Vom Christentum heute zum Christentum von morgen. Die Zukunft des Christentums hat noch keine Gegenwart, aber das Entwicklungslebenschristentum ist die Gegenwart des Christentums. Theologische Begriffskategorien
Gliederung Teil 1
Teil 2
Teil 3
1.Vierzehn Kreuweg-Stationen einer gotischen Kathdrale. Klosterweg versus moderner Entwicklungs-Welt-Bejahungsweg. rungsweg. 4.Die Nachfolge Christi als gegangener säkularer und evolu- tionärer Nachfolgeweg Christi klerikal/christlich/religiös interpretiert.
Teil 4
Teil 5 Evolutionäre Sonn-und Feiertagsnutzung ********
> Die Zukunft des Christentums verhält sich wie der Abend-stern zum Morgenstern. Der eine verabschiedet nach dem Sonnenuntergang mit der Abendröte den Tag, während der andere vor dem Sonnenaufgang mit der Morgenröte den neuen Tag verkündet. Wenn die Sonne untergeht, geht sie wieder auf der anderen Weltseite auf. Es ist das ewige Veränderungsgesetz des Vergehen und Werdens, dem auch das derzeitige Gestaltchristentum unterliegt. Es ist die Zukunft des Christentums " vom dem Christentum heute zum Christentum von morgen" als Evolutionsverlauf einer Entwicklungs-Ziel- Werde-Richtung vom traditionellen, statischen Christentums-Gebots-Jenseits Verständnis (was ich tun soll) zum evolutionären, dynamischen Christentums-Entwicklungs-Diesseits-Verständnis (was ich tun kann), an Hand von > 1000 Gegenüberstellungs-Beispielen, womit die Spaltung überwunden wird, welche erst die Religion notwen- dig macht*. * Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein, oder er wird nicht mehr sein* . * Karl Rahner,Theologe. ********
> Alles ist nur ein Zwischenbericht, eine Momentaufnahme, Zeichen des Vorläufigen, nichts Endgültiges und ständig wird nach gebessert als Verbesserung des derzeit Zweitbesten zu mehr sprachlicherer Begriffsklarheit, sachlicheren Genauig- keit, grösseren Wahrheitsannäherung, in dem die Irrtümer zu mehr Wirklichkeitsübereinstimmung korrigiert werden, was auch zu einer verbesserten Redaktion des Gesamten führt. Die Zukunft des Christentums, hier befindet sich vieles in trüber Gärung als Entwicklungswerdeprozess, aber der grosse Entwicklungszug als Evolutionsverlauf der Ent- wick- lungswerderichtung ist in allem schon erkennbar. Es werden keine Behauptungen mit einem Absolutheitsan- spruch aufgestellt, sondern es ist mehr ein demütiges for- schen, suchen und entwickeln, weil langfristige Vorhersagen, wie im Anhangtext erläutert, ein gewagtes Unterfangen bleibt. Die Lebensfrage bleibt immer die persönliche Gottes- frage. Kein anderes Wissen als von Gott haben bedeutet kein anderes Wissen als von Entwicklung haben, weil der Entwick- lungs- begriff nach dem Gottesbegriffsverständnis eines Meister Eckhart auch der Gott-Werde-Prozess im Menschen ist und damit wurde Gott endgültig aus dem Himmel geholt. " Anhangtext: Entwicklungsvorhersagen". *I.) Der Evolutionsverlauf erweckt in seinem äusseren Erscheinungs-bild den Eindruck einer zielhaften Entwicklung eines geplanten und in diesem Sinne auch gewollten Entwicklungsgeschehens. Bei ge-nauerer Betrachtung stellt sich aber heraus, dass der Entwick- ungszielverlauf eigenen, indeterminierten, teleologischen, histori- ihre Auswirkungen nicht vorhergesagt oder beeinflusst werden können. Der Versuch aus der Vergangenheit die Zukunft zu extrapolieren und algorithmisieren, machen aufgrund der Nicht- linearitäten des Zufalls eine kausale Evolutionsforschung unmög- lich und spricht nur von Wechselwirkungen, Beziehungen, Einflüssen, Zusammenhängen und Synchronisation, welche zur Unschärfe, Ungenauigkeiten, Formlosigkeit, Unbestimmtheiten und nur zu (Schwebe)wahrscheinlichkeiten führen. Auch wissensbasierte Sze- narien für einen längeren Zukunftszeitraum zu modellieren bleiben Spekulation und deshalb gilt "dass die Angst nicht zu irren der grösste Irrtum ist. II.) Wenn wir die Gegenwart kennen, können wir nicht die undurch- sichtige Zukunft berechnen, weil wir die Gegenwart nicht in allen Bestimmungsstücken prinzipiell kennen, weil diese den Gesetzen der Quantenmechanik unterworfen sind und wenn Freiheit, Krisen, Glauben, Geist, Gefühle, Kreativität oder andere Bewusstseinska- tegorien und Imponderabilien ins Spiel kommen, jegliche Kausalität zum ad absurdum geführt hat. Auch neue Erfindungen z.B. das Internet, geschichtliche Ereignisse, Traditions- und Stilwandel, öko- nomische Krisen, Geldnöte oder Lebenswagnisse werfen jegliche Planungen über den Haufen. Weil ein individuelles auch wider- sprüchlich ist, verläuft Einzelentwicklung nicht gesetzesmäßig und vernunftsorientiert. Jeder weiss am besten selbst, was er einmal beruflich plante und was aus diesen Träumen geworden ist. Es bestehen aber erklärbare, vorhersehbare über die Grenze des Sag- baren, regelhafte Entwicklungs-Gesetzmässigkeiten der Entwick- ungsprozesse, welche Einfluss auf den " Zufall " haben. Es soll also erforscht werden, was ist, um auf Grund der Unwandelbarkeit der Naturgesetze sehen zu können, was sein wird. III.) Es geht im wesentlichen darum, wie der Wandel, die Lebensdyna- mik,die Unwägbarkeiten, Ungeplantes und das Nicht-Rationale entwicklungsmässig gedeutet werden kann. Wenn sich das System dem kritischen Umschlagspunkt nähert, entscheidet es selbst, welchen Weg es einschlagen will und diese Entscheidung wird seine Evolution bestimmen (d.h., dass Evolution offen, unbestimmt und kein Ziel oder Zweck erkennbar ist). Aber in der Systemschau wird der Prozess nicht vom blinden Zufall beherrscht, sondern stellt die Ent- faltung einer (geplanten) Ordnung und Komplexität dar, die man eine Art Lernprozess mit Autonomie und Freiheit der Wahl betrachten kann*. * Als historisches Beispiel werden die " Zukunftsprophezeiungen " IV.) Unbestimmtheit und offener Entwicklungsausgang sind eine fundamentale Aussage der Entwicklung. Evolutionsprozesse ent - ziehen sich einer exakten Vorhersage und es hat sich immer ent- wickelnd ergeben. Deshalb ist alles langfristig festgelegte entwick- lungsfeindlich und schliesst die evolutionären Möglichkeiten des Wandels und der Veränderung aus. Die zukünftige Entwicklungs- wirklichkeit lässt sich nicht durch Planung zu recht biegen und ein- sperren. Irrtum, Lebenskrisen, Ereignisse und Lebensentwürfe an- derer sind in der Planungsvernunft nicht vorgesehen, obwohl ent- wicklungszielkausal zum Menschen zugehörig und es das suchen- de Leben ist. Der Denkapparat darf nicht mit dem Wirklichkeits- geschehen gleich gesetzt werden. Ich kann einfach nicht für die ganze Welt planen, weil ich nur ein Teil bin. Der Indeterminismus der Zukunft lässt sich nur durch Lebensvertrauen und den Glauben als allumfassende Einheit, Ganzheit und Zeitlosigkeit abdecken und absichern. Wer glaubt und vertraut schliesst alle Unwissenheit mit ein und das hat nichts mit Religion zu tun*.
V.) Der zukünftige Weg eines Christenmenschen führt nicht von der Gegenwart unmittelbar wie wir es gewohnt sind nach vorne weiter, weil "das Vorne" von der Vergangenheit schuldmässig vorbelegt und deshalb vorbestimmt ist. Dem Menschen kann in Zukunft nur das begegnen, was er früher war. Er kann sich nicht heute einfach wandeln zu einem Anderen und Besseren, der er sein möchte und ignoriert die Aufarbeitung seiner entwicklungslosen Vergangen- heitsschuld. Die Vergangenheit muss erst bereinigt werden, damit eine bessere Zukunft entstehen kann*. *1.) Bevor es zur Wandlung kommt muss " der Weg des Rausches, der Lebenskrisen und der Verzweiflung" gegangen werden, weil sich der Mensch von der Gegenwartsexistenz sich erst zu lösen vermag, wenn er die Vergangenheit seiner Existenz,welche in die Zukunft hinaus als lebendige Wirklichkeit nachwirkend ist, diese auch erkennt, akzep- einsicht wenig. Entwicklung vorwärts geht nur über Entwicklung zurück. 2.) Von der Zukunftserwartung, welche eine Weiterentwicklung der Vergangenheit ist und der Weg in die Zukunft von der Gegenwart unmittelbar nach vorne führt zur Zukunftserwartung, wo ich meine Zukunft durch Entwicklungs-Individualisierung ständig neu trans- zendiere und durch das " neu erschaffen " im Lebensgrundgefühl in Anlehnung an den Maler Salvador Dali mich am liebsten nur an die Zukunft erinnere. Dieses setzt ein abtragen der Entwicklungs-Individuali sierungs-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit voraus, weil die Zukunft von der Vergangenheit vorbelastet ist und damit schon die Weichen für diese gestellt sind. Es ist eine neue Lebens- auffassung, wo ich meine Zukunft im Entwicklungs-Individualisie- rungs- Transzendierungs-Prozess im " Hier und Jetzt " ständig neu erschaffe und nicht mehr von der Vergangenheit und Gegenwart, sondern von der Zukunft her geleitet werde als Vergangenheits-Nachbesserung. Dem Menschen kann auf diesem Wege nur das begegnen kann, was er selber war und heute ist, mithin nichts anderes, worunter er heute leidet und was er abwenden möchte. 3.) Der Mensch muss seine Vergangenheit aufarbeiten, indem er sich wandelt und nochmals so leben und handeln, der er einmal sein möchte. Wir sind durch die frühere Unwahrheit gebunden und müssen uns von ihr freimachen. Eine andere Zukunft kann sich nur aus einer anderen Vergangenheit entwickeln. Es ist die schon fast paradoxe Ausgangslage, dass man eine bessere Zukunft nur er- warten kann, indem man ihr erst den Rücken kehrt und sich der Aufarbeitung seiner "Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit des nicht gegangenen Entwicklungs- weges widmet, welche tausend Masken trägt. Die Zukunft ist nicht in dem Sinne offen, dass ich vom Standpunkt der Gegenwart nur planen und mir neue Möglichkeiten erschliessen muss, um damit die Zukunft zu gestalten, sondern sie ist bereits durch die Ver- gangenheit vorherbestimmt, abgesteckt, eingegrenzt und vorentschieden worden. Wer darüber nach denkt wird erkennen, dass der Mensch, der die unbewältigte (Schuld)vergangenheit aus- blendet und nur nach vorne lebt, seine (Planungs)zukunft bereits hinter sich hat. 4.) Die Vergangenheit des Einzelnen wird in dem Maße zertrümmert, indem er erkennt, dass er diese Vergangenheit selber ist, dass sie lebendig ist und das in ihr seine Schuld ruht, die durch seine Lebens- handlungen bzw. seiner Entwicklungsresistenz gigantisch ange- wachsen ist und fortwirkend sein jetziges und zukünftiges Leben mit neuer Schuld der Entwicklungslosigkeit automatisch vorbelegt nicht das am nächsten Tag beginnt. Der Weg in die neue Zukunft führt nur über eine Veränderung jener lebendigen Vergangenheit, welche die Zukunft erst einmal besetzt hat. Der einzelne Mensch wird ein anderer nur in dem Maße, indem es ihm gelingt, das ges- tern, vorgestern, und der er bisher immer gewesen ist, immer noch ist und deshalb morgen sein wird, zu durch Entwicklungs-Indivi- dualisierungs-Transzendierung langsam zu verwandeln. Dieses geschieht in der Regel mit der Auseinandersetzung seiner eigenen unbewältigten Entwicklungsschuld-Vergangenheit eins langen, quälenden Prozesses, der sich im Stillen in der Verborgenheit des Einzelnen vollzieht. > Das Gesetz des Lebens ist immer der Widerspruch. Die Polaritätszuordnungen zeigen die Doppelnatur des tra- ditionellen und eines evolutionären Religionsverständ- nisses auf. Beide Sichtweisen haben je nach religiöser Überzeugung ihre volle Berechtigung, während die Letzte- re die Weiterentwicklung des Ersten ist. Nicht die Kritik und Spekulation zu theologischen Fragen stehen im Mit- telpunkt, sondern die symbolische, religiöse Entwicklungs- sinnbedeutung durch eine lebensnahe, schlagwortartige Entwicklungs-Vergleichs-Gegenüberstellung. In der Ent- wicklung lässt sich die gesamte Religionswelt reflektie- ren, weil das Leben alle Religion beinhaltet, welches das Leben braucht. Nur eine Religion wird ernst genommen, wenn sie nicht ausserhalb vom Leben steht. Durch die Auflösung in das Leben wird das Religiöse entmystifiziert, ist lebensnormal und so real wie die Hand am eigenen Arm. Deshalb ist jeder Mensch religiös. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage mit gege- ben. Alle Lebensfragen werden behandelt, als wenn sie Religion wären. Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion. Die theologische Begriffs- welt wird durch den Entwicklungslebensprozess trans- zendiert und in die Entwicklungslebenssprache transfor- miert und weicht zur Zeit noch diametral von der amt- lichen Rechtslehrmeinung ab. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungs-Lebens-Individualisierungs-Prozess-Be- wusstseins-Transzendierungsakt nicht trennen und ist, wenn religiös gedeutet, (Gott als das Leben selbst) immer mitge- geben und mitgesetzt*. * I.) In der persönlichen Entwicklung liegt alle Religion eingeschlos- sen, die der Mensch braucht. Es ist der kleine Unterschied ob Religion gelebt wird (ausserhalb von mir als lehramtlicher Akt) oder das Leben zur Religion wird (innerhalb von mir als Akt des Suchens). Das Heil ist ja nicht wo die Kirche ist, sondern die Kirche ist da, wo das Heil ist. Die beste Religion bleibt immer, die welche hilft mich besser zu machen und besser zu sterben. Die Zukunft aller Religionen be- steht in der natürlichen Religiosität, welche dem Menschen eigen ist als die Entwicklung zur individuellen Menschwerdung, die Trans- zendierung der Immanenz durch den Entwicklungstransformati- onsprozess, welcher individualgeschichtlich wird. Alle grossen Weltoffenbarungsreligionen sind nur noch archaische Relikte, weil diese wie alles in der Welt dem Gesetz des geschichtlichen Blühens und Welkens unterliegen, während die Entwicklungs-Individuali- sierungs-Wahrheiten die Kraft der zeitlosen, religiösen Wahrheiten haben. Die Mittelbarkeit des persönlichen Entwicklungs-Indivi- dualisierungs-Lebensprozesses religiös gedeutet ist ehrlicher, als die abstrakte Vermittlung der Gebote, Tugenden und Wahrheiten. Wenn es theologisch ausgedrückt wird, geht es am Leben vorbei und vor dem Reformator Martin Luther sprach Gott nur Latein, obwohl das Christentum keine eigene Sprache besitzt, sondern die Sprache des Lebens ist. II.) Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens und der Einzelne ist nur wahr und existiert wirklich, wenn er individuell wird. " Die Seele "wird als Lebensmetapher für den Individuations-Entwick- lungs-Transzendierungs-Prozess verstanden, weil im Sinne von Meister Eckhart das Leben der Seele im Grunde genommen das göttliche Leben selber ist, weil Gott in jedem Einzelnen sich selber werden will. Die religiöse Sinndeutung der Evolution als die Entwick- ders zu denken ist das, worauf es ankommt. Durch die Entwicklungs- sichtweise wird die Lebensempfindung zur Religion und das Leben erhält " quasi " eine religiöse Weihe " als Privatreligion " und die Religion wird in ihr Wesen aufgelöst. Die Zukunft der Religion ist die Religion " zum individuellen " Christ werden und Christ sein " als evolutionäre, säkulare Nachfolge-Christi auf dem persönlichen Entwicklungsweg, scheinbar unreligiös, aber tief religiös zugleich, wo die Lebensarmut als die grösste Schwäche der Religion über- wunden wird, weil bisher keine Religion wirklich das diesseitige Leben des Menschen bisher verändert hat. Die Tradition fortfüh- ren, wo Tradition immer weniger gilt, kann nicht der richtige Weg sein. Das bspw. überlieferte Traditionschristentum ist für die Zukunft schwer annehmbar, weil zu dogmatisch, idealistisch, welt-,lebens- und theologisch sprachlich weltfremd, obwohl ein religiöses Erbe tausend mal mehr wert ist als ein grosses finanzielles Erbe. Was zu mehr Gotteswahrheit und Gottesnähe führt, wird immer als " wert- vollster Schatz " der Menschheit betrachtet. > Die Gegenüberstellungen sind nicht nach streng theolo- gischen Kriterien und wissenschaftlichen Methodenzwang vorgenommen worden. Den Autor stört es auch nicht, wenn er akademische, universitäre Methoden, kanonische Fach- regeln verletzt hat oder sogar das Präsumption einer Fachwissenschaft, dass diese Gedanken kein anderer zuvor gedacht haben dürfte. Es sind oft gewagte, theologische Entwicklungsexplikationen als Gedankensplitter, Entwick- lungsanalogien, metaphorische Erkenntnis-Interpretati- onen, abstrakte, quantentphysikalische Bestätigungsfakten, geschichtliche Entwicklungslinien und Glaubensvernunfts- tatsachen, die jetzt auch durch den wissenden Verstand in neuer Entwicklungs(individualisierungs)gestalt begründet werden können. Viele Aussagen werden von Meister Eckhart alimentiert oder sind dem Gotischen-Lernprinzip entlehnt*. Es ist die zwangsläufige,natürliche geschichtliche Weiterent- wicklung des Christentums und weil schon der Weg in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi schon gegangen wurde, deshalb auch für jeden nachvollziehbar ist obwohl die evolutionäre These erst einmal im krassen Gegensatz zum Schöpfergott steht, aber nicht mehr von der Hand zu weisen ist und überall in Erscheinung getreten ist*. * In eigener Sache: Das Urteil des Gewissens ist für den Kirchen-
********** Krise des Christentums Kurzer geschichtlicher Rückblick. > Das eschatologische Christentums des Westens ist ins Diesseits gelaufen und darin entleert worden und seine religiöse Substanz ist verbraucht. Die Entleerung dieser Welt ist endgültig und umfassender, als was die beiden Weltkriege im letzten Jahrhundert angerichtet haben Die eschatologi- sche Kraft des abendländischen Menschen, die Gesamtheit religiöser Vorstellungen von den letzten Dingen, d. h., vom Endschicksal des einzelnen Menschen und der Welt, jene elementare, religiöse Dynamik, die in den Tiefen einen jeden einzelnen Menschen wurzelt, ihn geformt und geprägt hat, der alles entspringt, alle kulturelle Substanz aufbaut und die Ursache allen kulturellen Fortschritts. Heute wird keine neue religiöse Substanz mehr gebildet, sondern nur Bewegungen dies-er Art,welche nur vorübergehend sind und in der Ent- täuschung enden. Die religiösen Kräfte des Christentums finden sich in den Begriffen des Fortschritts, der Entwicklung der Ideen und Ideologien und ist die bewusste Fassung, die von allen gesellschaftlichen Schichten akzeptiert und ver- standen wird und die Zukunft des Abendlandes wird aus- schließlich vom Pessimismus bestimmt. > Die eschatologische Kraft des abendländischen Menschen, jene elementare,religiöse Dynamik, die in den Tiefen einen jeden einzelnen Menschen wurzelt, ihn geformt und geprägt hat,der alles entspringt und alle Substanz aufbaut und die Ursache allen kulturellen Fortschritts, ist erloschen.Diese starken, mytischen Kräfte in der Tiefe des abendländischen Menschen sind religiöser Natur, die sich dem bewussten Zugriff entziehen und umso mehr unheimlich wirksam sind.Die Geschichte hat nicht mehr die Kraft die Menschen zu tragen und der Mensch hat wegen fehlender Entwick- lungssubstanz nicht mehr die Kraft die Geschichte zu formen und steht nur noch sich selbst gegenüber. Es ist der Entwick- lungsweg der späten Zivilisation, dass der einzelne Mensch erst nach unten gehen muss, um den Weg in die persönliche Freiheit zu finden.Der Mensch existiert nur noch aus der Zersetzung der kulturellen Restsubstanz und wenn diese aufgebraucht ist nur noch das künstliche Korsett der Ge- setze alles zusammenhält.Zum ersten Male in der Geschichte steht der Mensch überall nur sich selbst gegenüber. Wenn eine Geschichtsepoche vorüber ist, versagen plötzlich ihre Werte und ihre Methoden. Von der Bewusstseinserkennt- nis ging die Krise aus, welche nie die Totalität des Menschen erfasst und das Ganze darstellt und deshalb in die Krise der Bewusstseinserkenntnis schliesslich führen muss*. * Abschnitt 1+2 erfolgte in inhaltlicher Textanlehnung an Hans Zehrer, "Der Mensch in dieser Welt",Rowohlt Hamburg,Stuttgart 1949. > Der Mensch wird ohne Eschatologie an die Anfänge seiner Geschichte zurückgeworfen. Ohne Geschichte ist sein Zu- stand ohne Substanz und Wurzeln, was einmal als abend- ländisch erkannt und empfunden wurde. Ohne Geschichte sein bedeutet nicht ohne Erwartung sein. Das Ende der Eschatologie stellt das Ende der auf die Zukunft gerichtete Erwartung der Linie dar,ob sie nun chiliastisch oder apo- kalyptisch bestimmt ist. Dieser Mensch steht vor der Wand des Nichts und der absoluten Leere. Das ist die Haltung des allgemeinen Nihilismus der zum Phänomen der Straßen, Märkte und Medien geworden ist. Sie ist die Ursache für die rapide Entleerung. Fest steht, dass wir uns inmitten einer neuen Weltstunde eines religiösen Ereignisses befinden, wo sich das Jenseits im Diesseits offenbart (Gott ist im Jenseits diesseitig) und religiös zu Ende gedacht wird. Das wir uns nach 2000 Jahren auf das Jahr "eins" hin bewegen und dass wir zurück streben mitten in das so genannte Urchristentum hinein, in das Zentrum der evangelischen Wahrheit, wo die eigene Nachfolge Christi selbstverständlich war und alles zuvor nur eine Inkubationszeit für das Entwicklungs-Lebens-Christentum war..Das Erlöschen des Unendlichkeitsdenkens innerhalb der Naturwissenschaft entspricht dem Erlöschen des eschatologischen Elementes innerhalb der Geschichte. > Die Wissenschaft hat keine Disziplin mehr, die über die Einheit einen wissenschaftlichen Weltbildes verfügt.Sie hat sich in das Spezialistentum zersplittert und ist den Weg in die Ebene mit gegangen der die gesamte europäische Neuzeit kennzeichnet. Die beiden Grundpfeiler der Wisssenschaft "Geschichte und Naturwissenschaft" sind zusammen