchlich distanzierte) Mensch ist religiös auch wenn es nicht danach aussieht und mit Re- ligion in Verbindung gebracht wird. Die Welt-Tatsächlichkeit liegt vornehmlich innerhalb des eigenen Lebens. Wo alle Hoffnung und alles Vertrauen auf das innere Selbst gerichtet ist, da wird das Leben zur Religion. > Weil Gott mitten in unserem Leben gestaltlos jenseitig ist, existiert das Jenseitige im weltlichen Diesseits, das Ewige sich nur im Vergänglichen offenbart und die Kernspaltung des Seins überwunden ist.Weil die Sonne scheint,sieht man sie nicht. Weil Gott im Jenseits diesseitig ist und das Diesseits als sittlicher Prozess in laufender Entwicklung ist, wandelt und passt sich Gott als Wirkursache des Wandels an als Mög- lichkeit zu grösserer Reinheit und höherer Vollkommenheit. Im Entwicklungsprozess wird der absolute Geist endlich und strebt wieder in seinen absoluten Zustand zurück.Gott ist nicht im Himmel, sondern in seiner ganzen Schöpfung zu finden und der Urgrund aller Wirklichkeit und Gott zu Ende gedacht. Der Rat des Meister Eckhart ist: " Man soll Gott nicht ausserhalb von einem erfassen und ansehen, sondern als sein Eigen und als das, was in Einem ist. Jegliche Kreatur ist Gottes voll und ist ein aufgeschlage- nes Buch, und wer darin recht zu lesen weiss, der braucht keine Predigt mehr. *Durch Verschiebung des geistigen Blickwinkels als neue Sicht- weise einer Denkanschauung z.B. Martin Luther ( Initiator der Refomation), Christopf Kolumbus (neues Weltbild), Nikolaus Kopernikus (heliozen- trisches Weltbild), Meister Eckhart (evolutionäres Individual-Gottes-und Religionsverständnis), Renaissance (Überwindung des Mittel- alters), Immanuel Kant (Beginn der modernen Philosophie), Werner Heisenberg, Albert Einstein etc. (moderne Physik und Über- windung des mechanistischen, newtonischen Weltbildes ),Sigmund Freud (Psychoanalyse),Bill Gates (Computer)-und Tim Berners-Lee (Inter- netzeitalter), OpenAI-Chef Sam Altman (künstliche Intelligenz), Der Diesseits-und Jenseits-Dualismus des Christentums. > Erst dann wird der statische Gottesbegriff (Gott als Objekt und ruhendes, jenseitiges gedachtes (Glaubens)sein) sich zum dynamischen Gottesbegriff (Gott als Subjekt und lebendiges, unruhiges diesseitiges (Da)-und Selbstsein)*. * Gott ist im Diesseits gestaltlos jenseitig (allmächtig, ewig- lich und unendlich) sagte einmal der Theologe Dietrich Bonhoeffer und prägte den Ausdruck vom "religionslosen Christentum". Er ist im Diesseits in seinen Schöpfungser- scheinungen und dem Lebensgeschehen als unsichtbarer "Wille Gottes" in den Lebenswirkungen sichtbar, aber als sichtbare Wirkkraftursache im Jenseits unsichtbar. "Ich suche den Gott den ich ausserhalb von mir überall finde" lautet auch ein Ausspruch des Astronomen Johannes Keplers. Gott ist so nah, aber schwer zu fassen konnotierte der Dichter Hölderlin*. * I.) Gott ist Geist und die Natur ist durchtränkt von seinem Geist, aber die Natur ist nicht Gott*. * Meister Eckhart. II.)Die philosophische Vernunft erkennt immer nur den abwesenden und verborgenen Gott, den Deus absconditus. III.)Wenn man Gott nur als Energie ansieht, dass widerspricht der Gottdefinition, über das nichts Grösseres hinaus gedacht werden kann. > Die Zukunft der Christentums ist die Privatisierung der Religion " zum individuellen " Christ werden und Christ sein " in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi " auf dem persönlichen Entwicklungsweg, scheinbar unreligiös, aber hochreligiös zugleich, wo die Lebensferne und der Diesseits-Jenseits-Dualismus vom Judentum übernommen als die grösste Schwäche der Religion als Spaltung überwunden wird, wo dieser Dualismus die Trennung zwischen Gottes- und Lebenswort notwendig macht . Die Religion verdankt einer dualistischen " Zwei- Reiche-Lehre " eines antiken Welt- und scholastischen Gottesbildes, dass der Mensch von seinem wahren (Selbst)sein getrennt ist, ihre Daseinsbe- rechtigung, weil nur die mittelbare Erscheinung, aber nicht das unmittelbare Wesen hinter der Erscheinung erkennbar ist. Es ist das typische abendländische dualistische Spal- tungsdenken von Gott als aboluter und Welt als relativer Wert.Aber durch den Paradigmenwechsel sind diese binären Grenzen zum ad Absurdum geführt.Sie muss sich deshalb vorerst mit der Schwierigkeit und dem Sinn auseinander- setzen, in der Welt auf ein Reich hin zu leben, dass erst einmal nicht von dieser Welt ist (scheint)*. *I.) Der Lebensverlauf des Menschen in der säkularen Nachfolge Christi ist ein unbiblischer Text, aber voller Religion. Die religiöse Interpretierung der Evolution im Lebensalltag, vom Leben anders zu denken und den Geist des Evangeliums in alle Lebensbereiche hinein tragen, ist das, worauf es ankommt. In der Bibel fehlt das Programm für die individuelle Befreiung (z.B. gesellschaftliche Individualisie- rung, Individualisierung in der Arbeitswelt persönlicher Entwick- lungsweg in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi, durch die evolutionäre Allzeitnutzung durch das Entwicklungs-Kultur-Lernen und durch das Unsterblichkeitslernen (siehe weitere Katego- rien in der Navigation). Die Beschreibung und Verkündigung des Heilsgeschehen alleine führt noch nicht zum Heil. Die christliche Gleichnisbotschaften verstehen sich nicht von selbst, sondern sie müssen verständlich gemacht werden, während die individuellen Entwicklungs- weg-Botschaften als Hinweise (z.B. Lebensirrtümer, Lebenskrisen, alles nur Gleichnis, Probierstein und De-und Entma- terialisierungsmittel, welches auf Höheres verweist, welches als gotisches Lernprinzip verwirklicht werden soll, jeder versteht. Es sind die Worte zum Abschluss von Goethes Faust “alles Vergängliche ist Gleichnis“. II.) Das Reich Gottes kann nie vorgreifend wegen der persönlichen Entwicklungsreife (Gnaden)weg gelehrt werden, sondern kann nur von der individuellen Erfahrung her ergriffen werden, weil jeder Entwicklungsweg einzig- artig ist und nicht gelehrt werden kann. Es ist die Religionsentwicklung, welche bei der übergestülpten Sozialisie- rung im Elternhaus und in der Schule beginnt zur Religion, welche erst bei Entwicklungs-Lebenskrisen beginnt (auch wenn es erst einmal gar nicht nach Religion aussieht und erst bei Reife als Lebensführung religiös gedeutet wird. III.) Das gotische Lernprinzip- und die gotische Kathedrale sind das Symbol und ein sinnliches, greifbares Spiegel- und neuzeitliches Abbild der menschlichen Entwicklung. Es ist Versinnlichung des reli- giösen Lebens als Verinnerlichung des Religiösen.Materie wird Geist als " lapis philosophorum", harter Stein wird geschmeidig , die Stein- kraft zur wortlosen Weisheit geformt und ist " in Stein gehauenes Gottesgefühl" als Lernprozess-Ausdruck der dynamischen Entwick- lung schlechthin ".Es ist manifestierte Mystik voller biblischer Bild- sprache, wo das Sichtbare das Unsichtbare Ewige und Ganze widerspiegelt, so lässt sich das euphorisierende Wesen als wortlose Weisheit einer gotischen Kathedrale, der Höhepunkt europäischer Baukunst zusammenfassen. > Nicht die Religion ist ein Ausdruck von Entzweiung (Dualis- mus), sondern die fehlende Religion. Religion (Jenseits) und Leben (Diesseits) sind zur Zeit zweierlei, aber das Leben selbst ist Religion und deshalb ist jeder Mensch unheilbar religiös auch in säkularisierter Form. Die menschliche Natur ist Religion als ein gewaltiges Leben in Gott. Religion ist ange- boren, gehört konstitutiv zum Menschsein und ein Gottes-und Christusbewusstsein haben alle Menschen aus einem vor-und nachweltlichen Leben ins diesseitige Leben herüber gebracht. Die Religion und der Glaube an Gott sind als Anlage eines Individual-Logos als "Gottesgen" mitgegeben. Neuro- wissenschaftler konnten nachweisen, dass Religion tief im Nervensystem verankert ist. Ohne Religion ist das Leben nicht nur halbseitig, sondern eigentlich sinn-und wertlos, weil Gott in jedem Einzelnen nach dem Entwicklungslebens- verständnis eines Meister Eckhart sich selber immer mehr werden will. Das Werden Gottes ist kein Entschluss Gottes, sondern mit seinem Begriffswesen mitgesetzt. Gott braucht mich, dass er sich werden kann. Weil das Leben mit Gott- (entwicklung) gleichgesetzt wird, wird das Leben zur Theologie.Ob wir etwas von Gott wissen, religiös erzogen worden sind, konfessionell geprägt, Atheist,Papst oder Milliardär sind, spielt dann keine Rolle mehr. Die Entwick- lung eines jeden Menschen geschieht auch ohne diesen Hintergrund,weil Religion wesentlich zum Menschsein gehört weil das Leben selbst Religon ist. > Es ist wie der Dichterfürst Goethe einmal sagte; "Du schiebst nicht, sondern du wirst geschoben",weil schon vor der Geburt angenommen wird, dass der zukünftige Individualisierungsweg immanent vorgeformt wurde, die Lebenslänge mit dem Lebensauftrag, so die These, festgelegt ist (Telos) und wir können noch nicht einmal dagegen etwas tun. Entwicklung ist die Auflösung der Religion in ihr Wesen und dieses ist das Leben, welches selbst zur Religion wird. Im persönlichen Leben findet sich alle Religion (Wahrheit), die der Mensch braucht und jeder Mensch die gleiche ema- nierenden Erfahrungen macht, wie in der " Heiligen Schrift, weil die frohe Botschaft,welche sich dem Menschen offen-bart das ist, was er seit jeher in sich trägt,aber nur dass diese Erfahrungen keine Quelle der offiziellen Theologie sind. Es ist die Befreiung vom Buchstaben und dem Zermoniellen als Vereinfachung des religiösen Lebens.Um ein religiöser Mensch zu sein bedarf es keiner beschrieben und offenbar- ten Anweisung, sondern nur der Reinheit des Willens.Nur die Religion macht den Selbstwert des Menschen aus. Religion als persönliche Lebens-Individualisierungs-Bringschuld darf kein vom Leben abgesonderter Bereich und losgelöst von den Bürger- und Alltagsverpflichtungen,den berufli- chen-,Familien- und Freizeitinteressen,seinen Leidenschaf- ten und anderen Charakterschwächen sein *. *I.) Weil das Reich Gottes das Reich der persönlichen Lebensentwick- lung ist, stellen sich alle theologischen Fragen vom Leben her und alle Lebensfragen werden beantwortet, als wenn sie Religion wären. Weil Gott in jedem einzelnen Menschen seine einmalige Individuali- tät entwickeln will, ist das Leben Theologie und das Leben löst sich als das Wesen der Religion in Theologie auf. Durch Evolution in der persönlichen Entwicklung wird sich erst Gott selbst, kommt zum Bewusstsein seiner selbst, denkt und erkennt sich selbst und wird erst Mensch.Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst werden zu können. Gott wirkt und ich werde. Wäre ich nicht, wäre Gott nicht Gott und er braucht mich, dass er sich in jedem Einzelnen werden kann sagt Meister Eckhart.Es ist die Vollendung des Einzelnen als eine individuelle Eschatologie. Der Entwicklungs-Lebens- Begriff wird zum neuen Gotteswerdebegriff, Entwicklung wird zum Synonym für Gottentwicklung und die säkulare,evolutionäre Nachfolge-Christi als das Wesen des Christentums überhaupt, wo Gott als Einzelner zu seiner Freiheit kommt*. II.) Entwicklung ist die Auflösung der Religion in ihr Wesen und dieses ist das Leben, welches selbst zur Religion wird. Weil Religion lebenselementar ist, meine ganze Lebensexis- tenz ausmacht, ist die ganze (entwicklungs)theologische Erkenntnis-und Glaubensmasse für jeden seinem Reifegrad entsprechend eine zumutbare lebensverpflichtende Bringschuld als eine Idee, der man sein ganzes Leben opfern muss, was das diesseitige, weltliche Leben übersteigt und Jenseitslernen (siehe unten) bezeichnet wird. Die erzählte Lebensgeschichte ist der Sitz der Religion. > Für die eigene Religion ist man selbst verantwortlich.Sie hat ihren Sitz in der Lebensgeschichte und das Christentum ist eine Religion der Individualitäts(geschichte).Das Individu- alitätsprinzip bezieht sich auf das persönliche Gottverhält- nis,weil am Totengerichtstag nur jeder Einzelne vor Gott gestellt ist. Alle Lebensfragen werden behandelt, als wenn sie Religion wären. So gesehen endet alle Religiöse und Klerikale im Profanen. Es ist die Zeit,welche ich mir für Gott nehme. Das Leben als Heilsgeschehen wird heilsnotwendig und individualgeschichtlich begriffen. Die Individualgenese des Menschen wird als eine historische Kategorialität des Werdens verstanden, wo wir uns selber sind. Entwicklung wird zum Chiffre für einzelgeschichtliches Bewusstsein (evolutionäre Geschichtsdeutung). > Es ist die Evolutionstheorie vom Sinn der Geschichte des Menschen als Fortsetzung der Geschichte des Einzellebens. Wir hatten Geschichte und werden selbst zur Geschichte". Geschichte ist immer Geschichte von der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins.Es ist die Evolutionstheorie vom Sinn der Geschichte der Menschheit (Verwandlung und Veränderung der Aussenwelt) zur Fortsetzung vom Sinn der Geschichte des einzelnen Menschen (Verwandlung und Veränderung der Innenwelt).Es ist das Selbstverstehen des Menschen in seiner Entwicklungsbewegung als Lebens- schwere des geschichtlichen Prozesses. Der Mensch trägt immer seine ganze Geschichte und die Geschichte der Menschheit mit sich.Ein geschichtliches Gebilde steht nie still, ist nie fertig, immer im werden und muss sich stets in neuen Auseinandersetzungen bewähren. Das neue Buch der Weltgeschichte wird in Wahrheit die Geschichte als Lebens- form eines jeden einzelnen Menschen als "Anthropohisto- rie" sein und alle anthropologischen einschliesslich der modernen Wissenschaften umspannen*. * I.) Die bisherige Geschichte ist das Leben der anonymen Massen- gesellschaft, aber die Geschichte hat die Entwicklungsgeschichte des Einzelnen als letztes Ziel. Der Einzelne hat keinen Wert ausser im Dienste seiner individuellen Lebensgeschichte. Der Mensch ist seiner Natur nach ein Gemeinschaftswesen, aber seiner Bestimmung nach ein geschichtliches Wesen. Nur in der Individualgeschichte des Einzel- nen und nicht in der Geschichtslosigkeit der Masse als " Vielmensch " gibt es einen Fortschritt. Deshalb wird sich die Gesellschaft nie als Kulturvolk begreifen, sondern Kultur hat nur der Einzelne. Der ge- sellschaftliche Zustand der Gesellschaft ist der Zustand Einzelner, die Entwicklung gewagt haben und wagen, weil der gesellschaftliche, angepasste Mensch wenig kulturfähig ist. Kulturentwicklung ist Ge- schichtsen-wicklung. Deshalb geht der Entwicklungsweg vom unge- schichtlichen Bildungsmenschen (jeder hat seine eigene Lebensge schichte als Selbstbiografie) zum geschichtlichen Einzelmenschen (jeder schreibt seine eigene Lebensgeschichte als Entwicklungs- biografie. Evolution vollzieht sich in der Lebensgeschichte eines jeden Einzelnen, weil die menschliche Natur im wesentlichen geschichtlich ist, was das Genie des Einzelnen ausmacht. > Der Mensch muss zwangläufig individualgeschichtlich sein, weil er aus sich selber nicht erklärbar und zu beschreiben ist. Es ist auch der weitsichtige Theologievisionentwurf des Pierre Teilhard de Chardin,dass die gesamte Geschichte des Universums ein Prozess der Spiritualisierung und dass die gesamte Schöpfung wieder eine Zurückentwicklung als Heilsplan zu Gott ist. (weil Jesus die Menschheit geeint hat) und deshalb Gott der Mittelpunkt der Geschichte dar- stellt. Die Weltgeschichte ist unendliches Leiden Gottes. Das Unglück der Welt ist zugleich das Unglück Gottes. > Religiös gedeutet ist es die Rechtfertigung Gottes, wo er in der Einzelentwicklung nach Meister-Eckhart sich selber wird und seinen Frieden findet. Es gibt keine Individualitätsnorm für das Menschsein, weil jeder einzigartig, unersetzlich und nicht ausstauschbar ist. Deshalb ist jeder Christ ein Präzidenzfall.Durch die geschmeidige, gesellschaftliche Sozialisierungsanpassung wird der Mensch ab-und durch die Individualisierungsentwicklung in der Gesellschaft und Beruf zum Menschen als Einzelner aufgewertet*. * Siehe auch den Gliederungspunkt "Krise des Christentums-kurzer geschichtlicher Rückblick" in Christentum-frueher-heute-Teil-1 Religion wiegt schwerer und ist geschichtlicher als die Begriffe der Kultur und Objekte der Kunst. > Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion, was unsere Kulturwelt bis auf den heutigen Tag bestimmt hat, aber heute nur eine Zivilisationskultur (Irreli- gion) ist. Die zweite Natur des Menschen (Kulturkonsum, Spasskultur und seine Kaufkultur) hat die erste Natur des Menschen (Individualgenese)ersetzt, überformt und dieser Kulturrelativismus hat das Prädikat "Kultur" als Alibifunk- tion nicht mehr verdient, weil unter der "Tarnkappe Kultur" alles (z.B. Ess- und Trinkkultur, Unternehmenskultur, Wohn- kultur, Aktienkultur, Palaverkultur (Talkschows),Reisekul- tur, politische Kultur, Theaterkultur,Designerkleidung (Fashion is Art) in Verbindung gebracht wird, was im eigentlichen kulturellen Sinne kulturlos ist und auch kein Kulturraum geschaffen wird, weil kein Mensch sich dadurch jemals verändert hat und zum besseren Zivilisten geworden ist.Die Kultur ist zur Zivilisation und aus der Kunst ist ein Wirtschaftszweig einer Talmikultur geworden.Das Mensch- liche gehört an die Spitze, sonst bleibt es Unkultur als Le- bensstandard. Der Mensch steht der Kultur nicht mehr gegenüber, sondern ist nur noch ein (besessener und be- sitzender) Teil von ihr. Der Mensch existiert nur als halbwegs kultivierter Mensch, weil sich ohne Kultur innerhalb der ge- setzlichen Normen und Gesetze der gesellschaftlichen- und wirtschaftlichen Ordnungsspielregeln, der Menschenrechte, Umweltvergehen und internationalen Konventionen beson- ders mit viel Geld auch ganz gut kulturarm und ohne indi- viduellen Lebenssinn leben lässt.Auch wenn der Mensch als Tourist z.B.die Kul- turstädte Florenz,Paris und das Goethe-Weimar besucht hat und danach erzählen kann, wo er überall war,was er alles gesehen(Augenschmausskultur) und gegessen hat (Magenkultur), war es doch nur am Ende ein "Sightseeing-Ereignis"mehr, aber kein inneres Wieder- erkennungs-Seelen-Erlebnis, wo er das Gefühl vermittelt bekam, dass dieses Werk nur für ihn geschaffen wurde, er endlich im Inneren angekommen ist und nicht mehr weiter suchen muss*. *Wenn ich mich z.B. im gotischen Baustil wieder erkenne, ist dieser > Der Wert der Kultur wird gemessen an der Kaufkraft, den Quoten, dem Aktienkurs, am Technisierungsgrad, dem Stand des Gesundheitssystems, der sozialen Stabilität, am neuen Opernhaus, an der modernen Architektur, den Besucher- zahlen der kulturellen Einrichtungen, der Bildungsqualität, den Kulturreisen, dem Mäzenatentum etc.Unsere Kultur wurde „auf dem Altar von Wirtschafts-und Konsuminte- ressen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen geop- fert".Das Wesentliche der modernen Kultur besteht primär aus materiellen, technischen Errungenschaften, wissen- schaftlichen Erkenntnissen und viel Geld. Preisvergleiche von Produkten sagen jedem mehr, als z.B. ein Literatur- vergleich zwischen Lessing, Goethe und Schiller.Es glaubt keiner ernsthaft, dass "das Kulturelle" noch einen Einfluss auf eine bessere Welt und einen besseren Menschen hat. Unsere Kulturhüter (Denker, Professoren, Lehrer, Geistes-und Naturwissenschaftler, Kulturpolitiker und deren Vertreter ) haben noch nie einen wirklichen Einfluss auf Wirtschaft und Politik und auf die Kulturentwicklung eines jeden Einzelnen ausgeübt.Der Gradmesser für die Höhe einer Kultur des Volkes sind nicht das Bildungsniveau des Einzel- nen, die Höhe des Sozialproduktes oder die Anzahl der Museen, sondern die Anzahl der Entwicklungseinzelnen, welche allen Anpassungswiderständen zum Trotz ihren individuellen Entwicklungsweg in der Gesellschaft, im Beruf und in der Kirche gehen.Reife und hohe Kulturen schaffen immer Menschen, die viel darstellen, aber wenig sind, weil sie ihr eigentliches Selbst und Wesen bis zur völli- gen Entleerung an die Formen ihrer gesellschaftlichen und beruflichen Lebenswelt fort gegeben und anvertraut haben, in der sie sozialisiert worden sind. Die Menschen werden nur noch wahrgenommen was sie darstellen und besitzen, aber nicht mehr was sie wirklich sind und einmal sein wollen. Deshalb ist Entwicklungs-Kultur-Lernen weiter der Meinung, dass wir einer Kulturstimmung angehören, deren Kultur in Gefahr ist, an den Mitteln der Kultur zu Grunde zu gehen" (Friedrich Nietzsche, Philosoph).Es ist die Weisheit des Alt- meisters Johann Wolfgang Goethe, dass uns Gott so wohlge- fällt,weil er uns sich nie in den Weg stellt*. > Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird die Welt immer technischer,komplexer, dynamischer,maßloser, unplanba- rer, schriller, nerviger,inflationärer,die Verfallzeiten werden immer kürzer,die Abweichungen vom natürlichen Normal- zustand immer grösser, und deshalb wird alles geist-, kraft-und zukunftsloser und insgesamt leerer. Entwicklungs-Kultur-Lernen bekommt dann seine Stunde,wenn das vorherrsch- ende Kultur- und Bewusstseins(Geld)gebäude zusammen bricht indem diese Erhaltungs- und Erneue- rungskraft des "homo faber" nachlässt und zu erlahmen beginnt und die angehäufte Geld-und Vermögenssubstanz aufgebraucht ist.Der Mensch existiert nur noch aus der Zer- setzung der kulturellen Restsubstanz und dem Finanzkapital vorangegangener Generationen und wenn diese aufge- braucht ist, nur noch das künstliche Korsett der Gesetze und Rahmenbedingungen als auch das Trägheitsgesetz der Masse es ist,was alles zusammenhält. Zum ersten Male in der Ge- schichte steht der Mensch überall nur sich selbst gegenüber. Wenn eine Geschichtsepoche vorüber ist, versagen plötzlich ihre Werte und ihre Methoden. Von der Bewusstseinser- kenntnis ging die Krise aus, welche nie die Totalität des Men- schen erfasst und das Ganze darstellt und deshalb in die Krise der Bewusstseinserkenntnis und des alten Kulturver- ständnisses schliesslich führen muss.Jede Krise vernichtet immer etwas, worauf der Mensch die Sicherheitsgewissheit seines Bewusstseins und seine Selbst- bestätigung gegründet hatte. > Jede weltbürgerliche Religion muss auch aller kultur- menschlichen Weltanschauung sein.Wenn mit sinkender Kultur die religiöse Höhenlage sinkt, so ist es vor allem die geringe Kraft der Geisteskultur die Ursache,während die allgemeine Kulturlage der Zivilisation im wesentlichen unverändert bleiben kann.Der Schriftsteller Heinrich Böll hat Recht gehabt wenn er schreibt,dass er der aller- schlechtesten christlichen Welt die beste heidnische Welt vorziehen würde, weil es in einer christlichen Welt Kultur- (entwicklungs)raum gibt, welchen in der heidnischen Welt nie gegeben hat.Es ist auch Franz Kafkas (Schriftsteller) tiefe Erkenntnis, dass er "die Verneinung der Kultur unseres Geistes als Rettung des Geistes " ansieht. Siehe Textfort- setzung Nr.85 in Kulturlernen-3*. *I.) Jede Generation muss trotz des reichen kulturellen Erbes kulturell " wie Sisyphos ihren Felsblock immer wieder bergauf wälzen.Es muss sich jeder Einzelne selbst besinnen und seinen Mög ichkeiten und Fähigkeiten entsprechend sich kulturell entwickeln d.h., diese ge- schichtliche-kulturelle Erbsubstanz ist nur von bleibenden und tra- genden Lebenswert, wenn der gegangene geschichtliche Erkenntnis- und Erfahrungsweg als Entwicklungs-Individualisierungsweg noch- mals als Gewandelter gegangen wird und zu gleichen Wissen und Erkenntnissen führt. Dass der Einzelmensch ein unentwickeltes Wesen geblieben ist, dass den eigentlichen Engpass der Kulturent- wicklung darstellt, weil er durch die bürgerliche Anpassung, Gewöh- nung, Bequemung, Technisierung und tausend Alltagsdinge, welche er in seinem Kopf hat, seine Individualisierung als Mensch-Werde-Sein-Individualisierungs-Aufgabe der Entwicklungslosigkeit als seine Lebens-Bringschuld aufgegeben hat, weil dieses (noch)kein gesell- schaftlicher Wert darstellt, die Gesellschaft mehr an einem " reichen " als an einem Entwicklungsmenschen interessiert ist und die Kultur nur noch zur Zivilisation geworden ist. Aber Kulturen werden nur von Einzelnen aufgebaut und erneuert. Kultur ist das Ergebnis der Ent- wicklungs-Prozess-Auseinandersetzungs-Transzendierung des Einzelnen und die Veränderung ist der kulturelle, schöpferische Akt. II.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist das Kulturphänomen ein eigenes, vom Leben abgetrenntes Ereignis und danach geht es wieder zum Alltag zurück. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird dieser Dualis- mus dadurch überwunden, indem die Lebensentwicklung zu einem kulturellen Ereignis wird. Der Kulturbegriff wird ins Leben aufgelöst. Das gotische Lernprinzip wird zum neuen Kulturbegriff. III.) Es ist die gleiche Frage zu stellen,die man vor über 250 Jahren dem französischen Schriftsteller und Philosophen Jean Jacques Rousseau gestellt hatte: „Haben die Wissenschaft und die Kunst die Menschen wirklich weiter gebracht? Darüber hinaus muss gefragt werden,hat die neu gewonnene Freiheit, durch die Demokratie und Gesetz garantiert und durch den wirtschaftlichen Wohlstand erst er- IV.) Der Mensch wäre am Ziel seiner Schöpfung angelangt,wenn es ihm gelingen würde, die gesamte natürliche Schöpfung wissen- schaftlich zu erhellen und anzugeignen. Aber hätte sich damit das Wesen des Menschen verwirklicht ? Diese Fragen muss man ehrlicher- weise mit einem klaren nein beantworten als Zeichen, dass die (kul- turelle) Zivilisationskraft am Ende ist. Wenn das Leben nicht indivi -duell gelingt und damit einen Sinn bekommt,waren alle Wissenschaft, alle Bildung, aller Wohlstand, alle Werte, alles Wissen, alles Gelernte, alle Bemühungen und alle Zeit der Welt eigentlich falsch und deshalb umsonst gelebt. Jedes Einzelleben ist nun einmal nicht materiell ökonomisch, unterhaltungsmässig, kulturell und gesellschaftsmässig ,sondern nur individualentwicklungsmässig begründet und der letzte Sinn des physisch Materiellen ist nur Dematerialisierungsmittel wusstseinskategorien und andererseits der Beziehungen, der Ganz- und Einheit, weil alles mit allem verbunden, das Kleinste mit dem Grössten, das Naheliegenste mit dem Entferntesten,die Toten mit den Lebenden theologisch überholt, wahrheitswidrig, überwunden und durch die Ent- wicklungs-De-und Entmaterialisierung ist "das Ding an sich" für jeden erschliessbar*.