ge- brochen. Die Geschichte durch das Erlöschen der eschatolo- gischen Dynamik und die Naturwisssenschaft durch den Umsturz der klassischen Physik durch die Mikrophysik, welche die rationalen und intellektuellen Grundlagen entzogen haben, auf dessen sie begründet waren. > Der erste Grund für das angebliche Scheitern des Christen- tums ist die Aufklärung. Rene Descarte spaltete die Welt in zwei von einander unabhängige Bereiche der "res extensa" und der "res cognita",in Materie und Geist. Es ist das "cogito ergo sum ", die Selbstgewissheit des Bewusstseins,welches sich an die Stelle der Selbstgewissheit der religiösen Er- fahrung gesetzt hatte, hat die Philosophie der Neuzeit über Berkeley, Kant, Schopenhauer bis zu Gentile die alleinige Realität des Bewusstseins vertreten und die natürliche sichtbare, greifbare Umwelt des Menschen entwertet und ausgeschaltet. Sie hat damit vom Bewussstsein d.h., vom " Ich her" die Welt aufbauen müssen und dieses ist die Folge jenes verzweifelnden, bohrenden Denkens der letzten drei Jahrhunderte, dass schliesslich am Subjektivismus schei- > Die Frage nach der Erkenntnis, die ein halbes Jahrhundert lang die Frage der Erkenntnis Gottes ablöst, kehrt heute wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurück, nachdem sich die Erkenntnistheorie, die sich der Mensch der Neuzeit ausge- dacht hatte, vor dem heutigen Geschehen sich als machtlos erweist und sich dort, wo weiter mit ihr gearbeitet wird nur relativen Charakter besitzt und das hintergründige Wesen der Erscheinung nicht erkannt wird. Wenn eine Geschichts- epoche vorüber ist, versagen plötzlich ihre Werte und ihre Methoden. Bewusstsein und Erkenntnisbildung kann sich nur auf der religiösen Ebene vollziehen und hat sich immer nur auf ihr vollzogen. Das Religiöse lässt sich vom Entwick- > Die Weltanschauung des heutigen Menschen ist nur durch das Bewusstseins gesichert und der Zeit verhaftet.Von der Bewusstseinserkenntnis ging die Krise aus, welche nie die Totalität des Menschen erfasst und das Ganze darstellt, weil der Mensch glaubt das zu sein, was er sich bewusst ist und deshalb in die Bewusstseinskrise der Erkenntnis schliesslich führen muss, weil der Mensch das ist, was er sich nicht bewusst ist. Wir besitzen im Grunde genommen gar keine Erkenntnistheorie.Wir besitzen nur den Glauben an die Macht unseres Bewusstseins, dass wir alles erkennen kön- nen was uns, um uns und in uns geschieht.Die Ideologie des Materialismus ist eine tote Idee, worauf man seine Gebor- genheit und Gewissheit gründet und diese wird sich als Illusion entlarven,wenn sie nicht in die De-und Entmateriali- sierung mündet,das alles nur zum Entwicklungs-Individua- lisierungszweck da ist. Die Gottesidee wurde durch den om- nipotenten Menschen ausgewechselt als die Formel "Gott und Bewusstsein sind identisch" und der Staat, die Gesell- schaft, das Geld, die Wirtschaft, die Wissenschaft, die Kultur, die Ratio etc. werden als absolut als das Ganze und nicht relativ gesehen und in der gesellschaftlichen Vereinnahmung dort Lebenshalt und Lebenssicherheit gesucht. An dem Versuch, "das persönliche Heil in die eigenen Hände zu neh- men", sind aber bisher alle Ideologien und Gesellschafts- formen gescheitert. > Das auf die Kultur begründete und gesicherte Bewusst- Solange die Gesellschaft intakt ist, stimmt mein Bewusst- sein. Befreit von der Qual der Ungeborgenheit und Un- vollkommenheit in der Bestätigung durch das staatliche Kollektiv wird alles leicht und alles erhält seinen Sinn. Kultur und Bewusstsein werden dann zu Werten an sich. Schwan- ken aber die gesellschaftlichen Werte, ist auch mein Bewusstsein am schwanken.Das Bewusstsein des Menschen ist Nichts gesichertes und konsistentes, sondern etwas unge- wisses und labiles. Es bedarf nur einer Veränderung oder eine Krise, welche die Sicherheit des Bewusstseins erschüt- tert als Beweis, dass auf das Bewusstsein kein Verlass ist. Es ist ein Bewusstsein, was schon bereits einen Entartungs-und Veränderungsprozeß durchlaufen und sich abgeriegelt und verschlossen hat. Der Mensch fällt wieder in die Urangst seiner metaphysi- schen Ungeborgenheit und Verlorenheit zurück.Denn die Ungeborgenheit seiner Existenz in der äus- seren Welt entspricht der Ungewissheit seiner Existenz in der inneren Welt. Der Mensch beginnt wieder zu begreifen, dass seine Selbstherrlichkeit, seine Autonomie auf schwachen Füßen steht und dass sein Leben sich nicht mehr darauf begründen lässt. > Beim Bildungs-Kultur-Lernen hat Mensch seine gesamte Existenz auf die äussere Kultur und sein selbstherrliches Ich-Bewusstsein gegründet und dieses wird durch die Bestäti- lung nicht selber.Erst in der Verzweiflung beginnt dann das neue Suchen*. * Beim Bildungs-Kultur-Lernen endet das Mittelalter mit der Erkenntnis, dass der religiöse Raum leer war gab sie ihm die religiöse Energie seines Wesens, die auf den Raum ausgerichtet war, wieder zurück, denn sie war sinnlos geworden und es war der Beginn der Naturwissenschaften (Makrophysik). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird das Bildungs-Kultur-Lernen als unvollständig betrachtet, weil die Naturwissenschaften als Platzhalter den religiösen Raum besetzt haben, der aber nicht leer sondern voller fribrierender Ener- gie und eine Wissenschaftswelt für sich ist.Es existiert im Innersten der Materie nichts Dinghaftes mehr, sondern nur Energie, die alles in Bewegung hält.Gedanken sind nicht nur Mittel der Logik, zur Er- kenntnis, des Wahr- nehmens und zum Verstehen, sondern Selbst- gestaltungs- kräfte und bewegte und gesteuerte Energie (Mikro- physik). Die Gebote wurden zur Gesetzmässigkeit. Der abstrakte religiöse Glaube für fromme Menschen wurde zu einem objektiven Begriff und zu einer wissenschaftlichen Kategorie, weil die Materie- atome sich entsprechend nach der Glaubenstatkraft ausrichten und die Materialismus-, Um-und Lebenswiderstände steuern. Der Schuld- und Sündenbegriff des Christentums wird zur Entwicklungs-Individua- lisierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit. Der theologische, philosophische Gottesbegriff wurde zu Quantenwellen, welche den nicht-materiellen Urgrund aller Materie bilden. Die Quanten- oder Mikrophysik ist kurz gesagt, wenn unbeobachtet, alles eine Welle und wenn beobachtet, alles ein Teilchen. > Der Einzelne ist zum Funktionär und Spielball der Bil- dungsnormen und des gesellschaftlichen Kollektivs ge- worden. Aus der Entwicklungsbrille betrachtet ist die Bildungsaufklärung des Bildungs-Kultur-Lernens nur vor- kulturell und eine Vor-Bewusstseinsstufe, während die Aufklärung der Aufklärung durch das Entwicklungs-Kultur-Lernens bei jedem Einzelnen zur wirklichen Kultur und zu einem vollem, klaren Ganz-und Einheits-Bewusstsein wird. Jedes Relative setzt etwas Absolutes voraus und macht nur Sinn, wenn etwas Absolutes ihm gegenübersteht. Der Kern unserer Krise ist das mangelnde Bewusstsein als kulturelle Krise d.h., die unvollendete Aufklärung auf die heutige Art und Weise wieder aufzunehmen.Die objektiv gewordene Kultur besitzt keine Autorität mehr und ruft auch nicht zur Entwicklungsverantwortung auf. Es ist die Feststellung von dem Philosophen Friedrich Nietzsche, "dass die Kulturtradition die wahre Natur des Menschen unterdrückt und wir einer Kultur angehören, deren Kultur in Gefahr ist, an den Mitteln der Kultur zu Grunde zu gehen". > Reife und hohe Kulturen schaffen immer Menschen, die viel darstellen,aber wenig sind, weil sie ihr eigentliches Selbst und Wesen bis zur völligen Entleerung an die Formen und Mittel ihrer gesellschaftlichen Lebenswelt fortgegeben und anvertraut haben, in der sie sozialisiert worden sind und Gegenschläge nach sich zieht.Die Menschen werden nur noch wahrgenommen was sie darstellen, aber nicht mehr was sie wirklich sind.Die Menschheit hat auf ihrem Weg durch die Jahrtausende eine stattlich Anzahl hoher Kulturen hervor gebracht die auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung immer dieselbe Erscheinung des Niederganges und des Verfalls zeigten, die sie schließlich wieder in das Nichts des Anfangs zurück sinken liessen. Die Ursachen des Verfalls waren über all die Gleichen. Die Selbstherrlichkeit des Menschen Kultur und Bewusstsein autonom zu setzen. Dass der Mensch Kul- tur-und Bewusstsein mit der Schöpfung und dem Sein, das Wesen und das Wesen hinter der Erscheinung verwechselte und dass er sich infolgedessen allein auf Kultur und Bewusstsein begründete und die Fähigkeit des Getra- genseins durch das "göttliche Gegenüber" als Kultivierungs- bewusstsein einbüsste. Das System muss zusammen bre- chen, weil es eine alte Auflage und Wiederholung ist der alten nur auf bewusstseinsbegründeten Systemen ist. Jede Krise vernichtet immer etwas, worauf der Mensch die Sicherheitsgewissheit seines Bewusstseins und Selbstbe- stätigung gegründet hatte, was nicht das Ganze ist.Erst wenn der Mensch sich wandelt, erkennt er den Sinn und die Ursache der Krise. Es ist das Schicksal der späten Zivilisation, dass der Mensch erst nach unten gehen muss, um den Weg nach oben zu finden. Die Totalität ist nur der dunkle Weg, um die Autorität zu finden. > Aus der relativen, mittelbaren Welt kann nicht die Rettung, Befreiung,ein sicherer Boden und die Auflösung meiner Ängste und Sorgen kommen.Die wirklichen Zukunftsfragen werden erst gestellt, wenn die grossen Niederlagen zu verarbeiten sind, die satte und selbststolze, bürgerliche, systemische, technikgläubige Existenz zu Ende geht und es wird jedem dann jedem einleuchten, wie sinnlos diese Exis- tenz war, weil sie sich alleine auf die Dinge, Techniken und Weltvertrauen gegründet hatte. Es fehlt die metaphysische Tiefe des materialistischen Weltbildes, sein Mittel-Zweck- Sinn und seine Zielhaftigkeit, ausser daß es zu Ende ist. tät besitzt. Die Zukunft lässt sich nicht erforschen, weil die Zukunft offen ist und sich entwickelt." Wir irren uns empor und leiden unter den Wehen einer ungeborenen Entwick- lungszeit ". > Der Mensch darf sich nicht alleine auf die Ziviliationskultur und das Bildungsbewusstsein begründen und seine Sicher- heitsexistenz davon abhängig machen (Aussenblick), weil das einer anderen Begründung eines Entwicklungsbewusst- seins (Innenblick) bedarf. Kultur und Bewusstsein sind nur subjektiv und nicht objektiv, gelten nicht als absolut und stellen nur einen Ausschnitt aber nicht das Ganze dar. Die abgesicherte Kultur-Bewusstseins-Lebensseite sind nur die sichtbaren geschätzten fünf Prozent es Ge-und Bewussten als vermeintliches sicheres Wissen, während die universelle Seite als Totalität des Ganzen die 95 % der unsichtbaren Welt des Wissens miteinschliesst.Wenn der Mensch der Katas- trophe Wirklichkeit zubilligt, dann hat er den Blick für den mittel- baren, gleichnishaften Charakter einer Um-und Mit- welt verloren.Wenn die Frage nach einem grossen Menschen gestellt wird kann diese nur beantwortet werden, wenn man weiss, von wem der Mensch bestätigt wurde und wie er sich begründete*.
II.) Ein historisches Beispiel für das Materialismusvertrauen und des- sen Verfall und damit verbundenen mehrmaligen Neufang, wo Sein und Bewusstsein gleichgesetzt wurde was es nicht ist, zeigt uns die deutsche Neuzeitge- schichte. Wer im Jahre 1949 in Deutschland " fünfzig Jahre alt " war, hat in seinem Leben mindestens sechsmal von vorne anfangen müssen. Zum ersten Male 1919 nach dem ersten Welt- krieg, dann 1924 nach der Inflation, 1933 nach der Wirtschafts- krise, mindestens einmal zwischen 1939 und 1945, schliesslich nach dem Zweiten Weltkrieg und letztendlich am 20. Juni 1948 dann mit der Einführung der deutschen Mark. Die Ursache war immer die Gleiche, weil Bewusstseins(realität) und die Seins(wirklichkeit) gleichgesetzt wurde und zur Spaltung (Neuanfang) geführt hat. > Denn alle kulturellen Werte waren nicht möglich ohne die Religion. In allen bekannten geschichtlichen Kulturen ist Religion wesentliches Element der Kultur und ihre be stimmende Mitte. Fast 90 Prozent unserer Gesetze und kulturellen Werte haben ihre Wurzeln in der Bibel. Es gibt keine religionsfreie Kultur ausserhalb der modernen, tech- nischen Zivilisation.Religion und Kultur gehören zusammen wie der Schlüssel zum Schlüsselloch, aber die Kultur und Kunst kann nicht zur Religion gemacht werden.Der abstrak-te Geist liegt tiefer als die sinnliche Anschauung,der Begriff Religion wiegt schwerer und ist geschichtlicher als die Begriffe der Kultur und Kunst. Ob Europa in dieser weltge- schichtlichen neuen Konstellation von Kultur und Religion zu jener zeugenden, geistigen Kraft, aus der es sich geformt hat und gross geworden ist zurückfindet, hängt vom dem Religi- im Internet abrufbar*. * Bildungs-Kultur-Lernen ist die Wahrheit suchen in den kulturellen Verkleidungen der Wissenschaft, Kunst, Religion, Musik, Dichtung, Philosophie, Schriftstellerei, Malerei, Literatur, Architektur und der Bildungsgleichen mehr. Aber dieser kulturelle Ausdruck weist nicht mehr über sich hinaus auf etwas, was hinter ihr steht, was durch sie verwirklicht werden soll und wozu der Mensch durch seine Entwick- lung fähig sein kann und deren Aufgabe es ist. Sie weisen nur auf sich selber und bestätigt das Bewusstsein des Menschen, der sie schuf und vermittelt das Gefühl eine Vollkommenheit erreicht zu haben, wo das Sein und das Bewusstsein, das Wesen der Escheinung und die Erschei- nung selbst als Lebenseinheit sich decken.Siehe Textfortsetzung Nr.85 in Kulturlernen-3 > Religion ist die Substanz der Kultur und Kultur ist die Form der Religion und Europa hat die Grundlagen seiner kultu- rellen Identität ver- loren. Wirtschaftswachstum, Wissen- schafts-,Geld-Konsum- und Fortschrittsgläubigkeit ist die Religion unserer Tage. Wir suchen im Grunde genommen alle bewusst oder unbewusst nach Spirituellem oder nach einem Ersatz, weil Religion ein fundamentales Bedürfnis des menschlichen Lebens ist und dieses sich nicht rational oder material befriedigen lässt. Welt und Religion sind nur zusam- men überlebensfähig. (Die Mehrheit der Deutschen ist nach einer unkonfessionellen Umfrage religiös und der Gottes- glaube wird statistisch mit 53% angegeben). Der Kreislauf des Vergehens und Werdens ist aber ein ehernes Entwick- lungsgesetz, dem sich die Religion auch nicht entziehen kann.Die vorherrschenden Religionen sind nicht mehr ge- genwartsfähig und das z.B. überlieferte Traditionschristen- tum ist für die Zukunft schwer annehmbar, weil zu dogma- tisch, idealistisch, welt-, lebens-und theologisch sprachlich weltfremd und die vorherrschenden konfessionellen Religi- onsgemeinschaften helfen dem Einzelnen für die Beant- wortung seiner konkreten Lebensfragen nicht wirklich weiter. Siehe Textfortsetzung in Die-Zukunft-des-Chris- tentums > Das Konfessionelle, Dogmatische, Institutionelle hat aus- gedient, aber nicht das Religiöse. Früher wurden die Frei- heiten der Religion untergeordnet und endeten meisten damit als dogmatische, geistige Norm, während beim Entwicklungs-Lebens-Christentum die Religion erst entdeckt und zurück errungen wird als höchste Entwicklungsstufe einer Religion einer individuellen, seelischen Erregtheit. Es ist die Sehnsucht nach (un)kirchlicher Erneuerung, die auf eigener Erfahrung gründet und zu ihrem Ursprung zurück- führen will von allem kirchlichen Beiwerk befreit ohne Substanzverlust. Die göttliche Botschaft muss auch den Zeitgeist in sich aufnehmen, ohne dem Zeitgeist zu verfallen, wenn diese ernst genommen werden will. Die Kirche ist nur noch eine Institution des positiven Rechts, die um ihre Daseinsberechtigung ringt und die Lehrautorität der Kirche * Die ehemalige Christianisierung ist heute nur noch eine ober- nierten Klerus zu tun hat, gehört dann der Vergangenheit an. Es ist die alte Weisheit, dass es gut ist in der Väterreligion geboren zu werden, aber schlecht ist, in der Väterreligion zu sterben. Seit 2000 Jahren leben wir in der christlichen Zeitrechnung und die Frage muss sein, wann werden wir beginnen wirkliche Christen zu sein ? > Eine geschichtliche Krise zog für den Menschen früherer Zeiten keine Krise Gottes nach sich die seine gesamte metaphysische Existenz erschüttert haben würde, sondern sie wurden im Gegenteil zum Beweis für die Existenz Gottes. > Weil sich das menschliche Bewusstsein sich in einer Krise zu befindet ist es die Krise des Glaubens an sein Bewusstsein, die seine metaphysische Existenz die nur auf diesen Glauben gestellt ist erschüttert. Er bekämpft aber die überlegene Lebensführungsdruckkraft, was den Wesenskern des Chris- tentums ausmacht und dieses wird sich jedem Falle durch- setzen, welches zur Menschheitskrise führen wird. Das Elementare siegt immer über das Ephemere. Wissenschaft ist immer Mathematik, aber diese versagt immer mehr. Das religiöse Erbgut ist in der Epoche der Neuzeit abgetragen und erschöpft worden. Wenn dieser Mensch eines Tages zu der Erkenntnis kommen sollte, dass mit seiner Macht nichts getan ist, so sind seine bisherigen Lebensgrundlagen vernich- tet und dieses ist die Stunde eines Entwicklungs-Lebens-Christentums. > Das Unheimliche an der Krise,dass diese nicht an den äusseren Erscheinungen erkannt werden kann, die nur eine belanglose, vordergründige Wirklichkeit schafft die unerlöst ist, solange sie nicht vom Hintergrund des Ganzen gedeutet wird. Nur rastlose Tätigkeit und die Arbeit eines " Homo Fabers " und die Konsum-Unterhaltungs-Gesellschaft vermö- gen die völlige Zerstörung aufzuhalten. Die äuseren Ur- sachen des Niederganges und Zusammenbruches der Kultur bestehen darin,dass die vom Menschen erarbeitete Welt sich nicht mit dem Ganzen der Schöpfung deckt,sondern nur einen begrenzten Ausschnitt darstellt, der vom Menschen getragen und erhalten werden muss, Erliegt der Mensch der Versuchung Kultur und Bewusstsein autonom zu setzten und sich als alleinigen Herrn der Schöpfung und das Maß aller Dinge zu konstituieren, so hat er bereits die Ursache zu seinem Niedergang und Verfall gelegt.Der Zusammenbruch besteht darin, dass der Mensch nicht mehr die Kraft besitzt die äussere Umwelt, die er sich angeeignet nicht mehr trägt und verlässlich ist, anstatt sich von ihr als Entwicklungs-De-und Entmaterialisierungsmittel tragen zu lassen. > Unter Firnisschichten werden alle positivistischen Ent- *I.) Die moderne Wissenschaftsgesellschaft hat seit dem cogito ergo sum des Rene Descartes die Kontinuität unterbrochen und deshalb hat das Abendland ca. 1000 Jahre (Symbolgrössenzahl) Überwin- dungsrückweg noch vor sich, um selber Geschichte zu werden und zu sein und wirft den abendländischen Menschen an die Anfänge seiner Geschichte zurück.Weil jede Epoche der Neuzeit immer wieder neu angefangen und den Bruch mit der Kontinuität vollzogen hat, muss jeder Einzelne jede dieser Entwicklungsphasen seit dem Mittelalter nochmals durchlaufen und den Weg " als Gewandelter " gehen. Seit dieser Abnabelung muss der einzelne Mensch der Neuzeit und Moderne diese Zeit einzelgeschichtlich nochmals durchlaufen durch Abtragen seiner Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit Es ist auch Franz Kafkas (Schriftsteller) tiefe Erkenntnis, dass er "die Verneinung der Kultur unseres Geistes als Rettung des Geistes " ansieht. II.) Der Bruch mit der geschichtlichen Kontinuität, mit dem die Ge-
Erkannte und Erfasste darstellt. Dieser Weg führt erst einmal durch das Nichts hindurch*. > Das Potential einer Weltveränderung ist aus den bisheri- gen religiösen und nicht-religiösen Weltanschauungen un- realistisch. Der "Ismus und die Ismen wie Isten" sind die Hauptursache der Krise, weil sie sich für das Ganze halten. Bis heute hat sich noch keine philosophische oder religiöse Idee durchsetzen und verankern können.Das System hat keine Erneuerungskraft mehr. Staat, europäische Institu- tionen,Gesellschaft,Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft, etc. werden absolut statt relativ gesetzt. Relatives setzt aber etwas Absolutes voraus. Das Leben muss auf etwas anderes begründet sein, was es übersteigt und muss ausserhalb der relativen Welt zu finden ist..) Der normale Mensch kommt nie über den Menschen hinaus. Der Mensch trägt nie das Maß in sich, weil er selbst unfertig, unvollkommen und einfach nur Mensch ist. > Die geschichtliche Person ist das Wesen des Christen- > Entwicklung muss das Zentrum und der Schlussstein unse- * " Gott ist meisten Licht, wo er am wenigsten Licht ist " oder wie der > Trotz dem kulturellen Erbe muss sich jeder Einzelne selbst > Das neue Buch der Weltgeschichte wird in Wahrheit die Geschichte eines jeden einzelnen Menschen als " Anthropo- historie " sein. Der Mensch muss zwangläufig individualge- Siehe Textfortsetzung nachstehende Gliederungspunkte oben:
Siehe Textfortsetzung
******** Bibel
* Wenn ich morgens aufstehe habe ich so viele Gedanken im Kopf dass der Tag nicht ausreicht, diese zu reflektieren und zu verar- beiten
* Geschichte hat nur, wer selbst lebendig miterlebt, mit erleidet und tut. Das Recht, die Religion (Bibel) ,die Sprachen, ein Staat, die Wis- senschaft erleiden nichts und sind nur tote Abstrakta die auf ein Erfahrungserleben hinweisen. Geschichte ist nicht was einmal war, sondern lebendige Gegenwart im " Hier und Jetzt" . Von der leben- digen Gegenwart aus allein erhalten erst die beiden Schenkel der Geschichte Vergangenheit und Zukunft Sinn, Gewicht und Bedeutung.
* I.) Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens und der Einzelne ist nur wahr, wenn er individuiert. Verallgemeinerungen berücksichtigen die Individualität nicht. Der Entwicklungs-Individua- lisierungs-Lebenslauf als Lebensweg wird als ein eingeborenes Leitbild als Selbstidee verstanden und ist in der menschlichen Natur angelegtes, lebenstragendes, lebensorientierendes und lebensüber- steigendes Lernprogramm, welches auf einen nicht beeinflussbaren, beabsichtigen Endzustand hinausläuft (und der Zufall gilt wissen- schaftlich als ausgeschlossen). Die Entwicklungstheorie hat einen starken teleologischen Charakter, weil sie unterstellt, dass die menschheitsgeschichtliche Entwicklung auf ein bestimmtes, von vorn herein feststehendes Ziel gerichtet ist. Entwicklung ist den Menschen vom Zukünftigen her zu erfassen und was in ihm zielhaft angelegt ist und dieses wird nicht bewusst wahrgenommen. II.) Die nicht irrende, individuelle Lebensrichtung als Entwicklungs- lernprogramm und Lebensindividualordnung sind eingeboren und es ist der Lebensformkraftwille als das kategorische " Individual-Logos" des entwicklungsschöpferischen Bauplan-Lebensprinzips der Unverwechselbarkeit, Einzigartigkeit und Notwendigkeit. Das Leben geht weiter, indem es sich selbstsuchend, selbstschaffend und selbstorganisierend aus sich heraus sich irrrend seinen Weg bahnt. Es ist ein Elementardrang als ein ewiger Kampf zwischen Unruhe und Ruhe, zwischen Rausch und Besonnenheit, zwischen Unzufriedenheit und Zufriedenheit, zwischen Ungeduld und Geduld und ein Lebensgrundgefühl, was immer in allen Kulturen gegen- wärtig ist, wenn etwas Neues mit urweltlicher Kraft zutage tritt. Es ist jene Kraft, die ständig ringt und darauf bedacht ist, das ge- schaffene Werk zu einer höchst möglichen Vollendung zu führen. Die Unruhe des Unvollkommenen schafft die Spannkraft für die Selbstverbesserungsmotivation. Deshalb drückt der Begriff Ent- wicklung etwas Letztes aus, nachdem sich fragen lässt. Entwicklung gilt als Metapher für die Lebenskraftentfaltung schlecht hin und ist das, was passiert.
* Entwicklung ist die Auflösung der Religion in ihr Wesen und das ist das Leben, welches selbst zur Religion wird. Nur eine Religion wird ernst genommen, wenn sie nicht ausserhalb vom Leben steht. Durch die Auflösung in das Leben wird das Religiöse entmystifiziert, ist lebensnormal und so real wie die Hand am eigenen Arm. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozessakt nicht trennen und ist
* I.) Alles Bewusstsein gründet sich im Leiden schreibt der Philosoph Max Scheler und alle höheren Stufen des Bewusstseins liegen im steigenden Leiden. II.) Nach dem Philosophen Friedrich Nietzsche wirkt veredelnd nur jeder Schmerz, den zu überwinden, wir Kraft besitzen. Es war für
*I.) Die Zehn Gebote sind für den Alltag des Einzelnen nicht persön- lichkeitsnah und lebensumfassend genug. Dem stehen die Vielzahl der Entwicklungs-Individualisierungs-Möglichkeitsgeboten des gotischen Lernsprinzips gegenüber, welche erst bei Reife zur vollen Entfaltung gelangen. II.) Siehe auch Nr.782 " Bis zur Reife ...Beim Reifezeitpunkt..." in Kulturlernen-17
*Der Fundmentalismus lehrt uns seine Meinung nicht zu ändern,denn sie glauben zu wissen,dass sie immer Recht haben und erwächst aus einem starken, religiösen Glauben heraus.
*I.) Religion stellt dann keine Sonderwelt mehr da, wenn sie ins Le- ben aufgelöst wird und die theologische Fragen sich vom Leben herstel len.Es wird sich nicht mit abstrakter, unpersönlicher Theologie (Religion), sondern mit dem konkreten,individuellen Entwicklungsleben auseinandergesetzt. Es geht im Kern um die Wahrheit des christlichen Lebenssystems und den Genius der christlichen Religion in neuer Entwicklungsgestalt. Die religiöse Interpretierung der Evolution im Lebensalltag,vom Leben anders zu denken und den Geist des Evangeliums in alle Lebensbereiche hin- eintragen, ist das, worauf es ankommt.Entwicklung ist nicht mehr auf die Heilige Schrift beschränkt, sondern auf die gesamte Schöpfung. Die Welt der Gegen wart und der Zukunft braucht ein neues Gottes- bild,welches mit dem evolutionären Weltbild im Einklang steht,damit unser theologisches Gottesbild dem Wandel Gottes im Werden der Welt folgen kann.Nach dem (religiösen), evolutionären Verständnis entwickelt sich der Mensch nach einem von Gott eingepflanzten Entfaltungsgesetz.Die Seele wird als Lebensmetapher für die Indivi- duationsentwicklung als Gottwerdung im Sinne von Meister Eckehart verstanden.
*I.) Das Wort Bibel kommt aus dem griechischen Wort biblos für Buch. II.) In der antiken Philosophie war man der Meinung, dass durch reines Nachdenken die meisten (wenn auch nicht alle) der Glaubenswahrheiten der Bibel unabhängig von Gottes Offenbarung entdecken könnte. Im Thomismus besteht zwischen Glauben und Vernunft kein grundlegender Widerspruch. Der Mensch kann, ge- stützt auf seine Sinne und seine (immer fehlbare) Vernunft, in der Schöpfung wie in einem Buch lesen. III.) Die übersetze Bibel von Martin Luther aus dem Griechischen ins Deutsche erreichte 1 Million Exemplare und war die Grundlage für die deutsche Sprache. IV.) Bible de Lefèvre d'Étaples ist eine französische Bibelübersetzung des Theologen und Humanisten Jacques Lefèvre d'Étaples. 1530 wurde diese erste vollständige Bibelübersetzung in französischer Sprache veröffentlicht.
VI.) Im Jahre 1271 entstand die mittelniederländische Reimbibel des flämischen Dichters Jacob van Maerlant. Er bearbeitete den lateini- schen Text der Historia Scholastica von Petrus Comestor und ließ in die gereimte Bibelerzählung historische Erklärungen, Bemerkungen und Kommentare einfließen. VII.) Mit der Christianisierung Polens 966 entstanden auch erste biblische Kurztexte aus verwandten slawischen Sprachen wie dem Tschechischen und Altslawischen, die für Predigten verwendet wur- den. Erste erhaltene Bibeltexte finden sich aber erst in den Heilig- kreuz Predigten (ca. um 1350) und in den Gnesener Predigten (um 1400). VIII.) Die erste vollständige Bibelübersetzung in die italienische Sprache fertigte der Mönch Niccolò Malermi aus dem Lateinischen an; sie erschien 1471 in Venedig. IX.) Jeder Mensch hat nicht nur das Recht, sondern die Entwicklungs- X.) Der Lebensverlauf des Menschen ist ein unbiblischer Text, aber voller Religion. In der Bibel fehlt das Programm für die individuelle Befreiung (z.B. gesellschaftliche Individualisierung, Individualisierung in der Arbeitswelt, persönlicher Entwicklungsweg in der evolutionä- XI.) Jede Bibelübersetzung, die etwas anderes als Glauben, Frieden, Liebe oder Einheit lehrt, ist ein Irrtum. XII.) Entwickler entdecken die Worte der Heiligen Schrift neu. Es kommt nicht auf den Buchstaben, sondern auf deren Geist im Zeit- der Bibel wieder. Der Lebensverlauf eines Menschen ist ein unbibli- Das Wort Gottes entfaltet sich aber erst im Lebensprozess und das XIII.) Entwicklung ist nicht mehr auf die Heilige Schrift beschränkt, sondern auf die gesamte Schöpfung. Die Welt der Gegenwart und der Zukunft braucht ein neues Gottesbild, welches mit dem evolutio- nären Weltbild im Einklang steht, damit unser theologisches Got- tesbild dem Wandel Gottes im Werden der Welt folgen kann. Nach dem (religiösen), evolutionären Verständnis entwickelt sich der Mensch nach einem von Gott eingepflanzten Entfaltungsgesetz. Die Seele wird als Lebensmetapher für die Individuationsentwicklung verstanden. Das Leben lebt nur durch die Seele und diese verleiht auch dem menschlichen Körper seine Form. Es ist der formbildende Lebensprozess, welcher sich selbst hervor bringt (Emanation). XIV.) Nicht die zeitlosen Bibelwahrheiten und deren Belehrung bringen jegliches Übel aus der Welt oder führen zur Umkehr, sondern erst deren Überwindung. Der Mensch kann nicht gut sein, wenn er will. Die zeitlosen Wahrheiten können ihm einen Weg zeigen, aber sie geben ihm nicht die Kraft es zu tun. XV.) Die alte Bibel hat nach wie vor ihre Gültigkeit und bei Entwick- lungsreife wird der Wahrheitsgehalt der Bibel zum individualisierten Lebensgehalt. Aber was nützen Weisheiten welche am Himmel leuchten, aber den einzelnen Menschen nicht mehr ansprechen? Die eigenen, jetzigen Lebensreflektionen wirken unmittelbarer und sind mir näher stehend, als allgemeine und für mich jetzt nicht zutreffende Bibelwahrheiten. Nur in der Entwicklungsreflexion kommen Leben und Religion zusammen. Die Exegese der Bibel erfolgt durch lebensnatürliche Art und Weise und beruht nicht auf freier Assoziation des Glaubens oder subjektiver Offenlegung des Schrifttums. XVI.) Im Unterschied zur persönlichen Entwicklungsnatur lässt die Heilige Schrift verfälschende Interpretationen zu. Heute gehen die Meinungen der Theologen und einzelnen Christen weit auseinander, ob es sich beim Bibeltext um exakte Überlieferungen der Apostel und Evangelisten handelt, ob die Methoden der Bibelübersetzung eingehalten wurden und inwieweit die Bibelauslegung in Bezug auf die Ethik und unser Alltagsleben anwendbar ist. Die Bibel ist nur XVII.) Der alexandrinisch-griechische christliche Kirchenvater, Gelehrte, Theologe ,Kirchenschriftsteller und Mystiker Origenes war nach dem bedeutenden ägyptischen Philosophen und Denker des hellenistischen Judentum Philo von Alexandra unter den Ersten, der fünf verschiedene Arten der Auslegung der Heiligen Schrift beschrieben hat:
XVIII.) Wenn das neue Testament heute als das mit Abstand das beste untersuchte Buch der Weltliteratur bezeichnet werden kann, so beruht dieses auf mehr als 300 Jahren minutiöser Arbeit ganzer Gelehrtengenerationen. Sie haben im Text und Literaturkritik, Form und Gattungskritik, verbunden mit Begriffs-,Motiv und Traditionsgeschichte, um jeden Satz ja um jedes Wort gerungen. Mit der historischen Methode im umfassensten Sinn war und ist der Theologie ein Instrument in die Hände gegeben, womit in einer Weise nach dem wahren, wirklichen geschichtlichen Christus gefragt werden kann, wie dies in früheren Jahrhunderten einfach nicht möglich war. Vieles ist nur durch Überlieferung geheiligt und nicht historisch verbürgt. Dass die in der Gegenwart zusammengestellten Veröffentlichung gleichen Namens sind das Ergebnis von Jahrhunderten und sind keinesfalls in der vorliegenden Form in der Vergangenheit so verfasst wurden. Die Vulgata ist die einzige von der Kirche geduldete und approbierte lateinische Bibelübersetzung hat nachträglich vielfache Verdunklungen erfahren und ist im philo- logischen Sinne anfechtbar.
* Die Bibel wird als eine Sammlung aus historischen Berichten, Le- bensbildern, Gedichtesammlungen, Prophezeiungen oder Briefen betrachtet. Mehr als 40 Autoren, die sich größtenteils gegenseitig nicht kannten, verfassten die 66 Bücher (39 des alten Testamentes und 7 des neuen Testamentes) innerhalb eines Zeitraums von min- destens 1600 Jahren. Es existieren Gesamtübersetzungen in 475 Spra- chen und Teilübersetzungen in 2538 Sprachen und 27 verschiedene Bibelinterpretationen. Die Evangelien des Neuen Testaments, die Apostelgeschichte und die Offenbarung des Johannes sind etwa 30 bis 70 Jahre nach dem Tod Jesu in ihre heutige Form gebracht worden. Über den Inhalt des Neuen Testaments besteht bei allen grossen Konfessionen ein Konsens, der sich in den ersten vier Jahrhunderten entwickelt hat.
*I.) Alleine die Tatsache, dass du eines Tages stirbst, bedeutet nicht, das du jemals (richtig) gelebt hast. Am schlimmsten ist, dass wer stirbt gar nicht weiss, das er nie lebensauftragssinnhaft gelebt oder gar keine Möglichkeit gehabt hat sich selbst zu werden und selbst zu sein, weil nur das Existentielle im Vordergrund stand und in seiner Lebenswelt nur groß und alt geworden ist, Werttraditionen, und Ge- anpassung ausgefüllt, diese auch im Pensionsalter weiter fortgeführt hat und dieser Lebensentwurf als gelungen betrachtet wird und ein Kind des vorherrschenden Systems und der Zeit geblieben ist. Unsere gesellschaftliche und ökonomische Lebensordnung schreibt eben vor, wie der Einzelne zu sein hat. Die zeitgeistigen Werte ("Hast du was, bist du was") und die gesellschaftliche Anpassungsintegration gelten II.) Was nützt dann eine solche These, dass jeder, der auf die indivi- duelle Entwicklungswahrheitsfrage verzichtet, sich selbst aufgibt und sein Leben verfehlt. Nur als Einzelner bin ich wirklich, aber wenn ich immer nur gearbeitet habe bis zum umfallen ? Und wenn ich dann einmal zur Ruhe komme, habe ich trotzdem keine Ruhe, weil die Hingegebenheit an die Vielerei mich davon abhält, darüber nachzudenken. Schlichtweg gesagt, es hat mich nie interessiert. Der Einzelne kann sich aber auch nicht entwicklungslebenskon- form verhalten ohne gegen gesellschaftlichen Wertnormen zu verstossen und als Aussenseiter zu gelten, weil es nie gelehrt und gelernt wurde. In Kriegszeiten und Aufbaunachkriegszeiten gilt erst einmal das Überleben und haben müssen als Lebenssinn nach dem Verständnis " Brot vor Geist". Aber das Haben müssen wurde zum immer mehr haben wollen und zum viel und noch mehr haben und das materielle wendeltreppenförmige-Spiraldenken wurde nie lebenssinnmässig als Mittel zum Entwicklungs-Individuations- Tod besonders sinnlos ! Wenn das Ende des Lebens naht denkt niemand daran, dass er noch mehr Geld hätte verdienen können, sondern nur daran, dass er nicht richtig gelebt hat und im Leben trotz materiellem Überfluss unglücklich war. Erst im Unglück weiss man, wer man wirklich ist. Der Schweitzer Autor Hans Leopold Davi, meinte einmal, dass man nicht die Toten beklagen soll, sondern all die Lebenden, die tot herumlaufen *. Siehe Textfortsetzung in das Leben ist unsterblich und nicht tot zu kriegen
* Damit sich zu beschäftigen bedeutet nicht von morgens bis abends sich mit der Bibel auseinanderzusetzen, sondern es wird nichts anderes getan wie bisher, nur alles wird durch die "Entwicklungs-Individualisierungsbrille" betrachtet, was als gute Rezeptur gesehen wird. Durch Verschiebung des geistigen Blickwinkels wie bspw. durch den Philosophen Immanuel Kant oder durch den Astronom Nikolaus Kopernikus hat sich die ganze Denkanschauung der Zeit verändert.
*I.) Im Kern geht es ist um die Feststellung Meister Eckharts, das II.) An wichtigen Punkten der Evolution treten Wertwenden auf d.h.,was bis dahin entwicklungsförderlich war (Maß, Sinn, Wert) wird entwicklungsschädlich (Maß-, Sinn- und Wertlosigkeit), die werbende Kraft der Anziehung lässt nach und die Involution zur Evolution. Beim Reifezeitpunkt wird die kritische Masse für Verän- derungen erreicht (Sättigungsgrad) und nach dem allgemeinen Gleichgewichts- und Reifegesetz und dem ehernen Gesetz " des Vergehens und des Werdens "schlägt die quantitative Veränderung
* I.) " Die stille (halbe)Stunde für sich " am Tag ist die Beschäftigung nur mit seinen persönlichen Entwicklungs-Tages-Gedanken als Reflexion und nicht mit den Gedanken und dem Leben anderer z.B. einer Zeitung, in einem Buch oder in den elektronischen Medien. In dieser Zeit hat niemand etwas von einem zu wollen, denn sie gehört einem allein und dass sich laut einer Umfrage die Menschen sich kaum Zeit nehmen für sich selbst, gehört der Vergangenheit an. Für die evolutionäre Allzeitnutzung gilt es zu lernen, nach jedem Tag sich einige Minuten Zeit zu nehmen, eine schriftliche Tages-Entwicklungs-Erkenntnis-Reflexion vorzunehmen, um den Erkenntnisgewinn, die Entwicklungsfortschritte, aber auch die Fehler des Tages zu bilan- zieren, jede Lebenstätigkeit und jedes Verhalten entwicklungsmässig zu hinterfragen, die Arbeitsspannung für den nächsten Arbeitstag schaffen was als persönliche Meditation verstanden werden kann*. * Von der Katharinenkapelle im Straßburger Münster als Gebets- und Andachtsräumlichkeit zur täglichen, stillen Stunde mit sich selbst bspw. auf dem Balkon ( " als Privatkapelle "), um abends den Tag entwicklungsmässig zu reflektieren und die Lebensspannung für den nächsten Tag zu schaffen. II.) Es sind vielen kleine Tages-Transzendierungs-Überwindungen, wel- che dem Tag sein Recht geben und zu einem besonderen, individual- geschichtlichen Tag machen, um jeden Abend sagen zu können: " Das war mein Tag ". Es ist die Wandlung des Alltagsverständnisses von der " Tretmühle des Alltags " und entwicklungslosen Alltagsein- stellung zum Ausseralltäglichen. Die geometrische Form des Wiederholungskreislaufes " alle Tage und alle Jahre wieder " wird zur aufwärtssteigenden Spirale, das jeder Tag ist neu, einmalig und nicht wiederholbar ist. Durch die evolutionäre Allzeitnutzung gibt es keine Alltage mehr, sondern nur noch Entwicklungstage. " Dem Entwickler sind alle Tage heilig ", was " das Genie der Selbstevolu- tion " ausmacht. Wenn ich abends meinen Frieden gefunden habe, war es ein guter, magischer Tag. Siehe Textfortsetzung im Gliede- rungspunkt " Die Entwicklungsfortschritte werden erst " in der stillen Stunde " in der Tagesreflexion sichtbar gemacht " in evolutionäre Allzeit-Jetzt-Lebensleere-Nutzung
* Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens und der Einzelne ist nur wahr, wenn er individuiert. Der Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf als Lebensweg wird als ein einge- borenes Leitbild als Selbstidee verstanden und ist in der mensch- lichen Natur angelegtes, lebenstragendes, lebensorientierendes und lebensübersteigendes Lernprogramm, welches auf einen nicht be- einflussbaren, beabsichtigen Endzustand hinausläuft (und der Zufall gilt wissenschaftlich als ausgeschlossen). Die Entwicklungstheo-
.*I.) Gott ist am meisten Licht, wo er am wenigsten Licht ist*. II.) Die Zeit war noch nie so reif für das Bibel-Selbst-Studium, weil die Menschen noch nie so weit von ihr entfernt waren und erst heute die notwendigen Entwicklungsvoraussetzungen (Freiheit, Wohlstand, Möglichkeitsvielfalt, Wertewandel, Weiterentwicklung und Sätti- gungsgrad und Dematerialisierungsumschlag des Materialismus etc.) gegeben sind.
*I.) Weil auch die Bibelgleichnisse dem entwicklungsgeschichtlichen Gesetz des Werdens und Vergehens unterliegen ist die Zeit ge- kommen ist, wo der Wahrheitslebensausdruck eines anderen Mediums als Kulturträger bedarf, weil diese nicht mehr geeignet sind auf Höheres zu verweisen, um die Sehnsucht nach oben wachzurufen, was man selbst noch nicht, aber Menschenaufgabe ist. Jegliche Lebenssituation, jegliche Krise und Problem, jeder Lebens- widerspruch, jede Krankheit, jeder Unfrieden und Unzufriedenheit sind Probierstein und Entwicklungssinnmittel zum Individualisie- rungsreifezweck oder um es nach Meister Eckhart zu sagen " alles was noch nicht Gott (Frieden) geworden" ist eine Friedens-Bringschuld einer Entwicklungs-Individuationslosigkeit als Lebenssinn eines jeden Einzelnen. II.) In der Bibel wird von Gleichnissen gesprochen, beim gotischen Lernprinzip sind es die Entwicklungs-Individualisierungs-Gleichnisse der Entwicklungseigenschaften als Individual-Tugendethik. Weil auch
*I.) Entwicklung ist nicht mehr auf die "Heilige Schrift" beschränkt, sondern auf die gesamte Schöpfung Gottes als Erkenntnismittel zum Gott-Individualisierungs-Entwicklungs-Zweck" zum Lob,Dienst und Dank.Gotteswort manifestiert sich in jedem Aspekt seiner Schöpfungsordnung. II.) Siehe auch den Gliederungspunkt " Glaubens"erfahrung).
* Die Bibel gilt als das bedeutenste Offenbarungsspiritisische Buch.Denn ihr Hauptinhalt dreht sich und Botschaften des Jenseits an das Diesseits.
* Hätte Christus vor 2000 Jahren von den heutigen Werten und Problemen gesprochen und gesagt was heute getan werden muss, hätte ihm niemand zugehört und so wirkt der damalige Zeitgeist auf uns heute. Die biblische Weltsicht hat keinen realen Bezug zu unserer Weltsicht.
* Das Absolute hat sich nicht mit der Bibel erschöpft, sondern es war erst ihr Anfang und der Mensch bedarf einer neuen Offenbarung ohne dass die zeitlosen Wahrheiten verwässert werden.