losophisch als eine übergeordnete Kraft definiert die das Universelle, Archetypische (Welt der Ideen) das Individuelle und das Angeborene mit einschliesst.Der Glaube, die Gefühle, die Erkenntnis, Gewissens- entscheidungen, die Einstellungs-Sichtweise, die Entwicklungs-Pro- kens, des Wahrmachens und die materialisierende Entität. Die Dinge sind, weil sie erkannt werden. Die Erkenntnis richtet sich nicht nach den Gegenständen, sondern die Gegenstände richten sich nach der Erkenntnis. Sie steuern die Materie, bewerten die Situation, sind die II.) Bildungs-Kultur-Lernen übernimmt die dualistische Position der Naturwissenschaft (z.B.Schulmedizin),wo Subjekt und Objekt ge- trennt sind.Der Dualismus geht davon aus, das zwischen Materie und Geist ein grundlegen- der Unterscheid besteht. Die Ärzte glauben ihren Patienten sehr viel genutzt zu haben, wenn sie seiner Krankheit einen Namen geben und repariert die Krankheiten wie ein maschi- neller Defekt (Aussensichtweise). Entwicklungs-Kultur-Lernen vertritt die monistische Position der Quantenphysik 1-3,dass der Geist nur ein Ausdrucksform der Materie ist und beides eins sind. Alles Materielle auf der Erde wird als nichts anderes als verdichtete, materialisierte, geistige Schwin- gung betrachtet. Nichts ist in unserer Wirklichkeit ohne Bewusstsein. Es ist die nachgewiesene Tatsache, das nur der Geist als die Kausalität u.a. für die Gesundheit in Frage kommt und Krankheit oder Gesundheit nur ein materialisierter Bewusstseins- zustand sind d.h.,wo die Fähigkeit zur Schöpfung und ein Mitschöp- fertum eine inhärente Eigenschaft der Materie ist. Es war auch der Grundsatz des Hippokrates, das immer der ganze Mensch krank sei.Denn der alles durchdringende, schöpferische Geist ist eben die Beziehung aller Teile zum Ganzen und zu seinen Teilen, während der Arzt z.B. nur Teil vom Ganzen therapiert Innensichtweise). Was er vermittelt ist Gesundheitswissen (denkender, wissender) Geist, aber gibt sich nicht selbst (durchdringender Geist). > Das menschliche Wesen ist ein Teil des Ganzen und die konventionelle Vorstellung von Zeit und Raum sind mit der Relativitätstheorie überholt. Die scheinbare Trennung vom Anderen und der Zeitenbruch von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind nur eine Illusion, weil in der nichtlinearen Zeit Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zur gleichen Zeit existieren und das Diesseits-Jenseitsverständnis aufgehoben ist und die mehrschichtige Grenzziehung nur ein Relikt unseres dualistischen Bewusstseins ist und die anachronis- tische, dualistische Welt-Diesseits (Materialistik) und Gott-Jenseits-Sichtweise (Mystik),die Spaltung von Rathaus und Kathedrale,heilig und weltlich faktisch nicht gibt und die Trennung nur im Kopf existiert und deshalb ist naturgesetz- mässig der nachtodliche Jenseitsweg als Lebensfortsetzung, weil es nicht anders sein kann, festgelegt. Weil die Ratio absolut gesetzt wurde, hat diese Spaltung dazu geführt, dass die heutige Naturwissenschaft zwei Bewusstseins-Kategorien-Weltbilder besitzt; einer kognitiven, linken Gehirnhälfte (Makrophysik)und einer nicht-kognitiven, rechten Gehirnhemisphäre (Mikrophysik). Siehe Textfort- setzung Nr-482 in Kulturlernen-11* *I.)Beim Bildungs-Kultur-Lernen endet das vorwissenschaftliche Mittelalter mit der Erkenntnis, dass der religiöse Raum leer war gab sie ihm die religiöse Energie seines Wesens, die auf den Raum ausge- richtet war, wieder zurück, denn sie war sinnlos geworden und es war der Beginn der Naturwissenschaften (Makrophysik). Beim Entwick- lungs–Kultur-Lernen wird das Bildungs-Kultur-Lernen als unvollstän- dig betrachtet, weil die Naturwissenschaften als Platzhalter den religiösen Raum besetzt haben, der aber nicht leer sondern voller fribrierender Energie und eine Wissenschaftswelt für sich ist.Es existiert im Innersten der Materie nichts Dinghaftes mehr, sondern nur Energie, die alles in Bewegung hält.Gedanken sind nicht nur Mittel der Logik, zur Erkenntnis, des Wahrnehmens und zum Ver- stehen, sondern Selbstgestaltungskräfte und bewegte und gesteu- erte Energie (Mikrophysik). II.) Die Gebote wurden zur Gesetzmässigkeit. Der abstrakte religiöse Glaube für fromme Menschen wurde zu einem objektiven Begriff und zu einer wissenschaftlichen Kategorie, weil die Materieatome sich entsprechend nach der Glaubenstatkraft ausrichten und die Mate- rialismus-, Um-und Lebenswiderstände steuern. Der Schuld-und Sündenbegriff des Christentums wird zur Entwicklungs-Individuali- sierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit.Der theologische, philosophische Gottesbegriff wurde zu Quantenwellen, welche den nicht-materiellen Urgrund aller Materie bilden. Die Quanten- oder Mikrophysik ist kurz gesagt, wenn unbeobachtet, alles eine Welle und wenn beobachtet, alles ein Teilchen.Siehe Textfortsetzung in Grenzen der Makro-und Mikrophysik. III.) Die Zukunft des Christentums,weil jenseitsorientiert wäre gar nicht ohne das Unsterblichkeitslernen denkbar und ist elementar mit dem Weiterleben nach dem Tod unab- dingbar verknüpft,was im nachstehenden Exkurs " Leben- Tod", mit einem Textauschnitt aus Das-Leben-ist-unsterblich und nicht tot zu kriegen veranschaulicht wird. Exkurs-"Leben und Tod". (Textausschnitt aus "Das-Leben ist-unsterblich und hat kein Verfalldatum"). Siehe https://www.entwicklungszukunft.de/ Die Zukunft des Christentums ist die Christusreli- gion eines Meister Eckhart, welches jetzt seine Weltstunde hat. > Die Zukunft des Christentums ist die theistische Evolution als Verschmelzung von Welt und Gott eines Meister Eckhart, welcher vor ca. 800 Jahren seiner Zeit voraus war und "heute im Hier und Jetzt" seine Stunde hat und durch diese Über- windungstransformation die kopernikanische Wende als eine Entwicklungs-Individualisierungs-Mystik einleiten kann, wenn es nicht untergehen soll. Es ist die Offenbarung Gottes der Lebensschwere in jedem einzelnen Menschen als "Theo- dizee" einer christlichen Theosophie die Vereinigung mit Gott im allerletzten zu erreichen,was aber erst einmal ,mit Aus- nahme von Mystikern eine weltfremde Illusion bleibt*. * Es ist die Vision des grossen Theologen Karl Rahners, dass der Christ der Zukunft ein Mystiker sein oder nicht mehr (Heide) sein wird und betrachtet Individualentwicklung als zukunftsfähige Gestalt christ- licher Glaubenspraxis und kein Zweifel besteht, dass der neuzeitliche Weg zum Glauben an die Existenz Gottes über die persönliche Erfah- rung führt und durch die Reflexion der Begriff und und Wort verob- jektiviert wird,was auch Andre Malraux, ein französischer Schrift- steller, Filmregisseur und Politiker mit der Aussage ". Das dritte Jahrtausend werde entweder ein religiöses sein oder überhaupt nicht statt finden" alimentiert". > Meister Eckhart ist eine Schlüsselgestalt der (Individual)- geschichte. Mit ihm oder gegen ihn werden Entscheidungen getroffen, machen den Sinn und Wert oder Unsinn und Unwert unserer Lebensexistenz aus und er lebt in der Urkraft seines hinterlassenen, monumentalen Werkes, ein ständiges ineinander von Lehre und Leben als theologische Lebensgrundwahrheit und Ungebundenheit aller Religion weiter.Meister Eckhart hat die Christentheit auf das Niveau der Gottunmittelbarkit gehoben. * Als Philosoph hat er eine kräftige Saat von Gedanken ausgestreut, hat soviel Neuland in der Seele entdeckt und ist tiefer in die Welt des Unbewusstsein eingedrungen wie jeder Theologie, wie Sigmund Freud oder ein Kriminalist, die in verschiedenen Formen immer wieder im deutschen Geist mächtig geworden sind. Er gibt sich diese Stellung nicht selber, sondern dieses Schicksalslos ist ihm als spezifische Anlage seines geniales Geistes zugefallen.In der geistigen Originalität der Entmystifizierung und damit für jedermann lebbaren Gottesbe- griffes zur Gotterschliessung liegt das Geheimnis seiner Persönlich- keit, formulierte er eine Erfahrung historischen Ranges und war von keinem seiner früheren Lehrmeister abhängig. > Der Autor dieser Webpräsenz stellt die These auf, Meister Eckhart ", eine Volksnatur, "der Mund" und das eingeborene Wesen des deutschen Volkes" in religiösen Dingen nicht zu kennen und sich mit seinen Predigten, Traktaten und Apho- rismen mit deutschem Gefühlsgehalt auseinanderzusetzen, wo die deutsche Sprache zur individuellen, religiösen Wir- kungs-Wirklichkeits-Mächtigkeit wird (Seinsmodus), einer Lebensminderung gleich kommt. Meister Eckhart die deut- sche Sprache beseelt und das Leben als religiöse Wirklichkeit und geschriebenes Gottesgefühl verdeutscht.Deshalb hat seine Begriffslehre eine solche Anziehungskraft.Die Wahrheit bleibt trotzdem immer die Gleiche.Das bisherige Leben war Meister Eckhart nicht zu kennen dann nur ein grosser Le- bensirrtum ohne tieferen Lebenssinn, obwohl derzeit nur eine homöopatische Anzahl von Menschen sich mit seinem Gedankengut aus einandergesetzt hat, aber umso grösser und gewaltiger ist seine Wirkungsweise auf die Menschheit. Sein Denken ist champnerisierende Denkfreude, welche durch sich selbst Geist, Wahrheit, Licht und Leben verbreitet. Deshalb wird Meister Eckhart nur aus der theologischen Sichtweise interpretiert nie volkstümlich werden, weil zu hoch absolut gedacht, für das säkulare sinnliche Erkenntnis- bewusstsein nicht nachvollziehbar und nur für wenige Auserwählte, aber durch die entmystifizierte, praktische Lebensanwendung in der " (Individualisierungs)entwicklung " hat er das Potenzial zu einer Massenbewegung als die Zukunft einer Christusreligion schlecht hin zu werden,wo jedes unverbildete, religiöse Gemüt diesem Mythos zustim- men kann*. * I.) Entwicklungs-Kultur-Lernen wäre der Gliederungspunkt "Meister-Eckhart Aphorismen-damals > 250 Beispiele) zu verstehen und es gilt der von Gott verstandene Bildungsbegriff eines Meister Eckhart von "der Gottesebenbildlichkeit des Menschen als wieder gebildet werden in Gott, als Wiedervereinigung mit Gott, aus Gottes Gnade und das Einbilden Gottes in die menschliche Seele". Dieser neue Bildungs- begriff ist identisch auch mit dem Lernverständnis des Entwicklungs-Kultur-Lernens als das reflektierte Entwicklungsverhältnis zu sich selbst und zu den anderen als lebensexistentielles, lebensnotwen- diges und lebensübersteigendes Lernen. Es ist kurz gesagt das dyna- mische Individualisierungslernen in all seinen Lernserscheinungen und die Entwicklungswahrheit in allem als Entwicklungs-Individuali- sierungs-Bringschuld, sonst bleibt das Lernen wert-und sinnlos.Es ist schulisches, schulübergreifendes Lebensprozesslernen im Beruf, Alltag, in der Freizeit etc. und es ist das Leben als Entwicklungsidee und die entwicklungskausale Gehaltsseite des Lebens und dem Lernen eine neue Sinndimension verleiht und weit über die traditi- onellen Bildungslernformen hinaus ragt und nichts Besonderes mehr, aber in unserem klassischen, humboldschen modernen Bildungs- system noch keine Verankerung findet. II.) "Von der evolutionären These, welche im krassen Gegensatz steht zum biblischen Schöpfungsbericht > Der Gottesbegriff ist der zentrale Angelpunkt des Abend- landes und Meister Eckhart gilt als ihr höchster Weisheits- vertreter, grösster Gotteskenner und wir sind alle Geistes- verwandte von ihm.Er ist die graue Eminenz eines grossen National-und Weltweisen, ein Weltpädagoge, der grösste Gottsucher, für viele der wahre, nicht kanonisierte Heilige, dessen Zug ins Universale als titanischer Geist am tiefsten Gott zuende gedacht und seine theologischen, religiösen, transzendenten Begrifflichkeiten mit säkularen, alltagstaug- lichen sinnlichen Lebens- und umgangsprachlichen Worten austauschbar sind ohne ihre (religiöse) Kraft zu verlieren. Seit Meister Eckhard ist der Gottesbegriff der deutscheste aller Begriffe.Jedes Wort, was er gesprochen oder geschrie- ben hat," ist nicht mit Gold aufzuwiegen". > Er lässt sich nicht konfessionell einreihen und hat mit seiner Religions-Lebensphilosophie die Enge der kirchlichen Lehre gesprengt, das Lehrgebäude als grösster divinato- rischer Kopft weit hinter sich gelassen und wird als die Einheitsreligion der Zukunft alternativlos universell und interkulturell betrachtet,weil wir alle religions-und glaubens- unabhängig die gleiche Wahrheit in uns tragen.Meister Eck- hart hat den tiefsten Blick ins "göttliche Licht" getan (alle Wissenschaften einschliesslich der Schultheologie sind da- gegen ein Nichts und "wie ein Spielen im Sande").Es ist das religiöse Bewusstsein als gemeinsamer, menschlicher Besitz. Deshalb ist er eine ökomenische über alle Konfessionen und Religionen hinweg gerne zitierte Autorität und deshalb hat das Christentum eine lebendige Zukunft vor sich und mit ihm das Entwicklungspotential zu einer Menschheits-und Uni- versalreligion zu werden.Dieses darf als das Grundwesen des Christentums verstanden werden*. * Was ist das Leben ? Meister Eckhard sagt, Gott das Leben. Ich atme nicht, sondern werde geatmet. Durch mein " ich-werde-geatmetes Leben " bin ich Gott unmittelbar, weil Gott das Leben als Spiritualität (Spiritus=Atem) selbst ist, indem ich lebe.Ich bin in Gott und Gott ist in mir. Alles was noch nicht Gott geworden ist, somit noch unvoll- endete Entwicklung. Das Göttliche ist kein fertiger Zustand, sondern ständige Entwicklungsbewegung, Lebendigkeit, Kreativität.Gott ist ein Werden, das sich nie erfüllt.Wo Entwicklung ist da ist auch Gott und wo Gott nicht ist, ist das Leben nicht in Ordnung (entwicklungs- konform). Der Mensch ist nur und hat nur so viel Wert, wie viel er von Gott (entwickelt) hat, wie viel Lebenszeit Entwicklungszeit ist und Zeitloses in der Zeit und Wesenhaftes im Wesenlosen geschaffen wird.Die ganze Religion ist nichts anderes als die Gesamtheit der menschlichen Einzelentwicklung. Nach Meister Eckhart ist deshalb Gott mir näher, als ich mir selber bin.Gott ist das Absolute, Herr über Gesund- heit, Krankheit, Leben und Tod.Der Leib ist mehr in der Seele als die Seele im menschlichen Leibe. Ohne Gott ist alles Lebensspaltung und ohne seine "Atemexistenz" bin ich nur eine Lei- che, welche wieder in seine Zellchemie und mineralischen Bestand- teile zerfällt. > Es ist der stille Kampf mit dem tiefsten und reinsten nor- dischen Lebensgrund-Urgefühl der Wikingergotik, welches die Mystik eines Meister Eckhart widerspiegelt und was immer gegenwärtig war, wenn in Europa oder sonst irgend wo etwas Neues mit elementarer Kraft zutage trat*. > Diese Wahrheit ist wirkungsmächtig aufgrund der Wahr- heit (Urkraft der Worte). Er hat auch den Dualisten zugeredet Gott nicht als etwas ausserhalb von sich selbst zu erfassen. Das dunkelste, unwissenschaftliche Mittelalter hat das hellste (mystische) Licht, grösste religiöses Genie und Geis- teshelden hervorgebracht und eröffnet dem Einzelleben in der jetzigen Alltagsmoderne alle Zukunftsperspektiven. Das unmittelbare Gottes(entwicklungs)verständnis des Meister Eckhart ist der Kernpunkt seiner neuen Schöpfungstheologie und hat "Mystik" alltagslebbar gemacht ". Es ist keine welt- abgewandte neuplatonische Mystik, sondern Befreiung des materiegebundenen Menschen.Das Absolute hat sich nicht mit Meister Eckhart erschöpft, sondern es ist erst ihr Anfang, weil jede Kernaussage erst mit Lebensinhalt gefüllt werden, nachvollzieh-und beweisbar existentiell geübt werden muss. > Die Lebensfrage ist immer die Gottesfrage und diese bleibt die persönliche Gottentwicklungsfrage. Wie der Mensch ist, so ist sein Gott. Diese Urseele gilt mit Recht als Schutzpatron aller Gottsucher (Entwickler). Meister Eckhart konnte die offizielle Theologie (wie durch viele andere Mystiker auch) nicht befruchten und der religiöse Funken blieb unter der Asche. Er bewegte sich wegen seiner unkirchlichen Lehrdif- fernzen-Position theologisch wie auf zwei Planeten und wurde nach seinem Tode im Jahre 1328 nach und nach auf das Niveau der Mittlerreligion zurück gebracht, weil das Christentum eine zu vermittelnde,unmystische Buchsta- benreligion ist. Sonst würde der Klerus mit seinen ca. zwei Millionen Berufskatholiken (Priester,Mönche,Nonnen, Seminaristen, Laienbedienste)* heute da stehen wie "ein General ohne Armee"*. * Symbolzahl. * Weil das Christentum eine weltanschauliche Einseitigkeit darstellt, kann es nicht zum Leitfaden der allgemein verbindlichen Auslegung einer freiheitlichen Verfassung werden.Aber das Entwicklungs- Individualisierungs-Christentum ist von allen grossen Religionen, Philosophien und Weltanschauungen unstrittig und auch im Grund- gesetz verankertes für jeden mit zutragenden ethisches Erbe der Menschheit. Artikel 1 Grundgesetz „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Unter Entwicklungswürde wird definiert, daß jeder Mensch einzigartig und nicht ersetzbar ist und der Mensch seinen Sinn und Wert in sich selbst hat. Die Grundrechte Menschenwürde, das Menschen-und Entwicklungsrecht sind nicht vom Gesetzgeber her geschaffen worden noch den Bürgern verliehen worden, sondern existieren aus eigenem (Natur)recht und sind dem Gesetzgeber über- geordnete Werte. Religion ist immer eine persönliche Sache zwischen dem Einzelmenschen und Gott und dieses hat nichts mit dem Staat zu tun. Nicht Gott ist im Gesetz geschützt, sondern die religiösen Ge- fühle der Menschen (christliches Erbe).Der freiheitliche Verfassungs- staat lebt von tugendlichen Voraussetzungen, die er selbst nicht schaffen kann. Verschwindet die Religion und deren Sittlichkeit kann es den freiheitlichen Staat in dieser Form nicht mehr geben. > Am Anfang einer jeden Religion steht immer der unge- schichtliche Charakter der Mystik, weil der Kern zeitlos ist und alle Reformbewegungen der Kirche hatten ihren Ur- sprung in der Mystik als reinste Form der Religion. Wo es keine Mystik gibt, da hat die Religion aufgehört zu exis- tieren.Die Kirche lebt von Voraussetzungen, welche sie selbst nicht schaffen und garantieren kann. Durch die Mystik wird das Christentum erst vitalisiert. Die eckhart- sche Entwicklungsmystik ist Lebenswandlungsmystik als Selbsterschliessung Gottes, trägt im Alltag tausend Masken ohne dass es nach Religion aussieht, als Religion wahrge- nommen wird, auch jede Institution, Konfession, andere Religion und Predigt überflüssig macht und mit zunehmen- der Entwicklung eigentlich jeder selber darauf kommt und viele Dogmatik sich auch in Lebens-Selbstverständlich-Individuelles auflöst. > Es ist:
* I.) Entwickler entdecken die Worte der Heiligen Schrift neu.Es kommt nicht auf den Buchstaben, sondern auf deren Geist im Zeit- geist an. Das Leben interpretiert sich selbst und findet sich in der Bibel wieder. Der Lebensverlauf eines Menschen ist ein unbiblischer Text und voller Religion. Es ist besser seine persönliche Welt im Geis- te des Evangeliums umzugestalten, anstatt zu versuchen, nach der Bibel zu leben. Die Bibel stammt aus einer vorevolutionären, statisch verstandenen Zeit und dem antiken Weltbild. Eine zeitgemässe und individuelle Situationsauslegung der Heiligen Schrift hebt den Wahr- II.) Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird die Erfahrung gesammelt erst einmal durch Schaden und Irrtum klug zu werden (Die persön- liche Irrtumsgeschichte wird zur Entwicklungsfortschrittsgeschichte). Entwicklungs-Kultur-Lernen will den "Goldrand im Irrtum“ als Ent- wicklungs-Individualisierungs-Willens-Führungs-Korrektiv zur Lebens-Übereinstim- mungs-Anpassung nutzen, um Fehlstellungen zu korri- gieren.Das Irrlicht ist lernlogisch zwingend (lernen, was ich nicht lernen soll). Es bleibt ein frommer Wunsch,den Men- schen vor etwas zu schützen zu wollen, was in ihm als zu Entwicklungstranszen- dierende, unvollkommene Charaktereigenschaft angelegt ist und damit seinen Entwicklungsweg korrigieren zu wollen.Irrtum gibt es nur, wo es Wahrheit gibt.Siehe Textfortsetzung Nr.240 -Nr.243 in Kulturlernen-6
*Als Kontrastbeispiel dienen die Dichter Friedrich Hölderlin und Johann Wolfgang Goethe, welche aus der derselben tiefen (mys- tischen) Quelle in ihren Werken geschöpft haben. Während Goethe die Gratwanderung und das Spagat gelungen ist trotz dem erdver- bunden und verwurzelt zu bleiben, trieb es Hölderlin in seiner Überspannung ins Unendliche, Elementarische, Richtungslose und ins mystische Nichts. Er suchte nur die bessere, reine Welt, aber auf und von dieser sich bekanntlich nicht leben lässt. Das normale Alltagsleben war für ihn nicht lebenswert und ausserhalb der Exstase war alles schal und sinnlos. Die Lebenswirklichkeit wurde als Feind- seligkeit empfunden. Er ist nicht wissender geworden, sondern Träu- mer geblieben Hand in Hand mit der inneren Selbstzerstörung und Verwirrung der Vernunft *.Siehe Textfortsetzung den Gliederungs- punkt "Tragikfiguren des Geistes" in Jeder ist ein Genie der Selbstevo- lution * In Textanlehnung an Stefan Zweig,österreichischer Schriftsteller.