*I.) Der Entwicklungslebensbegriff wird zum neuen Gottesbegriff II.) Die Lebensfrage ist immer die Gottesfrage und die Gottesfrage bleibt die persönliche Gottentwicklungsfrage. Wie der Mensch ist, so ist sein Gott. Der Gottesbegriff wird aus der persönlichen Situation des Einzelnen heraus entwickelt und damit individualisiert sich die Religion immer mehr. Wenn Gott als Lebensmittelpunkt gefunden III.) Siehe auch das Gottesbegriffs-,Entwicklungs-und Vermittlungs- verständnis eines Meister Eckhart
* Siehe auch Bildungs-Kultur-Lernen ist bspw. mit der Sexualität
* Der Begriff "Frömmigkeit im kirchlichen Kontext hat heute oft eine negative Konnotation im Sinne einer übertriebenen, bedingungs-
* Geschichte hat nur, wer selbst lebendig miterlebt, mit erleidet und mit tut. Das Recht, die Religion (Bibel) ,die Sprachen, ein Staat, die Wissenschaft erleiden nichts und sind nur tote Abstrakta die auf ein Erfahrungserleben hinweisen. Geschichte ist nicht was einmal war, sondern lebendige Gegenwart im " Hier und Jetzt" . Von der leben- digen Gegenwart aus allein erhalten erst die beiden Schenkel der Geschichte Vergangenheit und Zukunft Sinn, Gewicht und Bedeutung.
* Von der Quellenforschung und der Suche nach den Ursprüngen des historischen Jesus zur Erkenntnis, dass die Suche nach dem histori- schen Jesus mehr eine innere Selbsterforschung und Suche sei .Christus hat einmal keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen.Es wird deshalb niemals irgendwelche authentische Worte Jesus geben.Sämtliche tradierte Worte sind Überlieferungen des gehörten Wortes d.h., sie tragen eine Färbung desjenigen, der sie gehört hat und können deshalb erst durch die individuelle Wahrheits-Individua lisierung zur Authentizität gelangen.
* Den allerletzten Grund für das angebliche Scheitern liegt in der Botschaft des Christentums selbst "dass sich der Mensch von Grund auf ändern müsse" und das Christentum deshalb eine Illusion und unerfülltes Ideal bleiben muss, weil ich erst die Welt lassen muss, bevor ich zu Gott kommen kann.Es ist das Herzstück der Religion,die Unterwerfung unter Gott des "nicht mein, sondern dein Wille geschehe". Jegliche Lebens- und Berufsphilosophie muss scheitern, solange diese nicht das gesellschaftliche Normverhalten, den Zeit- geist, die praktische Lebenswirklichkeit und den Lebensdruck des Einzelnen widerspiegelt, den individuellen, freiwilligen Reife- und Bereitschaftsgrad berücksichtigt und die Wirkkraft einer Vorbild-funktion fehlt. Die Sphäre des Religiösen bleibt abstrakt und unverbindlich, solange diese selber nicht konkret wird und im Entwicklungs-Individualisierungs-Streben einer Bringschuld als Nachfolge Christi Gestalt angenommen hat. Lebensentwürfe, die auf Erkenntnissen, Askese, Gebete, Wiedergeburt, Moral, fremde Belehrungen, Idealismus, mystisches Denken, sprachliche Fremdheit, die Bibel, eine erforderliche Reife begründet sind, haben im Leben keine Verankerung."Lass alles fahren und du wirst alles finden". "Verlass alle Begierde und die wirst Ruhe finden"."Wer mein Jünger sein will muss sich selbst lassen"."Wer mir nachfolgen will, der ver- leugne sich selbst"."Niemand kommt zum Vater als durch mich"."Die Hauptsünde des Menschen ist, dass er nicht auf dem von Gott gewollten Frie- densweg geht".Diese und ähnliche Aussagen sind,auch für religiöse Menschen, weil sprachlich,reife- und erkenntnismäßig, alltags- und lebensfremd total unverständlich und nur für wenige Heilige nach- vollziehbar. Das Christentum bleibt deshalb ein ewig unerfülltes Ideal und muss wegen den Maximalforderung „tue alle Dinge fort“ scheitern, weil das für jeden unzumutbar ist und keinen Sinn darin gesehen wird.Eine rücksichtslose Hingabe an die christliche Wahrheit und Befol gung dieser Kernweisheiten führt zur Selbstzer- störung und der Mensch wird zum gesellschaftlichen Aussenseiter, wenn man sich nicht mit der Welt arrangiert. Es gibt noch kein Podest, auf dem der selbstehrliche Mensch sich in der säkularen, evolutionären Nachfolge-Christi bewundern lassen könnte.
* Die Kirche erlaubt keine Übersetzungen der Bibel in die Umgangs- sprachen.
* Die Bezeichnung der Bibel als Wort Gottes – gelehrt in der katho- lischen wie in der evangelischen Kirche – schließt die Auffassung nicht aus, dass die Bibel der Auslegung bedürfe. Viele biblische Texte seien von der Persönlichkeit des jeweiligen Autors und seinen individuellen weltanschaulichen und theologischen Ansichten geprägt.
* Die Bibel ist nicht historisch, sondern metaphorisch.
* Bibelkritiker behaupten ,dass Bibel nicht als fertiges Buch vom Himmel gefallen und ihre Sätze sind nicht durch göttliche Inspiration in die Feder diktiert worden (keine Verbalinspiration und keine Irr- tumsfreiheit). Die Bibel wird als eine Zusammenfassung der Erkennt- nisse vieler Menschen, die Gott nahe standen angesehen. Die Evang- elien werden als Endfassung einer mündlichen Tradition verstanden. Diese sind während eines langen Zeitraumes zusammengetragen, von vielen Autoren überarbeitet,ergänzt zum Teil weit nach den jeweils beschriebenen Ereignissen. und nicht Wort für Wort geoffenbart worden. Daher könnten sie nur sehr eingeschränkt als tragfähige historische Berichte gewertet werden.
* Von dem Tabubruch sich als Witwer oder Witwe nach einer Trauer-Warte-Karenzzeit ohne schlechtes Gewissen wieder zu verehelichen,obwohl vor dem Altar ewige Treue geschwo- ren (Ewigkeit ist immer) zu dass es bei einer bisherigen Lie- bes-und Seelenbeziehung diese Wiederverheiratung kritisch betrachtet ein Vertrauensbruch und "Fremd gehen" dar- stellt, weil das (Ehe)leben auch dort ewig weiter geht, bis man sich wieder in die Arme schliesst und die (Seelen)be ziehung dort weiter führt und vollendet. Weil man zusam- men gehört, sollte jede weitere Verpartnerung tabu sein. Man war ja bis zum Tod nicht geschieden oder getrennt lebend.Weil das Leben weiter geht, geht auch die Bezie- hungs/Ehe(treue) weiter.Es war ja kein Eheaus zu Lebens- zeiten, sondern eine Beziehung ohne Ende.Weil das Jenseits als "weisses Gebiet" betrachtet wird, fehlt die letzte Konse- quenz dieses auch zu tun (weil es keinen Tod gibt, gibt es auch keine Trennung)*. *Die Eheformel "bis der Tod euch scheidet" (bzw. "bis dass der Tod uns scheidet") ist ein traditioneller Bestandteil vieler Eheversprechen. Sie drückt die lebenslange Gültigkeit der Ehe aus, die nur durch den Tod eines der Partner endet. Diese Formel ist sowohl in kirchlichen als auch in standesamtlichen Trauungen üblich und müsste umgeschrie- ben werden,weil es den Tod nicht gibt.
* Soll eine Religion lange bestehen, muss man sie häufig zu ihrem Ursprungs(christentum) zurück führen" (Niccolò Machiavelli Italieni- scher Philosoph und Diplomat).
*I.) Die Welt wäre nicht geschaffen worden, wenn sie nicht da wäre Gott zu suchen und zu finden. Der Mensch soll nicht vor den Dingen fliehen und sich in die Einöde begeben, sondern er muss lernen durch die Dinge hindurch zu brechen und darin seinen Gott zu ergreifen.Der erkennt Gott recht, der ihn in allen Dingen gleichermaßen erkennt*. * Meister Eckhart II.) " Nach Meister Eckhart ist jegliche Kreatur ist Gottes voll und ist ein aufgeschlagenes Buch und wer darin recht zu lesen weiss, der braucht keine Predigt mehr. Mach nur die Augen auf wie Jakob Böhme sagte und du wirst sehen;Die Welt ist von Gott erfüllt Das Viele ist nur da, um zu dem Einen (Gott) zu gelangen ". Denn indem der Mensch "das Göttliche" als Mittel zum Individualisierungs-Frie- dens-Zweck in und hinter allem entdeckt und diese in Entwicklungs- dienst stellt, werden die Dinge selber nur noch mittelbar, ihrer eige- nen Besitzwesenheit entkleidet und einem in die Hand gegeben. Er wird aus der Besessenheit durch die fremden Dinge erlöst und befreit. Aus dem Nichts fallen ihm die fremden Dinge ihrem Wesen nach zu und geraten selbst in seinen Besitz. Es ist Meister Eckharts weitere Erkenntnis, dass wer Gott hat, hat auch alles andere. Wer das Höhere hat auch automatisch das Niedrigere. De-und Entmaterialisierung wird als ein Weg zu grösserer Vollkommenheit und Gottannähe- rung betrachtet. Vor Gott ist nichts leer. Alles ist Hinweis und (Erkenntnis)- zeichen für ihn. Der Mensch muss lernen durch die Dinge hindurch zugehen und zu durchbrechen und darin seinen Gott begreifen lernen. Der Mensch muß erst einmal in den Dingen gestanden und von den Dingen umge- ben sein, bis man ihnen nach viel Übung nur noch diesen gegenüber steht. Alle Dinge werden dir lauter Gott (bei Überwindungstranszendierung), denn in allen Dingen hast du nichts mehr im Auge als nur mehr Gott. Gott ist allen Kreaturen gleich nahe. Ein Ding ist nur lustvoll und be- gehrenswert nur soweit, wie Gott in diesem ist. Der Mensch soll sich daran gewöhnen, nicht das Seine in den Dingen zu suchen oder zu nehmen, sondern in allen Dingen Gott (Entwicklung) zu suchen und zu nehmen.Es ist auch die Macht des Geistes über die materielle Welt,welche sich z.B. in der gotischen Baukunst wiederfindet.
* Dieses Buch hatte die stärkste Auflage nach der Bibel und dem Koran. Der kleine Prinz gilt als literarische Umsetzung des morali- schen Denkens und der Welterkenntnis seines Autors Antoine de Saint Exupéry und als Kritik an einem Werteverfall der Gesellschaft. Das populärste Zitat aus Der kleine Prinz ist die Aussage des Fuchses, den der Prinz während seiner Reise trifft: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Die Er- zählung ist ein modernes Kunstmärchen und wird als Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit interpretiert. Offenbarung (Fremdoffenbarung versus Selbstoffenbarung.)* * Eine Weiterentwicklung der Offenbarung wäre die individualisie- rungsgeschichtliche Auslegung als Einzeloffenbarung*. * Quelle: " in Anlehnung an Spirituell Wiki ".
* Der deutsche Existenzphilosoph Karl Jaspers vertritt dagegen eine „existentiale Interpretation“ der Religion d. h., eine auf den einzelnen Menschen bezogene Auseinandersetzung mit dem Transzendenten. Offenbarungsglauben kritisiert den Offenbarungsglaubenden zuguns- ten eines philosophischen Glaubens, den das Individuum entwickeln muss und der keine Verheißung, sondern lediglich Selbstverantwor- tung mit sich bringt.
* Das Urteil des Gewissens ist für den Kirchenlehrer Thomas von Aquin die letzte Instanz, nach der sich der Mensch zu richten hat,
*Es ist der evangelische Grundsatz von 1793, dass keine Generation der nachfolgenden Generation, was sie glauben sollen und müssen aufzwingen darf.
* I.) Thomas von Aquin war ein italienischer Dominikaner, ein einflussreicher Philosoph und ein bedeutender katholischer Theologe und Priester. Er gehört zu den bedeutendsten Kirchenlehrern der römisch-katholischen Kirche und ist als solcher unter verschiedenen Beinamen bekannt, etwa Doctor Angelicus. II.) Über die Zukunft des Christentums, kann deshalb auch nicht auf einem Konzil und auf Synoden beraten oder sonst wo entschieden werden und es ist wertlos, wenn es sich auf dem Boden der Vernunft abpielt. Allein von der nüchternden,abstrakten von der Wahrneh- mung unabhän- gigen und nur durch Denken gewonnenen Vernunft her kann sich der Mensch nicht ändern. Die Vernunft ist nur eine regulative Kraft und nicht verankert, ihr fehlt das schöp- ferische Element und kann nichts neues erschaffen. Beim einem Klimagipfel z.B. siegt immer die Unvernunft der nati- onalen, wirtschaftlichen Umweltinteressen (Die Grenzen der Vernunft begreifen, das erst ist wahrhaft Philosophie,sagte der Philosoph Friedrich Nietzsche einmal)*. * Auch war die Aufklärung einem folgenschweren Irrtum unterlegen zu glauben, der Mensch könnte Kraft der kritischen Vernunft bei sich selbst und bei Null ohne religiöses Traditionserbe beginnen, ohne sich über tausend Jahre lange, akkumulierte, religiöse Substanz klar zu sein, von der die Aufklärung selber noch zehrte, wobei Bildung als Vollendung des menschlichen Wesens begriffen wurde. Die Vernunfts- religion der französischen Revolution dauerte noch nicht einmal ein Jahr.
* Die Papstkirche vertritt gegenüber der (kritischen) historischen Bibelforschung, dass das Evangelium nicht nach dem Tode Jesus entstanden ist, sondern Jesus eine historische Gestalt ist.
* Das Werden Gottes ist kein Entschluss Gottes, sondern mit seinem Wesen mitgesetzt. Nur die Religion macht den Selbstwert des Men- schen aus. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebensprozess akt (zu mehr Gott- werdung) nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt.Jede Lebensinterpretation wird zur Religion. Es ist die Vollendung durch die persönliche Entwicklung. Deshalb ist jeder Mensch religiös auch wenn es nicht danach aussieht und mit Religion in Verbindung gebracht wird. Alle Lebensfragen werden behandelt, als wenn sie Religion wären. So gesehen endet alle Religiöse im Profanen. Religion zu haben ist die Pflicht des Menschen gegenüber sich selbst. Gottes Existenz zu leugnen bedeutet, meine eigene Existenz zu leugnen.
Was
Christentum
*I.) Frei ist besser als vollkommen. Nicht wenn ich vollkommen bin, beherrsche ich meine Bedingtheit, sondern nur wenn ich frei bin. II.) Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch. Die Tugend wird nur in der Verführungsschwachheit vollbracht, weil diese zur Entfaltung das Gegenteil bedarf. Das Gute ist erst das Gute und eine Tugend, wenn es vom negativen Pol gereinigt wurde. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tugend möglich. Die Untugend ist nur eine verkleidete Tugend. Nur weil ich der Versuchung widerstanden habe, bin ich dadurch stärker und tugendhafter daraus hervor gegangen und das Böse wird zum Guten. Das Positive wie das Negative, das Lebensaufbauende wie das Selbstzerstörerische sind die zwei Seiten des Ganzen. Nur eine einzelne Kraftseite gibt es nicht. Es ist das getrennte (Welt)sein als Anschauungsform. Erst die lebenswider- einheit und die polar entgegen gesetzten Prinzipien sind aufeinan- der bezogene Seite existiert kausal und final nur durch ihr Spiegelbild. Gäbe es die Polarität nicht, gäbe es auch keine Entwicklung, weil nur durch Kritik als Polarität der Entwicklungs-Auseinandersetzungs- Spannungszustand entsteht. Siehe auch Volltext in Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch
* Es kann weiterhin nicht oft genug wiederholt werden, dass es unwichtig ist was die neuesten Nachrichten sind, was andere sagen und tun, wie prominent jemand ist, Mißstände zu kritisieren sondern nur was ich tue. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir. Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt z.B. eine Krise bspw. durch Reformen, Technik, Schutzmassnahmen und viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Andere der Schuldige ist
*I.) " Geh deinen Weg und du wirst getragen" *. * Benedikt von Nursia, katholischer Heiliger. Einsiedler, Abt und Ver- II.) Wir können aber das Gewissen als " höhere, zeitlose Intelligenz und Führungs-Orientierungs-Instrument " nicht einfach ignorieren, was immer schon richtig war. Wenn das Gewissen als der zentrale Ort erscheint, an dem die Dinge des Menschen und der Welt immer ent- schieden werden und die Spaltung des Menschen überwunden werden kann, ist das Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissen der archimedische Punkt des Menschen, die prima causa aller Bewegt- zum Gewissen. Das Gewissen ist im Einzelnen gebunden und wird im Kollektiv aufgehoben. Nur der Einzelne wird von seinem Gewissen bedrängt, während das Kollektiv gewissenlos ist.
* Die Krise des Christentums beruht am wenigsten auf institu-tionellen Problemen und das Christentum ist in nicht Frage ge-
* I.) Die Ekklesiologie ist im Christentum die theologische Reflexion über die Ekklesia (altgrieschisch ἐκκλησία ekklēsía, lateinisch ecclesia, die ‚Zusammengerufene‘), nach neutestamentlichem Sprachgebrauch die Gemeinschaft derer, die von Jesus Christus durch das Evangelium aus der Welt herausgerufen wurden, sich um ihn im Gottesdienst (λειτουργία leiturgía) versammeln und von ihm zum Glaubenszeugnis (μαρτυρία martyría) und Dienst der Liebe (διακονία diakonía ‚Dienst‘, von διάκονος diákonos ‚Diener‘) gesandt werden. In vielen Konfessionen wird Ekklesia mit „Kirche“ übersetzt; Ekklesi- * Quelle Wikepedia. II.) Je einfacher etwas ist (lebensnaher), desto mehr Kraft und Stärke liegt darin. III.) Religion bleibt von ihrem Sinn und Wesen nach auf die Welt be-
* Sogar der emeritierte, konservative,mittlerweile verstorbene Papst Benedikt der XVI Joseph Aloisius Ratzinger war der Meinung, dass die Kirche wirklich etwas Neues wagen müsse, um aus dem einge- fahrenen Schulschema heraus zukommen und stand für ein religiöses Selbststudium was als evolutionäre Entwicklungs-Individualisierungs-Friedens-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit interpretiert werden kann. Auch für den Verkündigungstheologen Karl Rahner besteht kein Zweifel, dass der neuzeitliche Weg zum Glauben über die Existenz Gottes über die persönliche Erfahrung führt und durch Reflexion und Auseinandersetzung mit dem Leben das Leben zur Religion und der Logosidee wird. Es ist der Weg vom rechts-und lehrgültigen, didaktischen Vermittlungs-Christentum zum autodi- daktischen Individualisierungs-Entwicklungs-Christentum, welches noch einer Kanonisierung bedarf
* Siehe auch Nr. 782 " vor der Entwicklungsreife ....und bei Entwick- lungsreife.... in Kulturlernen-17
*I.) Das Fremderlösungsbedürfnis des Abendlandes beweist, dass es eine Technik der Leidensüberwindung geben muss. Im Leiden liegt der grösste Segen und nur dort erfolgt eine Charakterbildung. Du irrst wenn, du etwas anders suchst als Drangsal. Es ist die letzte Tiefe, um daraus alles zu begründen und zu gestalten. Ohne Leiden kann der Mensch nicht zum Heile gelangen. Nur über Armut, Entbehrung und Leiden ging bisher der Weg aller Religionen ins Göttliche. Erst das Leiden hat der Menschheit das Gefühl der Religion, den Ge- danken eines Gottes erschaffen. Mystische Erfahrung ist ohne den Durchgang von Leiden nicht zu erreichen. Durch Leiden geschieht im Menschen erst etwas wirklich und verwandelt ihn.Es ist der Ort, wo Himmel und Erde zusammenfallen. III.) Der Mensch richtet sich zugrunde, damit Gott entstehe. Das Kreuz gilt als Chiffre für das Leiden Christi und sollte mit Gold verziert wer den, weil es nicht mehr zu steigern ist. Es wird auch als Passionsmystik, Schmelztiegel und Prägestock Gottes bezeichnet. Es leidet nur die Seele, welche von Gott überformt wird. Gott offenbart sich dem Menschen immer erst am Abgrund. III.) Alle Formen, welche die Gotik hervorbrachten waren Formen des Leidens. Allen Köpfen der gotischen Bildhauer- und Schnitzer- kunst bspw. ist eine tief ernste, fast düstere Stimmung gemeinsam, weil die Menschen der Gotik von Unglücken und der Pest verfolgt waren. Sie hatten Sehnsucht nach einer besseren Welt im Jenseits. In ihrer Not und Verzweiflung suchten sie Trost und Hilfe bei den Heilmitteln der Kirche. Nur so sind die asketische Vergeistigung und der der fanatische Baurausch zu verstehen. IV.) Nach dem Philosophen Friedrich Nietzsche wirkt veredelnd nur jeder Schmerz, den zu überwinden, wir Kraft besitzen. Es war für
* Jede Generation und jeder Einzelne muss kulturell gleich "wie Sisyphos seinen Felsblock wälzen, um zu vermeiden, dass er nicht überrollt wird. Trotz des hochgehaltenen kulturellen Erbes muss sich jeder Einzelne seinen Möglichkeiten, Fähigkeiten und geschenkten Reife entsprechend sich kulturell weiter entwickeln. Um dieses Ziel zu erreichen, darf kein Problem zu schwierig, keine Entschuldigung zu billig, kein Preis zu hoch, kein Vorteil zu verlockend, kein Weg zu lang, kein Frust zu gross, keine Motivation zu niedrig, kein Widerstand zu heftig, keine Tradition unumstösslich und kein Streit zu schwer sein. Wer das tut, der hat so viel getan,wie der Papst in Rom und noch viel, viel mehr.
* Es geht nicht mehr um eine Reformierung als Wandlung des Christentums , sondern um eine Wandlung des Menschen selber. Die Krise des Christentums trägt keine Wirklichkeit in sich, weil sie sich immer im Innern des Menschen abspielt und deshalb von Reformen von ausserhalb nicht zu beheben ist. Nur was von innen kommt lebt wirklich. Durch das gesicherte Erkenntnis-Wissens-und Glaubens- bewusstsein der Institution Kirche ist eine Problemlösung nicht möglich, weil die Krise das noch Erkannte und Erfasste darstellt. Die Tatsächlichkeit liegt vornehmlich innerhalb des Lebens und nicht ihm gegenüber. Der existentielle Lebenskampf nach aussen enthebt und entlastet den Einzelnen, mit sich selbst zu kämpfen. Keiner vermag über das hinaus zu wirken, was er nicht selber in sich hat. Wir verändern und verbessern als Orientierungsvakuum die Welt nicht mit dem was wir machen, sagen und schreiben, sondern nur durch das, was wir durch den gegangenen Entwicklungs-Lebensweg geworden oder nicht geworden sind.
* Siehe auch "evolutionäres Feiertagsverständnis" in evolutionaere-Nachfolge-Christi-6
* Der zukünftige Entwicklungsweg des Menschen führt nicht von der Gegenwart unmittelbar wie wir es gewohnt sind nach vorne weiter, weil "das Vorne" von der Vergangenheit schuldmässig vorbelegt und deshalb vorbestimmt ist. Eine andere Zukunft kann sich nur aus einer anderen Vergangenheit entwickeln. Die Zukunft ist nicht in dem Sinne offen, dass ich vom Standpunkt der Gegenwart nur planen und mir neue Möglichkeiten erschliessen muss, um damit die Zukunft zu gestalten, sondern sie ist bereits durch die Vergangenheit abge- steckt, eingegrenzt und vorentschieden worden. Dem Menschen kann in Zukunft nur das begegnen, was er früher war. Er kann sich nicht heute einfach wandeln zu einem Anderen und Besseren, der er sein möchte, und ignoriert die Aufarbeitung seiner entwicklungslosen, aufgestauten Vergangenheitsschuld. Die Ver- gangenheit muss erst bereinigt werden, damit eine bessere Zukunft entstehen kann. Bevor es zur Wandlung kommt muss " der Weg des Rausches, der Lebenskrisen und der Verzweiflung"gegangen werden, weil sich der Mensch von der Gegenwartsexistenz sich erst zu lösen vermag, wenn er die Vergangenheit seiner Existenz,welche in die Zukunft hinaus als lebendige Wirklichkeit nachwirkend ist, diese auch erkennt, akzep- tiert und durch die Auseinandersetzung mit ihr sich damit in der Entwicklungsüberwindung davon gelöst hat. Weil es zum Besseren in der Transzendierung durch Überwindung gedient hat, ist die Entwick- lungsschuld gesühnt. Deshalb helfen Reformen oder eine Vernunfts- einsicht wenig. Entwicklung vorwärts geht nur über Entwicklung zurück. Unbestritten gilt; wenn jetzt ein Mensch "gut" ist, ist er so gut, als wenn er nie "schlecht" gewesen wäre. Es ist die schon fast paradoxe Ausgangslage, dass man eine bessere Zukunft nur erwarten kann, indem man ihr erst den Rücken kehrt und sich der Aufarbei- tung seiner "Bringschuld einer Entwicklungs-Individua- lisierungslosigkeit des nicht gegangenen Entwicklungsweges widmet, welche " tausend Masken " trägt.Wer darüber nach denkt wird er- kennen, dass der Mensch, der die unbewältigte (Schuld)vergangen- heit ausblendet und nur nach vorne lebt, seine (Planungs)zukunft bereits hinter sich hat.
* I.) Die ehemalige Christianisierung ist heute nur noch eine ober- II.) Ein Mensch, der 2000 Jahre christlich geformt wurde bleibt im Positiven wie im Negativen christlich, alles andere ist Unfug und Spielerei. Die religiösen, geburtsbedingten Werte kann man nicht erwerben. Sie sind Schicksal. Es ist der archimedische Punkt des abendländischen Menschen, von dem aus alles bewegt wird und dieser ist religiöser Natur. In der Tiefe seines Wesens ruhen starke mytische Kräfte, welche sich dem bewussten Zugriff entziehen.
* Diese Gesellschaft ist voller Religiosität und Sehnsüchte wie kaum
* Gewohnheitstradition ist faule Ruhe, substanzlose Erinnerung,bleibt wirklungs- los und stumpft ab.Wiederholung als Kreislauf und " alle Jahre wieder " ist ungeschichtlich und entwicklungslos. Das Signum für Entwicklung ist die Spirale. Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkuspferd in der Manege immer im Kreise herum zu laufen.
* Siehe auch "wesenhaftes Christentum" und Gottesbegriffs-,Got-tesentwicklungs- und Vermittlungsverständnis eines Meister Eckhart
*I.) Dieser Selbstgerechtigkeitsdünkel hatte seine höchste Blüte im Mittelalter u.a. durch den Kirchenlehrer Bernhard von Clairveau,für den es bei den Kreuzzügen nur Bekehrung oder Vernichtung Anders- gläubiger gab. II.)Das Entwicklungs-Lebens-Christentum lässt sich in jede andere Kultur inkultivieren, weil dieses universell, trans-und interkulturell, überkonfessionell und nationenübergreifend der ganzen Menschheit gehört und die Menscheneinzelwürde der Entwicklung ein konstitu- tiver Menschenrechtswert darstellt, gleich auf welcher Entwicklungs- stufe und wo immer auf der Welt sich jemand befindet.Jeder Mensch ist entwicklungsfähig und bei jedem wirkt der Lebensauftrieb des individuellen Eigengesetzes. Die vielen Kulturen und Vielfalt der Reli- gionen glauben an den gleichen Gott, verstehen sich nur in einem Entwicklungsgeiste und jedes hervorheben einer kulturellen Iden- tität, die geburtsgemäss immer mitgegeben ist, hat nichts mit Intoleranz und Ausländerfeindlichkeit zu tun,denn jede Kultur kennt nur eines; "die Mitte". Jede Kultur lebt und wird befruchtet aus von anderen Kulturen und Religionen. Wie kein Sterblicher im Besitz der ganzen Wahrheit ist, wegen der persönlichen Entwicklungswahrheit jeder ein Teil der Wahrheit ist und deshalb diese nie im Besitz einen Volkes oder einer bestimmten Zeit sein kann.Denn das eigentliche Leben aller Weltgeschichte entwickelt sich aus dem Wechselspiel der einheimischen und den fremden Kulturen der einzelnen Völker.Kultur ist nicht nur ein gefühlter, globaler Humanismus,sondern versteht sich auch als eine übergreifende Solidarität mit denen, welche für ihre (kulturelle) Entwicklung innerhalb ihrer Kultur kämpfen müssen. III.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird über andere Länder, andere Kulturen, andere Völker andere Nationen im Sinne von Andersartig- keit, Spaltung, und Getrennt sein einer Geburtsgemeinschaft gespro- chen und diese werden als Fremde, Ausländer, Emigranten bezeich- net. Entwicklungs-Kultur-Lernen sieht dieses nur als wert-und spal-
* Ein historisches Beispiel ist Weimar, als Ort der Weimarer Klassik. Unter der Regentschaft der Herzogin Anna Amalia und ihrem Sohn Herzog Carl August Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts hatten Wieland, Goethe, Herder, Schiller und weitere kulturelle Persönlich- keiten der Epoche die Freiheit das zu verwirklichen, woran sie selbst glaubten. In Frankfurt, der Geburts- stadt Goethes, hatten die Alten, während in Weimar, die Jungen das Sagen hatten.
* Für den evangelischen Theologen, Philosophen und Begründer der modernen Hermeneutik Friedrich Schleiermacher ist ein Lebens- grund-Friedens-Gefühl als " Sensus numinis" der eigentliche Inhalt des Gottesverhältnisses. Keine Gefühlsreligiosität im umgangs- prachlichen Sinne, sondern eine wesenhafte Religiosität als das eingeborene Individuallogos, weil das Gefühl schwammig ist und sich darüber streiten lässt. Es ist die Verschmelzung von Subjekt und Objekt als Einswerdung. Religion sagt Schleiermacher ist weder Theologie, philosophische Metaphysik oder ein moralisches An - ängsel wie bei dem Philosophen Kant. Auch die Sprache, der Buchstabe muss überwunden werden,weil Gott nur im sprachlosen (als Friede)spürbar ist. In der gefühlten Beziehung zum Unendlichen zeigt sich die Erhabenheit des Göttlichen, das Getragen und " Gebor- gen- Daheimseins " jetzt in der Zeit und Ewigkeit. Alles wird zu einer Offenbarung und jeder spürt, dass es unzweifelsfrei so ist. Da interessiert auch keine Unsterblichkeitsthese mehr und in die- dungswelt als Tiefenblick ins Wesenhafte, dessen Unmittelbarkeit auch nur noch in der (klassischen) Musik, wo göttliche Wort zum Ton wird, zu finden ist, ist alles andere nur Lärm von gestern, aber neben dem Glauben der schönste Trost. Jeder Diesseits-Jenseits-Dualismus wird zum ad Absurdum geführt. Es ist die profunde Erkenntnis-Glaubens-Weisheit des Kirchenlehrers Augustinus dass, wer " Gott " geschaut hat das heisst, in allem seine Ruhe gefunden hat und immer wieder neu findet, nichts mehr dazu lernen braucht und deshalb alles Wissen,Verstehen und Können gelernt hat, was es zu lernen gibt. Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt Frieden. Die gotische Bauweise gilt vielen Deutschen auch heute noch als der Typ des Kirchenbaues überhaupt, was der Empfindungswelt Schleiermachers und dem Raumgefühl der Deutschen entspricht*. * "Sensus numinis" ist das Gefühl einer entwickelten Lebenssensi- bilität für das Überweltliche, die Wahrheit und das Wesen hinter der Erscheinung, die Rückbindung des Lebens, religiöser Wahrnehmungs-sinn, Licht-sinn, Ganzheitsbewusstseinssinn, Verschmelzung von Subjekt und Objekt als Einswerdung, der Entwicklungsprozess, wo Himmel und Erde zusammenfallen, wo der Gottesbegriff und die Realität eins sind, erfüllt sein vom Friedens-Lebensgrund-Gottes-Wirklichkeits-sein, (Gott ist Frieden und wer den Frieden hat, hat auch Gott und damit auch alles andere).
* I.) Von der Welt-und Lebensverneinung der Weltabgeschiedenheit eines Klosters (das Sinnliche wird negiert und Verleugnung der Welt als indirekter Heilsweg) zur Welt- und Lebensbejahung und das Sinnenleben wird als Erkenntnis-Bewusstseins-Entwicklungs-Mittel zum geistigen und geistlichen Entwicklungs-Individualisierungs-Zweck verstanden und alles was getan wird, wird in der Absicht getan es zu überwinden (das Sinnliche wird vergeistig und Transzendierung der Welt als direkter Heilsweg)*.Siehe Textfortsetzung den Gliede- rungspunkt "Die Nachfolge Christi als mittelalterlicher weltvernei- nungs-Klosterweg (religiös) versus moderner Weltbejahungsweg (säkular) in https://entwicklungschristentum.de/Evolutionaere-Nachfolge-Christi-1 II.) Die Materie dient als Reflexionsmittel für die Materie. Ist aber der natürliche Materialismushöhepunkt erreicht, kann die Materie III.) " Nach Meister Eckhart ist jegliche Kreatur ist Gottes voll
* Das Entwicklungschristentum ist weniger dogmatisch, bewertend und geschlossen, sondern ideologiewertfrei, offen und persönlich lebensnah ausgerichtet. Evolution ist keine Ersatzreligion, sondern nur der individuelle, eingeborene Entwicklungsweg als Individual- logos zu mehr Selbst- als Gottentwicklung, was im Begriffswesen mitgesetzt ist.Durch die Auflösung in das Leben wird das Religiöse entmystifiziert, ist lebensnormal und so real wie die Hand am eigenen Arm. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungslebenspro- zessakt nicht trennen und ist immer mitgegeben und mitgesetzt. Deshalb ist jeder Mensch religiös. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage mit- gegeben. Alle Lebensfragen wer- > Beim traditionellen Christentum ist das Wesen des Menschen der
> Beim Entwicklungslebenschristentum ist das Wesen des Menschen der
* Der lateinische terminus technicus ist eine freie Google-Überset- zung. Zu jedem einzelnen Punkt lässt sich ein Essay/Blog zuordnen. ****
*I.) Er wird er nicht gefragt z.B. ob er ein guter Staatsbürger gewesen ist, was die anderen gemacht haben, nach seinem Bekanntheitsgrad, wie viele Tore z.B. als Fußballstar einmal eingenetzt oder wie viele Welthits gesungen wurden, nach seinem Bankkontostand, Anzahl seiner Kinder, welche Position, welchen Beruf, Besitz, für was er Zeit und Interesse hatte und wie löblich die Grabrede des Pfarrers war, sondern Auge in Auge nur nach seinem persönlichen Gottesverhältnis als die eigentliche Lebensleistung d.h., ob er sich treu und entwick- lungs ehrlich geblieben ist, das Bessere und Höhere gewollt,was er für andere getan hat oder hätte tun können als Lebenssinnaufgabe. II.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen wird der Glaube nur als christliches Kulturerbe religiös verstanden oder basiert auf Lücken in unserem Wissen über die Welt. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird der Glaube zu einem objektiven Begriff, selbst Kultur und wird die kirch- liche Frömmigkeit genommen. Der Glauben wird als eine (neutrale) Grundkraft verstanden und liegt in der Lebenshaftigkeit der Ent- wicklungsidee beschlossen. Er gehört zum Grundwesen des Men- schen, was nicht durch Wissen ersetzt werden kann. Der Glaube ist nicht an Gott und an eine Offenbarung glauben, sondern ein ganzes Leben umgreifendes, heilendes und befreiendes Widerfahren, was dem Mensch zuteil wird als anthropologisch fundiertes Glaubens- verständnis. Es ist die völlig unreligiöse Glaubensinterpretation der Quantentheorie, dass sich die Materie entsprechend meines Be- wusstseins und meiner Überzeugung verhält (Glaubensoffenheit) und zur Wirklichkeit wird. Geist beherrscht die Materie oder der Glaube ist stärker als die Umstände und Widerstände und setzt et- was in Gang. Die Materieatome richten sich entsprechend nach der Glaubenstatkraft aus und steuern die Materialismus-, Um- und Lebenswiderstände. Der Glaube ist somit nichts abstraktes, weltan- schauliches, sondern eine philosophische Kategorie, wo die Tatsachen sich nach dem Glauben richten. III.) Siehe auch "Die neun Entwicklungs-Reife-Übungs-Stufen des Glaubens- und Vertrauensbewusstseins" im Gliederungspunkt " Glauben".
* Gott ist ein hybrides Wesen, diesseitig und jenseitig zugleich. Für den Theologen Dietrich Bonhoeffer war Gott kein denkbares mäch- tiges, tranzendendes Wesen, sondern für ihn war Gott mitten in unserem Leben jenseitig, ein gegenseitiges Durchdrungensein der Transzendenz des Jenseitigen (Gott) in der Prozedenz des Diesseitigen (Welt). Es gibt viele Theologen, die sich zu einer immanenten Transzendenz bekennen
*I.) Den allerletzten Grund für das angebliche Scheitern liegt in der Botschaft des Christentums selbst "dass sich der Mensch von Grund auf ändern müsse" und das Christentum deshalb eine Illusion und unerfülltes Ideal bleiben muss, weil ich erst die Welt lassen muss, bevor ich zu Gott kommen kann. Es ist das Herzstück der Religion, auf Erkenntnisse, Askese, Gebete, Wiedergeburt, Moral, fremde Belehrungen, Idealismus, mystisches Denken begründet sind, haben im Leben keine Verankerung. Die rücksichtslose Hingabe an die christliche Wahrheit führt zur Selbstzerstörung, wenn man sich nicht mit der Welt arrangiert. II.) Es kann weiterhin nicht oft genug wiederholt werden, dass es unwichtig ist was die neuesten Nachrichten sind, was andere sagen und tun, wie prominent jemand ist, Mißstände zu kritisieren sondern nur was ich tue. Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir.Die Welt ist nicht das Schwierige, sondern das Schwierige bin ich selbst Was einem von aussen als Problem begegnet, hat seine Ursache in uns selber.Wir dechiffrieren es in dem Maße, indem wir die Ursache nicht draussen, sondern in uns selbst suchen.Die Problemlösung liegt darin, die Richtung seiner Beobachtung um 180 Grad zu ändern.Jede Krise und jedes Problem ist generalisiert gesagt immer eine Krise des partiellen, gespalteten Bewusstseins, welches nie das ganze Problem erfasst und erst in der Einheit die Spaltung aufgehoben und das Problem gelöst ist. Es ist der Weg von der Verwandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt z.B. eine Krise bspw. durch Reformen, Technik, Schutz- massnahmen und viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Andere der Schuldige ist und der Mensch will und kann bleiben wie er ist zur Verwandlung des Menschen in seiner Innenwelt, wo der Mensch sich im Ent- wicklungs-Individualisierungs-Prozess wandelt, weil dieses das Ganze darstellt und dieses der einzige Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas geschieht und deshalb ist er " der Nabel der Welt ", macht den Unterschied aus, ist das Besondere, braucht nichts zu beweisen und beneidet niemanden mehr. So wir wir sind, ist die Welt.Nicht die Welt sondern ich bin das Problem.Die Probleme des Einzelnen sind so komplex und gewaltig, genauso gross wie die Pro- bleme der Welt sind. Jeder Mensch ist sein eigenes Universum und bewegt sich dem geistigen Weltzentrum parallel.Wer seinen Mittel- punkt gefunden hat, wird zum Mittelpunkt für die Anderen.Aber was ich geworden bin und weiter noch werde, bin ich nur aus mir selbst geworden und es waren nicht andere Menschen und keine Bildungs- erlebnisse, welche mich geformt oder andere Förderer, welche
* Missionierungserfahrungen haben gezeigt, dass es unklug gewesen wäre, einem seine Götter nehmen zu wollen ( wurden einverleibt), sondern man soll sie einem lassen und als Mittel zur Gotthinführung zu begreifen.Weitere Missionierungserkenntnisse bestätigen, dass verschiedene Völker von ihren kulturellen Wurzeln, der seelischen Verfassung und ihrem Wesen nach offen waren für die Botschaft des Christentums, aber auch verschiedene Völker in dieser spezifischen europäischen Form das Christentum strikt ablehnten. Erst Zivilisieren dann konvertieren war das Motto vieler Missionierungen.Das Chris- tentum kann nur Kulturen verwandeln, wenn es ein Teil von ihnen wurde und nicht indem man einer Kultur gegenüber eine andere austauscht. Die Zeit eines religiösen Imperialismus ist vorbei und wird durch die Inkulturation ersetzt. Siehe Textfortsetzung den Gliede- rungspunkt "Missionierung".
* Alles unterliegt dem ewigen Gesetz des Vergehens und Werdens, des Welkens und Blühens und da ist das geschichtliche Christentum nicht ausgeschlossen.
* I.) Nach dem Kirchenlehrer Augustinus liegt die menschliche Schuld
III.)Es ist die revolutionäre Erkenntnis von Meister Eckhart gewe- des göttlichen Urbildes sei, sondern relativ selbst vollkommenheits- fähig ist und damit die Notwendigkeit der Heilsvermittlung der Kirche in Frage gestellt wird. "Für Eckhart existiert die Welt und die Kreatur des Menschen in der Welt nicht wirklich. Die Weltphänomene quellen von Augenblick zu Augenblick zeitlos aus der Einzelseele hervor, in deren Urgrund sich das göttliche Eine befindet. Das göttliche "Eine" gebiert sich in die Einzelseele hinein und alles weltliche Sein ist mit- einander verbunden und ununterscheidbar mit dem All-Einen" IV.) Gott und die Wirklichkeit sind dasselbe und die Wirklichkeit Gottes begegnet sich in der Wirklichkeit der Welt. Ohne Gott ist die Welt nicht wirklich. Das Göttliche ist sowohl transzendent als auch immanent, mitten in unserem Leben jenseitig. Was üblicherweise als Widerspruch gilt sind zwei Aspekte des Gött lichen. Was in allen Dingen ist, muss auch über den Dingen stehen. Es ist kein Panthe- ismus eines Baruch de Spinoza, der Gott und Natur gleichsetzt und wo Gott und Welt zusammen fallen (und somit auch kein persönliches Gottesverhältnis möglich ist). Es ist keine Verwischung der Grenze zwischen Gott und Welt, Gott und Seele, Verringerung des gewaltigen Abstandes zwischen Gott und dem Menschen oder Unkenntnis des historischen Sinns. V.) Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens und der Einzelne ist nur wahr und wirklich , wenn er individuiert Es ist der Pulsschlag des Lebens und in jedem Menschen als Lebensprinzip, Bewegungs- und Formursache als das Ursächlichste, Eigentliche und Träger der Lebensvorgänge in gleicher Weise " als individuelles, natürliches Eigengesetz " angelegt und bei Entwicklungsreife-Nr.782 ist es " höchstes Leben in Aktion "ein Leben lang, was für Meister Eckhart "Gottwerde-Entwicklung" bedeutet und Religion in höchter Potenz ist. Aus diesem Gesetz können wir nicht heraustreten.Deshalb gilt, wenn das Leben aber nicht individuell gelingt und damit seinen Sinn bekommt, waren jeder Lebensentwurf, alle Wissenschaft, alle Bildung, alle Kultur, alle Religion, aller Wohlstand, alle gesellschaft- lichen Werte wie z.B. Familie, Beruf, Besitz, Heimat, Gesundheit, Freiheit, Sicherheit, alles Wissen, alle Bemühungen und erbrachte Lebensleistung, alles Gelernte, alle Lebensziele und alle Zeit der Welt eigentlich sinnlos und damit am Leben vorbei gelebt und hat nicht selbst gelebt. Deshalb darf für das Individualisierungsstreben kein Problem zu schwierig, keine Entschuldigung zu billig, kein Preis zu hoch, kein Vorteil zu verlockend, kein Weg zu lang, kein Frust zu gross, keine Motivation zu niedrig, kein Widerstand zu heftig, kein körperliches Leiden ein Grund, keine Niederlage dauerhaft, kein Konsumverzicht ein Opfer, keine Zeit zu lang, kein Streit zu schwer sein und kein gesellschaftliches Anpassungsnormverhalten ein Hindernis und nur ich der alleinige Schuldige bin. Wo andere nur Schwierigkeiten, Unmögliches, Konventionen, Gründe, Risiken und Verbotsschilder sehen, sehe ich wieder Möglichkeiten und bin stärker als die stärkste Ausrede. Wer das tut, der hat er so viel getan, wie der Papst in Rom und noch viel mehr. Auch wenn jeder sagt, dass es unmöglich ist und weil ich dieses nicht weiss, mache ich es trotzdem.
* Das Christentum ist wesentlich unvollendete Religion. Es darf nie mit sich selbst zufrieden sein, wenn es sich treu bleiben sollte.Es wird eine Zeit kommen, wo an allen Universitäten über das Entwicklungs-Lebens-Christentum als die neue Kirche mehr diskutiert wird als über Aristoteles und Plato.
* Ich bin einer großen Idee nachgekommen deren Verwirklichung ich mein ganzes Leben opfern könnte. Diese Idee ist die Gründung einer neuen Religion, der Religion Christi, aber von Glaubenssätzen und Wundern befreit*. * Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi, russischer Schriftsteller.
* Den allerletzten Grund für das angebliche Scheitern liegt in der Botschaft des Christentums selbst "dass sich der Mensch von Grund auf ändern müsse" und das Christentum deshalb eine Illusion und unerfülltes Ideal bleiben muss, weil ich erst die Welt lassen muss, bevor ich zu Gott kommen kann. Es ist das Herzstück der Religion, auf Erkenntnisse, Askese, Gebete, Wiedergeburt, Moral, fremde Belehrungen, Idealismus, mystisches Denken begründet sind, haben im Leben keine Verankerung. Die rücksichtslose Hingabe an die christliche Wahrheit führt zur Selbstzerstörung, wenn man sich nicht mit der Welt arrangiert. Die Kirche verdankt ihr Dasein, dass der Mensch von seinem wahrem (Selbst)sein getrennt ist und muss sich mit der praktischen Schwierigkeit auseinandersetzen, in der Welt auf ein Reich hin zu leben, dass nicht von dieser Welt ist. Es gibt noch kein Podest, auf dem der selbstehrliche Mensch sich in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi bewundern lassen könnte.