*I.) Der Theologe Karl Barth, bemerkte einmal, dass die Rückkehr zu Meister Eckhart ein vorwärts schreiten in die Zukunft bedeutet. Diese Theologie ist keine Frömmigkeit mehr, sondern ein Ausdruck für die unsere Zeit gehende Sehnsucht nach dem Objektiven. Wenn vor die Wahl gestellt " Mystik oder das Wort ", dann bleibt in Erinnerung gerufen die Aussage " vom religionslosen Christentum " des Theologen Dietrich Bonhoeffer nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, dem nicht wenige gefolgt sind, welche die Grenzen des Katholizismus und Protestantismus überschreitet. II.) Meister Eckhart geht nicht von einer Theorie aus oder vertritt eine Ideologie, sondern es ist die gewaltige Persönlichkeit seines Daseins als Ausdruck eines Urchristentums.Es ist das Entwicklungs-Lebenschristentum in der persönlichen Nachfolge Christi als mehr Gottentfaltung und sein Wort gilt auch ohne Kanonisierung. Es ist eine neue theologische Qualität, welche über die Apostel-Paulus-Aussage hinaus geht. Dieser sagte wir seien aus Gott,durch Gott und zu Gott hin (Römer 11,36) aber er sagte nie, "wir seien in Gott oder ein werdener Gott". III.) Von dem Apostel Paulus, welcher etwas in die Welt gebracht hat (Amtskirche) zum Gegenteil was Christus gewollt hat (Geistkirche eines Meister Eckharts) IV.) Alle Kirchen leben von ihren so genannten (kirchenuntreuen) Ketzern und die christliche Kirche lebt besonders von ihren grossen Ketzern, weil die Ketzer oft die frömmsten Menschen waren.In Köln wurde im Jahre 1325 Meister Eckhart am Ende seines Lebens der Häresie angeklagt (Abweichung von der Rechtsgläubigkeit). Dieser Prozess war der tragische Kampf zwischen Kirche und Religion, weil Meister Eckhart das kirchliche Lehrgebäude weit hinter sich gelassen hatte, aber durch Papst Johannes den XXIII wieder rehabilitiert, aber nicht gefolgt wurde. Gott ist der Lebensmittelpunkt-alles andere ist die Unwahrheit. > Für das Christentum ist Gott weltimmanent und zugleich weltranszendent als elementare Wirkursache einer über- natürlichen Kausalität in der Sinnenwelt.Gott ist derjeni-ge,in welchem die Einheit und Totalität der Welt gesetzt ist. Oder wie es in der Bibel heisst in allem ist dein unvergäng- licher Geist als fundamentaler Ursprung, das tragende Sein was im Innersten der Welt alles zusammen hält und das letzte Ziel alles Existierenden,was als metaphysischer Realismus einer Lebensgrundmacht bezeichnet wird. Das Gott-hier-und da-sein braucht sich für Gottgläubige mit einem unmittelbaren Gottinnigkeitsverhältnis keinem Lack- mustest mehr unterziehen,weil alles Erlebte auf eine höhere Lebenswirklichkeit als Weltleitung hinweist,ein Gott der funktioniert, etwas kann und keine Phantasieeinbildung ist.Es ist die gleiche Erfahrung eines Meister Eckharts, wenn wir Gott zum Vertrauensmittelpunkt unseres Lebens ma- chen, ist er die Kraftquelle und das Ferment allen Segens. Daneben steht der Mensch, der sein eigenes, nicht lebens- übereinstimmendes Bild schafft und die Bereitschaft zu einem allmählichen Paradigmen-Weltbild-Machtwechsel fehlt, weil die individuelle Empirie nicht wissenschaftlich ist. > Nicht das unerreichbare Höchste und die Gottvereinigung ist wichtig, sondern wo ich jetzt und heute stehe und dazu auch entwicklungsreifebereit bin als nächster,kleiner für mich aber rießiger Entwicklungsschritt in der Tiefe. Nicht das Christentum ist mystisch, sondern das Leben. Was ist das Leben ? Gott ist das Leben ! Das ist mehr als eine anthropo- logische Biologisierung und Vitalisierung einer Religion, sondern ein ontologischer Lebensstrukturbegriff. Die theologischen Fragen stellen sich vom Leben "im Hier und jetzt" durch die "Entwicklungsbrille" vom Lebensalltag zu denken. Das Religiöse lässt sich von jedem Entwicklungs-Lebens-Prozessakt (Mystifizierung) nicht trennen und ist als das eigentliche Element des Lebens und allen Geschehens immer mitgegeben und und als Lebensnerv mitgesetzt. Gott lenkt und leitet die Schöpfung durch die Prozesse der Evo- lution hindurch (der Mensch lebt nicht, sondern wird gelebt) und wird sich immer mehr selbst entwickelnd in der Evolu- tion.Religion ist die transzendierende Quelle aller Le- bensmacht und das Rückgrat der Welt als selbstverständ- licher Lebensbestandteil,welche alle Bereiche des Lebens durchdringt, durchwaltet und durchformt,jede Lebenslage ihren Sinn erhält, weil sie in ein umfassendes Ganzes des Daseins eingeordnet ist.Es ist des Mystikers sicheres Wis- sen,dass alles Sein dieser Welt getragen und aufgehoben ist im göttlichen Urgrund.Gott ist der Haken, an dem die ganze Welt hängt.Es gibt nichts in der Welt als Gott allein,was auch die Weltformel für alles ist und seine Anwesenheit wird überall gespürt. Wenn der Mensch sich als Mensch definiert dieses wesentlich zum Menschsein gehört.
> Das "Gottesgen" kann auch entwicklungsmässig verstan- den werden,weil in jedem Menschen der Lebensauftrieb des individuellen Eigengesetzes wirkt.Deshalb ist Religion ange- boren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage im "Gottesgehirnzentrum" mitgegeben und deshalb ist jeder Mensch religiös.Der Versuch Religion zu unterdrücken, zu beseitigen oder durch eine andere (z.B.Materialismus)ideo- logie zu ersetzen hat, wie die Geschichte immer wieder zeigte und auch wieder zeigen wird, nie funktioniert und sich als Irrtum entlarvt, weil die Religion wesentlich zum Menschen gehört.Im ehemaligen atheistischen Kom- munismus wurde Gott sogar bekämpft, aber wie kann man etwas bekämpfen, was es nach ihrer Ideologie überhaupt nicht gab ? Die Gotteshypothese bleibt wissenschaftlich umstritten,aber die Mehrzahl der theologischen Schriften und Religionen setzt voraus,dass es Gott gibt. Wenn Gott nicht existierte, müsste man ihn erfinden hat der franzö- sische Philosoph Voltaire einmal bemerkt. Gott muß es geben, sonst könnte die Welt nicht ins Daseins getreten sein, bemerkte ein anderer und er ist da, ergänzte ein Dritter, sonst könnte ich nicht zum Frieden gelangen und das Leben wäre leer, vergeblich und ohne Sinn und ein Vierter meinte wenn ich alles Wissen dert Welt besäße würde ich erken- nen,dass es ohne Gott nicht geht.Jeder ist ein Flüchtling zu Gott sagte der russische Romanschriftsteller, Essayist Leo Tolstoi einmal und fügte hinzu;Es gibt nur für den keinen Gott, der ihn nicht sucht. "Er offenbart sich immer am besten in der persönlichen Erfahrung,was dann keinen weiteren Beweis wegen den Lebenswirkungen, welche von ihm aus- gehen, mehr bedarf und diese persönliche Gotteserfahrung für alle Menschen in allen Religionen die Gleiche ist. Suche ihn, und er wird sich dir offenbaren "." An einen Gott glauben heißt sehen, daß es mit den Tatsachen der Welt noch nicht getan ist und dass das Leben einen Sinn hat steht in den Tagebüchern des Philosophen Ludwig Wittgenstein". Des- halb bleibt alles Handeln immer Religiösität* und Religion nimmt immer die erste Stelle im Leben ein noch vor der Gesundheit, der Familie, der Karriere,dem Besitz und dem Geld,weil es das Leben selbst ist.Wer Gott hat (das Höchste), hat auch alles Andere (das Niedrigere) bemerkte einst Meister Eckhart *. * I.) Die tiefste Quelle seines Handels entsprang immer aus seiner Religiösität*. *Otto von Bismark,ehemaliger Reichskanzler. II.) Der einzige Grund Atheist zu sein ist die Tatsache, dass Gott das viele Leiden in der Welt zulässt*. * Godehart Brüntrup, Philosoph. III) Der Gottesglauben lebt nur aus dem begründeten Grundvertrauen und ist Gegenstand unmittelbarer,bestätigter Erfahrung und setzt Gott immer voraus. Er hat sich seit ewiger Zeit bewährt, bewahrheit und beweist sich heute jedem der den Mut hat zu vertrauen,ohne gross darüber zu reden.Siehe auch den Glaubensgliederungspunkt "Es ist ein Glaubenskampf als der lange Entwicklungs-Prozess-Weg vom zweifelnden Un-und Nicht- glauben zum felsenfesten Gottesglauben" in Christentum-frueher-heute-Teil-2 IV.) "Die Armut des Menschen besteht darin, dass er seine Göttlichkeit noch nicht erkennt"* > Gott hat alles vorgeformt was in der Evolution als Wirken Gottes ans Tageslicht kommt. Entwicklung legt erst den existentiellen Lebenskern der Religion als das Wesen der Erscheinung frei, trägt seinen Wert in sich, wird zum neuen Kulturlern-und Lebensbegriff, welcher den Menschen über- steigt und der Entwicklungsanteil ist der Religionsanteil.Wer Gott um etwas bittet, der bittet um Entwicklung (mehr Frieden),das genügt. Weil Entwicklung als Lebenskorrektiv und als unser "besseres Selbst und besseres sein können" alternativlos die einzige Rettung vor uns selbst ist und die Individualisierung Lebensauftrag ist, stellt sich erst gar nicht die Frage, ob ich mich entwickeln soll, es geschieht einfach. Wir entwickeln uns,ohne zu wissen, was eigentlich Entwick- lung ist. "Nicht der Mensch macht Entwicklung und das Leben ist für mich da (Dominationsmacht), sondern die Entwicklung macht den Menschen" und ich bin für das Leben da (Wirkmacht) und alles von selbst (vom Selbst her) ge- schieht. Jeder weiss, wie um uns und bei mir selbst sich ständig alles verändert, ohne dass ich einen Finger ge- krümmt, mir das ausgedacht habe und einem das Unge- plante und Unerwartende vor die Füße fällt. Das Leben ist immer lösungspro.Wir werden wie von einer Zauberhand von einer Wirklichkeit geführt und getragen, die Dinge verän- dern sich, welche selbst zu einer neuen Wirklichkeit ohne unser Hinzutun wird.Es war seine Hand die hineinführte und es ist auch seine Hand, welche hinausführt.Nur die gläubige Geduld hat recht. Nach Meister Eckhart wirkt Gott sich selbst als kausaler, verursachender Geist. In Gott selbst ist kein Werk, aber das Geistgeschehen führt zur Veränderung als Geist Gottes. Wir werden bewegt im Diesseits vom Unbewegten im Jenseits und keine Macht der Welt kann dagegen oder dafür etwas tun und es gibt es gibt kein Heil, welches mit Menschenmacht erreicht werden kann.Der Weise tut nichts, trotzdem bleibt nichts ungetan, weil sich alles von selbst ordnet. Hier trifft auch das Zitat des Dichters Friedrich Schiller voll zu, dass "der Starke ist am mächtigs- ten allein" und es verstummt jede Wissenschaft, alles Gerede und selber machen wollen ist dagegen ein lärmendes, wirkungsloses "Nichts" und eine reine Zeit- und Geldver- schwendung und eine Irrtumserfahrung mehr*. *I.) Es ist nach Meister Eckhart der Prozess, wo Gott sich immer mehr selber wird als Entwicklung zum Ursprung zurück. Durch Evolution in der persönlichen Entwicklung wird sich erst Gott selbst, kommt zum Bewusstsein seiner selbst und denkt und erkennt sich selbst und wird erst Mensch. Gott wirkt und ich werde. Wenn Gott nicht wäre, wäre ich nicht; wenn ich nicht wäre, wäre Gott nicht. Dass Gott Gott ist, dadurch bin die Ursache.Seine Gottheit hängt davon ab, dass er wirken muss. Das Werden Gottes ist kein Entschluss Gottes, sondern mit dem Entwicklungswesen des Lebens (als der Christus in uns) mit- gesetzt, weil Gott das Leben selbst ist.Soll das Werk vollkommen sein, so muss Gott es alleine wirken und du musst es lediglich erleiden.Gott wirkt und ich werde.Es ist der Sinn des Biologos, dass Gott die Quelle allen Lebens ist und das dieses Leben Gottes (Entwicklungs)willen ausdrückt. II.) Der Evolutionsbiologe Friedrich Cramer drückt den gleichen Sachverhalt untheologisch so aus. Für ihn liegt das Göttliche in der innewohnenden Intelligenz der Evolution.Er sieht in der Selbstorga- nisation eine Grund eigenschaft der Materie,die immer auch die Idee der Entfaltung aller Baupläne und Ausformungen in sich trägt. III.) Vereinfach gesagt ist es nur Gottes Wille was geschieht und alles andere geht auf das Konto Lehrgeld.Immer unter der Voraussetzung, dass sein und nicht unser Wille geschehen soll, liegt das Geheimnis einer jeden Gebetserhörung. > Aus uns heraus vermögen wir nichts zu vollbringen und dass die eigene Anstrengung gar nichts zu Wege bringt. Wer Herr über die Information ist auch Herr über die Mate- rie.Es ist bestätigt auch die religiöse Aussage eines Meister Eckhart, dass es keine Materie gibt,aus welcher Gott form- te.Gott ist seine eigene Materie und Form*. *I.) Der Weise tut nichts und es bleibt nichts ungetan ". Im Taois- II.) Wenn z.B. einer schwer erkrankt ist und alle intensivmedizini- schen Bemühungen umsonst waren zeigt, dass dieser Lebensweg vorgesehen war und gegangen werden musste, weil die Lebenslänge zwischen Geburt und Tod festgelegt war. Hier versagen auch alle Gebete. Hier kann man nur fest vertrauen,dass sich alles zum Guten wendet. Alles entfaltet sich nach seiner unerklärbaren Bestimmung und nicht nach dem menschlichen Eigenwillen und Wünschen. In der irrenden Seele (was kein Gegenstand des rationalen Bewusstseins ist) liegt das Steuerungszentrum der menschlichen Natur. Für den hellempfindenen und medial veranlagten Menschen war dieser Augenblick für sie festgelegt und an dieser Schicksalsbestimmung der festgelegten Lebenslänge kann der Mensch nicht rütteln. Für den, wer glaubt, ist die Führung Gottes" hinter den Ereignissen deutlich geworden, der hinein führte und auch hinaus geführt hat. Auch wenn der Mensch meint, dass er lebt, aber er wird gelebt. III.) Es ist vom Primat des äuseren, willentlichen Machens und Gestal- ten wollens (Aktionskraftfeld) zum Primat des inneren Empfangens, entwickeln lassens und ich treibe das Leben vor mir her (Wirkungs- kraftfeld). Das Primat des Empfanges besagt, das es ohne eigenes Zutun an mich herangetragen wurde ohne es gesucht zu haben. Es hat sich entwickelt und ist aus sich heraus gewachsen.Ich konnte noch nicht einmal etwas dagegen tun.Das einseitige, ausgedachte Konstruieren von aussen und willentliche selber machen wollen ist nutzlos und sogar schädlich ("Konto Lehrgeld"). Die Lebenserfahrung bestätigt es immer wieder, das es besser ist,die Dinge und Gegeben- heiten erst einmal zu akzeptieren wie sie sind und diese entwickeln sich von selbst im Gesamtkontext,wie sie sein sollten,weil ich nur ein Teil des Ganzen bin und diesen notwendigen Ganzheits-und Einheits-Zusammenhang nicht erkennen kann. IV.) Bildungs-Kultur-Lernen schliesst vom denkenden Geist auf das Ganze, obwohl das Denken nur zu ca. zwei Prozent ein bewusster Prozess ist. Entwicklungs-Kultur-Lernen vertraut dem durchdringenden Lebensgeist des " Gesche- hens und Wirken lassens " als zu einhundert Prozent unbe- wusster Prozess. > Durch die heilige Not des Lebens-Führungs-Krisen-Drucks hat der Mensch keine andere Wahl als mit dem Leben zu gehen oder unter zu gehen,"wenn er es nicht schafft "vom dem Pferd abzusteigen, was er zur Zeit reitet". Dass die Grundorientierung Entwicklung richtig sein muss, weil die menschliche Natur Entwicklung ist. Der Begriff "Entwick- lung" drückt etwas Letztes aus, nachdem sich fragen lässt. Hinter diesen Begriff kann nicht mehr zurück gegriffen werden. Sobald etwas von ihr abgeleitet ist, kann es als endgültig verstanden werden. Der Entwicklungsbegriff wird somit zum totalen Begriff und trägt seinen Grund allein in sich und genügt sich selbst. Das Wahre ist das entwickelnde Absolute.Alles was gegen die Entwicklungsnatur was auch immer ist, hat auf Dauer gesehen keine Zukunft und ist nur eine Irrtumsefahrung mehr. Der Lebenswille hat sich im Laufe der Evolution immer durchgesetzt, nicht der mensch- liche Wille und Mehrheiten, sondern nur die, welche einen langatmigen Entwicklungs-Vertrauensmut bewiesen haben und zu einem Individuum geworden sind allen Lebenswi- derständen zum Trotz, werden als Sieger vom Platz gehen und dieser Sieg wird dann einem geschenkt*. * "Wer Gott bedingungslos vertraut, muss eine Spielernatur haben und anstatt auf " Zero" auf Gott setzen"und auch alle Sicherungsseile kappen*. Gottvertrauen bleibt eine Gradwanderung von der Hand in den Mund, jeder Tag immer wieder aufs neue und erst immer am Abgrund wird Gottes rettende Hand erkannt.
> Weil Entwicklung als Lebenskorrektiv und als unser " bes- seres Selbst und besseres sein können " alternativlos die einzige Rettung vor uns selbst " als Arche Noah " ist und die Individualisierung Lebensauftrag als eine Entwicklungs-Individualiserungs-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit ist, stellt sich erst gar nicht die Frage, ob ich mich entwickeln soll, es geschieht einfach. Wir entwickeln uns, ohne zu wis- sen, was eigentlich Entwicklung ist. In dem Moment, wo ich geboren werde bin ich mit dem immanenten Entwicklungs- auftrag konfrontiert und dieser dauert ein Leben lang. > Das Wort Gottes entfaltet sich "als persönliche Offenba- rung " im permanenten Lebens-Auseinandersetzungs-Glaubensprozess und das Leben entspricht dem göttlichen Wort (Logosidee). In der persönlichen Individualisierungs- Entwick- lung liegt alle Religion eingeschlossen, die der Mensch braucht und nur gedeutet werden muss. Es ist statt nach den mittelbaren,allgemeinen Geboten der Bibel zu leben nach dem zu leben, was die unmittelbare,individuelle Entwicklung gebietet. Die Gottessuche durch die Theologie ist nur ein möglicher Weg, aber nicht der Einzige und auch nicht der Individuelle. Mein sinnliches konkretes Alltags- leben ist erst einmal stärker und unmittelbarer als die abstrakte, mittelbare Lehre und das heisst; Geld vor Geist, Dieseits vor dem Jenseits,das Sinnliche vor dem Sinnigen und eine teure Schweitzeruhr ziehe ich immer einem lichten Ideal vor.Wenn es nützen soll, muss es aus dem Leben kom- men,im Leben zu finden sein und ins Leben eingehen. Krisenentwicklung z.B. ist ehrlicher, unmittelbarer und nachhaltiger als durch eine übergestülpte religiöse (Kinder)- sozialisierung,welche eigentlich wertlos ist*. * Die Lebensfrage ist immer die Gottesfrage und die Got- tesfrage bleibt die persönliche Gottentwicklungsfrage. Wie der Mensch ist, so ist sein Gott. Der Gottesbegriff wird aus der persönlichen Situation des Einzelnen heraus entwickelt und damit individualisiert sich die Religion immer mehr. Wenn Gott als Lebens- mittelpunkt gefunden ist, ist die Lebensfrage gelöst. Der Mensch ist nur und hat nur so viel Wert, wie viel er von Gott (entwickelt) hat, wie viel Lebenszeit Entwicklungszeit ist und Zeitloses in der Zeit und Wesenhaftes im Wesenlosen geschaffen wird. Die Individualisierung ist Lebensauftrag und Lebenssinn, um seinen persönlichen Gott zu finden.Alles andere ist zweitrangig. In der Entwicklung wird Gott erst Mensch. Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst wer- > Den bloßen Glaubenswahrheiten des "Fürwahrhaltens" einer absterbenden Religion fehlt die Glaubenswissens-Sinn- Entwicklung durch die existentielle Lebenserfahrung vom Kinder-und abstrakten Buchstabenglauben zum felsenfesten entwickelten "Lebens- Grundgefühls-Glauben" (siehe zehn Stufen existentieller Glaubenserfahrung).Der Glaube wird zu blühen, wo Gott sie gesät hat-Elmar Gruber, Priester".) "Wer das tut, der hat so viel getan, wie der Papst in Rom und noch viel, viel mehr"*. * Durch die Entwicklung begründet und definiert sich jedes Indivi- duum. Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens und der Einzelne ist nur wahr, wenn er individuiert. Der Mensch, der nicht individuell wird und ist, existiert als Einzelner nicht. In der Einzelgeschichte erst erfüllt sich die Bestimmung des Menschen. Das Individuelle ist der Bauplan des Lebens. Das Entwicklungsprogramm ist die Lebensordnung und die unbeirrte Lebensrichtung ist angeboren. Entwicklung ist die Be- dingung meiner Existenz und geschieht nur dort, wo ich alleine dastehe, mich behaupten und bewähren muss.Deshalb ist jeder Einzelnen vor Gott gestellt, was auch der zentrale Punkt des Christen- tums ausmacht.Siehe Textfortsetzung in Individuationsentwicklung als Lebensweg Wandel der Religionen und des Christentums. > An wichtigen Punkten der Evolution treten Wertwenden auf d.h., was bis dahin entwicklungsförderlich war (Maß, Sinn, Wert) wird entwicklungsschädlich (Maß-, Sinn- und Wertlosigkeit), die werbende Kraft der Anziehung lässt nach und die Involution zur Evolution. Beim Reifezeitpunkt wird die kritische Masse für Veränderungen erreicht (Sätti- gungsgrad) und nach dem allgemeinen ehernen Gleich- gewichts- und Reifegesetz des Vergehens und des Werdens (einer religiösen Evolution)"schlägt wie ein "eiserner Arm" die quantitative Veränderung in qualitative Verän- derung, um als nächste, höhere Entwicklungsstufe, welche die Ermattung des Denkens der jetzigen, geistigen (Krisen)- situation überwindet. Das trifft auch für die anderen grossen Religionen zu, welche von ihrem Geschichtsmythos sich begründen und trotz all ihrer Wahrheit und und dem Respekt vor dem religiösen Glauben anderer überkommene, nur noch Übergangsreligionen nach unseren Wertvorstel- lungen mehr sind, deren Zeit abgelaufen ist oder noch abläuft und in dieser geschichtlichen Traditionsform ein Hemmschuh für die gesellschaftliche und persönliche Weiterentwicklung darstellen oder im Extremfall zu einem religiösen, funda- mentalistischen Konfliktherd zwischen Gläubigen und so genannten Ungläubigen werden. Auch der Koran erkennt die Vielfalt der Religionen an als ein Wettstreit für das Gute, aber In keiner Haltung sind die Menschen so unbeweglich wie in ihrer religiösen Überzeugung. Religionen sterben nicht, sondern sie verändern sich nach dem Gesetz des Umschlages.Es wird nur noch daran festgehalten wegen der verankerten Kultur-Erziehung-Gewohnheit, weil es z.B. Staatsreligion ist und auch an Alternativen mangelt.Weil Religion Lebensspaltung ist muss das Ziel aller Religionen sein, diese Gott-Welt und Diesseits-Jenseits-Spaltung zu überwinden. > Der Poet Ralf Waldo Emerson hat einmal gesagt: die Reli- gionen, die wir heute wir falsch, überholt oder bellizistisch nennen, waren einst wahr und heilig und sind deshalb kri- tiklos und schweigend als religiöser (Überzeugungs)weg hin- zunehmen (auch das Christentum ist mit dem Schwert ver- breitet worden und "durch Gott mit uns im Geiste eines Kanonenideals" wurden die Klingen gekreuzt, Kriege geführt und Menschen getötet). Die Menschen tun nie so gerne et- was Böses, wenn sie es aus religiöser Überzeugung tun. Das Problem ist leider immer nur Gott ! Am Ende gilt für alle Religionen aber ausnahmslos das Wort in Goethes Faust; "In bunten Bildern wenig Klarheit, viel Irrtum und ein bißchen Wahrheit"*. * I.) Als der indische Subkontinent 1947 mit der Unabhängigkeit von der britischen Herrschaft aufgeteilt wurde, starben mehr als eine Million Menschen bei religiösen Konflikten zwischen Hindus und Muslimen. Fünfzehn Millionen weitere Menschen wurden aus der Heimat vertrieben. Ausser der Religionszugehörigkeit gab es kein anderes Kennzeichenkriterium, nach dem entschieden wurde, wen man umbringt oder vertreibt. II.) "Alle Religionen sind gleich.Sie vermitteln Schuldgefühle und haben nur unterschiedliche Feiertage"*. *Verfasser unbekannt. III.) Es gibt drei grosse Kulturräume: der abendländische mit dem Christentum, der orientalische mit dem Islam und der asiatische mit dem Hinduismus und Buddhismus. Ca. siebzig Prozent der Menschen lassen sich über ihre Religionszugehörigkeit diesbezüglich zuord- nen.Das Christentum ist eine prophetische Offenbarungsreligion. IV.) Das Traditionschristentum z.B. ist in den lateinamerikanischen Ländern (als Kulturbegriff) noch ein tief verankerter, integrierter Glaubensbestandteil der Menschen, während das Traditionschris- tentum in Deutschand und auch in anderen Teilen in Europas seine Blütezeit hatte. V.) Die Weltchristenheit insgesamt wächst,doch die klassischen VI.) Die beiden großen christlichen Kirchen, die katholische und die evangelische Kirche, haben ähnliche, aber auch unterschiedliche Aufgaben. Beide setzen sich für die Verkündigung des Glaubens, die Seelsorge, die Diakonie und Caritas sowie für die Gestaltung des Gemeinwesens ein. Diakonie und Caritas, die beiden Wohlfahrtsver- bände der Großkirchen zählen mit ca. 700 000 Mitarbeitern zu den grössten Arbeitgebern des Landes. Die katholische Kirche hat zudem eine besondere Rolle in der Weltkirche und im Bereich der Sakra- mente. VII.) Nach der jüdischen Überlieferung erhält Mosche am Berg Sinai von Gott nicht nur die zehn Gebote, sondern insgesamt 613 Verbote und Gebote,welche in der schriftlichen Lehre der Thora festgehalten wurden. Siehe analoge Beispieltextfortsetzung > 1700 Beispiele in Vom Bildungs-Kultur-Lernen zum Entwicklungs-Kultur-Lernen > Die Zukunft des Lebens ist die Zukunft des Christentums und hängt nicht von einer Kirchenbindung ab. Hier wird der letzte Akt der Kirchengeschichte geschrieben,die Geschichte der Neuzeit als die individuelle Entfaltung von Gott und zu Gott hin.Weil die Kirche sich in einer Auflösungs-und Orien- tierungskrise befindet und dieser neue Weg, weil bisher oh- ne Traditionslobby noch nicht als kirchenrechtlicher Akt kanonisiert und hoffähig ist. Weil die Institution Kirche noch
* Lebensentwürfe welche auf Erkenntnisse, Wahrheiten, Ideale auf- bauen finden im tatsächlichen Leben keine Verankerung. Es kann kein neuer Gedanken wurzeln, wenn er nicht das Bedürfnis der Zeit und das Individuelle befriedigt. > Die Vergangenheitsaufarbeitung kirchlicher Finanzskan- dale, der Frauendiskriminierung und der Vertuschung sexu- eller Fehltrittsvorwürfe und anderer geistlicher Mißbrauch wirft Fragen nach der Glaubwürdigkeit und Transparenz auf und lässt die Institution Kirche nicht zur Ruhe kommen (Scham-und Schuldtheologie), schwächt die Bindungskräfte an die Kirche weiter und lässt Zweifel aufkommen an der von Gott eingesetzten Obrigkeit". Das Festhalten am Zöli- bat,der katholische Leidensweg aus dem 1200 Jahrhundert schadet der Kirche und in der Lebenspraxis der Priester wegen Priestermangel meist geduldet, aber die Kirchendis- ziplin zum ad absurdum geführt wird. Das Wesen einer Auto- rität ist aber immer die Ruhe als Sicherheit. Weil diese erschüttert ist, ist sie ihrer Autorität beraubt und deshalb kann keine der vorhandenen institutionellen Kirchen die Ekklesia des Neuen Testamentes sein und das spirituelle Lebensvakuum (Spiritus=Atem) füllen, was die beiden gros- sen Kirchen in Deutschland hinterlassen haben. Der Geist ist immer grösser gewesen, je machtloser er war und die Macht umso stärker, je geistloser sie war. Vor den Palästen der Macht hat Gott die Kathedralen gesetzt.Das ist das polare Span- nungsgesetz, zwischen Geist und Macht. Die Macht äussert sich am stärksten, wo diese als Innerliche unsicht- bar bleibt*. * Die grösste Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit ".* * Mark Twain, US-amerikanischer Schriftsteller. > Wenn die (Macht)autorität der Kirche nicht mit der moralischen (Vorbild)autorität gekoppelt ist, ist der Stuhl des Amtsinhabers wurmstichig. Die Autorität ist dort am stärksten, welche dem Diesseits fern und dem Jenseits zugewandt ist. Eine Renaissance der Tradition führt zu keiner wirklichen Fortführung und Erneuerung und stellt nur die alten Verhältnisse kurzfristig wieder her und ist schuldwürdig. Nicht das Christentum liegt in den letzten Zügen, sondern deren Vermittler, Institutionen, Vertre- tern, ihre Botschaft und ihre Glaubwürdigkeit. Die Krise des Christentums beruht nur sekundär auf institutionellen Problemen. Das Christentum darf sich nicht im Kreise herumdrehen,muss sich bloß vom kirchlichen lösen, auch nicht nur zeitgemäßer, sondern lebensunmittelbarer werden. Der Mensch ist unheilbar religiös, aber auch in säkularisierter Form. Der Genius des Christentums kann nicht sterben und bleibt von dem allen unberührt! > Die Idee des Christentums lässt sich nicht erneuern und reformieren, sondern nur der einzelne Mensch muss sich erneuern, aber dieser bleibt erst einmal der Alte, bis ihn der Lebenskrisendruck zur Veränderung zwingen. Zukunft bedeutet, für welche Ideen und Werte zu leben sich lohnt. Über die Zukunft lässt sich nur sprechen, wenn wir von der Zukunft in der Form eingeholt werden, wo alles zum Jammer geworden ist, das vorherrschende Traditionschristentum sich als ein überkommener Irrtum für die Zukunft heraus stellt, weil es die Menschen nicht mehr erreicht. Diese leben dann am Leben vorbei und büßen für die Traditionssünden der Kirche. Sie leben nur noch für das vorherrschende Sys- tem, weil unsere freie, demokratische, solidarische gesell- schaftliche und ökonomische Lebenswerteordnung und die sozial-ökonomischen Verhältnisse eben vorschreiben, wie der einzelne (geschmeidige) Anpassungs- und Konsens-Bür- ger alternativlos zu sein und was er zu glauben hat.Dieses ist aber lebensgegensätzlich,weil das Individualitätsprinzip die begriffliche Fassung und der Pulsschlag des Lebens ist.Der Mensch, der nicht individuell wird, existiert als Einzelner nicht und hat seine persönliche Freiheit aufgegeben,weil Gott sich nur in der Einzelseele unmittelbar und nicht vermittelbar offenbart.Nur als Einzelner bin ich vor Gott gestellt und nur der (Gliederungspunkt) Gottesglaube als lebensdurchdringende Grundmacht ist wirklich lebens- tragend, lebensführend und lebensbeschützend, weil Gott die Inkarnation des einzelnen Lebens selber ist*.
Das Individualitätsprinzip bezieht sich auf das per- sönliche Gottesverhältnis. > Am "grossen Gerichtstag" des Todes (Totengericht) bin ich nur als Einzelner und nicht eine Glaubensgemeinschaft vor Gott gestellt ist,weil nur in der Anerkennung der eigenen Individualisierung-Lebens-Bringschuld das einzige Eigentum ist,was den Einzelnen begründet ("Karmakonto"),was aus- serhalb der gesellschaftlichen und demokratischen Sank- tionen liegt. Dein Gott ist persönlich und auch nicht ein Gott einer anderen Religionen.Der Rechenschaftsbericht als Le- bensrückblick ist fern von einer Furchtreligion und straf- würdigen Schuldzuweisung. Der Tod ist ein Spiegel, in dem der ganze Sinn des Lebens reflektiert wird ".Jeder Einzelne nimmt tief emphatisch und plastisch selbst wahr,was er anderen angetan hat*. Dieses ist vergleichbar wenn ich sehe,wie jemand barfüssig auf einen rostigen Nagel tritt und ich zucke reflexartig auch zusammen und leide mit. Dass ich einmal getauft worden und jeden Sonntag in die Kirche gegangen bin sind bedeutungslos*. * Von wenn man regelmässig in die Kirche geht und glaubt ein guter Christ zu sein zu dieses wird genauso als ein Irrtum angesehen,wenn man in die Garage geht und glaubt ein Auto zu sein"-Verfasser unbekannt. Die Beurteilung einer moralischen Bilanz erfolgt meist auf- grund heilwirksamer Maßstäbe der guten und schlechten Taten,was ich getan und was hätte tun können und wo ge- liebt, wo ich verletzt habe und diese bestimmen mein zu- künftiges Schicksal frei nach dem biblischen Grundsatz "Saat und Ernte". Es ist eine Lebensrückschau nicht als "J’accu se" (Anklage),sondern eine Wahrheitserkenntnis der Er- fahrungen. Aus vielen Sterbenarrative als Interviews und Erfahrungserzählbe richten unter Laborbedingungen, die durchaus sehr beweiskräftig sind, wird bei der Sterbe-und Nahtodforschung dieses als eine Phase beschrieben,wo in einer dicht gedrängten Lebensrückschau, "wo ich geliebt und wo ich verletzt habe" mein weiteres Schicksal festgelegt wird. Nach Meister Eckhart hat das Leben nur so viel Wert, wie viel er von Gott (entwickelt) hat, wie viel Le- bens- zeit eine Ent- wicklungs-Individualisierungszeit war, Zeitloses in der Zeit und Wesenhaftes im Wesenlosen geschaffen wurde. Es wird jetzt die innere, unverstellte Natur sichtbar und der "imagi- nären abgespulten Vergangen- heits-Überwachungs-Him- mels-Kamera" hält uns einen Spiegel vor und ihr bleibt beim Lebensrückblick nichts verborgen. > Wenn Klartext gesprochen wird,wird er/sie nicht gefragt z.B. ob er/sie ein gute(r) Staatsbürger(in) gewesen ist, was die anderen gemacht haben, nach seinem Bekanntheitsgrad, wie viele Tore z.B. als Fußballstar einmal eingenetzt wurden oder wie viele Welthits er/sie gesungen hat, nach seinem Bank- kontostand, wie viele Kinder, welche Position, welchen Beruf, Besitz, für was er Zeit und Interesse hatte,welchen Heiligen wir geglichen und verehrt haben,welche Opfer wir gebracht haben und wie löblich die Grabrede des Pfarrers war, sondern Auge in Auge nur nach seinem persönlichen Gottesverhältnis als die eigentliche Lebensleistung d.h., ob er sich treu und entwicklungsehrlich als Wahrheitsliebe ge- blieben ist, das Bessere und Höhere im Hier und jetzt ge- wollt,was er für andere getan hat oder hätte tun können als Lebensprüfung, Lebenssinnaufgabe und geschenkte Lebens- dankbarkeit.Nur für die vorherrschenden zeitgeistigen Welt- werte alleine gelebt lässt Gott nicht gelten. Nach dem Theologen Martin Buber besteht die einzige Schuld darin nicht jede Sekunde umzukehren und das Bessere zu wollen. Das Bessere zu wollen gibt dem Leben ihre grösste Einheit, Freiheit,Frieden und Kraft,weil es mit Gottes Leben selbst verbunden wird.Die Kernfrage ist immer die nach der Ent- wick lungs-Individuali- sierungs-Bringschuld, ob wir uns selbst gewesen waren, was ich aus meinem Leben trans- zendierend gemacht d.h.,ob ich immer mehr meinen inneren Frieden im Unfrieden meiner Alltagswelt als Unsterblichkeitslernen gesucht habe. Nach Meister Eckhart lohnt Gott nicht nach der Größe und Vielzahl der Werke, sondern nur, ob sie in Gott und als Gotteswille vollbracht worden sind*. * Der Mensch soll nicht suchen, weder Erkennen noch Wissen, noch Innerlichkeit, noch Eigennutz und Ehre, sondern einzig allein den Willen Gottes (weil alles ausser dem Willen Gottes ein nichts ist).Immer unter der Voraussetzung, dass sein und nicht unser Wille geschehen soll, liegt das Geheimnis einer jeden Gebetserhörung. > Gott ist nie ein Allgemeines, sondern immer ein "Du". Es spielt sich immer alles zwischen ihm und mir alleine ab, was als persönliches Heil eines mystischen Augenblicks unver- mittelbar bleibt und wirkt nur in der Reiferealität des "Hier und Jetzt".Einen anderen Zeitpunkt gibt es nicht*. * I.) Entwicklungs-Kultur-Lernende leben nur im Lebensvertrauen im hier und jetzt.Es ist die Verantwortung für den Augenblick und jeder Augen- blick ist neu als Möglichkeit im positiven wie im negativen Sinne.Es ist keine Uhrzeit und kein Datum mehr im Blickfeld haben. Einen anderen Zeitpunkt wie das Jetzt als kleinste Zeiteinheit gibt es nicht. Das Jetzt ist vergleichbar mit einem impressionistischen Maler, der den Augenblick fühlt und ihn auf der Leinwand verewigt.Die Zukunft ist auch nur ein ewiges Jetzt,ein ewiges Heute und beginnt in jedem Augen- blick aufs neue Das Jetzt ist das lebenlange Lernen auf den Punkt gebracht. Jeder Augenblick, der nicht bewusst gelebt wird, ist ein verlorener Augenblick.Das Jetzt ist die Zeit gebändigt in der Ewigkeit und die Verzeitlichung des Ewi- gen.Für Johann Wolfgang Goethe war zu jeder Stunde der letzte Augenblick der Reichste. II.) Es ist metaphorisch vergleichbar "Von der Lebensver- sicherung, wo die abgeschlossene Versicherungssumme als Kapitalleistung am Ende des (Erst)-Lebens/Ablaufdatum (Eurosumme) fällig wird zur Weiterlebensversicherung, wo die Entwicklungs-Individualisierungs-Summe als lebens- langes Unsterblichkeitslernen als Jenseitslernen zu Beginn des "(Zweit)lebens" als die eigentliche Lebenssinnleistung des Erstlebens fällig wird (Friedenssumme)"*. *Für die bisherigen Generationen war nur das Diesseits-Kultur-Lernen Schulalltagsnormalität, für die jetzigen und zukünftigen Generati- onen wird und muss das Jenseits-Kultur-Lernen ohne dass es (r)evo- lutionär klingt, zur ausserschulischen Lebens-Selbstverständlichkeit werden,weil das Leben weiter geht, das bsiherige Leben in der Mittelwelt und das Weiterleben in einer mittellosen Welt. Wir sind verantwortlich für das, was wir tun, aber auch für das,was wir nicht tun, konnotierte der französische Philosoph und Schriftsteller Voltaire einmal. Das Leben wird dann nicht nur im jetzigen Leben, sondern auch in der Ferne verstanden (Eschatologie). Wir müssen unsere Zukunft beurteilen nach einem Zeitmaßstab, der grösser ist als mein Eigener und dadurch immer mehr die Sichtweise gewinnen, zwar in der Welt zu sein, aber nicht nur von der Welt zu sein. Neuer- dings wird unstrittig das Jenseits als die dazugehörige Rückseite der Lebensmedaille, wo die Dualismusspaltung aufgehoben ist interpre- tiert, weil es nur Einheit und ein Ganzheitsbewusstsein gibt und die Jenseitswirklichkeit ein überholter, anachronisti- scher, meistens religiös verwendeter Begriff darstellt. III.) Wenn das Leben sinnlos war, die Lebensleistung in "Schutt und Asche" gelegt werden kann,sich nur z.B. im Millionenreichtum wider- spiegelt und Erb-und Steuerstreitigkeiten auseinandergesetzt ist, dann ist der Tod besonders sinnlos ! Auslaufmodell Traditionschristentum. > Deshalb wird die kirchliche Religionskultur des Traditions-Christentum-Zeitalter als Auslaufmodell vom einem Entwick- lungs-Individualisierungs-Zeitalter als Neuschöpfung durch ein modernes theologisches Bewusstsein abgelöst wer den, obwohl ein neuer Luther ein Alptraum für die Kirche wäre.Es ist eine religiöse Suche, die sich ausserhalb von aller sonn- täglichen und kirchlichen normierten Seelsorgereligion vollzieht und
* Das Leben ist aber auf Wachstum, und nicht auf Wiederholung und Beharrung ausgerichtet. Wiederholung als Kreislauf und " alle Jahre wieder " ist ungeschichtlich und ent- wicklungsarm. Das Signum für Entwicklung ist die Spirale. Es ist ein Überwindungssymbol und Sinn- bild für den nächsten zyklischen Entwicklungsschritt.Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkuspferd in der Manege immer wieder im Kreise herum zu laufen.
*Siehe auch den Gliederungspunkt "religiöse Vermittlung durch die Kirche" in Christentum-frueher-heute-Teil-3
* Gott muss ohne Weise (Religionsgebäude/Institution) ge- nommen werden, denn die Weise bleibt im Kreatürlichen stecken. Der Mensch soll sich nicht genügen lassen an einen gedachten Gott; wenn der Gedanke vergeht, vergeht auch Gott. Man soll vielmehr einen wesenhaften Gott (Lebens-Grund-Friedensgefühl) haben, der weit erhaben ist über die Gedanken der Menschen und aller Kreaturen.Erkennt er Gott mehr, weil er einer ruhigen Stätte weilt, kommt das von sei- ner Unzulänglichkeit*. * Meister Eckhart.
* Beim Cogito ergo sum ist nur wahr was ich klar und deutlich erkenne. Alles Denkbare ist dann auch berechen- und machbar.
*Siehe Vorbild-Wirkkraftfeld im weiteren Textverlauf.
* Auch der indische Religionsstifter Siddhartha Gautama( Buddha) wusste nicht, ob die metaphysiche Wahrheit dem einfachen Men- schen zumutbar war,bestenfalls den Begüterten und besser gebil- deten Menschen.Dieses Zurückhaltung gibt es im Christentum nicht.
* Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. Es ist die Vollen- dung durch die persönliche Entwicklung.Deshalb ist jeder Mensch religiös auch wenn es nicht danach aussieht und mit Religion in Verbindung gebracht wird. Religion ist angeboren und gehört kon- stitutiv zum Menschsein. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage eines Individuallogos als " Gottesgen" mitgegeben. Religion zu haben ist die Pflicht des Menschen gegen- über sich selbst. Alles Heilige muss aus dem Leben kommen und
* Die sichtbare Erscheinung ist die Lebens- und Auseinanderset-zungsform und das Nicht-Entwicklungs-Sichtbare als das Wesen hinter der Erscheinung ist Voraussetzung für das Entwicklungs- gelingen,Dieses erst den macht den Entwicklungs-Lebenswert als religiöse Substanz aus.
*I.) Materie wird Geist als " lapis philosophorum", harter Stein wird geschmeidig , die Steinkraft zur wortlosen Weisheit geformt und ist " in Stein gehauenes Gottesgefühl" als Lernprozess-Ausdruck der dynamischen Entwicklung schlechthin (Ecclesia materialis significat ecclesiam spiritalem-dass die gebaute materielle Kirche ein Geistige war). ".Es ist manifestierte Mystik voller biblischer Bildsprache, wo das Sichtbare das Unsichtbare, das Ewige und Ganze widerspiegelt, so lässt sich das euphorisierende Wesen als wortlose Weisheit einer gotischen Kathedrale, der Höhepunkt europäischer Baukunst zusam- menfassen. II.) Keiner vermag das hinaus zu erkennen, was er selbst nicht in sich hat. Jede gotische Kathedrale bildet den geistigen, seelischen kultu- rellen Mittelpunkt der Stadt und ist ein "Wirkkraftfeld " für jeden Besucher, das auch ein Gefühl des endlich zu Hause angekommen auslöst und das Ziel der Sehnsucht erreicht zu haben. Die von dem Baumeister Erwin Steinbach entworfene Westfassade im Rosenge- schoss des Straßburger Liebfrauen Münsters eine " steinerne Ekstase als künstlerische, unmittelbare magische Vollendung des Christen- tums" und so überwältigend, dass man glaubt, sich im "Nabel der Christenheit" zu finden,wo Himmel und Erde zusammen fallen und "Gott persönlich eine Autogrammstunde abhält". Unter Sakral- bauten hat das Straßburger Münster nach dem Psychiater und Mystiker David Ramon Hawkins einer der höchsten Bewusstseins-Kraftfeldwerte. III.) Weil es die Seele berührt, bringt es die Seele in Wallung und dieses ist der wertvollste Moment des Menschen. Wer sich im gotischen Baustil wieder erkennt, dann ist dieser mir ebenbürtig. Keiner vermag darüber hinaus etwas zu erkennen, was er selbst nicht in sich hat. Wer von diesem kulturellen Kleinod ergriffen und erfasst wird, der würde jedes Gramm des Münster-Vogesen-Sandsteins in Gold aufwiegen und diese seelische Erregtheit lässt sich mit keinen noch so kraftvollen Sprachausdruck, sondern nur schweigend und glücklich erfassen. Dagegen ist die ganze sinnliche Welt der Erscheinungen des Menschen ein Nichts und De-und Entmaterialisierung ist ein Weg dieses nachzuvollziehen. IV.) Deshalb geht jeder Entwicklungsweg nur über und durch die goti- sche Kathedrale als Ausdruck des Höherstrebens und als gotisches Lernprinzip ,weil bei Entwicklungs-Individualisierungsreife jeder das Gefühl vermittelt bekommt und keinen mehr gleich gültig lässt, dass die gotische Kathedrale nur für ihn gebaut worden und er endlich daheim angekommen und nicht mehr weiter suchen muss. Erst wenn ich das gotische Lernprinzip kenne, bin ich im Leben angekommen. Nur wer individuell wird, existiert wirklich. In jeder Möglichkeit ist der Mensch ein Einzelner. Erst nach einer Lebenskrise öffnen sich die Eingangsportale der gotischen Kathedrale für mich. Mit dem Münster fing es an und mit dem Münster hört es auf. Es ist seine Entwicklungs- zukunft in der eigenen scheinbaren unreligiösen evolutionären, säkularen Nachfolge Christi zu gestalten*.
* Neben der geschilderten evolutionären Nachfolge Christi hört sich die amtliche Rechtslehrmeinung der Kirche einer Nachfolge Christi recht nüchtern an. Es bleibt ein frommer Wunsch mit mittelalter-
* Leo Tolstoi,russsicher Schriftsteller.
* Auch der indische Religionsstifter Siddhartha Gautama( Buddha) wusste nicht, ob die metaphysiche Wahrheit dem einfachen Men- schen zumutbar war,bestenfalls den Begüterten und besser gebil- deten Menschen.Dieses Zurückhaltung gibt es im Christentum nicht.
* Niemand wird leugnen,dass das Christentum auf eine Entwicklung zurück schaut und es vom ersten Tage an ein reifen und wachsen war. Jedoch wird nicht immer bereitwillig zugeben,dass das Christen- tum sich auch gegenwärtig in einem notwendigen Entwicklungs-und Umgestaltungsprozess befindet.Die Krux ist immer dabei,dass der Gegenwartsmensch einen Absolutheitsanspruch für die Unveränder- lichkeit und Unangreifbarkeit der geltenden Religion beansprucht und sich andernfalls in seinen religiösen Rechten gekränkt fühlt.
* Viele Wissenschaftstheoretiker sprechen der Theologie aufgrund ihrer Bekenntnisgebundenheit die Wissenschaftlichkeit ab. Theologie bezieht sich auf eine bestimmte Religion und Konfession.
* I.) Wenn ich mich im gotischen Baustil wieder erkenne, ist diese mir ebenbürtig. Keiner vermag das hinaus zu erkennen, was er selbst nicht in sich hat. Wenn ich mich in dieser Erkenntnis widerspiegle , handelt es sich um einen lebendigen Prozess, der den gesamten Menschen erfasst und dieser selber verwandelt wird. Das Subjekt und das Objekt der Erkenntnis sind identisch und die Spaltung ist aufgehoben. Diese Erkenntnis ist tatsächlich Weg, Wahrheit und Leben zugleich und zieht kein Handeln mehr nach sich, sondern Erkenntnis und Verwirklichung sind eins.Nur mit der blossen Macht des Daseins werden Entscheidungen herbeigeführt, ein Geschehen, was von selbst geschieht. Ein Mann macht viele, weil seine Individua- lität in der Individualität aller aufgeht. II.) Materie wird Geist als " lapis philosophorum", harter Stein wird geschmeidig , die Steinkraft zur wortlosen Weisheit geformt und ist " in Stein gehauenes Gottesgefühl" als Lernprozess-Ausdruck der dynamischen Entwicklung schlechthin(Ecclesia materialis significat ecclesiam spiritalem-dass die gebaute materielle Kirche ein Geistige war). "Es ist manifestierte Mystik voller biblischer Bildsprache, wo das Sichtbare das Unsichtbare Ewige und Ganze widerspiegelt, so lässt sich das euphorisierende Wesen als wortlose Weisheit einer gotischen Kathedrale, der Höhepunkt europäischer Baukunst zusammenfassen. Der Sinn für Sinnliches und Profanes wird zum Sinn für Übersinnliches und Heiliges. Deshalb wird die Sehenswürdigkeit zur Sehnsuchtswür- digkeit.
* Die religiösen Formen haben sich gewandelt und die religiösen Wege sind vielseitig.
* Entwicklungswahrheiten sind Irrtumswahrheiten. Der Weg des Irrtums ist auch der Weg der Wahrheitssuche. Irrtumswahrheiten sind instrumentelle, gemischte Wahrheiten und dienen dazu, die Welt der Dinge und Erscheinungen zu konstruieren und zu verwirk- lichen. Jede Wahr-heit des Irrtums zerbricht, nachdem sie benutzt worden ist und wird durch andere Wahrheiten des Irrtums ersetzt, die jeweils für die jetzige Lebenslage geeignet sind, mit denen der Mensch konfron- tiert wird. Irrtum ist die Wahrheit hinter der Erscheinung zu finden, um sie zu verlieren, weil nur in der Unwahrheit (Irrtum) die Wahrheit gefunden und die Tugend in der Schwachheit vollbracht wird.Siehe Textfortsetzung Nr.240 bis Nr.243 in Kulturlernen-6
> Dass Religion dann nur mit Kirchturm, Bet-und Beichtstuhl, Kirchenbänken und Heiligenbildern, Reliquien,Wallfahrten, mit Wundern, der Kanzel ,dem Opferstock, der Altäre, dem ordinierten Klerus, der theologischen Texte, den Dog- men, der Predigten, dem Zermoniellen, dem Papst in ihrer frommen "Hallejula Welt" zu tun hat, dieses sind dann nur noch Mumien und Artefakte einer vergangenen Zeit. Es ist auch ein anderer Gott, das als Bild über dem Schlafzimmer- bett unserer Grossväter und Urgrossväter hing. Es bedeutet heute etwas deutlich anders religiös zu sein als noch vor einem halben Jahrhundert. Verkündigung und Seelsorge als die grossen Aufgaben der Kirche sind beim Entwicklungs-Individualisierungs-Christentum immer weniger notwen- dig.In der Tradition geboren werden und in der Tradition sterben war einmal.Die Zeit, in der unser bisheriges Chris- tentum so wie wir es kennen einmal festgelegt worden ist, wo wir kritiklos hampelmännisch folgten und wie chloro- formiert alles nachgeprochen haben, ist für ein-und allemal vorüber.Es ist immer noch unbewusst das mittelalterliche Verständnis,dass die Kirche mit ihren Organen und Heilmit- teln für das religiöse Seelenheil eines jeden Einzelnen verant- wortlich ist und erst die darauf folgende Renaissance nährte das Bewusstsein,dass in dem Menschen göttliche Kräfte wohnten und die hilfreichste Hand nur die am eigenen Arm ist.Aber wer kann sich schon seiner Kindheitsreligion (ganz) entziehen und ist frei von Orgelklang, Weihrauch, Kerzen- schimmer und die Kindheitserinnerung an die Fronleich- namprozession? Das Christentum ist heute auf dem Weg, weil authentischer, ernst genommen zu werden und sich von der vormachenden Fremdbestimmung und den zer- moniellen Altlasten zu befreien*. * Der Mensch kann Gott nichts Lieberes bieten als Ruhe. Christ- liche Tugenden wie Wachen, Fasten, Beten, Almosen geben ist nichts gegen diese innere Friedensruhe, welche uns gottähnlicher macht und nicht sein ewiges Wirken stört. Nur unser äusserliches Wirken und selber machen wollen führt die stete Unruhe mit sich und des- halb unser Wille das Gewollte blockiert*. > Die Tradition fortführen, wo die gepredigte Erstarrung und Kristallisation immer weniger gilt und ein Nichts ist, kann nicht der richtige Weg sein und die abgelebte Vergangenheit lässt sich nicht mehr verkaufen, weil diese" wie Blei in den Regalen " liegt*. * Wir haben ein halbes Jahrtausend lang nur von der christlichen Substanz gelebt. Heute hilft nicht mehr alleine die Statik des Bewah- rens, sondern nur noch die Dynamik schonungsloser, individueller Offenheit. Durch die granite Statik wird die innere dynamische Entwicklung eines jeden Einzelnen, was letzten Endes als das Näher- kommen an Gott und die Lebensentfaltung auf Gott hin bezeichnet wird, blockiert und abgelehnt und ist nur noch "älteren Gewohn- heitskirchgängern" zumutbar*. * An wichtigen Punkten der Evolution treten Wertwenden auf d.h., was bis dahin entwicklungs- förderlich war (Maß, Sinn, Wert) wird entwicklungsschädlich (Maß-, Sinn- und Wertlosigkeit), die werbende Kraft der Anziehung lässt nach und die Involution zur Evolution. Der unterdrückte Teil meldet sich zurück auf Kosten des übertriebenen Teils. Beim Reifezeitpunkt wird die kritische Masse für Veränderungen erreicht (Sättigungsgrad) und nach dem allgemeinen Gleich- gewichts- und Reifegesetz des Werdens-und Vergehens "schlägt die quantitative Veränderung in qualitative Verän- derung wie ein "eiserner Arm", um als nächste, höhere Entwicklungsstufe, welche die Ermattung des Denkens der jetzigen, geistigen Starre undes des Festhaltens überwin- det. II.) Im Jahre 1950 waren noch die Hälfte aller Katholiken Kirchgänger. Heute sind es nur etwa 6 % der Bevölkerung, welche mindestens einmal pro Woche in eine Kirche gehen*.