* I.) Alles unterliegt dem ewigen geschichtlichen Gesetz des Ver- gehens und Werdens und hier ist auch das jetzige Christentum in seiner äusseren Gestalt nicht ausgeschlossen.Es trägt den Zerfalls- keim in sich und weil der Höhepunkt ihrer Entwicklung überschritten ist. erfolgt naturgemäß ein entwicklungsgeschichtlicher Wandel als Vorgeschichte und Inkubationszeit des Geistes,welches das Chris- tentum auf ein höhere Stufe ihrer Entwicklung heben will. Eine Entwicklung zurück kann es von ihrer Gesetzesnatur nicht geben, weil dieses die Gleichgewichtskräfte es nicht zulassen.Nichts ist befestigt, ein ständiges ausdehnen vom bewegten Hier zum bewegten Dort. Die Entwicklung ist irreversibel, da jede Stufe auf der vorher- gibt keine Entwicklung zurück. Eine Restauration wäre nur Entwick- II.) Von der baugeschichtlichen Sinnlinie einer gotischen Kathedrale aus den alten Trümmern eine immer noch schönere Kathedrale zu bauen zur individualgeschichtlichen Sinnlinie bei nach einer Lebenskrise und dem Zusammenbruch aus den persönlichen Lebenstrümmern wie " Phönix aus der Asche aufzusteigen " und jedes abermalige Scheitern als ein erneuter Beginn, nachdem man sich nach einer Schnappatmung geschüttelt hat, des Weiter- und Höherkommens zu sehen *. *Die gotische Kathedrale Reims z.B. wurde z.B. 1918 durch Kriegs- III.) Von der Krise, wo nach deren Bewältigung es wichtig ist, erst einmal die Trümmer und Ruinen beiseite zu räumen zur Krise, wo nach deren Bewältigung es wichtiger ist, erst einmal die Trümmer und Ruinen "des warum" anzusprechen und deren Lebensführungs- sinn zu erkennen. "Erst nach der Krise steht mir die Welt offen". IV.) Der Mensch hat sich seit 1000 Jahren Religionstradition kaum weiterentwickelt, weil die polare Lebensspannung fehlt und der Zugang zur Vertrauens-und Glaubensentwicklung versperrt wird. V.) Wir leben ganz ohne Zweifel in der für Menschen besten Zeit und keine Zeit war besser und "entwicklungsherrlicher"als diese. Noch nie waren die Umstände so günstig und es gab noch nie so viele Möglichkeiten. Erst die heutigen politischen, technischen und so-
*I.) Der Genius des Christentums findet sich in den gotischen Kathe- dralen wieder. Es ist der Lebenswille und die Ideengeistesmacht, ein mächtiges, direktes, urweltliches, unbekanntes Gottes-Bewusst- seins-Lebensgrund-Urgefühl, der einst elementar in die Formen gelegt wurde und die Zukunft aller und von allem ist. Diese Willens- kraft ergreift jeden " gotischen Menschen " und reisst ihn mit und der hohe Münsterturm zwingt den Blick automatisch nach oben zum Himmel als symbolische Nähe zu Gott.Es sind die wertvollsten Mo- mente des Menschen, wo seine Seele berührt wird. Die gotische Kathedrale wird im Erkenntnislicht meiner Individualisierungs- entwicklung in vielfältiger Weise als neue Kunstanschauung interpretiert. Es ist die religiöse Baugeschichte der Gotik als zeitlose Symbolwahrheit, Höherweisersinn und Gleichnis des menschlichen Entwicklungs-Individualisierungs-Lebens-Sinn-Prinzips schlecht hin als das Ziel, der Sinn und die Bedeutung allen Lebenstuns in der Zeit. Es ist eine höhere Entwicklungsstufe der Materie als verdichteter, gebundener Geist und eine Verhüllungswahrheit als kulturelle Verkleidung, welche auf Höheres verweist , um die Sehnsucht nach oben wachzurufen, was man selbst noch nicht, aber Menschen- aufgabe ist. II.) Diese Gotikbetrachtung ist vom Geist einer Zukunftsdynamik, einer Aufwärtsstimmung, einem neuen Sturm und Drang, erfüllt vom Eifer jungen Erkennens, eine Zeit voller Möglichkeiten von einem abgeklärten "Jugend-Erwachsenen-Strebeidealismus " eines neuen Lebensfrühlings beseelt. Es ist der Lebenswille und die Ideengeistes- macht über die materielle Welt, welche einst elementar in die gotische Formen gelegt wurden. Es ist ein Elementardrang als ein ewiger Kampf zwischen Unruhe und Ruhe, zwischen Rausch und Besonnenheit, zwischen Unzufriedenheit und Zufriedenheit, zwischen Ungeduld und Geduld, zwischen Altem und Neuem als ein Lebens- grundgefühl, was immer gegenwärtig ist, wenn etwas Neues mit urweltlicher Kraft zutage tritt. Diese Willenskraft ergreift jeden " gotischen (Entwicklungs) menschen ", reisst ihn mehr im ideativen Sinne, wo das indivi- dualmögliche Entwicklungsideal in allem hindurch scheint als im idealistischen Sinne, wo nur das abstrakte, lebensfremde christliche Ideal im Mittelpunkt dieses Baustils steht. Es ist weniger die Kunst des Möglichen, sondern im Rahmen des Möglichen, wozu ich auch wirklich reifebereit bin als eine neue Kulturkategorie, wo ich meiner Lebenswelt in der Auseinander- setzungs-Transzendenz gegenüber trete und (Individual)kultur schaffe. III.) Die Gotik ist ein ewiges Jugendideal, idealstiftend wie ein "Winne- toufilm von Karl May" aus den sechziger Jahren des vergangen Jahr- hunderts (als Wertverkörperung für Frieden, Freiheit, Wahrheit und Menschenrechte), eine neue Bewegung wie der olympische Gedanke (Ideale des Altertums als kulturelle Erziehungsziele)wie das moderne Facebook Märchen einer offenen und vernetzten Welt mit derzeit 2 Milliarden Benutzern (Stand 2018) oder vergleichbar mit Goethes Briefroman " Die Leiden des jungen Werthers, der einen neuen Sturm- und Drang einleitete (als Gegenpol zu den versteinerten, etablierten, geschichtslosen gesellschaftlichen Verhältnissen und überkommenen Lebenstraditionen) und gibt der Jugend ihre Würde, ihre Ideale, ihren Wert und ihre Zukunft zurück. Der Glaube an einen Stern ist der jugendlichen Seele eigen. Die Web- präsenz " Die-gotische-Kathedrale besitzt die Kraft einer Entwicklungsbewegung als Lebensgrundgefühl und wird für den Entwicklungsstrebenden zu einem Entwicklungs-Individualisie- rungs-Lebensprogramm. Kurz gesagt, die Entwicklungs-Bewe- gungslosigkeit, Lebensleere und Konsumüberdrüssigkeit soll zu einer Entwicklungs-Individualisierungs-Aufbruchsstimmung-Bewegung wie die "Jogging-Bewegung " Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts werden in sprachmetaphorischer Anlehnung an Meister Eckhart," dass wir nicht anfangen sollen im Frieden, son- dern laufen in den Frieden " als die Bauidee, die einen bewegt, weil Ruhe aller Bewegungsunruhe Suchziel ist. Jede gotische Kathedrale
* Religions-Entwicklungsstufen
* Je grösser das Leid, desto grösser das Werk. Alles Wissen kommt aus Leiden. Erst der grosse Schmerz ist der letzte Befreier des Geistes. Er allein zwingt uns in unsere letzte Tiefe zu steigen. Wer auf sein Leid tritt, tritt höher. Er steht fortan über seinem persönlichen Leben und über seinem Leiden. Bewusstsein begründet sich auf Leiden und alle höheren Bewusstseinsbegriffe sind steigendes Leiden. Je mehr der Mensch leidet, umso seliger erkennt er den Sinn und die Notwen- digkeit des Weltleidens.
* Die kulturellen Verkleidungen sind nicht mehr geeignet auf Höheres zu verweisen, um die Sehnsucht nach oben wachzurufen, was man selbst noch nicht, aber Menschenaufgabe ist. Diese Fülle der kultu -rellen Werte lebte ursprünglich nicht selber aus sich heraus, sondern z.B. eine Zeichnung von Dürer, die Brandenburgischen Konzerte von Bach, eine Stradi- vari des gleichnamigen Geigenbauers, ein Gemälde von Vincent van Gogh oder eine gotische Kathedrale sind nur Wegweiser, Hilfen, Probiersteine und Mittler für den Weg nach oben, was den Menschen übersteigt, welche nicht an die Seele heranreichen und nur De-und Entmaterialisierungsmittel (Entsinnlichung), Kultur- mittel (Verwesentlichung) und Unsterblichkeitslernmittel (Entwelt- lichung) zum Entwicklungs-Individualisierungszweck sind. Bewusst- sein und Kultur sind Mittel die zur Verwandlung führen, aber sie sind diese Verwandlung nicht selber. Sie sollen diese nur ermög- lichen. In kulturellen Entwicklungsphasen der Menschheit fand immer eine gesetzesmässige Häufung statt, wo viele Künstler wie Musiker, Dichter, Maler etc. gleichzeitig als das kulturelle Medium der Zeit auftraten, was auch für das jetzige Entwicklungszeitalter für die Individualisierung als das kulturelle Medium genauso zutreffen wird.
* Die Entwicklung ist irreversibel, da jede Stufe auf der vorher- gehenden aufbaut. Vergangenheit ist verflossene, alte Energie und die Verschiebung hat bereits den Punkt der Rückkehr überschritten. Damit ist der Entwicklungsprozess nicht mehr umkehrbar d.h., es gibt keine Entwicklung zurück und mit keinem Mittel und keiner Macht der Welt lässt sich die elementare Macht dieser Entwicklung auf - halten.Dieses wäre genauso absurd, einen ICE-Hochgeschwin- digkeitszug mit 300 km/h mit blossen Händen stoppen zu wollen. Eine Restauration wäre nur ein instabiler Entwicklungsstillstand. Noch- mals die Uhr auf damals drehen, gibt es bestenfalls im Schlagertext der Schlagersängerin Helene Fischer. Das Leben ist auf Wachstum und nicht auf Wiederholung und Beharrung ausgerichtet, was den Menschen erst adelt. Wiederholung als Kreislauf und " alle Jahre wieder " ist ungeschichtlich und entwicklungsarm. Das Signum für Entwicklung ist die Spirale. Der Mensch ist nicht dazu geschaffen worden, wie ein Zirkuspferd in der Manege immer im Kreise herum zu laufen.
*I.)Aber ein Mensch der 2000 Jahre christlich geformt wurde bleibt im Positiven wie im Negativen christlich, alles andere ist Unfug und Spielerei. Die religiösen geburtsbedingten Werte kann man nicht erwerben. Sie sind Schicksal. II.) Das Wort Abendland ist nur noch religionsgeschichtlich von Bedeutung und ist durch das neue Wort "Europa "ersetzt worden. Nicht die Kirche, sondern das Reich Karl- und Otto den Grossen hat Abendland wirklich geschaffen. III.) "Viele katholische Vertreter glauben immer noch, Europa sei christlich", so Kardinal Jean-Claude Hollerich. "Das ist ein großer Fehler." Es sei vielmehr möglich, dass das Christentum in Europa mittelfristig nahezu verschwindet.
* Es ist deshalb ein vergebliches Beginnen, wenn der abendländische Mensch beeindruckt durch fremde religiöse Techniken wieder versucht religiös zu werden und seine Seele wieder zu entdecken.Ein Mensch, der 2000 Jahre christlich geformt wurde, bleibt im Positiven wie im Negativen christlich, alles andere ist Unfug und Spielerei.
zu jedes Einzelleben ist in erster Linie nicht materiell, ökono- misch und gesellschaftsmässig, sondern nur individual- entwicklungssinnmässig begründet. Jeder, der auf die indi-viduelle Entwicklungswahrheitsfrage verzichtet, gibt sich selbst auf und verfehlt sein Leben. Die Individualität ist die begriffliche Fassung des Lebens und der Einzelne ist nur wahr, wenn er individuell wird. Die Individualität wird in der Gesellschaft (noch)nicht gefordert und spielt noch über- haupt keine Rolle. Die Gesellschaft ist aber nicht fähig aus sich heraus sich zu wandeln, der Gesellschaftsmensch ist we- nig entwicklungsfähig und nicht der wirkliche Mensch, sondern nur der sich entwickelnde Einzelne ist wirklich und die tragende Kraft unserer Gesellschaft und gibt die Werderichtung mit seinen Entwicklungsimpulsen an. Der Entwickler ist unersetzbar und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft " und deshalb " systemrelevant ". Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiter- bringt. Entwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt. Einer muss es zuerst gedacht und getan haben. Weil er egotisch ist für die Anderen, wird die Welt durch ihn zu einem besseren Ort. Es kann nicht genug betont werden, aber im menschlichen Kultur-,Berufs-und Krisen- leben ist der Starke, der Nichtangepasste. Immer waren es schöpferische Einzelmenschen, welche Ausserordentliches erreicht und Umwälzungen eingeleitet haben. Siehe Text- fortsetzung in Gesellschafts-und Entwicklungsmensch
Christus
* I.) Bildungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle Mittel verwenden, um mehr Geld zu verdienen und um mehr zu haben. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle (Un- ruhe)mittel verwenden, um mehr zum inneren Frieden durch die Überwindungs-Transzendierung zu gelangen und mehr zu sein. Er versteht dann auch den Satz des Kirchenlehrers Augustinus: " Wer seinen Frieden gefunden hat d.h., wer " Gott " geschaut hat (Gott man ohne zu wollen und jedes Gebet ist erhört. Wer in seinem Frie- den lebt und diesen immer wieder neu erringt, hat seine Indivi- dualisierungs-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit als lebens- langes Lernen getan. Wer im Frieden lebt, was im Frieden gesagt und gemacht wurde, schafft weiteren Frieden. Schon sein schwei- gendes Dasein genügt. Wer seine Mitte gefunden hat, wird auch zur Mitte für die Anderen. II.) Entwicklung ist der Individualisierungs- Lebensform-Plan-Wille als Sebstwerdemitteilung Gottes. Das Maß Gottes ist dass Maß meiner Entwicklungskraft und Entwicklungsmöglichkeiten. In jeder Möglichkeit ist der Mensch einzeln. Nur die nichts gleich sind, sind Gott gleich. Gott wird durch die Indivi- dualisierungsentwicklung neu geboren und das Entwick- lungsstreben ist die Selbsterziehung zu Gott hin. Gott kennt nur ein Gesetz, die Entwicklung seiner selbst und zieht alles an sich. Gott kennt nur sich allein und liebt nichts ausser seiner selbst. Gott wird einem erst in der Entwicklung gegeben und Entwicklung trägt die Seele zu Gott hin und wird damit zum Mittelpunkt eines säkularen und evolutionären Christentums. Gott als Träger des Lebens ist das Lebensprinzip schlechthin und Quelle allen Seins. Durch mein " ich-werde-geatmetes Leben " bin ich Gott unmittelbar,weil Gott das Leben selbst ist und Gott das Element ist, indem ich lebe. Entwicklung ist, wo Gott in jedem einzelnen Leben zu sich kommt und das Göttliche ist nicht mehr in unsinnlicher Abstrak- tion jenseitig des Irdischen und Weltlichen, sondern wird lebensnah im Brennpunkt des eigenen Selbst innerlich von mir als Wirkkraft wahrgenommen. Das Leben wird als eine Erscheinung Gottes und mein persönliches Leben als "das Gott-Werde-Selbst-Sein betrachtet. Immer wenn ich mich entwickele, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein und er tritt an die Stelle des Überwundenen als das trans- zendierte Verbesserte.Dass Gott Gott ist, dadurch bin die Ursache.Wäre ich nicht, wäre auch Gott nicht.Gottes Existenz zu leugnen bedeutet auch meine eigene Existenz zu leugnen.Mein Wohlbefinden ist auch sein Wohl- befinden.Der Grund warum ich lebe ist, das Gott etwas " Gros- ses und über den Zeitgeist Bleibendes " mit vor hat. Als Gott uns schuf hatte er uns schon verplant. Der dynamische Gottesbegriff spiegelt die Entwicklungsstufen des Menschen wieder. Die Menschheit wird mit fortschreitender Entwicklung ihre Gottesvorstellung wandeln*.
* Anstelle des historischen Jesus wird der sich entwickelnde Jesus gesetzt (Für den Philosophen Immanuel Kant war es noch die Idee der Menschheit als moralisches Wesen).
*Die Wesensidee des Christentums und der Mensch in der Welt ver- tragen sich erst einmal so gut wie " Wasser und Natrium ", weil Christ sein nicht Integrationsanpassung und Sonntagskirchgänger bedeu- tet, sondern immer (Veränderungs)leiden heisst und zum schwers- ten Lebenslos wird und die Auslöschung des Egos zum letzten Ziel hat. Es wird beinahe unmöglich, mit der Lebenswirklichkeit existen- tiell zu recht zu kommen, weil Religion nur möglich ist gegen die Welt-Alltags-Widerstände, aber wir in dieser Welt leben und der Mensch im Widerspruch zu seinem Ursprung steht, was die Fundamentaltheo- logie begründet.Die Kreuzigung als Lebensauseinandersetzung (Ego, Eigen- wille,Gier Entwicklungsresistenz etc.) ist das Gesetz des Lebens und in der ganzen Lebensstruktur als Ursprung fest verwurzelt.Es ist die Kreuzigung durch die Lebenskrisen, Lebensunzulänglichkeiten und Lebenserschütterungen als das "extra crucem nulla ecclesia,dass ausserhalb des Kreuzes keine Kirche gibt". Das Christentum ist not- wen digerweise Krieg (gegen sich selbst) in einer Friedenszeit und steht dia- metral zum reinen Vitalismus und den Weltwerten des permanenten Auslebens, Erlebens und einer materiellen Selbstver- wirklichung,den gesellschaftlichen Anpassungskonventionen und wirtschaftlichen Spielregeln, dass nur ein Leben "ohne das schreck- liche Zeichen des Kreuzes" und ohne Wachstumsschmerzen ein erstrebenswertes Leben ist (Siehe auch Individualisierung in der Gesellschaft).Die Fragen des Lebensunterhalts und der widerstands- freie,sich wieder- holende All-und Arbeitstag und die Freizeit sind nur 90 Prozent des Lebens,die restlichen 10 Prozent des Lebens sind, wo ich "Steine zu kauen bekomme" , welche mir den Schlaf rauben als die schöpfe- rische Qual des Sterbens und neu geboren werdens.Auch in der Gotik wurde die Kreuzigungsgruppe von oben herabgeholt, welche dann auf dem gleichen Niveau war wie die Sterblichen. Von der Theologie des Kreuzes des Leidens Jesu als Christusnachfolge in mittelalterlichen Klöstern (das Heil vollzieht sich in der Lebensge- schichte Jesus Chris- tus als via cruscis) zur Entwicklungsbedeutung der säkularen, evolutionären Christusnachfolge auf dem persönlichen Entwicklungs-weltweg als Kreuzzug gegen die normierte Anpassung, gegen sich selbst und seinen "sieben Teufeln" (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensgeschichte selbst),wo es wichtig ist seine Individua- lisierung und das Entwicklungswertwollen gegen die gesell- schaft lichen und beruflichen Individualisierungswiderstände nur im Le- bens- und Gottvertrauen durchzustehen (Siehe auch die Webprä- senz Gesellschaftsmensch-Entwicklungsmensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi).Es ist das gepredigte Ewigkeitsideal und "die Schwertseite des Christentums", dass im allerletzten der Mensch seine bürgerliche Existenz vernichten und absterben muss, um den zukünftigen Christenmenschen auferstehen zu lassen.
* Die Überlieferung Dritter zur Person Jesu bedient sich des griechi- schen, während Jesus aramäisch sprach.