verbote) wird kein Mensch erneuert, von Impulspapieren oder von einem Reform-und Predigeraktivismus kann keine wirkliche Rettung und eine Lösung kommen, sondern nur von der Entstehung neuen (Entwicklungs)lebens. "Bildungs-Kultur-Lernen ist um die(ver)mittelbare Wahrheit wissen aber ohne einen persönlichen Lebenswert. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist unmittelbare Wahrheits-Individualisie- rungs-Lernen mit einem persönlichen Lebenswert.Warum sind oft z.B. religiöse Predigten nicht sehr effizient und die Heilsbotschaften werden meistens nicht befolgt ? Die Ur- sachen sind u.a.: * Siehe den Gliederungspunkt " Religiöse Vermittlung durch die Kirche (Predigt), das Bildungswesen,die sakrale Kunst und durch Missionierung" in Christentum-frueher-heute-Teil-3 > Weil jede Krise eine Bewusstseins-Entwicklungs-Spaltungs-Krise ist, sind Reformen für Entwicklungskrisen ungeeig- net, weil diese keine Wirklichkeit in sich tragen und die Ursache des Geschehens sich nur im Inneren des einzelnen Menschen abspielt und deshalb von Reformen ausserhalb nicht zu beheben sind. Reformen sind nur eine halbe Maßnahme, nicht tiefenursächlich und darum schon die Niederlage. "Deshalb droht das Schiff schon am Anfang im Hafen zu sinken". > Deshalb kann keine Aufbruchstimmung und "ein auf- reissen von Fenster und Türen", der Beginn einer neuen (un)religiösen Begeisterungswelle,welche kein Krisenstab brechen kann kommr von denen, die an Autorität und Tradition festhalten, welche unter der "geistlichen Alzhei- merkrankheit" leiden, sich zu lange sicher waren, mit staatlichen Zuschüssen verwöhnt sind und "auf Kosten fremder Kreide gezecht" haben, sondern nur von einer Idee kommen, welche mit dem ansteckenden Wirkkraftfeld einer Vorbildperson seiner moralischen Kraft verknüpft ist. Die Suche nach Geborgenheit, Sicherheit, Ruhe, Bestätigung, sicherem Wissen und bleiben kann der und wie man ist, steht diametral zur Wesensidee des Christentums*. * Es ist das " enfant terrible " als Frontfigur von Nöten; " enfant " als Entwicklervorbild und " terrible ", um ganze Gebäude von Traditions- schein, Illusionen, Anpassungsunwerten, Meinungen, funktionie- rende, relative Wahrheiten,Oberflächlichkeiten, leere Versprech- ungen und Gewohnheiten umzustossen, nicht im subversiven, gewalttätigen, revolutionären, sondern im gewaltfreien, stillen, evolutionären Vorbildsinne in der Interverbundenheit des Ver- schränkheitsprinzips, weil ein Vorbild ohne Zutun " nur durch sein Dasein " auch wenn es niemand kennt, aus sich selbst heraus omnipotent fernwirkend ist. Die Vorbildwirkungskraft des Christentums. > Etwas fordern ohne selbst als (stilles, unbekanntes) Vorbild als ein "moderner Siegfried"im Leben umgesetzt zu haben ist kraft-und wirkungslos und klingt wie "ein Pfeifen im Walde". Wenn Vorbilder im Mittelalter predigten, taten ganze Städte Buße. Ihr Wort stieß auf (fast) religiöse Aufnahmebereit- schaft. Es gab und gibt konfessionsübergreifend in den letzten Jahrzehnten viele grosse Theologen, welche "Leucht- türme Gottes" waren, aber keiner war ein Stern für die Jugend und ist wirklich imstande, das Christentum auf eine neue Stufe ihrer geschichtlichen Weiterentwicklung zu heben. Es fehlt ein Leuchtturmprojekt, wo die christlichen Lehrinhalte normativ für die heutige Zeit gestaltet werden und deren jedermanns lebensexistentielle Notwendigkeit überzeugend und undiskutierbar (wie z.B. eine Kranken- versicherungspflicht, welche ich brauche, wenn ich krank werde) zu vermitteln. Jeder wird dann nur mit dem Kopf schütteln, wer nicht an Gott glaubt, sucht und meint, ganz gut ohne Gott zurecht zu kommen.Dieses käme sonst einer Lebensverfehlung gleich, weil es wesentlich zum Menschsein gehört und in manchen Gegenden in der Welt sogar dann der Einzelne kein vollwertiges Gesellschaftsmitglied mehr ist*. * I.) Christsein z.B. als Voraussetzung einer deutschen Staatsbürger- schaft wäre ein Rückschritt ins kaiserliche Staatskirchentum.Die Berufung auf den Willen Gottes wäre ein Moment undemokatischer Transzendenz und hätte die Legitimation eines Gottesgnadentums, wo die Herrschaft eines Monarchen nicht auf menschlichen Institu- tionen oder dem mehrheitlichen Volkswillen beruht, sondern direkt von Gott verliehen wurde. II.) Wenn ein Politker sich öffentlich als Atheist outet,sind seine Chan- cen gewählt zu werden gleich Null*. *Verfasser unbekannt. > Neue Ideen wachsen nicht auf altem Terrain. Um der Welt gegenüber zu treten, muss man erst einmal aus ihr heraus treten. Erst die Isolierungsdistanz gibt die lange gesuchte Klarheit. Seine Zeit erkennen ist Selbsterkenntnis und Selbstsein, setzt einen Prozess des Absetzens, der Selbst- hin-und Aufgabe, der Askese und einer zeitweisen "Nomadisie- rung und Singularisierung" voraus, in dem er allein die Zeit in der Stille (Wüste) aus der Entfernung erlebt und die Zerfalls- erscheinungen erkennt.Erst durch den Abstand und nicht durch eine isolierte Binnensicht als theologisch gebundener und bezahlter Angestellter seiner Kirche, wo die Abhängig- keit und Sichtweise einer starren, dogmatischen Lehramt- sichtweise vorgegeben ist, ist keine Objektivität möglich. Diese solipsische Voraussetzung "egoistisch sein für andere" und nichts mehr für sich wollen ist nur Wenigen gegeben*. * Die Schöpfer der Gross-Religionen wie Moses, Christus, Mohamed, Buddha mussten alle erst eingehen in das Schweigen der Wüste, in das Nicht-unter-Mensch-sein, ehe sie ihr entscheidenes Wort erheben konnten. Miltons Blindheit, Beethovens Taubheit, das Zuchthaus Dos- tojewskis, der Kerker Cervantes, die Einschließung Luthers auf der Wartburg, das Exil Dantes und Nietzsches selbstweilige Einbannung in die eisigen Zonen des Engadins. Alle waren sie gegen den Meinungs- zeitgeist und wachen Willen des Menschen*. * In Textanlehnung an Stefan Zweig,österreichischer Schriftsteller. > Der derzeitige Sinkflug ausbleibender Gottesdienstbe- sucher und damit verbundenen Kirchensteuerminderein- nahmen sind eine Zusammenbruchsvoraussetzung für den Aufstieg und Aufbruch, weil Zukunft Zerstörung und Aufbau zugleich ist. Über die Zukunft des Christentums, kann des- halb auch nicht auf einem Konzil und auf Synoden beraten oder sonst wo entschieden werden und es ist wertlos, wenn es sich auf dem Boden der Vernunft abspielt. Allein von der nüchternden,abstrakten von der Wahrnehmung unabhängi- gen und nur durch Denken gewonnenen Vernunft her kann sich der Mensch nicht ändern. Die Vernunft ist nur eine regulative Kraft und nicht verankert,weil diese sich auf die sinnliche Anschauung bezieht.Ihr fehlt das schöpferische Element und kann nichts neues erschaffen.Der Mensch kommt fast nie aus der Vernunft zur Vernunft (Chevles- comis des secondat Montesquieu). Der letzte Schritt der Vernunft ist,dass sie anerkennt dass es unendlich viele Dinge gibt, welche sie übersteigt.Auch die verborgene Wirklichkeit Gottes als höchster Vernunftszweck zwingt sich der Ver- nunft nicht auf und diese führt nicht automatisch zur Religion (drei Vernunftsideen:Dasein Gottes,Unsterblichkeit und Freiheit).Das Christentum ist von ihrem Begriff und ihrem Wesen nach für die Vernunft ein Unendliches.Bei einem Klimagipfel z.B. siegt immer die Unvernunft der nationalen, wirtschaftlichen Umweltinteressen (Die Gren-zen der Vernunft begreifen, das erst ist wahrhaft Philoso- phie, sagte der Philosoph Friedrich Nietzsche einmal )*. *I.) Der Vernunftsbegriff wird überstrapaziert. Es ist der Glaube an eine theoretische, abstrahierende, formalisierende, praktische und absolute Vernunft als Lebensorientierung und dass der Mensch aufgrund seiner Vernunft besser werde, wie der Philosoph Kant es II.) Auch war die Aufklärung einem folgenschweren Irrtum unter- legen zu glauben, der Mensch könnte Kraft der kritischen Vernunft bei sich selbst und bei Null ohne religiöses Traditionserbe beginnen, ohne sich über tausend Jahre lange, akkumulierte, religiöse Substanz klar zu sein, von der die Aufklärung selber noch zehrte, wobei Bildung als Vollendung des menschlichen Wesens begriffen wurde. Die Vernunftsreligion der französischen Revolution dauerte noch nicht einmal ein Jahr und war mit dem Apell an die Vernunft zu Ende. III.) Von der Bildungsreife, wo die menschliche Natur durch die wis- > Der eigentliche Rufer hat keine Kirchenkarriere, kein Lehr-amt und keinen theologischen Lehrstuhl inne, ist kein aner- kannter und gesellschaftlich etablierter Würdenträger, wo in der warmen Stube eine Pensionsberechtigung vorherrscht oder in Publikationen von theologischen und professoralen Autoritäten nachgelesen werden kann. Wo Geborgenheit, Ab- sicherung, Ruhe einer Planungssicherheit, "alle Jahre Wieder-Kreislauf ", Risiko-und Widerstandslosigkeit, die Regel als Lebensmaxime ist, jeder dazu noch etwas zu sagen hat und sich geistvoll aneinander erwärmt wird, alltägliches und sonntägliches noch getrennt sind,noch in der Tradition verankert ist und die Vergangenheit noch nicht beerdigt wur- de, da ist kein Zukunftsweg zu finden, weil dieses daran festhalten (mein Kirchen)wille vom Gewollten trennt ("In- schallah"). Die Kirche hat noch nicht einmal den Versuch in seiner langen Geschichte gemacht, das neue testamentliche Christentum zu realisieren*. * Dass Gottes Wille zugleich das eigentliche Freiheitsgesetz unseres eigenen Geistes konstitutiv ist. > Religionen sind immer in der Versuchung ausgesetzt zum Zwecke des Machterhaltes und ihrer Herrlichkeit willen nur um sich selbst zu kreisen und ihre Daseinsberechtigung aus den Augen zu verlieren. Das Kuriekollektiv denkt immer autoritär.Deshalb war die Kirche und der Papst als Siegelbe- wahrerin noch nie Speerspitze für Veränderungen (Ausnah- me Papst Johannes XXIII,welcher dass Korsett des Katholo- zismus sprengte), weil eine satte Zufriedenheit, eine unge- wisse Zukunft, der Dogmenpositivismus, die Altersstarrheit, das ewig gestrige konservative, Fehlentwicklungen, Refor- men, welche polarisieren viele Gegner hat und einen Wandel scheut. Die Geschichte hat immer wieder bestätigt, dass erst Veränderungen eintreten nicht dadurch, dass der Einsicht-Konsens der Verantwortlichen ein anderer geworden ist, sondern erst dann, wenn durch ihren Tod eine neue Nach- folge angetreten wurde und auch deren Schüler aussterben. Alte Paradigmen werden nicht durch Argumente umgestürzt, sondern sie sterben mit den Menschen, welche an diese glauben.Im Ringen mit dem Alten kann sich nur allmählich das Neue seinen Boden gewinnen und bei diesem Prozess besteht die Gefahr,dass es abermals durch das Alte verun- reinigt und entstellt wird.Darüber hinaus geht die Papst- kirche und der Klerus,welcher alles orchestriert ihrem geschichtlichen Sinn nach zu Ende und diese Epoche ihren Atem verliert." Ein Haus (Institution) auf schwankendem Grund kann nicht mehr gestützt werden. Man kann es nur noch verlassen". Nicht zurück zur der herbstlich betagten Wertetradition können die Versäumnisse der letzten Jahr- zehnte nachgeholt werden, sondern vorwärts zum frühlings- haften Entwicklungs- Individualisierungs-Christentum "muss die Schraube gedreht werden, wenn sie halten soll"*. *I.) Eine Entwicklung zurück zum Traditionschristentum kann es von ihrer Gesetzesnatur nicht geben , weil es die Gleichgewichts- kräfte es nicht zulassen und alles dem Gesetz des Vergehens und Werdens einer wendeltreppespiralförmigen Weiterentwicklung unterliegt. Nichts ist befestigt, ein ständiges ausdehnen vom be- wegten Hier zum bewegten Dort. Die Entwicklung ist irreversibel, da jede Stufe auf der vorhergehenden aufbaut. Vergangenheit ist verflossene, alte Energie und die Verschiebung hat bereits den Punkt der Rückkehr überschritten. Weil das Leben im Fluss ist,bedeutet stehen bleiben automatisch ,dass das Leben an einem vorbei fliesst und ich mich im Rückstand befinde.Damit ist der Entwicklungsprozess nicht mehr umkehrbar d.h., es gibt keine Entwicklung zurück und das Rad der Geschichte lässt sich nicht zurück drehen.Das Leben hat sich im Laufe der Evolution immer durchgesetzt und Recht gehabt und nicht der menschliche Machtwille, Mehrheitsverhältnisse, wissen- schaftliche, technische Erfindungen oder eine Bildungsintelli- genz. Lebenskrisen z.B. dienen der Weiterentwicklung, auch wenn es z.B. ein berufliches " Karriere-Aus" als Rückschritt angesehen wird. Erst nach einem zeitlichen Abstand der Problembewältigung erkennt man, dass es eigentlich ein Aufwärtsentwicklung und keine Entwick- lung zurück gewesen war. Die Krise (Schmerz) war nur vorüber- gehend, aber der Entwicklungsfortschritt (Ruhm) bleibt ewig und man würde auch nie mehr mit dem Status quo vor der Krise tauschen. II.) Weil das Leben im Fluss ist, bedeutet auch stehen bleiben automa- tisch, dass das Leben an einem vorbei fliesst und ich mich im Rück- stand befinde. Man kann zwar vorübergehend das Hinzugewonnene wieder verlieren, aber verloren ist es damit nicht. Wer durch eine Lebenskrise gegangen ist, wird nie mehr der alte Mensch sein, der er vorher einmal gewesen war und es wird nie mehr so sein, wie es früher einmal war. Das Leben ist auf Wachstum, nicht auf Wieder- holung und Beharrrung angelegt und das Weiter entwickelte schliesst das Niedrigere mit ein, weil ein Fehler sich nicht durch einen anderen Fehler korrigieren lässt. " III.) Unsere Autoritäten z.B. Pfarrer sind wegen der Rechts- unsicherheit unfreie Angestellte der Kirche, weil einer Schultheologie verpflichtet haben sie keinen Einfluss auf die Lehre.Sie sind somit selbst einer Autorität unterworfen und von ihr abhängig (Kirchensteuermitteln, Staatskasse), weil ihr gesamter Lebensunterhalt (Besoldung) darauf ausge- richtet ist. Weil die echte Autorität immer nur eine ganze (Mystiker) und nie eine partielle (Studierte, Berufene, Gewählte, Ernannte, Eingesetzte) in ihrem Fachgebiet ist, bleibt diese gespalten und nur eine Autorität auf ihrem Fach- gebiet, welche universalphilosophisch nie das Ganze dar- stellt und diese Gespaltenheit dem Menschen auch gar nicht bewusst ist. Deshalb fehlt die Kraft der Vorbildnachahmung und der Glanz einer wirklichen Autorität. Sie verleiht keinem mehr Ruhe, Sicherheit, Geborgenheit und keiner fühlt sich von ihr angesprochen und bestätigt*. * Wenn es nützen soll, muss es aus dem Leben kommen und nicht von der Kanzel als Predigt*. * Meister Eckhart. IV.) Vom Klerus, den kirchlichen Würdeträgern, den Theologen, Ordensgeistlichen,Priestern etc., welche mit ihren seelsorgerischen und admistrativen Aufgaben bis zur Belastbarkeitsgrenze beschäf- tigt sind, keine Zeit mehr haben über die Zukunft des Christentums nachzudenken und mit den Jahren veränderungsresistent geworden sind zum Geheimrat und Minister Johann Wolfgang Goethe , der beim Herzog Karl August Staatsminister war,mehrere Komissionen erfolg- reich leitete und noch glaubte, neben seiner politischen- und Verwal- tungstätigkeit fortan weiter dichten zu können. Diese praktische Zeit wird von den Goetheverehrern als eine nutzlose Zeit betrachtet, weil kaum Zeit blieb für Reime.In diesen vielen Jahren erblickte nicht ein "Zweizeiler" das Licht der Welt. V.) Der Dogmatismus gilt als unhistorische und unkritische metaphysische Betrachtungsweise und gleichsam ewigen Festhalten an Glaubens- und Lehrsätzen. Dogmen sind wie sämtliche Lehrmeinungen und Weltanschauungen kulturell bedingt von Zeit zu Zeit ein Substrat eines theologischen und kirchlichen Diskussions- und Erneuerungsprozesses. Jedes Dogma als verbindliche Autorität verhindert Veränderung. Es ist nur die fehlende Entwicklungsfähigkeit, was die dogmatische Tradition und die versteinerten Verhältnisse aufrecht erhält. Wenn wir versuchen sie zu verstehen be- steht die Gefahr, dass wir sie zerstören. Dogmen sind negativ belegt in dem Sinne,um die Menschheit nach ihren eigenen Vorstellungen und ihrem eigenem Vorteil zu leiten.Das An- liegen vieler deutscher Denker, Dichter und Philosophen war nicht die Religion zu überwinden, sondern ihre Wahrheiten frei von dem traditionellen Ballast der Theologie und Dog- men zu verstehen und aus der Wahrheit keinen alleinigen Dogmenanspruch zu machen*. * Der Mensch wird auch nicht besser, wenn er die Zustände der Kir-chen (Organisation) kritisiert und Klage gegen den lebensfernen Dogmatismus und die entleerten Formen führt, denn das alles ist der einzelne Mensch nur selber. > Entwicklung als Wandlung ist der Nukleus des Christen- tums (Veränderung des Denkens).Warum soll diese religiöse Verjüngung auch nicht für den Klerus und für die gesamte Institution gelten, welche sich im Greisenalter und im freien Fall befindet ? Eine Geburt (von neuem) ist immer mit Angst und Schmerzen begleitet. Die Entchristlichung, Entkirch- lichung und Entsakralisierung im traditionellen Sinne als Menschenwerk lässt sich nicht aufhalten als sein gottge- benes Willens-Endzeit-Schicksal und wäre Entwicklung zurück, weil in Gottes Namen immer "alles (Un)glück" an- fängt. Immer unter der Voraussetzung das sein und nicht unser Wille geschehen soll,liegt auch das Geheimnis einer jeden Gebetserhörung*. *I.)Wer auf sein Leid tritt,tritt höher (Hölderlin) oder wie Shakespeare es formulierte, dass ein tiefer Fall oft zu höherem Glück führt.Jede Bedrängnis ist ein Engpass zu grösserer Weite und unter den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, befindet sich auch goldhaltiges Gestein.Nach Meister Eckhart ist Gott am meisten Licht, wo er am wenigsten Licht ist. II.) Wir stehen auf der Vergangenheit und hängen dem Glanz des > Zukunft und Schicksal ist Jugend und deshalb kann die Re- ligionserneuerung nicht von der betagten, ratlosen, festhal- tenden, elfenbeineren und weit entfernten Papsttradition ausgehen. Die Signatur des Bewahrenden,wo nicht jeder "theologische Stein" umgedreht und in die Theologie Leben eingehaucht wird, ist das erlöschen der seelischen Gestal- tungskraft der messianischen Botschaft*. * Der Mensch muss seine Vergangenheit aufarbeiten, indem er sich wandelt und nochmals so leben und handeln, der er einmal sein möchte. Wir sind durch die frühere Unwahrheit gebunden und müs- sen uns von ihr freimachen. Eine andere Zukunft kann sich nur aus einer anderen Vergangenheit entwickeln.
* Von den gotischen Kathedralen als heiliger, bedeutungsgeladener, universaler Kirchenraum zu es gibt keine expliziten, heiligen Räume, oder religiöse Unorte, weil Gott überall zuhause, alles heiliger Ent- wicklungslebensraum ist "und alles und jeder mit jedem Punkt des Universums zu jedem Zeitpunkt verbunden ist.Jeder Platz auf der Welt ist ein Gebetsort.Immer wo du stehst oder sitzt, kann eine Kathedrale errichtet werden (Tom Johanson, Geistheiler).