* I.) Die Liturgie umfasst das gesamte gottesdienstliche Geschehen wie Gebete, Lesung, Verkündigung, Gesang, Gestik, Gewänder, litur- II.) "Maßstab und Quelle ist das eigene Leben", weil Gott das Leben selbst ist und in jedem einzelnen Menschen seine einmalige Indivi-
* I.) Die geistige Wiederkunft Jesus ist auch der Avatar der Bud- dhisten, der Krishna der Hinduisten und der Iman Mahdi der Muslims. II.) Die Weihnachtsbotschaft wird umgekehrt, indem wir durch Entwicklung zu Gott hinaufsteigen und nicht Gott zu uns herabsteigt . " Warum wurde Gott Mensch ? Dass ich als derselben soll geboren werden "*. III.) Nicht wenn die Zeit reif ist beginne ich mit dem Entwicklungs-Kultur-Lernen, sondern wenn ich mit dem Entwicklungs-Kultur-Lernen beginne, ist die Zeit reif. IV.) Das erst Kommen Jesu wird als tatsächlich betrachtet und das zweite Kommen Jesu geschieht durch Entwicklungs-Kultur-Lernen. Nicht das biologische, genetische menschliche Faktum, sondern das ontische Faktum ist entscheidend. V.) Siehe auch "vor der Entwicklungsreife"....und "bei Entwicklungs reife Nr.782 in Kulturlernen-17
*I.) Alle grossen und neuen Ideen galten bei den Dogmatikern, Konservativen, Beharrern, ewig Gestrigen und Fundamentalisten, meistens auch als Blasphemie und wurden als Spinner betrachtet und bekämpft (im christlichen Sinne ans Kreuz geschlagen). Wer anderen etwas vorgedacht,wird jahrelang ausgelacht (Wihelm Busch). Was heute noch (r)evolutionär klingt und "noch nicht in Tinte geronnen ist", wird in einigen Jahren eine Alltags-Lebens-Selbstverständlichkeit sein, was wie so posthum schon jeder wusste" und sich wundert, dass die Idee eigentlich nicht von ihm persönlich kam. Was einst Helden- tum war (z.B.Charles Lindbergh) ist heute alltägliche Fluggewohnheit geworden). II.) Der Gemeinschaftssinn und das Solidaritätsprinzip begründen noch nicht den Lebenssinn des Einzelnen. Das bürgerliche, angepasste und sozialisierte Leben ist am Leben vorbei, weil dieser Lebensform die Lebenstiefe fehlt und der persönliche Lebensindividualisierungs- auftrag darin nicht erkannt wird. Nur die Gleichschaltung und nicht
* I.) Gott ist im Diesseits gestaltos jenseitig (allmächtig, ewiglich und unendlich) sagte einmal der Theologe Dietrich Bonhoeffer und prägte den Ausdruck vom religionslosen Christentum. Er ist im Diesseits in seinen Schöpfungserscheinungen und Lebensgeschehen als unsicht- barer "Wille Gottes" sichtbar, aber als sichtbare Wirkkraftursache im Jenseits unsichtbar. "Ich suche den Gott den ich ausserhalb von mir überall finde" lautet auch ein Ausspruch des Astronomen Johannes Keplers. Gott ist so nah, aber schwer zu fassen konnotierte der Dichter Hölderlin. Dass erst der Dualismus Religion und die Trennung zwischen Gottes-und Lebenswort notwendig macht, aber dieser Diesseits-Jenseits-Dualismus ist im nicht-linearen Raum und der zeitlosen Dimension aufgehoben und die anachronistische, dualisti- sche Welt-Diesseits (Materialistik) und Gott-Jenseits-Sicht- weise (Mystik) faktisch nicht gibt und die Trennung nur im Kopf existiert und deshalb ist naturgesetzmässig der Jenseitsweg als Lebensfort- setzung, weil es nicht anders sein kann, festgelegt. Wenn ein Mensch stirbt, sind die Grenzen des eindimensionalen Bewusstseins aufgeho- ben und der Geist ist frei. Siehe Textfortsetzung in Das Leben ist unsterblich und nicht tot zu kriegen. II.)Das Jenseits ist die allumfassende Wirklichkeit und das viel Grössere, worin das Diesseits eingebettet ist. Insofern ist auch unser gegenwärtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen. Jeder Kultur- träger will auf etwas (jenseitiges) hinweisen und die Sehnsucht nach oben wachzurufen, was den Menschen übersteigt, was man noch nicht ist und als Menschenaufgabe verwirklicht werden soll. Das Ende der Evolution wäre, wo Diesseits und Jenseits eins wären und damit der Dualismus, den die Philosophen Platon und Aristoteles in die Welt gebracht haben, überwunden. Aber der Mensch befindet sich nur mit einem Teil seines Wesens innerhalb der natürlichen Schöpfung (Dies- seits=Bildungs-Kultur-und existentielles Lernen aber mit einem an-deren Teil seines Wesens, was ihn als Menschen charakterisiert, be- findet er sich aus- serhalb der Schöpfung (Jenseits=Entwicklungs-Kultur-und Unsterblichkeitslernen), so dass er in zwei Welten lebt und für beide Welten zum Lernen gezwungen wird.Das Jenseitige existiert im weltlichen Sein und darf sich nicht damit abfinden, dass Gott nur in der einen Hälfte (Jenseits) zu Hause ist, aber nicht in der alltäg- lichen lebendigen Wirklichkeit (Diesseits). Wir befinden uns inmitten einer neuen Weltstunde, in der sich die letzte im Diesseits bereits zu einem religiösen Ereignis befindet. III.) Die Welt kann Gott nicht erkennen, aber bei Christus erscheint alles in einem neuen Licht. Gott ist ein verborgener Gott und ohne Jesus wüssten wir nichts von ihm. Erkenntnistheoretisch sind die Einheitssichtweise der Interverbundenheit, eine gesamthafte Erfassung, der Geist der Synthese, universelles Erkennen und die Totalität als Ganzes als Parallelwelt kein Gegenstand des Erkennens, um den Dualismus zu überwinden. Der Wahrnehmungsprozess kann das Ganze nicht erfassen, weil wir selbst nur Teile des Ganzen sind. Auch die Inter- und Multidisziplinarität zwischen den einzelnen Fachwissenschaften deckt das Ganze und die menschliche Totalität nicht ab. Die Endlichkeit kann nicht die Unendlichkeit verstehen. Die Gesamtheit der relativistischen, einzelwissenschaftlichen Erkennt- nisse bilden trotzdem nicht das Ganze und die Einheit ab und der gesamt- und einheitliche Charakter ist aber an keinem der isolierten Teile vor zu finden.
*I.) Jesus gilt nicht als das Heil der Heilsgeschichte, sondern das Reich Gottes. II.) Unbestritten gilt, dass Christus mit seiner Gestalt die Institution Kirche unendlich überragt und über die eingefahren Gleise und Formen der Kirchlichkeit hinaus reicht. Eine Erlösung jenseits der Kirche wäre denkbar, aber nicht jenseits von Christus. Nach Meister Eckhart weiss ausserhalb seines Sohnes der Vater nichts, weil erst im Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Prozess der Vater den Sohn gebiert. III.) Siehe auch den Gliederungspunkt Teil III "Nachfolge Christi- "Die Nachfolge Christi als mittelalterlicher Weltverneinungs-Klosterweg (religiös interpretiert) versus moderner Weltbejahungsweg (unreligiös interpretiert) in https://entwicklungschristentum.de/Evolutionaere-Nachfolge-Christi-1 IV.) Wenn einer seinen Entwicklungs-Vorbild-Weg gegangen ist, hat er wirkungsquantenphysikalisch den Weg frei gemacht für andere als das wissenschaftliche Spiegelbild der Relativitätstheorie von Albert Einstein. Es wurde Entwicklungs)raum als physische Realität geschaffen, der vorher nicht da war und erst diese Raumexpansion gibt jedem die Chance, in den (Vorbild)kraftraum einzutreten, wenn dieser auch das praktische Moment der Veränderung beinhaltet diese schöpferische Möglichkeit (durch Selbstentwicklung) wahrzu- V.) Dieser erst einmal sakrale Sachverhalt einer Nachfolge Christi säkular gedeutet heisst seinen persönlichen Entwicklungslebens- laufweg zu gehen ist nur wegen dem Wirkkraftfeld des Entwickler- vorbildes möglich. Die Nachahmungskraft und autorative Ausfor- mung wird/wurde erst durch die Vorbildfunktion übertragen, welche in die Vorbildform des Entwicklungsweges" reingelegt wurde, ist sich selber wirkend, hat die Reife für den Einzelnen geschaffen und macht Nachahmungsreiz aus. Von dem Grad der Selbstbeherrschung wird der Grad der Gleichwilligkeit der Anderen bestimmt. Weil jeder Mensch ein Teil der Menschheit eines universellen Ganzheitsbe - wusstseins ist (Interverbundenheit) und wenn es vom Einzelnen realisiert wurde, wirkt es erst vorbildlich für das Ganze als Ge- meinschaftsfeld, was als kollektives Gedächtnis bezeichnet wird.Es wurden Spuren hinterlassen im Plenum des universellen Bewusst- seins, weil wir alle durch das Verschränkungsprinzip Teile dieser Superposition sind.
* Bei dem neuen, evolutionären Weihnachtszeitverständnis gilt der Grundsatz: dass der Erlöser nicht nur einmal in der Welt erscheint, sondern zu verschiedenen Zeiten immer neu erscheint und die Heilsbotschaft neu interpretiert werden muss. Was hätte die Fremderlösung für einen Sinn, wenn mir meine Irrtümer, Charakter- schwächen und meine Entwicklungsschuld blieben? Der Erlöser bereitet den Boden vor, aber ist ausserstande, die Menschen auf dem direkten Wege zu erlösen, weil die Erlösung, Befreiung und der Frieden an die Voraussetzungsbegriffe religiös interpretiert Gnade, Schuld, der Reue, Buße und der Wandlung an das Gewissen gebunden sind und säkular,evolutionär interpretiert Reife, Bringschuld einer Entwicklungs-,Kultur-,Dematerialsierungs- und Unsterblichkeitskeits-Lernlosigkeit.Die Schuld besteht nur darin,dass ich nicht der Gleiche bleiben kann, der ich bin.
* Entwicklung ist der Individualisierungs- Lebensform-Plan-Wille Gottes. Das Maß Gottes ist dass Maß meiner Entwicklungskraft und Entwicklungsmöglichkeiten. In jeder Möglichkeit ist der Mensch einzeln. Nur die nichts gleich sind, sind Gott gleich. Gott wird durch die Individualisierungsentwicklung neu geboren und das Entwick- lungsstreben ist die Selbsterziehung zu Gott hin. Gott kennt nur ein Gesetz, die Entwicklung seiner selbst und zieht alles an sich. Gott kennt nur sich allein und liebt nichts ausser seiner selbst. Gott wird einem erst in der Entwicklung gegeben und Entwicklung trägt die Seele zu Gott hin und wird damit zum Mittelpunkt eines säkularen und evolutionären Christentums. Gott als Träger des Lebens ist das Lebensprinzip schlechthin und Quelle allen Seins. Durch mein " ich-werde-geatmetes Leben " bin ich Gott unmittelbar,weil Gott das Leben selbst ist. Entwicklung ist, wo Gott in jedem einzelnen Leben zu sich kommt und das Göttliche ist nicht mehr in unsinnlicher Abstraktion jenseitig des Irdischen und Weltlichen, sondern wird lebensnah im Brennpunkt des eigenen Selbst innerlich von mir als Wirkkraft wahrgenommen. Das Leben wird als eine Erscheinung Gottes und mein persönliches Leben als "das Gott-Werde-Selbst- Sein betrachtet. Immer wenn ich mich entwickele, rufe ich Gott ins diesseitige Dasein und er tritt an die Stelle des Überwundenen als das transzendierte Verbesserte. Dass Gott Gott ist, davon bin die Ursache. Wäre ich nicht, wäre auch Gott nicht. Der Grund warum ich lebe ist, das Gott etwas " Grosses und über den Zeitgeist Bleibendes " mit vor hat. Als Gott uns schuf hatte er uns schon verplant.
* I.) Es wird die Geburt Jesu entwicklungstheologisch neu gedeutet. Christ der Retter ist da (aus Fleisch und Blut" wird erst einmal unvollkommen geboren zum Christ als Retter, der erst durch diese permanente Lebensentwicklung zum Retter wird und damit den Weg vorbildhaft freigemacht hat und ist Hoffnung für alle Anderen.Wer in seinem Frieden lebt verdient das Prädikat; " Christ der Retter ist da ". Die theologische Frage, ob Gott persönlich und vollkommen laut der biblischen Überlieferung/Erzählung auf die Welt gekommen ist, bleibt bei der Neudeutung völlig unberührt. II.) Das Weihnachten des "alle Jahre wieder" wird zum Weihnachten "des jeden Tag wieder ". Es wird nicht mehr auf einen Erlöser gewar- tet, sondern auf den Reifezeitpunkt als archimedischer Nullpunkt, von dem aus alles entwicklungs(er)lösungssmässig in Bewegung gesetzt wird. Jedes Alter, jede Lebensphase, jede Lebenssituation,jede Erfahrung.jeder Lebendruck, jede Empfindung,jede Sichtweise hat seine individuelle Reife und für eine Sache bist immer die (Verbesse- rungs)reife gegeben. In jeder Erfahrung und in jeder neuen Erkenntnis werde ich jeden Tag neu geboren.In jedem Entwicklungs-Transzen- dierungs-Prozess biblisch gesprochen wird Christus " neu geboren " und deshalb gibt es in jedem Entwicklungsprozesss der Auseinander- setzung eine Geburt Christi als das Individualisierungs-Logos in je-dem Menschen.Einfach nur immer das Höhere und Bessere zu wollen genügt. Die Geburt Jesus wird als der permanente Entwicklung- Transzendierungs-Schöpfungs-Prozess interpretiert und damit ständig eine neue Erkenntnisgeburt folgt. Das Kind des "Heiligen Geistes" wird zur Erkenntnis im Geiste. III.) Ist es möglich mit 33 Jahren schon so weise zu sein, um eine Heilslehre zu verkünden, den Weg frei gemacht zu haben für die, welche ihm nachfolgen wollen und deshalb die Menschen zur Freiheit befreit hat. Die Rekarnationslehre interpretiert dieses als Spitze des Entwicklungseisberges sehr vieler Wiedergeburten.
* Wer hat nicht als Kind davon geträumt ein Held oder Prinzessin zu
* Trivia:Thomas von Aquin, der bedeutenste katholische Theologe stellte die These auf,dass Christus keinen Glauben gehabt haben konnte, weil er Gott war.
* Die Wesensidee des Christentums und der Mensch in der Welt vertragen sich erst einmal so gut wie " Wasser und Natrium ",weil Christ sein immer Leiden heisst und zum schwersten Los wird. Es wird beinahe unmöglich, mit der Lebenswirklichkeit existentiell zu recht zu kommen, weil Religion nur möglich ist gegen die Welt, aber wir in dieser Welt leben und der Mensch im Widerspruch zu seinem Ursprung steht (Siehe auch die Webpräsenz Gesellschaftsmensch-Entwicklungsmensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi).Es ist das gepredigte Ewigkeitsideal und "die Schwertseite des Christentums", dass im allerletzten der Mensch seine bürgerliche Existenz vernichten und absterben muss, um den zukünftigen Christenmenschen auferstehen zu lassen. Es ist der Bibelvers "Gehe, verkaufe alles was du hast und gib dem Armen! So wirst du einen Schatz im Himmel haben. Dann komme und folge mir nach (Matthä- us,19,21).Eine solche Aussage klingt heute utopisch, irreal,steht diametral zu den Weltwerten und deshalb lässt man diese Bibelstelle auf sich "abregnen".Es ist die gleiche Erkenntnis des Philosophen Friedrich Niet- zsche,dass der Mensch etwas ist, was überwunden werden muss und sich immer wieder in Frage stellen und das Gegen- die politischen Verhältnisse,Traditionen, Gewohnhei ten, der Le- bensentwurf,der Lebensstil,die Lebensphase und die persönlichen Interessen in der Gesellschaft legen fest, wo es entlang geht.Das sinn- liche,praktische Leben ist immer stärker als das abstrakte, ideelle Gepredigte. Nicht das vollkommene, sondern das mögliche Wort. Der Weg des Einzelnen wird nicht mit dem Wort gegangen, sondern in Wahrheit beschritten, wo "das Wort Fleisch wird". Auch Umfragen bestätigen, dass Men- schen, wo die Religion im Alltag keine Rolle spielt, glücklicher sind, weil diese nur das Aus-und Erleben stört, ein Fortkommen behindert und das Gewissen (soweit noch vorhanden) keine Rolle spielt.
* I.) Der Entwicklungs-Individualsierungs-Lebenslauf ist eine Biografie der Selbstzerrissenheit, der Auflösung, der Selbstsuche und ständigen Berufsflucht bis zur Berufsüberwindung und dem Entwicklungs-Selbstsein. Man lässt unzählige Erniedrigungen und Selbstverleug- nungen über sich ergehen, zählt die Minuten bis zum Feierabend in unge- liebten Tätig keiten und quält sich monatelang in scheinbar, sinnlosen "Geld-Verdienen-Jobs" oft im hohen beruflichen Alter, bis man sich selbst gefunden hat und mit Eigenem zur Ruhe gekommen ist. II.) Der Entwicklungslebenslauf hat dagegen Bruchstellen, Auszeiten und ist gefüllt mit unqualifizierten Überbrückungstätigkeiten in Zeit- arbeit und in Callcentern. Um sich berufungsmässig zu finden, hat er seine zweite oder dritte Chance wahrgenommen und ist durch viele Berufe, Beschäftigungen, Berufspausen und Umschulungsphasen hindurch gegangen bis er in der "auf richtigen Entwicklungs-Selbst- suche" seine berufliche Heimat gefunden hat. Erst nach einer (Be- rufs) krise steht mir die individuelle (Arbeits)welt offen. III.) Seinen Entwicklungsweg alleine zu gehen erfordert nämlich viel Selbstvertrauen sich über Meinungen, gesellschaftliche Konventionen und Spielregeln, Verlockungen des leichteren, bequemen Anpas- sungslebens zu widerstehen oder sich zu arrangieren. Es sind die all- gemeinen Normen der demokratischen Gesellschaftsordnung und des Wirtschaftsleben, wo das individuelle Eigene noch keinen Platz hat. Entwickler müssen einen Weg finden, die Regeln zu überwinden, weil der Entwicklungsweg persönlich ist und für das Individuelle keine Regeln gibt. Um dieses Ziel zu erreichen darf kein Problem zu schwierig, keine Entschuldigung zu billig, kein Preis zu hoch, kein Vor- teil zu verlockend,kein Weg zu lang, keine Tradition unumstößlich, kein Frust zu gross und kein Streit zu schwer sein. IV.) In diesem " in dem säkularen Nachfolge Christi Kontext " ist dem Autor namentlich ein Entwicklungs-Berufungs-Selbstzerissenheits-Leidens-Suchweg einer fast selbstaufopfernden Wahrheitssuche in Frankfurt/Main bekannt, wo der Kreuzweg aus den S- und U-Bahn Stationen dieser Stadt bestand, wo jeweils ein- und ausgestiegen wurde, um für einige Monate und das über viele Jahre lang bei den dort ansässigen Unternehmen mit einfachen Tätigkeiten, obwohl gut (aus)gebildet und vielen Erfahrungen im fortgeschrittenen beruf- lichen Alter in solchem instabilen Arbeitsumfeld " sein Kreuz auf diesem Weg" getragen hat und die geübte Demut oft zur Demüti- gung wurde, nur um seinen sozialen Verantwortlichkeiten und seinem "Entwicklungs-Individuations-Gewissen " nachzukommen, um Ruhe zu finden und keine Selbstverwirklichung auf dem Rücken anderer zu betreiben. Der Ertrag der vielen Tätigkeiten waren am Ende auch noch abzuzahlende Schulden, weil der Verdienst sich oft nur am Mindestarbeitslohn orientierte und am Monatsende oft nicht wusste, wie lange das Geld reichen würde, auch wenn im Nachhinein die Schulden segensreicher waren als wenn in dieser Zeit viel Geld verdient worden wäre. Wer durch viele Tätigkeiten hindurch auch in Berufen, die er nicht gelernt oder studiert hat zur Berufung gelangt d.h., sonst zu nichts nutze war und damit immer wieder neu anfängt, muss sich ständig neu einarbeiten, damit erst einmal zu einem erniedrigenden Nichts " werden und fängt auch auf der Gehaltsskala meistens unten an. Auch besteht die Gefahr als bspw. fünfunfünfzig-plus-Jähriger überhaupt keine Arbeit zu finden oder nur eine Beschäftigung, die sonst keiner z.B. Callcenter (outbound= Türklingen putzen) machen wollte. Dass durch den jahrelangen Entwicklungs-Such-Individualisierungs-Anti-Karriereweg in niedrig bezahlten (Aushilfs)tätigkeiten die spätere zu erwartende Alters- rente nach der derzeitigen (deutschen) Sozialgesetzgebung auch viel niedriger sein wird und zur Rentnerarmut werden kann, ist ein wei- terer sozial-ökonomischer Nachteil, weshalb die vielmals gepredigte, säkulare Nachfolge Christi im christlichen Umfeld illusionäres Gerede bleibt und " in der warmen Stube ", wo Wohlstand, Risikolosigkeit, eine Pensionsberechtigung vorherrscht und der Weg als Vorbild von den Predigern nie gegangen wurde,weil Christ sein "Leiden" bedeutet ("Schmelztiegel Gottes") und nicht nur gelehrige Theologie studiert. Siehe Textfortsetzung in https://entwicklungschristentum.de/Evolutionaere-Nachfolge-Christi-1 V.) Deshalb kommt dieser Weg im konkreten Berufs- und Lebensalltag nur für wenige Einzelkämpfer wenn überhaupt in Frage, weil er heimatlos wird und keinen Platz hat, wo er sich niederlassen kann. Es muss schon das Feuer in einem brennen (Reife), dass dieser unbequeme, noch nicht gegangene Weg gegen die Widerstände und Nachteile der Gesellschaft gegangen wird, welcher herkulischer Glau- nerer Schmerzresistenz bedarf, weil dieser Weg kein Gegenstand kaufmännischer, familiärer und bezahlter Überlegung ist. Der Bibelvers " Dass es des Vaters liebster Wunsch ist, dass ihr Frucht bringet und meine Jünger werdet kann in diesem Kontext nicht wirk- lich für ernst genommen werden. Wer verlässt schon alles, was er hat; den Beruf, die soziale Sicherheit gesellschaftliche Anerkennung und Konsumanehmlichkeiten, um ihm nachzufolgen. Christ sein wird sein schwerstes Los, weil es beinahe unmöglich wird, mit der Lebens- wirklichkeit existentiell zu recht zu kommen. Auch Umfragen bestätigen, dass Menschen, wo die Religion im Alltag keine Rolle spielt, glücklicher sind. Jeder kann nachfühlen in einem solchen instabilen Lebensumfeld die Sehnsucht nach mehr Arbeits-platz-Normalitäts-Ruhe-Ordnung einer Scheinsicherheit und geregeltem Einkommen, obwohl im nachhinein aus der Berufungssichtwei se es für diesen Zeitpunkt eine notwendige, aber eigentlich nur eine wert- lose " Papierkrümelei " gewesen war und nichts von Interesse, ausser etwas gemacht zu haben, geblieben ist, aber ein notwendiger Beru- fungs schritt gewesen ist. Wenn ich bspw. selbständig bin, interes- sieren mich nur die Spielregeln des Marktes, meine Umsätze und die wirtschaftliche Existenz. Eine moderne Frömmigkeitsform einer säkularen Nachfolge Christi wird mir fremd bleiben und ist auch in diesem Umfeld zwar schweigend möglich, aber fehl am Platze.
* Es geht nicht darum, das Sinnliche in allem zu überwinden, sondern dieses mit dem Entwicklungsgeist " als Mittel zum Entwicklungs-Individualisierungs-Sinn-Zweck" zu durchdringen. Das Sinnliche, Materielle, der Gebrauchs- und Geltungs-und Selbstwertgefühls- nutzen hat nur bis zu einem bestimmten Entwicklungs- und Sättigungsgrad eine Anziehungskraft, dann wird die lebenswe- sent liche, immaterielle Seite "als das Ding an sich" für den Einzelnen wichtiger.Der Überwindungs-Tranzendierungs- verlust wird zu einem Gewinn.Es wird nicht mehr als Verzicht und Opfer empfunden, weil auf der anderen Seite etwas Grösseres als Kompensation gegeben wird." Was ich nicht mehr brauche liegt evolutionär auf einer höheren Stufe und ist mehr wert, als das, was ich brauche und mir kaufen kann“. Wer an nichts hängt, besitzt alles. Deshalb verdient allem Vergangenen nur Mitleid. Dieses findet seine Bestätigung im Bibelvers "Wer etwas lässt um meintwillen, der wird das Hundertfache zurück erhalten".
* Auch der Islam behauptet die einzig wahre Religion zu sein.
* Siehe Textfortsetzung oben in "Christentum" den Abschnitt " Von dem Christentum, welches andere Religionen ausschliesst, weil sie sich im alleinigen Besitz der Heilwahrheit glaubt (Intoleranz) zu kein Heilsweg zu Gott ist direkter als ein anderer "..........