ken, verargumentieren, verplanen, mit " Slogans" kaschie- ren, mit vertrockneten Rezepten und viel Geld umgestalten oder erkämpfen, weil die Zeit dafür abgelaufen ist und eine Entwicklung zurück durch Erneuerung als das Aufleben eines alten Zustandes von ihrer Gesetzesnatur nicht geben kann (Repristination).Dieses ähnelt dem absurden Versuch, "einen Abgrund im Dreisprung zu überqueren". Der zukünfti- ge Weg kann nur gegangen werden und mit jedem einzelnen Schritt wird dann erst die Zukunft geschaffen*. * I.) Die Traditionalisten stehen auf der Vergangenheit und hängen dem Glanz des „nicht mehr“ nach und verdrängen damit die auf- gestauten Entwicklungsnotwendigkeiten. Wir leben in einer unterge- gangenen, vergangenheitsorientierten Welt und versuchen eine abge- lebte, sterbende Epoche zu mumifizieren, indem wir rückwärtsge- wandt versuchen ein neues Gleichgewicht wieder herzustellen, ohne die Dynamik der Gegenwart in der Zukunftsdimension mit einzube- ziehen. Durch den Versuch die alten Zustände wiederherzustellen, werden die Entwicklungsursachen einfach ausgeblendet und der Entwicklungsrückstau wird nur als reiner Reformstau interpretiert. Bei einer Reform bleiben die Institutionen wie sind und nur bei der Wandlung des Einzelnen verändert sich wirklich etwas.Der Kurs II.) Aber mit keinem Mittel und keiner Macht der Welt lässt sich die elementare Macht dieser Entwicklung aufhalten Nochmals die Uhr
> Es waren und sind immer nur die stillen, unbekannten, un- scheinbaren, volkstümlichen Vorbilder,welche morgens bis abends unbemerkt "z.B. ihren Bürostuhl wetzten" in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi , welche sich eine neue und individuelle, säkulare Form des Apostolats geschaffen und den nächsten Entwicklungsschritt " als Erlösungs-und Be- freiungstat als anonymer Seelenführer" eingeleitet haben allen Widerständen, ökonomischen Nach- teilen und Andersmeinungen zum Trotz und lebensexisten- tiell erlitten und ausgetragen wurde. Die Nachfolge Jesu ist nicht eine " eins zu eins" wörtliche, direkte, mittelalterliche, klosteraffine Nachahmung Christi.Diese würde nicht die vielen individuellen Lebensentwürfe und beruflichen Le- benswege eines jeden Einzelnen berücksichtigen und zu einer weiteren Kulturentfremdung führen.Es ist auch nicht z.B. gepredigte Nachfolge Christi von einer christlichen Erweckungsbewegung, sondern bei Entwicklungsreife heisst es nur seinen eigenen Individualisierungs-Prozess-Weg in der Gesellschaft-, im Privat-in der Religion und im Berufsle- ben zu gehen, wo es kein zurück mehr gibt, der einzigartig ist, noch von niemanden gegangen wurde und erst durch Entwicklung gefunden werden muss. Vorbilder planen immer ein Unternehmen,was so noch kein Vorbild hat.Wenn etwas autobiografische Züge trägt und der Autor sich selbst " predigt ", sind das Werk und das Lebens des Verfassers authentisch, bleibt es einmalig, ist (er)lebbar und kann von jedem unterschrieben werden. Der Weg " ins gelobte Land "kann nur der zeigen, der diesen Weg nicht nur aus- und er- dacht hat, anderen Heilspredigern folgt, sondern auch seinen (Leidens)widerstandsweg durch viele Irrtümer hindurch experimentiert und allen Widerständen und hinfallen zum Trotz auch zu Ende gegangen ist. Erst wenn er nichts mehr für sich selbst etwas will, nur dann wirkt er*. * Vorbild Napoleon der Erste: "Der mit ihnen hungerte und fror, maschierte und kämpfte,darbte und feierte, sie anredete und duzte, mit ihnen von gleich zu gleich verkehrte und die Hoffnung zu wecken verstand, dass sie aufsteigen und Karriere machen konnten*. *Quelle Franz Herre,Napoleon-"Eine Biografie". > So wir wir sind, ist die Welt. Jeder Mensch ist sein eigenes Universum und bewegt sich dem geistigen Weltzentrum parallel. Wer seinen Mittelpunkt gefunden hat, wird zum Mittelpunkt für die Anderen.Der Einzelne geht seinen Weg und die anderen werden darin mitgezogen und erzogen. Es ist eine Kraft der Lebensübertragung,welche aus dieser Quelle kommt.Weil dieser Entwicklungs-Lebens-Christentum-Weg auch nachweislich zu Ende gegangen wurde und wei- ter gegangen wird, weil sich ein Einzelner bis in die Wurzeln in allen Lebensbereichen umgestaltet hat, hat er wirkungs- potentiell "theologisch" den Nachfolgeweg als Unmittelbar- keit für die anderen frei gemacht und ohne dafür zu kämp- fen,diese sich selbstverstärkend auf geistigen Fernwirkungs- wege fortsetzt.Was er sagt wird gemacht und er ist macht- voller als alles Geld und jedes Amt der Welt*. * Wenn einer den Weg gegangen ist, hat er ihn frei gemacht für andere als das wissenschaftliche Spiegelbild der Relati- vitätstheorie von Albert Einstein als geschichtlicher Mo- ment. Es wurde (Entwicklungs)raum als physische Realität geschaffen, der vorher nicht da war und erst diese Raumex- pansionsmagie gibt jedem die Chance, in den (Vorbild)- kraftraum einzutreten wenn diese auch das praktische Moment der Veränderung beinhaltet, diese potentielle Möglichkeit (durch Selbstentwicklung) für noch Grösseres wahrzunehmen. Der Raum ist nicht begrenzt, sondern so gross, wie der gedacht werden kann. Es ist weniger die Kunst des Möglichen, sondern im Rahmen des Möglichen, wozu ich auch wirklich reifebereit bin als eine neue Kulturkategorie des Kulturlernens,wo ich meiner Lebenswelt in der Ausein- andersetzungs-Überwindung gegenübertrete und Kultur schaffe. > Es ist immer die "Gretchenfrage" als unangenehme Grund- satzfrage wie hälst du es selbst mit dem, was du verkün- dest. Wir verändern und verbessern als Orientierungsva- kuum die Welt nicht mit dem was wir sagen, sondern nur durch das, was wir durch den gegangenen Vorbild-Entwick- lungslebens-Weg geworden oder nicht ge- worden sind. Von dem Grad der Selbstbeherrschung wird der Grad der Gleich- willigkeit der Anderen bestimmt. Die Nach- ahmungskraft und autorative Ausformung wird erst durch die Handlungs- vorbildfunktion übertragen, welche in die Vorbildform reingelegt wurde,sich selber wirkend ist, die Reife für den Einzelnen geschaffen hat und den Nachahmungsreiz aus- macht. Die abstrakte Wahrheit, die mir einer erzählt ist nur soviel wahr wie sie durch das Leben des Einzelnen gegangen ist. Weil jeder Mensch ein Teil der Menschheit eines uni- versellen Ganzheitsbewusstseins ist (Interverbundenheit) und wenn es vom Einzelnen realisiert wurde, wirkt es erst vorbildlich für das Ganze als Gemeinschaftsfeld, was als kollektives Gedächtnis bezeichnet wird aus. Je mehr das Vorbild für das Ganze da ist und nicht nur für ein Teil (bspw. Partei, Berufsgruppe, Meinung, Weltanschauung, ein Land), umso mehr repräsentiert es das Ganze. > Dem Vorbild genügt nicht die äussere Macht, sondern es ist das Bewusstsein der inneren Macht,nicht die Autorität einer verliehenen Macht, sondern nur mächtig als stille, heimliche Daseinsmacht Es genügt eigentlich schon, dass er nur da ist und nicht, das ihn jedermann kennt. Der Nimbus des Vorbildes bleibt erhalten nur durch die Distanz und ist jedem Kultus seiner Person abhold. Salopp gesagt ist das Vorbild der Mann, der anderen Beine macht, aber auch der glimmende Docht, wo die Menschen ihre Leuchte anzün- den. Ein Entwicklungsvorbild ist charakterlich betrachtet auch " kein Heiliger " , aber wegen der Ent-wicklungsnot- wendigkeit eine unumstrittene Führungsautorität, welche parteilos für das Ganze da ist. Das Vorbild besitzt die grösste Klugheit und vergisst um der Sache willen sich selbst, seinen Vorteil und seinen " Egostolz ". Ein Vorbild will obwohl überall gegenwärtig sein, anonym bleiben und als Stiller, Verborgener im Lande nicht sichtbar zu existieren und nicht im Mittelpunkt stehen und niemand zu wissen braucht. Er genügt sich selbst und will nur wie der Dichter Hölderlin in seinem Roman „Hyperion“es ausdrückte "nur leben und sein", nur unter der Tarnkappe Unscheinbarkeit (da)sein so wie die Sonne, welche man nicht sieht, weil sie scheint. "Hier bin ich Mensch, hier darf ich‘s sein“*. * Zitat aus Johann Wolfgang Goethes Werk "Faust". *1.) Weil unsere Autoritäten und Vorbilder leer geworden und belie- 2.) Roger Bannister, ehemaliger britischer Mittelstreckenläufer und Neurologe schaffte es als erster Läufer 1954 die bis dahin unerreichte Leistungsgrenze unter 4 Minuten (3.594 Minuten) über 1 Meile (1,609,344 Meter zu laufen. Damit war der Weg frei gemacht für nachfolgende Läufer, diese Hürde zu nehmen und noch schneller zu laufen (derzeitiger Weltrekord 3,43,13 Min). Der Weg wird immer ge- ***** *I.) Vom Christentum "heute" zählt nur noch die Anzahl der Mitglie- der, was eigentlich oberflächlich und belanglos ist zum Wesen des Christentums, was heute gestaltlos geworden ist und nur noch in der Gestalt der Institution lebt, den Ideologien,der Dogmen und äusseren Ritualen, die nicht mehr verpflichtend sind, weil das lebendige Vorbild fehlt. Deshalb sagte der Heiland nicht lerne dies und tue jenes, son- dern " Folge mir nach ". Deshalb begann jeder Neuanfang des Chris- tentums bisher immer mit der inneren Nachfolge. II.) Von jeder Weg ins Himmelreich (Geist Gottes) geht nur durch und über die Urbildlichkeit der übermenschlichen Autorität eines Christus, der unerreichbar erscheint und nicht mehr zu steigern ist, auch wenn es hyperbolisch klingt,aber wenn einer seinen Weg zum Frieden (Unmit- telbarkeit des Geistes Gottes) als Quelle gelangt ist,dann ist Christus, so die neue Christusinterpretation nicht mehr alleine absolut, ausschliesslich und Gott als eine der drei Personen in Gott. *Viele Christen glauben, dass Gott zugleich Vater, Sohn und Heiliger Geist ist. Christus war nicht Gott wird von den Kritikern behauptet entge- gen der amtlichen, kirchlichen Rechtsauffassung ! Gott ist aus sich ewig, allmächtig und allwissend,der Sohn nicht. Bis zum Jahre 325 war es so, und dann wurde er auf dem ersten Konzil von Nicäa mit Gott durch die griechische Philosophie gottähnlich gleichgesetzt und als Mensch entrückt. Keine andere Religion lehrt, dass Gott höchst persönlich in einem historisch greifbar konkreten Menschen als Jesus Christus sichtbar geworden ist.Eines Wesens mit dem Vater (homo ousios), die vom Kaiser eingebrachte christologische Formel auf dem ersten ökomenischen Konzil bei der Festlegung des Glaubensbe- kenntnisses im 4. Jahrhundert in Nikaia,wo der Sohn Gottes einfach zu Gott erhöht wurde, wo in der Person Christi die göttliche und menschliche Natur untrennbar miteinander verbunden wurde, der Logos und der Mensch Jesus miteinander vermischt worden sind und der Letzte somit göttlich gesetzt wurde, wird von vielen als kritisch betrachtet. Christus selbst sagte nie, er sei Gott und verwies immer auf den Vater. Keine andere Religion lehrt, dass Gott höchst persönlich in einem historisch greifbar konkreten Menschen als Jesus Christus sichtbar geworden ist.Jesus musste von Gott und dem Geist verlassen werden und war alleine auf sich gestellt, damit er sterben konnte zur Tat- sache, dass Gott als der umfassende, transzendente Geist nicht der Sterblichkeit unterliegt, sonst wäre auch Gott gestorben. Christus war nicht Gott, sonst hätte er nicht den Verzweiflungssatz gesprochen "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen", denn Gott kann sich nicht selbst verlassen. III.) Das Christusgesicht und die Christusgestalt ist jedem Menschen seit seiner Geburt immanent (präformatorisches Verständnis). Jeder Entwicklungs-Lebens-Prozessakt als ein trans- zendieren in der Transzendenz ist nicht vom Leben zu trennen und immer mitgegeben und mitgesetzt als sittliche Christus-Triebkraft. "Denn verschlossen war das Tor, bis ein Heiland trat hervor". Der einzige Heilsweg geht dann nicht mehr nur über Christus alleine, sondern im individualgeschichtlichen Verhältnis zu Gott durch (Bewusstseins)entwicklung, wo sich auf dem persönlichen Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Weg in den Lebens-Transzendierungs-Veränderungs-Überwindungen in der säkularen, evolu- tionären Nachfolge Christi sich das persönliche Heil und die Christus-Heiligung vollzieht, der Christus in uns wächst "als das besser Werdende und Einsicht in das Gute" in uns,das in seinem immanenten Charakter wahrgenommene Sein als göttliche Kraftquelle des nicht himmlischen, sondern gekreuzigten Jesus,wo jeder sein persönliches Kreuz im Stillen trägt ("unter jedem Dach ein Ach") und dieses ist von Christus nicht zu trennen.Es ist der Moment,wo der geschichtliche,absolute Christus für mich zu einer gegenwärtigen Gewissheit wird. IV.) Dieser Christus ist kein Bild der Phantasie, sondern der Realität als Projektion der subjektiven Erfahrung in Christus, welches sich im konkreten Lebensgeschehen beweist, von der historischen Person zum messianischen Entwicklungs-Individualisierungs-Lebensprinzip.Bei Jesus bewegt sich alles um einen aus höchsten religiösen Individualismus geborenen ethischen Imperativ.Es ist das positive Gesetz des Lebens, was dem biblischen Gesetz gegenüber steht. Auf dem Ent- wicklungsweg des Menschen hat sich Christus selbst gepre- digt. " Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich als das Urvorbild (Joh 14.6). Es ist die johannistische Auffassung,nach welcher Jesu Christus als das göttliche,religiöse Urbild keinen Vergleich mit irgendeiner menschlichen Persönlichkeit zulässt,weil er der Vollendungskatalysator des religiöses Lebens der Menschheit darstellt. * Trivia: Wir sind weder Mönche noch Heilige noch Martyrer.Wir sind normale Menschen mit unseren Schwächen, begrenzten Kraft und Leidensfähigkeit.Ich bin zu Jesus "ein einziger Schrott" und die Leute der Kirche von den Religionslehrern über die Pfarrer zu den Profes- soren und Bischöfen sind es auch"*. *Verfasser unbekannt. V.) Diese Absolutheit und Ausschliesslichkeit ist der sprin- gende Punkt,der die Nachfolge Christi blockiert und diesem der säkulare, evolutionäre Nachfolgeweg eines jeden Einzel- nen, welcher tausend Masken trägt nach dem modernen theologischen Verständnis entgegengesetzt wird.Es geht über die Jesuworte der Evangelien und der Dogmatik hin- aus,wo sich die Kraft der Theologie des übermenschlichen Christus erschöpft. Christus und christliche Religion sind unterschiedliche Dinge.Diese Umbildung der Christusge- stalt ist die konsequente religionsgeschichtliche Fortset- zung dessen, was Jesus selbst gebracht und als Nachfolge gefordert hat. Es ist die Lebenseinsicht,dass er nicht für sich, sondern nur für die anderen gelebt hat.Diese Gewissheit empfangen wir erst im Zusammenhang mit der Kreuzigung und der Auferstehung als der Nukleus des Christentums. Es darf keine willkürliche Grenze zur Nachfolge Christi gezogen werden. Bei Entwicklungsreife wird jeder wie Jesus "ein Wunderkind täglicher neuer Erkenntnis" und was Christus angenommen hat, hat er als Vorbild erlöst. Nach Meister Eckhart bin ich von Ewigkeit her der Sohn Gottes gewesen meiner Bestimmung nach, auch wenn es in der gesellschaft- lichen Lebenswirklichkeit bei jedem Einzelnen noch nicht angekommen ist*. *1.)" Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit " (Hebräer 13 - Lutherbibel 1984) ist auch die Einsteinsche These,dass In der nichtlinearen Zeit Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zur gleichen Zeit und gleichermaßen nur an verschieden Orten in der Raumzeit als die Relativität der Gleichzeitigkeit existieren. 2.) Wer in seinem Frieden lebt, verdient das Adelsprädikat; " Christ der Retter ist da "*. *Verfasser unbekannt. 3.).) " Vielleicht bin ich ein Maler für Menschen, die noch nicht geboren sind. So wie Jesus der ebenfalls seiner Zeit voraus gewesen war "*.
VI.)Von den vielen biblisch überlieferten Wundern Jesus zum wunderbaren Ausgang meines Lebens,weil ich Gott ver- traue.Es ist das magische Verständnis eines walten Gottes hinter allem als unmittelbares Gottinnigkeitsverhältnis. Es muss mit den Begriffen der alten Anschauung gebrochen werden,denn je aufgeklärter der Mensch ist desto weniger braucht er den Wunderglauben. VII.) Jesus gilt nicht als das Heil der Heilsgeschichte, sondern das Reich Gottes und das ist, was ich aus meinem Leben mache und losgelöst von der Institution Kirche.Der Entwick- lungsprozeß ist der Sauerteig im Königreich Gottes.Es ist die Radikalität des Christentums selbst mehr Christus zu wer- den. Alles andere ist lauwarmes, nicht wirklich ernst genom- menes Christentum und heuchlerische Frömmelei.Entweder für mich oder gegen mich".Nur z.B. regelmässig in die Kirche gehen, um beten und zu singen, klingt dann wie "ein Pfeifen im Walde". Wer seinen Entwicklungs-Individualisierungs-Weg geht, das wird mit der säkularen,evolutionären Nach- folge Christi gleichgesetzt.Weil noch keiner meinen persön- lichen Entwicklungsweg gegangen ist, kann mir auch keiner sagen, wie die evolutionäre,säkulare Nachfolge Christi im Einzelnen aussieht und eröffnet sich erst, wenn er Schritt für Schritt alleine gegangen wird. VIII.) Von der These, das Christus schon als fertiger "Men- nete bis er dann zu "Wundern" fähig war.Weil wir nichts genaues wissen ist anzunehmen,dass Jesus ein Kind seiner Zeit und seiner Welt war, gefühlt, sich gefreut und geärgert hat wie jeder andere Mensch auch.Christus war nur ein Mensch, aber ein Besonderer, aber auch mit allen mensch- lichen Schwächen. Die menschliche Natur Christi wird als keine andere gesehen als die eines jeden anderen Menschen. Nach dem Historiker Leopold von Ranke ist Christus nur nach dem Entwicklungsgrad, aber nicht nach dem Leben verschieden. Nichts hat auf seine Erlöserrolle hingedeutet und er ist in seine Aufgabe hineingewachsen. Für den Philosophen Immanuel Kant war gewiss,dass dieses Mensch- ideal durch Jesus in einen rein natürlich aussehenden Men- schen repräsentiert ist.Er hat alle Zustände des Menschen einschliesslich des Todes erlebt.Der vergöttliche Mensch war keinesfalls sündenlos. Auch ist erkennbar, dass Jesus in der Welt, in der aufwuchs, sich nicht zu emanzipieren ver- mochte. IX.) Es ist von Christus, welcher nach der christlichen Lehre mit Gott gleichgesetzt wird zu er sagte niemals, er sei Gott oder in irgendeiner Weise sei er Gott gleich.Er wird nicht müde zu betonen, dass er aus sich selbst nichts und keine Wunder zu verbringen vermag, sondern nur ein Mensch durch den Gott spricht, nur ein Bote Gottes ist wie viele anderen Gesandte Gottes zuvor.Die historischen Belege der Jesus-Gottgleichstellung basieren auf unsicherer Überlie- ferung und sind äusserst dünn.Manche Theologen erklären die kirchliche Gottheit Christi für unbiblisch.Die ersten Christen kannten nur die Verehrung Gottes*. * Im Zuge der Schlacht von Mossul/Irak wurde die grosse an-nuri Moschee am 21. Juni 2017 weitgehend zerstört und bis 2025 wieder aufgebaut. Auf einem antiken, freigelegten Mosaik (ca. zweihundert Jahre nach Christus) unter der Moschee wurde eine Inschrift ent- deckt, wo unter anderem "von Jesus aus Gott geboren", einer un- mittelbaren, wortwörtlichen Schöpfung Gottes gesprochen wird, was im Gegensatz steht zur Jesus Aussage, er sei nie Gott. Nach Meister Eckhart ist jeder Mensch aber eine unmittelbare Schöpfung Gottes, was dann auch für Christus zutrifft und nicht der buchstäbliche Wortlaut, sondern nur der Wortsinn darunter verstanden wird. X.) Von dem Christentum, was letztlich keine Wahrheits- lehre oder Lebensdeutung ist zum Wesenskern des Chris- tentums als geschichtliche,gelebte Person des "Jesus von Nazareth" wegen seines gegangenen Entwicklungs-Indivi- dualisierungs-Vorbild-Weges.Er gilt nach christlicher Ge- schichtskontruktion der einzige,unvergleichbare Mittel- punkt der ganzen Weltgeschichte, was dann auch jede wei- tere Individualgeschichtlichkeit ausschließt. XI.)Wegen Heiligabend/Weihnachten eines Kindes wird die Weltgeschichte bestimmt zu wenn das Ewige in die Zeit eintritt, wird es (Individual)geschichte und meine Ent- wicklung " im jetzt " wird zu einem erfüllten geschichtlichen Augenblick.
XIII.) Von dem Jahr der Geburt Christi und die darauf folgen- den Jahre werden oft mit dem Zusatz „nach Christus“, oder „nach Christi Geburt“ (abgekürzt n. Chr.) versehen, früher meist lateinisch mit „Anno Domini“ zu nach Christus könnte auch eine Nachfolgeperson gemeint sein und eine neue Zeitrechnung wäre zumindest denkbar*. XIV.) Vor 120 Jahren schrieb schon der Kulturkritiker Julius Langbehn:" Es wäre zu wünschen, dass in diesem d.h., in einem urchristlichen und urdeutschen (Meister Eckhart)Sinn ein Buch von der "Nachfolge Christi" geschrieben würde, ein Buch dass mehr vom lebenstätigen als vom beschaulichen Christentum handelt, dass sich nicht in die Klosterzelle zurückzöge wie "Thomas a Kempis", sondern im modernen Sinne zu Volk und Adel spräche, wie Luther (mit dem direk- ten deutschen Wort) und alltags-lebens-zeitgeist-tauglich. Man soll das Christentum durchaus individuell auffassen und darf es auch nach seiner Grundanlage nicht als verwalten- der Schatz ansehen.Es muss sich stets von neuem (in jedem Einzelnen) wieder gebären. Es muss auferstehen, sonst wird es nicht leben, denn alles Leben ist fortgesetztes Sterben und Auferstehung". XV.) Es gibt eine Hypothese (besonders in Krisenzeiten und Chaos als Zeichen der nahen Ankunft Christi)die besagt, das " zweite Kommen und endzeitliche Wiederkunft Jesu Christi, stehe nach seiner Himmelfahrt unmittelbar bevor (Parusie), nicht im biblischen, apokalyptischen, wörtlichen Sinne, sondern durch einen grund-legenden Epoche- und Werte- wandel stattfindet, die entwicklungslose Zeit vorbei ist und jedes Einzelleben seinen individualgeschichtlichen Sinn bekommt. Es ist die These, wenn die Zeit reif ist kommt ein“ Erlöser“(Erlöser als Befreier von der Erdenschwere in Rich- tung Frieden), zur These, wenn ein " Erlöser“ kommt (und da ist ?), ist die Zeit reif (Erlöser als Vorbild und Erlösungsweg- schaffen der) als die visionäre Geschichtstheologie "einer Religion des Geistes" des Abtes Joachim Fiori.Die göttliche Vollendung der Menschheit wird nicht mehr ausschließlich in ein transzendentes Jenseits verlagert, sondern als reale, historische Epoche innerhalb dieser Welt (im Diesseits) erwartet*.
4.)Die Zukunft des Christentums ist die Notwendigkeit den Willen Gottes neu zu formulieren. Wenn die Religion einen Niedergang erlebt erscheint der Welt ein "neuer Erlöser",der sagt was getan werden muss.Jesu Werk ist nicht vollendet und in jeder Generation wählt er seine Jünger,gibt ihnen "Zeichen" ihm zu folgen und verleiht ihnen die gleiche Macht. XV.) Ich bin einer grossen Idee nachgekommen deren Verwirklichung ich mein ganzes Leben opfern könnte. Diese Idee ist die Gründung einer neuen Religion, der Religion Christi, aber von Glaubenssätzen und Wundern befreit*. * Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi, russischer Schriftsteller. XVI.) Von dem Christentum,welches auf den Einzelnen hin lebt zu dem Christentum, welches vom Einzelnen her lebt, weil nur vom Einzelnen her eine Verwandlung der Geschichte geschehen kann. Geschichtliche Mächte wie das Christentum sind unsterblich. Sie können nur über- wunden werden von denen, die wirklich mit tiefen Erleiden hindurch gegangen sind und die Mächte tief erlebt haben und kennen. Über- windungstranszendierung steht auch nur den "berufenen Schöpfern und Schickalsträgern" zu, die von innen her kommen,wie z.B. der Reformator Martin Luther oder Meister Eckhart. Jede Überwindung ist Wiedergeburt und Schöpfung einer neuen Welt. XVII.) Von Jesus wurde 33 Jahre alt und starb im 34. Lebensjahr zu erstaunlicher, allegorischer Weise spielt die "Zahl 34" auch in der Quantenphysik eine Rolle. Sie ist Teil der „Planck‘schen-Formel“, die beschreibt, ab wann ein Lichtteilchen auf ein höheres Energieniveau springt*.
XVIII.) Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Christus" in https://www.entwicklungschristentum.de/Christentum-frueher-heute-Teil-1 > Das Christentum orientiert sich immer noch an denen, die es gelebt um der Wahrheit selbst willen, welche der Wahr- heit widersprochen haben, um diese erst zu erfahren, nicht nur diese gepredigt haben und noch dafür bezahlt werden*. *I.) " Der wird es weit bringen in der Welt, der nicht fragt, ob es
II.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen darf vom theologischen Standpunkt nur der die Wahrheit sagen, der sie auch geis- teswissenschaftlich reflektiert hat (amtliche Lehrautorität). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen darf nur der die Wahrheit sagen, welcher in ihr ruht (Entwicklungsvorbildautorität). III.) Die grösste Klugheit ist um der Sache willen sich selbst und seinen Vorteil und seinen " Ichstolz" vergisst. Der Einzelne gedeiht nur, wenn er nicht an sich denkt. Jedes Wollen trennt uns vom Gewollten. Wer das Grosse und Höchste will, muss das Ganze wollen, was erst die Vorbild-Wirkkraft begründet.
folge zum Wert. Wahrheit ist immer anachronistisch. und etwas grösseres, womit sich die meisten Menschen zu- frieden geben. Für die Wahrheit von morgen ist die Welt immer von gestern. Die Wahrheit ist nicht dogmatisch, theologisch, sondern individuell pluralistisch und stärker als alle Widerstände, Umstände und der derzeitige funktionie- rende Meinungszeitgeist." Meister Eckhart hätte sogar in seiner Radikalität "nur um der Wahrheit willen" diese auch dem Opferstock gepredigt, wenn sonst niemand zugehört hätte*. * Trivia: Würdest Du für eine Million Euro die Wahrheit sagen,wurde jemand gefragt. Die Antwort war ein klares nein,weil sie viel,viel mehr wert ist. > Zu jeder Zeit liegen einige, grosse Wahrheiten in der Luft: sie bilden die geistige Atmosphäre des Jahrhunderts "( Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin). Solange der Mensch nicht der Wahrheit gleicht (Reifezeitpunkt), wird er die unverhüllte Wahr- heit nicht verstehen (Meister Eckhart)*. * I.) Von der (Entwicklungs-Wahrheits-Individuation ,mit der noch keiner die Welt erobert hat, "die Wahrheit meistens schlechte Kleider an hat", von ihr nicht leben kann und nicht die Wahrheit, sondern nur die Unwahrheit sich verkaufen lässt (z.B.Lottoillusion Gewinnchance 1 zu 14 Million) zu den unbequemen (Entwicklungs)wahrheiten, wel- che letztlich die besten Wahr- heiten sind. Wer die Wahrheit hochhält, marschiert am besten (Gebhard Leberecht Blücher, Kriegskoman- deur). Es wird gewünscht, dass man die Wahrheit sagt, aber keiner will sie hören (Verfasser unbekannt). Die Wahrheit enthält nur soviel Wahrheit, wie sie Entwicklungs-Individualsierungs-Wahrheit enthält und das Leben enthält nur soviel Wahrheit, wie es Entwicklung ent- hält. Das Leben hat immer Recht und steht höher, als jeder theo- retischer, dogmatischer Wahrheitsanspruch. Es sind die technischen Innovationen,welche unsere Lebenswelt verändern, aber es sind nur die selbst erfahrenen Entwicklungswahrheiten, welche den einzelnen Menschen verändern. Das Leben bewahrheitet sich erst in der persön- lichen Entwicklung. Siehe Wahrheitstextfortsetzung den Gliede- rungspunkt "Christliche Wahrheit-kulturelle Wahrheit-wissenschaft- liche Wahrheit " in Chris- tentum-frueher-heute-Teil-4 und das Ent- wicklungs-Wahrheits-Individualisierungsessay II.) Von dem Christentum, welches andere Religionen ausschliesst, weil sie sich im alleinigen Besitz der Heilswahrheit glaubt (Intole- ranz),weil jede Religion oder kulturelle Gruppe meint, dass ihre Vorstellung von Gott die einzig richtige sei zu kein Heilsweg zu Gott ist direkter als ein anderer ". Im Himmel gibt es keine Religionen. Keine Religion ist die einzig wahre Religion. Kein Volk ist das auserwählte Volk. Kein Prophet ist der grösste Prophet. Es gibt viele Lampen, aber nur ein Licht (Gott). Es gibt viele Religionen und viele Aspekte der Wahrheit, aber die ganze Wahrheit ist nie in einem Buch, in einer Religion oder sonstigen Ideologie zu finden (Der Buddhismus ist eine asketische,das Christentum eine therapeutische und das Judentum eine moralische Religion).Neben dem einen Licht gibt es auch andere Lichter, neben dem einen Wort Gottes auch noch andere Worte Got- tes, neben der einen Wahrheit noch andere Wahrheiten.Es würde ja dann die anderen Religionen ausschliessen. Toleranz bedeutet, dass auch die anderen Religionsgründer wie Mohamed, Moses, Buddha nicht minderheiliger sind als Jesus (interkulturelle Theologie),auch wenn diese uns nach dem christlichen Verständnis nicht erlöst haben. III.) Es ist keine Religion oder Gesetz höher als die Wahrheit. Der Weg zur Wahrheit wird wichtiger, als die Wahrheit selbst. Es gibt viele Religionen, aber nur eine Moral (John Ruskin).(Entwicklungs)ethik ist wichtiger als jede Religion. Wir kommen nicht als Mitglieder einer bestimmten Religionsgemeinschaft auf die Welt, aber die ethischen Entwicklungs-Individualisierungs-Prinzipien als das Individual-Logos sind angeborener, menschlicher Natur. Gott spricht deutsch, japa- nisch, jiddisch oder türkisch, sonst hätte er mich nicht verstanden. Der Geist kennt kein Geschlecht, keine Hautfarbe, Nationalität, Kultur- unterschiede, Volks-oder Glaubenszugehörigkeit, weil der " allumfassende Geist ", die Beziehung aller Teile zum Ganzen und zu seinen Teilen ist.Unser (Selbst)bewusstsein steht in Verbindung mit dem universellen Ganzheitsbewusstsein, was alles überlagert, alles zu- sammenhält und jeder daran Anteil hat. Deshalb tragen wir alle die gleiche Wahrheit in uns, deshalb ist jede Wahrheit konfessi- ons-,partei-und ideologielos, frei von jedem eliminatorischen völki- schen Gedankengut und jeglicher Diskriminierung sei sie chauvinis- tisch,rassistisch, religiös, sexistisch,ideologisch oder sozial motiviert. Völker und Sprachen gibt es viele,aber nur eine Menschheit.Als Per- son ist man ver- schieden, dem Wesen nach aber sind wir eins.Es gibt nur eine Gleich- heit der Menschen vor Gott, aber es gibt keine Gleich- heit der Menschen in der Gesellschaft. IV.) Es ist der Kosmopolitismus, die säkulare Ethik und Inklusion, der alle grossen Geister und Gebildeten gehuldigt haben,der bisher nur durch die abstrakte Vernunftseinsicht, aber nicht durch das Gesetz, den wissenden Verstand und Erkenntnis-Reife-Einsicht der Inter- verbundenheit begründet war und latent in vielen Köpfen noch vorherrscht.Jede Religion ist nur ein (Friedens)weg zum Einheits-und Ganzheitsverständnis, welches auch durch die Interverbundenheit der Quantenphysik bestätigt wird.Wenn das zum Grundsatz jeder Religion geworden ist, sind alle Religionen versöhnt, alle religions- motivierten Kriege in der Welt werden ins ad absurdum geführt und die Quantenphysik der Interverbundenheit wurde endlich verstan- den und Gott als das Problem wurde gelöst. V.)Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist die Theologie eine Form der Wahrheit und es ist nur wahr, wenn sie von Gott stammt und nur die göttlichen Wahrheiten gelten als primäre, zeitlose, absolute und unbedingte Wahrheiten (Wahrheitsverwaltung). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist die "Entwicklungs-individuelle-Prozess-Wahr- heit des Hier und Jetzt als situative Wahrheit des Augenblicks" die einzige Wahrheit von Wert, weil diese von der Entwicklung stammt und ich ihr gleich bin (Wahrheitsgestaltung). Die Kirche ist ein Stachel im Fleisch der Welt als die Theologie des Kreuzes. > Die Wesensidee des Christentums und der Mensch in der Welt vertragen sich erst einmal so gut wie " Wasser und Natrium " und sind so weit auseinander wie Ost und West, weil Christ sein nicht samtpfötige Sozialisierungsanpassung und nur Gewohnheits-Sonntags-Kirchgänger bedeutet, son- dern immer (Veränderungs)leiden heisst, zum schwersten Lebenslos wird und die Disziplinierung bis zur Auslöschung des Egos zum letzten Ziel hat, was "auch der Himmelshaken" ist. Dass zwar ein bißchen Christentum als Überlebsel ganz angenehm, aber dieses kein wirkliches Bekenntnis als Bruch mit dem derzeitigen Lebensmodell und der modernen Welt- anschauung ist.Mit der Bergpredigt kann den meisten Menschen nicht wirklich geholfen werden, weil wieder im Alltag zurück, heisst wieder auf seinem Berg von Gewohn- heiten zurück. Die Fragen des Menschen sind aber exis- tentieller, persönlicher und diesseitiger Weltnatur und nicht woher ich komme, wohin ich einmal hingehen werde, welcher Sinn mein Leben hat und ob es ein Weiterleben nach dem Tod gibt. Deshalb wird es beinahe unmöglich, mit der Lebenswirklichkeit zu recht zu kommen, weil Religion nur möglich ist gegen die Welt der Alltags-Widerstände, gegen viele gesellschaftliche Anpassungsnor men und wirtschaft- liche Spielregeln, des Aus-und Erlebens was Demateriali- sierungslernen bedeutet, aber wir in dieser materiellen Welt und demokratischen Gesellschaftsordnung leben und der Mensch im Widerspruch zu seinem Ursprung steht, was das Urchristentum begründet. Auch gehört Religion zur Seite der Naturüberwindung, was eine weitere Grosshürde darstellt. In dieser Welt sein, aber letzten Endes nicht von dieser Welt sein ist auch der rote Gratwanderungs-Spagat-Weg, welcher immer wieder in den Evangelien auftaucht* . * I.) Es wird keine Kette geschwungen, zu der sich ein Mönch verur- teilt hat, aber die Kreuzigung als Lebensauseinandersetzung (Ego, Eigenwille, Gier, Entwicklungsresistenz, Habenexistenz, Anpassung etc.) ist das Gesetz des Lebens und in der ganzen Lebensstruktur als Ursprung fest verwurzelt.Aber nur im (Auseinandersetzungs)ringen wird Substanz geschaffen.Es gibt keine Herrlichkeit und Fortschritt ohne das Kreuz und es ist die allegorische Kreuzigung durch die Lebenskrisen, Lebensunzulänglichkeiten und Lebenserschütterungen als das "extra crucem nulla ecclesia",dass ausserhalb des Kreuzes keine Kirche gibt". Das Christentum ist notwendigerweise Krieg (gegen sich selbst) in einer Friedenszeit als Umkehr und Neuanfang steht diametral zum reinen Vitalismus und den Weltwerten des permanenten Auslebens, Erlebens,der persönlichen Interessen,des immer mehr von allem und einer materiellen Selbstverwirklichung, den gesellschaftlichen Anpassungskonventionen und wirtschaftlichen Spielregeln, dass nur ein Leben "ohne das schreckliche Zeichen des Kreuzes" und ohne Wachstums- und Abstreifungsschmerzen ein er- strebenswertes Leben ist.Es wird geglaubt, dass es ewig so weiter und noch besser geht und ich kann bleiben der und wie ich bin (Siehe auch Individualisierung in der Gesellschaft).Die Fragen des Lebensun- terhalts und der widerstandsfreie,sich wiederholende Gewohnheits-All-und Arbeitstag einschließlich der Frei-und Familienzeit sind nur neunzig Prozent des Lebens,die restlichen zehn Prozent des Lebens sind, wo das Leben " mit Umgeplanten durchkreuzt" wird, ich "Steine zu kauen bekomme", welche mir den Schlaf rauben als die schöpferi- sche Umdenkensqual des (Ab)sterbens und neu geboren werdens in Lebenskrisen als der Christus und das Bessere in uns und metapho- risch als "die hehre Pflicht eines Königs für andere zu leiden. Er gehört sich nicht selbst, sondern muss nur (da) sein"*. * Auch in der Gotik wurde die Kreuzigungsgruppe von oben herab- geholt, welche dann auf dem gleichen Niveau war wie die Sterblichen. II.) "Trotz der Kreuzigung konnte man ihn nicht töten". III.) Von der Theologie des Kreuzes des Leidens Jesu als Christusnach- folge in mittelalterlichen Klöstern (das Heil vollzieht sich in der Lebensgeschichte Jesus Christus als via cruscis) zur Entwicklungsbe- deutung der säkularen, evolutionären Christusnachfolge auf dem persönlichen Entwicklungs-Welt-Weg, was nicht nach Religion aussieht als Kreuzzug gegen die normierte Anpassung, gegen sich selbst und seinen "sieben Teufeln" (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensgeschichte selbst),wo es wichtig ist, seine Individua- lisierung und das Entwicklungswertwollen gegen die gesellschaft- lichen und beruflichen Individualisierungswiderstände nur im Lebens- und Gottvertrauen ausdauernd durchzustehen.Es ist ein Leiden an den Vergangenheitssünden einerseits und andererseits ein Leiden an der Zukunfts-Auseinandersetzungs-Gestaltung.Nach der gekreuzigten Wahrheit erfolgte die Auferstehung und die Dornen- krone wird zur Königskrone (Siehe auch die Webpräsenz Gesell- schaftsmensch-Entwicklungsmensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi). IV.) Von der gotischen Kathedrale Sainte Marie Madeleine in Vézelay (Burgund), wo Bernhard von Clairvaux an diesem Wallfahrt-Pilgerort zum zweiten Kreuzzug aufrief der ein Mißerfolg war zum Entwick- lungsbesucher, welcher die gotische Kathedrale aufsucht als Wall- fahrt-Pilgerort der Entwicklung zum " Kreuzzug gegen sich selbst und seinen sieben Teufeln"als Erfolg. V.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen " leidet der Künstler " um der Wahrheit willen für seine darstellende Kunst. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt der Entwicklungs-Individualisierungs-Weg vom gesellschaftlichen Menschen zum Einzelmenschen als Lebenskunst. Es ist die Lernwahrheit alleine dazustehen, die Ausdauer und Diszipli- nierungskraft zu haben seinen Entwicklungs-Individualisierungs-Weg in der Gesellschaft,im Beruf und im privaten Bereich allen Anpas- sungsversuchungen, Konventionen, Bequemlichkeiten,Sicherheiten und Widerständen zum Trotz weiter zu gehen, was als säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi interpretiert werden kann. Dazu gehören auch, dass das Leben erst einmal scheitert, Irrtumskrisen, Lebenserschütterungen (Arbeitsplatzverlust,Tod,Scheidung, finan- zieller Ruin), alleine da stehen, durch die Verworfenheit des Lebens gehen und die ganze Bedrängnis und Leidensstationen erfahren, welcher ein solcher Lebensweg für einen vorgesehen hat. VII.) Nach dem Philosophen Friedrich Nietzsche wirkt veredelnd nur jeder Schmerz, den zu überwinden, wir Kraft besitzen. Es war für VII.) "Leiden ist nur vorübergehend,aber der Stolz, Ruhm und die Geschichtlichkeit bleibt ewig"*. * Quelle Unbekannt. VIII.) Leiden ist der Same der Kirche. *Quelle unbekannt. > Es ist das gepredigte illusionäre Ewigkeitsideal und "die Schwertseite des Christentums", dass im allerletzten der Mensch seine bürgerliche Existenz vernichten und absterben muss,um den zukünftigen Christenmenschen auferstehen zu lassen*. *I.) Es ist der Bibelvers "Gehe, verkaufe alles was du hast und gib dem Armen! So wirst du einen Schatz im Himmel haben. Dann komme und folge mir nach (Matthäus,19,21 oder wer sein Leben verliert wird es finden Matthäus 16,25,) Solche Aussagen klingen heute utopisch, beinahe absurd, verantwortungslos und das macht kein Mensch,weil er sonst zu einem Sozialfall wird. Nach dem Evangelium leben, frei von menschlichen Bindungen und seiner Sachwelt ist nicht mög- lich und der Isolierschemel dafür muss noch erfunden werden.Deshalb lässt man diese Bibelstellen komentarlos "auf sich abregnen und erst beim Zeitpunkt einer Umschlagsreife wird diese zwar verstanden, aber trotzdem fast unmöglich ihnen annähernd zu folgen, auch wenn man zum Antichristen abgestempelt wird*. II.) In diesem "evolutionären,säkularen Nachfolge Christi Kontext"" ist dem Autor dieser Webpräsenz namentlich ein Entwicklungs-Berufungs-Selbstzerrissenheits-Leidens-Suchweg einer fast selbstaufopfernden Wahrheitssuche in Frankfurt/Main bekannt, wo der "Kreuzweg" aus den S- und U-Bahn Stationen dieser Stadt bestand, wo jeweils ein- und ausgestiegen wurde, um für einige Monate und das über mehrere Jahre lang bei den dort ansässigen Unternehmen mit einfachen Helfertätigkeiten, obwohl gut (aus)gebildet und vielen Erfahrungen im fortgeschrittenen beruflichen Alter in solch einem instabilen Arbeitsumfeld " sein Kreuz" auf diesem Weg" getragen hat und die geübte Demut oft zur Versagerdemütigung wurde, nur um seinen sozialen Verant- wortlichkeiten und seinem Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld-Gewissen nachzukommen, um Ruhe zu finden und keine Selbstverwirklichung auf dem Rücken anderer zu betreiben.Er zählte die Minuten bis zum Feierabend in unge- liebten Tätigkeiten und quälte sich monatelang im schein- bar, sinnlosen "Geld-Verdienen-Tun". Diese Gedanken waren viel schmerzvoller als alle Arbeitsbemühungen.Der Ertrag der vielen verschiedenen Tätigkeiten waren am Ende auch noch abzuzahlende Schulden, weil sich der Verdienst oft nur am Mindestarbeitslohn orientierte und am Monats- ende nicht wusste, wie lange das Geld reichen würde, auch wenn im Nachhinein die Schulden segensreicher waren, als wenn während dieser Zeit viel Geld verdient worden wäre. III.) Wer durch viele Tätigkeiten hindurch auch in Berufen, die er nicht gelernt oder studiert hat zur Berufung gelangt d.h., sonst "zu nichts nutze war" und damit immer wieder neu anfängt, muss sich ständig neu einarbeiten, damit erst einmal zu einem erniedrigenden Nichts " werden und fängt auch auf der Gehaltsskala meistens ganz unten an. Das stets mühsam Neue für den speziellen Arbeitsplatz Gelernte wird, weil nicht mehr benötigt, zur Makulatur.Auch besteht die Gefahr als bspw. fünfundfünfzig-plus-Jähriger überhaupt keine Arbeit zu finden oder nur eine Beschäftigung, die sonst keiner z.B. "Callcenter" (Telefonverkauf, was früher "Klinken putzen" genannt wurde) machen wollte. Dass durch den jahrelangen Entwicklungs-Such-Individualisierungs-Inneren-Berufungs-Weg in prekären Jobs mit niedrig bezahlten (Aushilfs)tätigkeiten die spätere zu erwartende Altersrente nach der derzeitigen (deutschen) Sozialgesetz- gebung auch viel niedriger sein wird und zur Rentnerarmut und zu einem Sozialfall werden kann, ist ein weiterer sozial- ökonomischer Nachteil, weshalb diese vielmals gepredigte, säkulare Nachfolge Christi und "Christ sein im Leben" illusionäres Gefasel" bleibt und " in der warmen Stube", wo Wohlstand, Risikolosigkeit und eine Pensionsberechtigung vor- herrscht ausserhalb des Alltags-und Arbeitslebens, von den Predigern keine Vorbildfunktion der Nachfolge Christi gegeben ist. "Christ sein bedeutet Leiden" ("Schmelztigel Gottes") und nicht nur gelehrige Theologie studiert, welche kaum noch jemanden interessiert und darüber auch noch gestritten wird. Siehe Textfortsetzung in evolutionaeres, säkulares Christsein*. * Wer seinen beruflichen Werdegang nicht an Karriere, Sicherheit und sozialem Status festgemacht hat, die Berufsindividualisierung in der Suchunruhe als" Berufung " bei Entwicklungsreifeim Vordergrund steht, Berufsauszeiten, Arbeitslosigkeit, gering bezahlte Tätigkeiten bei Zeit- arbeit, Callcenter für irgendewas tun, ständige Arbeitssuche und soziale Ächtung auf seinem Entwicklungs-Individualisierungsweg vorübergehend in Kauf nimmt, der hat christlich interpretiert mehr für sein " Seelenheil " getan, als wenn er an einer feierlichen Papst- messe teilgenommen oder die Bibel auswendig gelernt hat. > Es ist die gleiche Extremerkenntnis des Philosophen Friedrich Nietzsche,dass der Übermensch der Sinn der Erde und deshalb der Mensch etwas ist, was überwunden werden muss, sich immer wieder in Frage stellen und das Gegenteil einer Wohlfühl- ,Gewohnheits-und Beruhigungsreligion ist. Nicht das Bibelwort der Propheten "Werdet der Welt un- gleich und werdet euch selbst" oder die Bergpredigt einer Nachfolge Christi ist von Bedeutung, sondern nur die Ge- setze, Regeln, Normen,die sozioökonomische Existenz- sicherung, der Besitzstand, die Familie,die gesellschaftliche Stellung, die politischen Verhältnisse, die Lebenskrisen, Tra- ditionen, Gewohnheiten, der Lebensentwurf, der Lebensstil, die altersbedingte Lebensphase und die tausend Alltags- dinge, die einen beschäftigen und dieses alles legt alterna- tivlos zu einhundert Prozent fest, wo es entlang geht.Jeder Mensch schleppt einen Sack voller Geschichten hinter sich her,welche erzählt werden müssen. Das sinnliche, materielle, praktische Leben ist erst einmal stärker als jede abstrakte, gepredigte Bibelfrömmigkeit und Lebenssinn- und Jenseits- frage. Das können auch Erweckungsbewegungen z.B. des Evangelikalismus, Freikirchen, Pfingstkirchen und Haus-und Predigergemeinden, welche steigenden Zulauf haben nicht be- streiten.Nicht das vollkommene, sondern nur das mögliche persönliche Situations-Reife-Bibelwort ist wichtig. > Der Weg des Einzelnen wird nicht mit dem Wort gegangen, sondern in Wahrheit beschritten, wo "das Wort Fleisch wird". Auch Umfragen bestätigen, dass Menschen, wo die Religion im Alltag keine Rolle spielt und diese nicht für ernst nehmen, glücklicher sind, weil diese nur das sinnliche Aus- und Erleben, die Geld- und Hamster-Haben-Mentalität und die individuelle Lebensweise gewissensmässig als störend empfunden wird. Die Gesellschaft und der Einzelne kommt für das alltägliche Funktionieren erst einmal ganz gut ohne Religion aus,weil die Bürgerpflichten durch die Gesetze und gesellschaftliche Verhaltensregeln reguliert sind,was aber nicht heilswirksam ist und die Individualisierungs-Wahr- heitspflicht und die Bringschuld einer Entwicklungslosig- keit ersetzt*. *I.) Den allerletzten Grund für das angebliche Scheitern liegt in der Botschaft des Christentums selbst "dass sich der Mensch von Grund auf ändern müsse" und das Christentum deshalb eine Illusion und unerfülltes Ideal bleiben muss, weil ich erst die Welt lassen muss, wenn ich Christi Jünger sein will. Eine rücksichtslose Hingabe an die christliche Wahrheit und Befolgung dieser Kernweisheiten führt zur Selbstzerstörung und der Mensch wird zum gesellschaftlichen Aussenseiter, wenn man sich nicht mit der Welt arrangiert. Die Voraussetzung ist erst einmal in der absoluten Selbstzerissenheit die Sicherheit und Geborgenheit des gesellschaftlichen Gehäuses nach und nach aufgeben, um diese Reifewahrheit verstehen zu können, aber dieser Entwicklungsmut ist nur ganz wenigen Einzelnen gege- ben. Das Leben muss erst einmal scheitern, wenn es gelingen soll und das bleibt die höchste Nachfolge-Christi-Hürde.Es gibt noch kein (Ge- wissens)podest, auf dem der selbstehrliche Mensch und "Stiller im Lande" sich in der säkularen,evolutionären Nachfolge-Christi bewundern lassen könnte. II.) Der Christ lebt nicht aus einer abstrakten Glaubenslehre, sondern aus der Gemeinschaft mit Christus seinem Herrn. Christ sein be- deutet nachfolgen im Glauben und im Heiligen Geist, das Leben Christi leben, ihn nicht nur bewundern, sondern wirklich anziehen (Röm 13,14), bis man ihm zum verwechseln ähnlich ist (was illusorisch bleibt). Doch gerade auch jeder einzelne Christ ist von Gott berufen, ihm nachzufolgen, indem er Leben führt, das der Taufe und der Freiheit der Kinder Gottes entspricht. Durch sein Mitleben in der Kirche kann er Christus nachfolgen, indem er Gehorsam übt, die Sakramente würdig empfängt, in gewissenhafter Verantwortung mit der Kirche lebt, mit der Kirche fühlt, tätig die Sendung der Kirche be- III.) Das Leiden ist wahrhaftig eine Offenbarung und ein Segen.Man erkennt Dinge und Notwendigkeiten,die man zuvor sonst nie erkannt hätte*. * In Anlehnung an Oscar Wilde, Schriftsteller. IV.) Siehe auch den Gliederungspunkt "Vierzehn Kreuzweg-Stationen einer gotischen Kathedrale (entwicklungsmetaphorisch und allego- risch)" in gotisches Lernprinzip Nr.5 bis Nr.38 Die theologische, religiöse Sondersprache.
*Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Meister Eckhart und die deutsche Sprache". II.) Vom formelhaften, rezitativen,etwas sich vormachenden, kalten Latein und intellektualistischen theologischen, scholastischen "Halle- Jula-Kirchen-Stelzen-Sprache", welche den Sprachkern, die semanti- sche Sprachfülle, die Sprachdichte und das muttersprachliche Gefühl nicht erschliesst zu es ist lebenssprichwörtlich " auf gut deutsch " sagen, " weil Gott Deutsch spricht ", sonst hätte er mich nicht verstanden. Religion ist immer einzelpersönlich und deshalb ist die Sprache immer individuell und eine eigene, "unverquaste Spra- tion und hier wird "der Volkston" getroffen. Religion kann nicht durch die indirekte vom Leben abgetrennte Theologiesprache wirklich gelehrt werden,weil das Leben selbst Religion ist und die Theologiesprache in keinem Land der Welt (ausser dem Vatikan) keine Alltagssprache ist. Religion ist angeboren und gehört konsti- tutiv zum Menschsein. Das Religiöse (der Christus als das Reich Gottes in uns) lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Religiöse, theologische Sprache-Entwicklungs-Lebens-Sprache "in Christentum-frueher-heute-Teil-4 III.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen sind die Grenzen meiner Sprache auch analog die Grenzen der Erkenntnis und meiner Welt.Die Sprache bleibt hinter der Wirklichkeit zurück (wir werden nicht durch die Sprache befreit). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist die Begriffs- welt der werdenden Wirklichkeit (Versprachlichung der potentiellen Entwicklung). Die Grenzen meiner Entwicklungs-Prozess-Transzen- dierung- Fähigkeit als" das Meer der Möglichkeiten " sind auch die Grenzen meiner Sprachwelt (wir befreien uns im Entwicklungspro- zess durch die Sprache und diese zeigt die Lebensrichtung an). IV.) Beim Bildungs-Kultur-Lernbegriff ist das Werden des Lebens zur Ruhe gekommen und ist nicht mehr Gegenstand des Begriffes (Begriffsstatik). Der Entwicklungs-Kultur-Lernbegriff ist die ruhelose Form des Bildungsbegriffes, wo das Entwicklungswerden Gegenstand der neuen Begriffsdefinition wird (Begriffsdynamik). V.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen sind Worte nur Bezeichnungen die helfen, die Welt besser zu verstehen.Der Begriff ist eine Abstraktion und ein Nomen für eine informative Adäquatheit. Die Worte rufen die zugespro- chenen Eigenschaften des Objektes hervor (Mittelbarkeit). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird die transformatorische Kraft der Sprache als generative Lebenssprache erlernt. Es ist mehr etwas Zukunftsweitblick und Resümee. > Heute endet nicht wieder eine der vielen Kapitel, sondern heute endet das Buch der Weltgeschichte selber. Das neue Zeitalter wird ein Entwicklungs-Individualisierungs-Ge- schichts-Zeitalter sein oder apokalyptisch gesprochen das Ende sein, weil ohne die Immanenz der Mensch nicht dau- erhaft überleben kann und aus dem Irrtums-Erfahrungs- Wiederholung-Kreislauf und Krisenmodus nicht heraus kommt, weil er "Lebensdasein und denkendes Bewusstsein", die Erscheinung und das Wesen hinter der Erscheinung gleichsetzt, was es aber nicht ist. Er lebt nur noch aus der Zersetzung der restlichen Kultursubstanz heraus ohne selbst kulturell zu sein und er bricht zusammen, wenn der letzte Rest der Substanz verbraucht sein wird*. *I.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen gilt vom wissenschaftlichen und technischen Fortschritt auf der Horizontalen als ein Näher-und Weiterkommen (von der Bewusstseinserkenntnis ging die Krise aus, welche nie die Totalität und das Ganze darstellt, weil der Mensch ein un- vollkommenes Wesen ist und glaubt das zu sein, was er sich bewusst ist).Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen gilt der wissenschaft- liche und technische Fortschritt als ein nur Zuende- und zum Wende- punkt zu kommen in Richtung der Vertikalen, was unter Umständen jahrhundertelang schon den Verfallskeim der Auflösung in sich trägt, als eine Form der Selbstzerstörung (und deshalb in die Bewusstseins- krise der Erkenntnis schliesslich führen muss, weil der Mensch das ist, was er sich nicht bewusst ist). II.) Die neue Welt seit 1949 ist eine zweite Auflage der alten Welt, welche das gleiche Schicksal erleiden muss.Jede Krise vernichtet immer etwas, worauf der Mensch Gewissheit und Geborgenheit seines Bewusstseins und seine Selbstbestätigung gegründet hatte. Das ganze Kultur- und Bewusstseinsgebäude bricht in dem Augen- blick zusammen, indem diese Erhaltungs- und Erneuerungskraft des "homo faber" nachlässt und zu erlahmen beginnt. III.) Ein historisches Beispiel für den Materialismus-Werte-und Sicherheitsverfall und damit verbundenen mehrmaligen Neuanfang in kurzer Zeit zeigt uns die deutsche Neuzeitgeschichte. Wer im Jahre 1949 in Deutschland " fünfzig Jahre alt " war, hat in seinem Leben mindestens sechsmal von vorne anfangen müssen,weil die Lebens- leistung sich in Luft aufgelöst hat. Zum ersten Male 1919 nach dem ersten Weltkrieg, dann 1924 nach der Inflation, 1933 nach der Wirt- schaftskrise, mindestens einmal zwischen 1939 und 1945, schliesslich nach dem Zweiten Weltkrieg und letztendlich am 20. Juni 1948 dann mit der Einführung der deutschen Mark. Die Ursache war immer die Gleiche, weil (Diesseits)realität und die (Jenseits)-(wirklichkeit) immer gleichgesetzt wurde, was es aber nicht ist und diese Spaltung den Wiederholungs-Nachahmungs-Irrtums-Kreislauf in Gang gesetzt und immer wieder zu einem ernüchternden Neubeginn geführt hat. IV.) Das Bewusstsein des Menschen ist nichts gesichertes, festes und verlässliches, sondern etwas unzuverlässiges, unsicheres, unplan- bares und undefinierbares. Es bedarf nur weniger Schwankungen, Veränderungen, Modenwechsel, Lebens-,Werte- und Weltkrisen oder einer falschen Entscheidung, um den Menschen wieder in die magische Schicksalswelt sinken zu lassen. Hier beginnt der Einzelne wieder zu begreifen, dass seine Selbstgewissheit, seine Autonomie auf schwankenden Füßen steht und seine Lebensexistenz sich nicht mehr alleine darauf begründen lässt und einer anderen Fundamen- tierung bedarf auch wenn es legalisiert ist. Kultur und Bewusstsein sind Mittel die zur Verwandlung führen, aber sie sind diese Ver- wandlung nicht selber. Sie sollen diese nur ermöglichen.Kultur und Bewusstsein sind aber labile Grössen die weder aus eigener Kraft existieren noch vom Wissen der Schöpfung getragen werden. Sie sind abhängig von der Kraft des Menschen sie zu tragen und weiter zu entwickeln und hört auf zu leben, wo ihr keine neue Kraft mehr zukommt. Die Kraft erlahmt, wo der Mensch ihr Eigenwirklichkeit zubilligt und seine Existenz davon abhängig macht.Unser gesell- schaftliches System muss zusammenbrechen, weil es eine alte Auf- lage und Wiederholung ist der alten nur auf bewusstseinsbegrün- deten Systemen ist. Jede Krise vernichtet immer etwas, worauf der Mensch die Sicherheitsgewissheit seines Bewusstseins und seine Selbstbestätigung gegründet hatte*. * Unsere gesellschaftliche Ordnung ist wie eine gotische Kathedrale, wo der Schlussstein (Metapher für Gott) immer mehr entfernt wird und aus der Lebenswelt verschwindet. Deshalb ist es nur eine Frage der Zeit, wann das Bauwerk (künstliches gesellschaftliches Gehäuse) wegen der inneren Lebenswidersprüche und Spannungen, weil nichts mehr trägt, in sich zusammen bricht. V.) Der Mensch darf sich nicht alleine auf die erarbeitete Zivilisations-und Materialismuskultur und das Bildungsbewusstsein begründen und seine Lebens-Sinnexistenz davon abhängig machen (Aussenblick), weil das einer anderen Begründung eines Entwicklungslernbewusst- seins (Innenblick), was das Leben übersteigt, bedarf,wenn es tragen soll.Nachdem Descartes im " cogito ergo sum " die Selbstgewissheit des Bewusstsein behauptet und an die Stelle der Selbstgewissheit der religiösen (Glaubenserfahrung)gesetzt hatte, hat die Philoso- phie der Neuzeit das Bewusstsein als alleinige Realität vertreten und das (Ich)bewusstsein als alleinige Wirklichkeit ansah. Dass seit der Renaissance gewachsene Vertrauen in den Verstand ist durch die Quantenphysik wieder gesunken,weil es als gesichert gilt,das die Naturwissenschaft aus Irrationalismen besteht und die Ratio deshalb nicht als absolut gesetzt werden kann, und somit unver- lässlich ist.Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Krise des Christentums-kurzer geschichtlicher Rückblick" in www.entwick-lungschristentum.de/Christentum-frueher-heute-Teil-1 > Der Wertegrad der Wissenschaft wird bestimmt von ihrem Gehalt an Mathematik (Immanuel Kant, Philosoph), aber die Zahl erfasst nicht das Ganze, stellt nur einen begrenzten Ausschnitt der Schöpfung dar und deshalb nicht absolut gesetzt werden kann. Die Mathematik hat ihren Objektivi- tätsanspruch verloren, dass es illusorisch ist,die mensch- liche Existenz darauf zu begründen um Ruhe zu haben und zum Frieden zu gelangen (z.B. durch eine Million Euro). Die mathematische Wahrheit bezieht sich nur auf die empi- rische, messbare Bereiche, erfasst nie die Gesamtheit und inneren Zusammenhänge der Ursachen, ist für das Leben ungeeignet und schliesst auch alles Individuelle aus. Die mathematische Methode machte die Existenz Gottes über- flüssig, weil das menschliche Bewusstsein autonom wurde und sich an die Stelle Gottes setzen konnte und die christ- lichen Grundlagen vergessen wurden.Sprache und Zahl erreichten den Gipfel ihrer Vollendung, aber sie produzieren keine Wirklichkeit mehr, sondern nur noch zahllose Möglich- keiten, zahllose Wahrheiten, zahllose Welten, aber ohne von einer lebendigen Wirklichkeit getragen zu sein und damit zur Wirklichkeit zu werden.Der Mensch verschwindet hinter der Formel und das eigene Wesen ist durch das Fadengitter der Mathematik abgeschirmt und ausgeschaltet.Die menschliche Seele als das Leben des Einzelnen spielt überhaut keine Rolle mehr*. * I.) Die Wissenschaft ist nur eine Periode der Religion und nicht einmal eine wesentliche (Christian Morgenstern,Dichter).Alle Wissenschaft ist aus der Religion als Spaltung entwachsen und sind mit der Frage nach dem Sinn der Phänomene und dem Erkenntniswissen an ihre Grenzen gestossen. " Willst du etwas wissen, so frage einen Erfahrenen (Mystiker) und keinen Ge- lehrten"(Chinesische Weisheit).Der kalibrierte Bewusstseinswert der Wissenschaft liegt nach David R.Hawkings (amerikanischer Psychi- ater und Mystiker) 200 Punkte (Skala 0-1000) unter der Religion. II.)Trivia: -Teil I.) Auf die Frage an einen Millionärs-Quiz-Teilnehmer was er mit einer gewonnenen Million Euro machen würde antwortete er,"ich müsste mich stark einschränken".Das Gelächter der Zuhörer war ihm sicher. Aber er verstand die Antwort im metaphorischen, tatsäch- lichen Wirklichkeits-Reichtumssinne eines Meister Eckharts wie folgt:"Wer Gott findet, achtet ihn höher als alle Schätze der Welt.Es ist das Bewusstsein Gottes, was reich macht. Wer die ganze Welt als Besitz hätte, hätte nicht mehr, als wenn er Gott alleine hätte".Wer Gott als das Höchste hat, hat auch das Geld als das Niedrigere. Solange du dir noch Sorgen machts, weiß du nicht was Gott ist.Was in den Dingen ist, muss notwendigerweise über den Dingen sein.Wer Gott hat, dient und bittet im nichts.Es ist merkwürdig dass die, welche sich auf Gott verlassen haben, immer geholfen wurde."Wer Gott erkannt hat, dem sind tausend toten geprägten Goldes wie ein falscher Heller". Wer die ganze Welt hätte,hätte nicht mehr, als wenn er Gott alleine hätte.Wer Gott hat,dem behindert auch keine (Geld)Unruhe.
* I.)Die Wahrheit zu besitzen ist nicht so erstrebenswert, wie viel Geld zu besitzen (nur vor der Entwicklungsreife).Jeder kennt die beliebte Fernsehsendung "Wer wird Millionär" und sähe sich gerne auf dem Ratestuhl sitzen. Solange mir z.B. 64 000 € lieber sind,solange fehlt mir das Gottvertrauen.Dieses zeigt,wie weit wir noch von dieser Meister Eckhart-Wahrheit weg sind. Jeder pfeift auf die Geldweisheit,dass Gier immer ein schlechter Ratgeber ist. Aber bis es soweit ist,haben die Götter den "Entwicklungsschweiss" durch viele Vertrauensprüfungen gesetzt. II.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen geht es um die Sache und ums Geld verdienen. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen geht es um das Wesen einer Sache und damit am Ende ums Geld haben.
* Religion ist nicht nur eine Rückversicherung für das Jenseits, son- dern vornehmlich auch eine Ordnungskraft für das Diesseits als das Geheimnis der sozialen Ordnung.Der moderne Staat ist auf eine Wertenormen und Pflichtenkonsenz angewiesen, gerade weil er diese weder schaffen kann und soll. Der freiheitliche Verfassungsstaat lebt aber von kulturellen, ethischen- Voraussetzungen und er muss auch die Wahrheit über das Recht immer wieder von aussen empfangen, da er dieses nicht in sich selbst trägt. > Wir stehen am Beginn eines neuen Frühlings der Mensch- heit oder wie Napoleon der Erste einst sagte, wir stehen "am Vorabend grosser Ereignisse". Das 21. Jahrhundert wird ein Säkulum der Entwicklung werden und dieses wird die dyna- mische Entwicklungsauffassung des dritten Jahrtausend und das Ende der statischen, entwicklungslosen,utilaristischen Welt)auffassung sein. Nur ein guter Staatsbürger sein, der seinen Bürgertugenden nach kommt und bestenfalls der sonntägliche durch Glocken eingeläutete Kirchgang sind "kraftloses (Anti)christentum" und eine z.B. "christliche Kinderstube" bleibt bedeutungslos.Alles ist zu wenig, wenn er seine nicht geforderte Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld-Pflichten als lebensselbstverständlich ansieht, weil der Mensch von der Last der (individuellen) Selbstwer- dung und vom Leben theologisch zu denken nicht befreit ist.Jeder ist zu seiner Lebensgestaltung nicht nur aufgerufen, sondern auch verpflichtet,was als Lebensgrund einem erst bei Entwicklungs- reife einleuchtet. > Das ist eine notwendige Wahrheit, dass man nur (Gott)ent- wicklung in allem und alleine im Sinne haben muss. Ent- wicklung ist ein Menschheitsdrama und die Last des Ein- zelnen liegt in der Evolution." Einen Sünder bekehren ist mehr wert, als eine neue Welt erschaffen " sagte Meister Eckhart einmal in seiner Rigorosität*. * Und es wird im Himmel mehr Freude sein über einen einzigen Sün- der,der Buße tut als über 99 Gerechte, die der Buße nicht bedürfen (Lk 15,7). > In diesem Sinne wäre auch jemanden zur Entwicklungs- reife anleiten grösser und mehr wert, als eine neue Welt erschaffen,weil erst bei Reife (Gliederungspunkt Gnade) oder gar aufgegeben werden.Was nicht vergeht, ist zeitlos und kann auch nicht verbessert oder geändert werden. Deshalb bleibt salopp pragmatisch gesagt es sich gleich, "ob die Katze schwarz oder weiß ist, die Hauptsache, sie fängt Mäuse". > Der Philosoph Friedrich Nietzsche empörte sich zwar, dass das Christentum so billig verkommen und deshalb sich beugen muss, aber seine Christentumsdiagnose und Prog- nose war aber auch, dass es nicht zerbrechen und wieder im "neuen Gewande" Blätter ansetzen wird". Wir sind Galeeren- sklaven sagte er frei zitiert weiter und sind an Gott gekettet und können gar nicht anders als Gott anhängen ("auch wenn er an anderer Textstelle den Grabstein für die Kirche schon bestellt hat"). Der Fortbestand der Religion, also ihre Zu- kunft verdankt sich ihrer Säkularisierung d.h,. Gott ist im Diesseits wirkkräftig, gestaltlos jenseitig, was säkular und klerikal zugleich und ihre amphibische Natur die theologi- sche Lebensgrundwahrheit ist*. * Gott ist gut, Gott ist weise, Gott ist unendlich, Gott ist gerecht – das alles ist so unsinnig, als wenn ich das Schwarze weiss nennen würde. Du bist es, was du über deinen Gott denkst, und lästerst ihn, wenn du ihn damit behängst. Nimm ihn ohne Eigenschaft als überseiendes Sein und eine überseiende Nichtheit*. * Meister Eckhart. > Das Christentum ist zwar nicht von dieser Welt, aber in dieser Welt. Es ist die Erkenntnis des französischen Schrift- stellers Victor Hugo, dass nichts auf der Welt so mächtig ist, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist die Botschaft des Christentums evolutionär zu verstehen (was noch nicht überall so gesehen wird). Es geht um die Macht der Idee, welche nur in der Einzelseele des Urhebers ihre ganze Stossrichtung hat. Aber nie lässt sich die eingeborene Kraft eines Werkes auf Dauer verbergen oder verschliessen. Das Elementare siegt immer über das Ephemere. Was bleibt ist das Echte und Wahre.Der Mann kann unterliegen, aber die Sache wird triumphieren. Es gibt keinen Menschen, der nicht einmal seine Stunde hätte ! Wenn eine Idee Nachahmer findet, hat sie recht gehabt. Alle Eroberungen gehen von Ideen aus und werden dann zu Bewegungen um der Macht willen. Der Wert einer Idee wird immer eingeschätzt nach der Kraft und Entschiedenheit, nach der Tiefe und Wahrheit in der Behandlung eines Themas oder "Der richtige Gedanke bewährt sich daran, dass er Stoff organisiert und sich in der Einheit und Ruhe wieder findet"*. * Johann Wolfgang Goethe, Dichter. > "Keine wichtige Entdeckung ist jemals gemacht worden, die nicht am Ende alles mit sich gerissen hätte" ( Henry Thomas Buckle, englischer Historiker). Es ist auch die Erkenntnis des Schriftstellers Franz Kafka, dass er die Verneinung der (Reli- gionstraditions)kultur unseres Geistes als die Rettung des Geistes ansieht. Für die französische Philosophin Simone Weil war die institutionelle Kirche bei ihrer spirituellen Suche eher ein Hindernis als eine Hilfe.Das Christentum als eine der grossen Weltreligionen wird bei der Reife zu einem selbstverständlichen, individuellen Entwicklungs-Tages-Programm ohne religiöse Verbrämung und im Mittelpunkt steht dann nur noch der gottsuchende und unsichtbar ge- führte einzelne Entwicklungsmensch. > Es ist auch der weitsichtige Theologievisionsentwurf des Pierre Teilhard de Chardin,dass die gesamte Geschichte des Universums ein Prozess der Spiritualisierung und dass die gesamte Schöpfung wieder eine Zurückentwicklung als Heilsplan zu Gott ist (weil Jesus die Menschheit geeint hat) und deshalb Gott der Mittelpunkt der Geschichte darstellt. Durch die Einheit von Himmel und Erde ist die Zukunfts- entwicklungsrichtung der Menschheit zwangsläufig vorge- geben.
* Die Angst und Warnungen ,dass durch den Verfall der Kirche diese zu einer Splitterkirche und Sekte degeneriert, aber keine Kirche mehr ist, bleibt unbegründet,weil in Gottes Namen alles Unglück anfängt und dieses eine neue Kirche nur in einem anderen Gewande sein wird.
* Von den Anhängern des griechischen Geistes, deren reli- giöses Verständnis heidnisch anmutet, weil es auf die Be- ruhigung, Glück und religiöse Fremdvermittlung ankommt und keinem zumutet, sich mit der Theologie auseinander- zusetzen, um ein ruhiges Gewissen zu haben (Entlastung) zu den Vertretern des gotischen Geistes, deren religiöses Ver- ständnis die Lebenssuchunruhe, das Erleiden als das Ertra- gen der Lebensschwere als die volle religiöse Selbstverant- wortung ist, immer ein schlechtes Gewissen zu haben und das nur gegen die Welt zu haben ist (Zumutung)*. * Nur über Armut, Entbehrung und Leiden ging bisher der Weg
* "Gotische Kathedrale als Medium einer religiösen Vermittlung"; siehe Entwicklungsgotik-1 bis Entwicklungsgotik 9. > Wir leben in einer Achsenzeit und der Morgenröte eines Paradigmenwechsels , wo nicht mehr die Ökonomie, die Technik, das Internet und KI, das Geld und das Traditions- christentum als Weltkirche, welches sich in der "Kernschmel- ze" befindet, sondern das Entwicklungs-Individualisierungs-Christentum ohne ideologischen Ballast der dominierende Zukunftsgeist sein wird, weil dieser Weg auch in der säku- laren,evolutionären Nachfolge Christi vorbildhaft durch das gotische Lernprinzip gegangen und deshalb für jedermann zu gehen frei gemacht wurde als "Way of Life" ein moderner Jünger Christi zu werden. Es ist der Gestaltwandel vom traditionellen Christentum, welches nur noch den Charakter einer provisorischen Übergangs-Durchhalte-Zerfalls- Tradi- tions-Kirche hat zum individuellen Entwicklungs-Lebens-Christentum, einer säkularen, evolutionären Nachfolge Christi, welches den Charakter einer evolutionären Auf- bruchs-Vorbild-Stimmung eines neues Ur-Christentums als Lebenssinn hat. > Das Steinzeitalter endete nicht, weil es keine Steine mehr gab und genauso wird das Altchristentum enden, obwohl es noch viele Altgläubigen gibt. Das blutleere Traditions- Chris- tentum als geschichtliche Volksreligion wird neben dem Entwicklungs-Lebens-Christentum als Individual-Privat-Religion, wo ich alleine da stehe, erst einmal weiter bestehen bleiben und langsam mit dem Neuen verschmelzen. Das Rad der Entwicklung lässt sich nicht aufhalten und zurück dre- hen.Dem Letzteren kann man aber jetzt schon perspek- tivisch mit einem "Sperberblick" vorhersagen,dass diesem als allgemeinverbindlicher christlichere Wertekanon die Zukunft gehört, ohne dass man im kirchlichen Sinne fromm sein muss, um selig zu werden. > Es ist am Anfang wie beim Steinwurf des kleinen David gegen den übermächtigen Goliath, aber jeder weiss, wie der ungleiche Kampf endete. Das Traditionschristentum wird ohne zu bekämpfen weiterhin klaglos wenig beachtet und erst die allmähliche Überwindung dessen ist der Weg, um sich selbst im höheren Grade zum Menschen zu machen. Die Entwicklungs-Individualisierungs-Wahrheit erweist sich nicht als wahr, weil sie sich durchsetzt, sondern sie setzt sich durch, weil sie wahr ist und beweist sich selbst ohne dass man ihr nachhelfen muss wie das fliessende Wasser,welches seinen Weg findet. Wenn der Entwicklungs-Individualisierungs-Weg ein Weg zu mehr Frieden ist, dann ist es der richtige Weg. Geseg- net sind die Menschen, die Gott auf ihre eigene (Entwick- lungs)wegweise finden.Die beste Religion ist immer die, welche hilft besser zu werden, besser zu sterben (als Un- sterblichkeitslernen und Jenseitslernen) zu mehr (Gliede- rungspunkt) Frieden als Einheit zu gelangen und alles was aus dem Leben kommt trägt, schützt und führt.
> Die Genialität triumphiert, indem sie erst einmal unter- liegt und die Trivialität unterliegt, indem sie zur Zeit noch triumphiert. Schon der Benektinermönch Honorius von Autun erkannte im 11. Jahrhundert, dass der Christ durch seine Lebensumstände " heilig"werden soll. Meister Eckhart
*Siehe auch den Gliederungspunkt "Die zehn erlittenen Entwick
*Das gotische Lernprinzip erhebt den Anspruch, den substanziellen Entwicklungs-Lebens-Glauben wieder herzustellen (entwicklungsbil-
in der persönlichen,evolutionären nur lebensbegrifflichen-Alltags-Widerstands-Welt zu gelangen. Es ist die permanente (evolutionäre) Nachfolge Christi entsprechend der indivi- duellen Lebensreifephase einer neuen sakramentenlosen Christologie,was auch der rote Faden aller drei Webprä- senzen Entwicklungszukunft, Die-gotische-Kathedrale und Entwicklungschristentum ist.Dieses sind alles potentielle Möglichkeiten und die Kulturfaktoren für die Lebensele- mente das Bessere (Frieden) im "Hier und Jetzt zu wollen". Es ist ein sittliches Handeln ins Auge gefasst, dass in einer innigen Verbindung mit den" göttlichen Kräften" zustande kommt.Mehr Gotteshaus und gottgefälliges Leben geht wirklich nicht. Es ist der Bibelvers,wer nicht glaubt an das Wort des Lebens (Kulturlernen), der ist schon gerichtet oder im positiven Sinne,dass die Welt durch ihn eine bessere Welt wird und sich den Vorwurf noch gefallen lassen muss, dass er daran schuld ist. Nur deshalb ist die Welt geschaffen worden, erschafft sich immer wieder neu und nur deshalb noch für viele Generationen entwicklungsindividualisierungsmässig gebraucht wird, sonst kann der Mensch sich nicht mehr weiter entwickeln*.
*I.) Dass Gott die Welt und alle Dinge um des Menschen willen er- schaffen habe, den Menschen jedoch um seiner selbst willen*. *Meister Eckhart. II.) Die innere (Geist)welt ist nur reine Information. Daher kann sie aus sich heraus nichts Neues schaffen. Eine Weiterentwicklung in der inneren Welt kann nur über den Umweg des Informationsaustausches der materiellen, sinnlichen Welt als Erkenntnismittel zum Entwicklungs- Individualisierungs-Zweck geschaffen werden und die vielen schönen Dinge und aller Besitz, welcher nach dem Tod wert- los geworden sind, haben ihren eigentlichen Entwicklungs-Individualisierungs-Sinn durch die De-und Entmaterialisie- rung im Unsterblichkeitslernen bekommen. Der Geist braucht die Beziehung mit der materiellen Welt als polare Spannung, die erst in den sinnlichen Entwicklungs-Lebens-Widerspruchs-Reizen des praktischen Alltagsweltlebens gegeben ist.Deshalb muss der Sinn des Lebens im diesseiti-gen Erdenleben im hier und jetzt geschaffen werden. III.) Auch nach dem Kirchenlehrer Alfons Maria von Liguori ist das Sterben ein Unglück, denn die Seele verliert mit dem Leib die Möglichkeit diese zu vervollkommnen und dass das Jenseits als Ort der Vollendung schon im Erdenleben verdient werden muss. Das Leben geht dort ohne Entwicklung weiter, weil sie ist ihres Weltbe- zuges und den Weltwerkzeugen beraubt. IV.) Könnte der Mensch Gott erkennen ohne die Welt, wäre sie nie um seinetwillen geschaffen worden. Die Sinnenwelt ist göttlichen Ur- sprungs.Wir brauchen sie, um zu wachsen*. * Meister Eckhart. > Alle grossen und neuen Ideen, die ihrer Zeit voraus wa- ren, galten bei den Dogmatikern, Konservativen, Beharrern, ewig Gestrigen und Fundamentalisten, meistens auch als Blasphemie, wurden als "Spinner" betrachtet und bekämpft (im christlichen Sinne ans Kreuz geschlagen). Es ist das literarische "avant la lettre“ auf Personen und ihre Leis- tungen bezogen, was der Zeit als zukünftige verschwomme- ne Vision voraus ist.Wer anderen etwas vorgedacht, wird jahrelang ausgelacht (Wilhelm Busch). Viele Spruchweis- heiten verkünden, dass es gefährlich ist die Wahrheit zu sagen, deren Zeit noch nicht gekommen ist und noch eine andere Zeitgeistwahrheit Regiment führt,aber ein Christ, der nicht bekehren will, ist kein wirklicher Christ.Was heute noch (r)evolutionär, pionierhaft klingt und "noch nicht in Tinte geronnen ist", wird in einigen Jahren eine Alltags-Lebens-Selbstverständlichkeit sein, was wieso posthum schon jeder wusste" und sich wundert, dass die Idee eigentlich nicht von ihm persönlich kam. Was einst Helden- tum war (z.B. Charles Lindbergh), ist heute alltägliche Flug- gewohnheit geworden). Vieles, was als metaphysisch jenseits der Durchführbarkeit tituliert wurde, ist heute Normalität. Von der Zukunft des Christentums, welches noch keine Gegenwart hat zu nur das Bessere" im zeitlosen Hier und Jetzt "zu wollen" ist die Gegenwart und das Potential des privaten Entwicklungs-Lebens-Christentums. Dieses ist kein aus Versatzstücken bestehendes Religionsäquivalent, sondern es ist das Einzelleben, welches eine unmittelbare Erscheinung Gottes als Träger und Quelle dieses selbst ist. Es sind die Worte Meister Eckharts:Ich bin die Ur- sache, dass Gott "Gott" ist ! Wäre ich nicht, wäre auch Gott nicht ! Gottes Existenz zu leugnen bedeutet mei- ne eigene Existenz zu leugnen. Was ist das Leben ?Gott ist das Leben.Es ist der Lebensnerv auf den Punkt gebracht*. * Beispiel für Verkanntheit: "Selbst der klarste Genius des Jahrhunderts war nicht hellsinnig genug, als das die Zeit und die Gegenwart den Philosophen Friedrich Nietzsche ihn ver- standen hätte. 64 Zentner schwer lastet in ungebundenen Stapeln die Produktion seiner 20 Jahre im Keller und er musste noch sein Restgeld aufbringen, um die Bücher er- scheinen zu lassen. Niemand kaufte seine Bücher und er findet dann nur sieben Menschen "im deutschen Sieben-Millionenreich", denen er ein Exemplar zuschicken konnte". > Es ist die Vollendung des Einzelnen als eine individuelle mit gesetzte Eschatologie als Privatisierung des Religiösen und entspringt aus der gleichen schöpferischen Tiefe wie das Christentum. Der Entwicklungs-Lebens-Begriff wird zum neuen Gottes-und Kulturbegriff. Entwicklung wird zum Syno- nym für Gottentwicklung und die säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi als das Wesen des Christentums über- haupt, wo Gott als Einzelner zu seiner Freiheitsentwicklung kommt. Alles, was nicht Entwicklungsüberwindung ist, wird zum Synonym für alles, was nicht Gott ist, ist nicht gut. "Jeder gute Gedanken und dass Bessere zu wollen ist schon mehr Gott". Von einem Evangelium( Christi Bibel), welches noch nicht tot ist aber reichlichere Früchte tragen wird, wenn es lebensweltlich (im Regen stehen) und nicht kirchlich verwaltend (waschen ohne Wasser) angewandt wird und das Leben wird dadurch geadelt. Das Christentum ist keine feststehende Substanz, sondern historisch,sozial wandelbar und immer wieder neu in jedem Einzelnen werdendes und von der Kirche "seufzend", tolerierendes einer vielfältigen christlichen Religionskultur-, Such-und Erneuerungsbe- wegung ausserhalb einer sonntäglichen und kirchlich nor- mierten Religion ("meines Vaters Haus hat viele Wohnun- gen"). > Die Symbiose von abendländischer Kultur und christlicher Kirchlichkeit ist dahin.Aber das Christentum verschwindet nicht, sondern verändert nur sein Gesicht vom dominanten Kulturfaktor in Europa hin zu einer vielfältigen, globalen Bewegung mit regional sehr unterschiedlichen Ausprä- gungen. Nur wer es schafft, das schlafende Christen- tum und den "Christus" in jedem Einzelnen im Ent- wicklungs-Individualisierungs-Sinne im Alltag wieder zu erwecken und zu einem Umkehrnachdenken zu bewegen, kann gross genannt und sollte " heilig" ge- sprochen werden. Soll eine Religion lange bestehen, muss man sie häufig zu ihrem Ursprungs(christentum) zurück führen" (Niccolò Machiavelli Italienischer Philosoph und Diplomat). Das dritte Jahrtausend werde entweder ein reli- giöses sein oder überhaupt nicht stattfinden*.
* Das Christentum hat keine Essensvorschriften,Gesundheits-und Zeitnutzungsregeln, kennt keine Kleiderordnung, Statussymbole, E-Autos,KI-Technik,eine Kaufethik,Globalisierung, Umwelt-und Wetter- kapriolen. Auch alles weitere, was unsere heutige Moderne ausmacht, kannte vor über 2000 Jahren noch niemand und jeder Lebensbereich muss deshalb in der Entwicklungs-Individualisie- rung neu interpretiert werden und Gegenstand zu einer Friedens- tranzendierung durch Dematerialisierung werden,weil alles erst einmal Unfrieden bedeutet, um zum Frieden zu gelangen und Unfrieden als Unruhe immer Suchziel bleibt.
* Die Zukunft ist nicht in dem Sinne offen, dass ich vom Standpunkt der Gegenwart nur planen und mir neue Möglichkeiten erschliessen muss, um damit die Zukunft zu gestalten, sondern sie ist bereits durch die Vergang- enheit abgesteckt, eingegrenzt und vorentschie den worden. Dem Menschen kann in Zukunft nur das be- gegnen, was er früher war und ist, mithin nichts anderes,worunter er heute leidet und was er abwenden möchte. Wir sind durch die frühere Un- wahrheit einer Entwicklungsresistenz gebun- den und müssen uns von ihr freimachen. Eine andere Zukunft kann sich nur aus einer anderen Vergangenheit entwickeln. Es ist die schon fast paradoxe Ausgangslage, dass man eine bessere Zukunft nur erwarten kann, indem man ihr erst den Rücken kehrt.Die Vergangenheit muss erst bereinigt werden, damit eine neues Christentum entstehen kann
* Die neue Welt seit dem Jahr 1949 ist eine zweite Auflage der alten Welt, welche das gleiche Schicksal erleiden muss. Jede Krise vernich- tet immer etwas, worauf der Mensch Gewiss- heit und Geborgenheit seines Bewusstseins und seine Selbstbestätigung gegründet hatte.Das ganze Kultur- und Bewusstseinsgebäude bricht in dem Augenblick zusam- men, indem diese Erhaltungs- und Erneuerungskraft des "homo faber" nachlässt und zu erlahmen beginnt.
Alles andere" Gerede und Getue bleibt um es lapidar zu sagen wertlose Papierkrümelei"*.
*Trivia: Für ein gebrauchtes, wegweisendes Buch über "Die Zukunft des Christentums "hat der Autor dieser essayistischen Webpräsenz im Internet " zwei Euro" und im Biergarten für ein "grosses Weizenbier vier Euro" bezahlt. An dieser materiellen Wertigkeit erkennt man den "Lebensstellenwert des Christentums" und dass die Zukunft des Christentums den Alltags(christen)menschen,was auch die Zukunft eines jeden Einzelnen ist, nicht "eine Bohne" interessiert. * Siehe Textfortsetzung in Christentum-frueher-und-heute1-5 |
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