*I.) Vom Christentum "heute" zählt nur noch die Anzahl der Mitglie- der, was eigentlich oberflächlich und belanglos ist zum Wesen des Christentums, was heute gestaltlos gewor- den ist und nur noch in der Gestalt der Institution lebt, den Ideologien,der Dogmen und äusseren Ritualen, die nicht mehr verpflichtend sind, weil das lebendige Vorbild fehlt. Deshalb sagte der Heiland nicht lerne dies und tue jenes, son- dern " Folge mir nach ". Deshalb begann jeder Neuan- fang des Christentums bisher immer mit der inneren Nachfolge. II.) Von jeder Weg ins Himmelreich (Geist Gottes) geht nur durch und über die Urbildlichkeit der übermenschlichen Autorität eines Christus, der unerreichbar erscheint und nicht mehr zu steigern ist, auch wenn es hyperbolisch klingt,aber wenn einer seinen Weg zum Frieden (Unmit- telbarkeit des Geistes Gottes) als Quelle gelangt ist,dann ist Christus, so die Hypothese (ohne Wahrheitsanspruch) nicht mehr alleine absolut, ausschliesslich und Gott als eine der drei Personen in Gott*. *Viele Christen glauben, dass Gott zugleich Vater, Sohn und Heiliger Geist ist. Christus war nicht Gott wird von den Kritikern behauptet entge- gen der amtlichen, kirchlichen Rechtsauffassung ! Gott ist aus sich ewig, allmächtig und allwissend,der Sohn nicht. Bis zum Jahre 325 war es so, und dann wurde er auf dem ersten Konzil von Nicäa mit Gott durch die griechische Philosophie gottähnlich gleichgesetzt und als Mensch entrückt. Keine andere Religion lehrt, dass Gott höchst persönlich in einem historisch greifbar konkreten Menschen als Jesus Christus sichtbar geworden ist.Eines Wesens mit dem Vater (homo ousios), die vom Kaiser einge- brachte christologische Formel auf dem ersten ökomenischen Konzil bei der Festlegung des Glaubensbe- kenntnisses im 4. Jahrhundert in Nikaia,wo der Sohn Gottes einfach zu Gott erhöht wurde, wird von vielen als kritisch betrachtet.Christus war nur ein Mensch, aber ein Besonderer, aber auch mit allen menschlichen Schwächen. Die menschliche Natur Christi wird als keine andere gesehen als die eines jeden anderen Menschen. Nach dem Historiker Leopold von Ranke ist Christus nur nach dem Entwicklungsgrad, aber nicht nach dem Leben verschieden.Christus selbst sagte nie, er sei Gott und verwies immer auf den Vater. Keine andere Religion lehrt, dass Gott höchst persönlich in einem historisch greifbar konkreten Menschen als Jesus Christus sichtbar geworden ist.Jesus musste von Gott und dem Geist verlassen werden und war alleine auf sich gestellt, damit er sterben konnte zur Tatsache, dass Gott als der umfassende, transzendente Geist nicht der Sterblichkeit unterliegt, sonst wäre auch Gott gestorben. Christus war nicht Gott, sonst hätte er nicht den Verzweiflungssatz gesprochen "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlas- sen", denn Gott kann sich nicht selbst verlassen. III.) Das Christusgesicht und die Christusgestalt ist jedem Menschen seit seiner Geburt immanent (präformatorisches Verständnis). Jeder Entwicklungs-Lebens-Prozessakt als ein transzendieren in der Transzendenz ist nicht vom Leben zu trennen und immer mitgegeben und mitgesetzt als sittliche Christus-Triebkraft. "Denn verschlossen war das Tor, bis ein Heiland trat hervor".Der einzige Heilsweg geht dann nicht mehr nur über Christus alleine, sondern im individualge- schichtlichen Verhältnis zu Gott durch (Bewusstseins)ent- wicklung, wo sich auf dem persönlichen Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Weg in den Lebens-Transzendierungs-Veränderungs-Überwindungen in der säkularen, evolu- tionären Nachfolge Christi sich das persönliche Heil und die Christus-Heiligung vollzieht, der Christus in uns wächst "als das besser Werdende und Einsicht in das Gute" in uns,das in seinem immanenten Charakter wahrgenommene Sein als göttliche Kraftquelle des (himmlischen) Jesus,wo jeder sein persönliches Kreuz im Stillen trägt und dieses ist von Chris- tus nicht zu trennen.Es ist der Moment,wo der geschichtliche Christus zu einer gegenwärtigen Gewissheit wird. IV.) Dieser Christus ist kein Bild der Phantasie, sondern der Realität als Projektion der subjektiven Erfahrung in Christus, welches sich im konkreten Lebensverhältnis beweist, von der historischen Person zum messianischen Entwicklungs-Individualisierungs-Lebensprinzip.Bei Jesus handelt es sich alles um einen "Individualisierungsimperativ". Es ist das positive Gesetz des Lebens, was dem biblischen Gesetz ge- genüber steht. Auf dem Entwicklungsweg des Menschen hat sich Christus selbst gepredigt. " Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich als das Urvorbild (Joh 14.6).Es ist die johannistische Auffas- sung,nach welcher Jesu Christus keinen Vergleich mit ir- gendeiner menschlichen Persönlichkeit mit dem Christus-Logos zulässt. V.) Diese Absolutheit und Ausschliesslichkeit ist der sprin- gende Punkt,der die Nachfolge Christi blockiert und diesem der säkulare, evolutionäre Nachfolgeweg eines jeden Einzel- nen, welcher tausend Masken trägt nach dem modernen theologischen Verständnis entgegengesetzt wird. Diese Umbildung der Christusgestalt ist die konsequente religi- onsgeschichtliche Fortsetzung dessen, was Jesus selbst ge- bracht und als Nachfolge gefordert hat. Es ist die Lebens- einsicht,dass er nicht für sich, sondern nur für die anderen gelebt hat.Diese Gewissheit empfangen wir erst im Zusam- menhang mit der Kreuzigung und der Auferstehung als der *I.)" Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit " (Hebräer 13 - Lutherbibel 1984) ist auch die Einsteinsche These,dass In der nichtlinearen Zeit Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zur gleichen Zeit und gleichermaßen nur an verschieden Orten in der Raumzeit als die Relativität der Gleichzeitigkeit existieren. II.) Wer in seinem Frieden lebt, verdient das Adelsprädikat; " Christ der Retter ist da "*.
VI.) Jesus gilt nicht als das Heil der Heilsgeschichte, sondern das Reich Gottes und das ist, was ich aus meinem Leben mache und losgelöst von der Institution Kirche.Der Entwick- lungsprozeß ist der Sauerteig im Königreich Gottes.Es ist die Radikalität des Christentums selbst mehr Christus zu wer- den. Alles andere ist lauwarmes, nicht wirklich ernst genom- menes Christentum und heuchlerische Frömmelei.Entweder für mich oder gegen mich".Nur regelmässig in die Kirche gehen, um beten und zu singen, klingt dann wie "ein Pfeifen im Walde". Wer seinen Entwicklungs-Individualisierungs-Weg geht,das wird mit der säkularen,evolutionären Nach- folge Christi gleichgesetzt.Weil noch keiner meinen persönlichen Entwicklungsweg gegangen ist, kann mir auch keiner sagen, wie die evolutionäre,säkulare Nachfolge Christi aussieht und sich erst eröffnet, wenn er gegangen wird. VII.) Von der These, das Christus schon als fertiger "Men- * Im Zuge der Schlacht von Mossul/Irak wurde die grosse an-nuri Moschee am 21. Juni 2017 weitgehend zerstört und bis 2025 wieder aufgebaut. Auf einem antiken, freigelegten Mosaik (ca. zweihundert Jahre nach Christus) unter der Moschee wurde eine Inschrift ent- deckt, wo unter anderem "von Jesus aus Gott geboren", einer un- mittelbaren, wortwörtlichen Schöpfung Gottes gesprochen wird, was im Gegensatz steht zur Jesus Aussage, er sei nie Gott. Nach Meister Eckhart ist jeder Mensch aber eine unmittelbare Schöpfung Gottes, was dann auch für Christus zutrifft und nicht der buchstäbliche Wortlaut, sondern nur der Wortsinn darunter verstanden wird. VIII.) Von dem Christentum, was letztlich keine Wahrheits- lehre oder Lebensdeutung ist zum Wesenskern des Chris- tentums als geschichtliche Person des "Jesus von Nazareth" wegen seines gegangenen Entwicklungs-Individualisierungs-Vorbild-Weges. IX.) Von an Christus glauben heißt an Gott glauben zu aber nicht etwa, weil Christus selber Gott ist, sondern weil er die Lehre Gottes verkündet hat und erst durch ihn wissen wir endgültig von seiner Existenz. Der Christusglaube stammt nicht von Christus, sondern ist nach seinem Tode entstanden und hat immer auf den Vater hingewiesen. X.) Vor 120 Jahren schrieb schon der Kulturkritiker Julius Langbehn:" Es wäre zu wünschen, dass in diesem d.h., in einem urchristlichen und urdeutschen (Meister Eckhart)Sinn ein Buch von der "Nachfolge Christi" geschrieben würde, ein Buch dass mehr vom lebenstätigen als vom beschaulichen Christentum handelt, dass sich nicht in die Klosterzelle zurückzöge wie "Thomas a Kempis", sondern im modernen Sinne zu Volk und Adel spräche, wie Luther (mit dem direk- ten deutschen Wort) und alltags-lebens-zeitgeist-tauglich. Man soll das Christentum durchaus individuell auffassen und darf es auch nach seiner Grundanlage nicht als verwalten- der Schatz ansehen.Es muss sich stets von neuem (in jedem Einzelnen) wieder gebären. Es muss auferstehen, sonst wird es nicht leben, denn alles Leben ist fortgesetztes Sterben und Auferstehung". XI.) Ich bin einer grossen Idee nachgekommen deren Verwirklichung ich mein ganzes Leben opfern könnte. Diese Idee ist die Gründung einer neuen Religion, der Religion Christi, aber von Glaubenssätzen und Wundern befreit*. * Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi, russischer Schriftsteller. XII.) Von dem Christentum,welches auf den Einzelnen hin lebt zu dem Christentum, welches vom Einzelnen her lebt, weil nur vom Einzelnen her eine Verwandlung der Geschichte geschehen kann. Geschichtliche Mächte wie das Christentum sind unsterblich. Sie können nur über- wunden werden von denen, die wirklich mit tiefen Erleiden hindurch gegangen sind und die Mächte tief erlebt haben und kennen. Über- windungstranszendierung steht auch nur den "berufenen Schöpfern und Schickalsträgern" zu, die von innen her kommen,wie z.B. der Reformator Martin Luther oder Meister Eckhart. Jede Überwindung ist Wiedergeburt und Schöpfung einer neuen Welt.
*I.) Angelus Silesius, ein schlesischer Lyriker, Theologe und Arzt. II.) Siehe auch den Gliederungspunkt "evolutionäres Feiertagsver- ständnis Nr.14 Weihnachtszeit " in evolutionäre Allzeit-Jetzt-Lebens- Leerzeit-Nutzung
* Alle Teile des Universums stehen grundsätzlich in einer Wechsel- beziehung zueinander und jedes Ding, Natur und Tierwelt, jeder Prozess und jeder Bewusstseinsakt hängt mit anderen Dingen, der Natur,den Prozessen und Bewusstseinsakten zusammen in einer durchdachten und geordneten, schöpferischen Beziehung zum grössten, möglichen Ganzen, welches folglich nur ein Einziges sein. Die Erklärung der Verschränkung zeigt, wie die materielle Welt und die innere Welt durch den ständigen Informationsaustausch mitein- ander verbunden sind und nicht nur mit jedem Individuum, sondern auch mit jedem Punkt des Universums. Zwei verschränkte Objekte, obwohl Lichtjahre entfernt, trotz grosser, räumlicher Distanz sind miteinander verbunden und können Informationen austauschen.
* I.) Passion heisst nicht Leiden vermeiden wollen, sondern jedem Lei- den seinen Sinn geben. Es ist der Weg nicht das Leiden zu bekämpfen und abzuwehren , sondern um des Leidens willens durch das Leid hindurch gehen, um ihm gegenüberzustehen und es dann durch Überwindung tranzendieren zu können.Wer sein Leiden leidet überwindet sein Leiden. II.) Die persönliche Geschichte wird zu etwas heiliges, aber nur, wenn III.) Die Wesensidee des Christentums und der Mensch in der Welt vertragen sich erst einmal so gut wie " Wasser und Natrium ",weil Christ sein immer Leiden heisst und zum schwersten Los wird. Es wird beinahe unmöglich, mit der Lebenswirklichkeit existentiell zu recht zu kommen, weil Religion nur möglich ist gegen die Welt, aber wir in dieser Welt leben und der Mensch im Widerspruch zu seinem Ursprung steht (Siehe auch die Webpräsenz Gesellschaftsmensch-Entwicklungsmensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi).Es ist das gepredigte Ewigkeitsideal und die Schwertseite des Christentums, dass im allerletzten der Mensch seine bürgerliche Existenz vernichten und absterben muss, um den zukünftigen Christenmenschen auferstehen zu lassen. Es ist die gleiche Erkenntnis des Philosophen Friedrich Nietzsche,dass der Mensch etwas ist, was überwunden werden muss und sich immer wieder in Frage stellen und das Gegenteil einer Wohlfühl-und Beruhigungsreligion ist. Nicht IV.) Die Kreuzigung als Lebensauseinandersetzung (Ego,Eigenwille,
* Grundsätzlich gilt, dass die christliche Wahrheit immer nur
* Materie wird Geist als " lapis philosophorum", harter Stein wird geschmeidig , die Steinkraft zur wortlosen Weisheit geformt und ist " in Stein gehauenes Gottesgefühl" als Lernprozess-Ausdruck der dynami- schen Entwicklung schlechthin ".Es ist manifestierte Mystik voller biblischer Bildsprache, wo das Sichtbare das Unsichtbare Ewige und Ganze widerspiegelt, so lässt sich das euphorisierende Wesen als wortlose Weisheit einer gotischen Kathedrale, der Höhepunkt euro- päischer Baukunst zusammenfassen.
* Die Quanten-und Mikrophysik ist kurz gesagt wenn unbeobachtet eine Welle und wenn beobachtet ein Teilchen.Deshalb kann ein Objekt gleichzeig anwesend und abwesend sein.,Die klassischen Naturwissenschaft konzentrieren sich auf die Aussen-und die modernen Naturwissenschaften auf die Innenseite.
Diesseits-Jenseits-Himmel-Hölle Der Dualismus einer zwei Reichenlehre.
* I.) Das menschliche Wesen ist ein Teil des Ganzen und die konven- tionelle Vorstellung von Zeit und Raum sind mit der Relativitäts- theorie überholt. Die scheinbare Trennung vom Anderen und der Zeitenbruch von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind nur eine optische Täuschung und ein Relikt unseres dualistischen Be- wusstseins. Es kann ja zwischen Theologie und Naturwissenschaft keine doppelte Wahrheit geben. Deshalb ist auch die Mystik eines Meister Eckhart nichts abgehobenes, weltfremdes, kontemplatives, klosteraffines und nur für wenige Einzelne, sondern nur eine für jedermann selbstverständliche, nachvollziehbare Wirklichkeits- dimension einer wesen-und naturhaften,notwendigen Religiosität, wo es den Dualismus "Gott-Welt". nicht gibt. Das tiefste Wesen der Religion lässt sich nicht säkularisieren, aber es lässt sich im Leben erfahren. II.) Die moderne Physik und Kosmologie haben das Bild vom Uni- III.) Gott ist ein hybrides Wesen, diesseitig und jenseitig zugleich. Für den Theologen Dietrich Bonhoeffer war Gott kein denkbares mäch- tiges, tranzendendes Wesen, sondern für ihn war Gott mitten in unserem Leben jenseitig und hatte Diesseitigkeit dem Streben nach Heiligkeit entgegengesetzt Das Jenseits Gottes ist nicht das Jenseits unseres Erkenntnisvermögens. Das Reich Gottes liegt jenseits der irdischen Wirklichkeit. Bewusstsein und das Sein sind dann identisch und werden zur Wirklichkeit. Das dualistische und deterministische Denken gilt im heutigen, dimensionellen, nachquantischen Mikro- physikzeitalter der Beziehungen, der Ganz- und Einheit, weil alles mit allem verbunden, das Kleinste mit dem Grössten, das Naheliegenste mit dem Entferntesten, makrowissenschaftlich überholt und wahr- heitswidrig, auch wenn dieses " getrennt sein im Alltag noch vorherrschend ist, dass erst den Dualismus Religion als " Zwei- Reiche-Lehre " eines antiken Welt- und scholastischen Gottesbildes notwendig macht. Es gilt der quantentheoretische Grundsatz, dass alles bekanntlich mit allem zusammenhängt und weil das Ganze nur ein Einziges und eine Einheit ist und deshalb keine Zweiheit einer Dualität geben kann. (Gott ist an allen Orten, und an allen Orten ist er ganz). Die Kirche verdankt ihr Dasein, dass der Mensch von seinem wahrem (Selbst)sein getrennt ist und muss sich mit der praktischen Schwierigkeit auseinandersetzen, in der Welt auf ein Reich hin zu leben, dass nicht von dieser Welt ist. IV.) Nicht die Religion ist ein Ausdruck von Entzweiung (Dualismus), sondern die fehlende Religion. Religion und Leben sind zur Zeit zweierlei, aber das Leben selbst ist Religion und deshalb ist jeder Mensch religiös. Ob wir etwas von Gott wissen, religiös erzogen worden sind, konfessionell geprägt oder Atheist sind oder nicht, spielt dann keine Rolle mehr. Die Entwicklung eines jeden Menschen geschieht auch ohne diesen Hintergrund. Nicht der Mensch macht Entwicklung, sondern nur die Entwicklung macht den Menschen und wir können noch nicht einmal dagegen etwas tun. Entwicklung ist die Auflösung der Religion in ihr Wesen und das ist das Leben, welches selbst zur Religion wird. Nur eine Religion wird ernst genommen, wenn sie nicht ausserhalb vom Leben steht. Durch die Auflösung in das Leben wird das Religiöse entmystifiziert, ist lebensnormal und so real wie die Hand am eigenen Arm. Religion ist angeboren und gehört konstitutiv zum Menschsein. Deshalb ist jeder Mensch reli giös. Die Religion und der Glaube an Gott sind vom Menschen als Anlage mit gegeben. Alle Lebensfragen werden behandelt, als wenn sie Reli- gion wären. Religion als solche muss keiner Denk-und Diskussions- behandlung unterworfen werden.
VI.) Gott ist nicht in Begriffen, Büchern und will nicht angebetet, VII.) Natürlich ist das Gottesbild der modernen Physik weit ent- VIII.) Um ins Himmelreich einzugehen, muss man wieder Kind werden. Aber damit ein Mensch durch sein Leben zum Ausdruck bringen kann, dass er ins Himmelreich eingegangen ist, muss er zum zweiten Mal Jüngling werden. Kind sein, Jüngling sein, wenn man es ist, das ist eine natürliche Lebensphase, aber es zum zweiten Male sein, das ist das Entscheidende*. * Soren Kierkegaard(1813-1855) dänischer Philosoph, Theologe, Schriftsteller. IX.) Siehe auch "Neubewertung der Kindheit" in evolutionäre Altjugend
* Gott hat auch keine anderen Hände als die Meinigen.
*I.) Die zwei "Reichen Lehre" ist das traditionelle Denken in zwei Räumen – hier die dem Bösen verfallene Welt, dort Gottes uner- reichbare jenseitige Gegenwelt, hier Kirche, da Welt, hier Evange- lium und da das Gesetz. II.) Die Ausbreitung des säkularisierten Christentums ist durch die praktischen Ergebnisse der verdiesseitigen Heilserwartung der Technik, Wirtschaft, Staat, Wissenschaft erfolgreicher gewesen als die Missionierung des christlichen Jenseitsglaubens, weil sie greifbare Wunder aufweisen kann, welche die Heilserwartung der Menschen im gewissen Maße erfüllt hat und das Diesseits dem Menschen näher ist als das Jenseits.
*I.) Während sich bei Jesus Gericht und Auferstehung im konkreten diesseitigen Leben abspielte verlegte der Apostel Paulus es tradi- tionsgemäß nach alter jüdischer Lehre in eine mit dem Tod unde- finierbares Jenseits. II.) Für das Christentum, auch für Platon findet der Kampf der Pflicht gegen die Neigung nur im Diesseits statt, während die Seligen im Jenseits keine Versuchung zum Bösen mehr kennen. Bei dem Philosophen Immanuel Kant wird dagegen die moralische Anstren- gung des Diesseits ins Unendliche verlängert. III.) Für viele bekennende Christen ist Gott in Christus Fleisch geworden als er die Erde betrat.Deshalb gibt es nur eine Weltwirk- lichkeit. IV.) Das Jenseits ist die umfassende Wirklichkeit, das viel Größere. worin das Diesseits eingebettet ist. Insofern ist auch unser gegen- wärtiges Leben bereits vom Jenseits umfangen. V.) Das Ende der Evolution wäre, wo Diesseits und Jenseits eins wären, Himmel und Erde zusammen fallen und jeder Unfrieden zum Frieden geworden ist. Himmel (Jenseits)* * Im christlichen Glauben wird der Himmel wird in der Bibel als ein Ort des ewigen Friedens beschrieben, wo es kein Leid, keine Angst, keinen Krieg und keine Krankheiten mehr gebe ( Offb 21,1–5).
* Der gotische Baustil z.B. verheisst "den Himmel auf Erden" und die Menschen sahen in einem Gotteshaus einen Erdenhimmel, in
* Die Begriffe " Himmel und Hölle " werden als Bewusstseinszustände eines Lebensgrundgefühls als die Nähe und Ferne von der Gegenwart Gottes aufgefasst.
* Durch Leiden geschieht im Menschen erst etwas wirklich und verwandelt ihn. Es ist der Ort, wo Himmel und Erde zusammenfallen. Wo gelitten wurde ist eine heilige Zeit.
* I.) Immanenz und Transzendenz als Einheit und in der Ganzheit sind aufeinanderbezogen und nicht voneinander zu trennen als die beiden lebensambivalenten Pole eines Spannungsfeldes, in das der Mensch gestellt ist. Deshalb findet alles, was in den Tiefen des menschlichen Wesens geschieht, seinen kosmischen Ausdruck im Himmel. Was sich im Menschen offenbart, findet zugleich seine Offenbarung im Himmel als ein interverbundenes, für die Entwicklung der Menschheit, prägendes Geistgeschehnis von säkularer Bedeutung. II.) Die Begriffe " Himmel und Hölle " werden als Bewusstseinszu- stände eines Lebensgrundgefühls aufgefasst.
Hölle* * Während des Mittelalters hat die katholische Kirche eine strenge Zensur für Künstler eingeführt, um unliebsame Gedanken fern zu halten. Jedoch galt diese Zensur nicht für die Ausschmückung der Hölle mit grässlichen und grausamen Gestalten sowie Folterme- thoden, Leiden und unbeschreibliche Hoffnungslosigkeit. Deshalb entwickelte sich eine ganze Künstlerszene die zumindest in diesem Bereich sich frei ausleben konnte. Die Hölle wird als Gegenpart zum Himmel gesehen.
Trivia: Immer noch habe die Welt zur Hölle gemacht, die vorgaben sie zum Paradies zu machen. Wer den Himmel nicht in sich hat, versucht den Himmel auf Erden zu schaffen mit fatalen Folgen.
Dreifaltigkeitsdogma
*I.) Dreifaltigkeit“ betont mehr die Unterscheidbarkeit der drei Seins- weisen Gottes (nach innen), „Dreieinigkeit“ mehr die Einheit der drei Seinsweisen Gottes (nach außen).Gott existiert dementsprechend als ein Wesen, aber alle drei Wesen teilen sich die göttliche Essenz und jede Person weilt in den anderen beiden. II.) Gott ist dreifach von Person und doch einfach von Natur. Gott ist auch an allen Orten, und an jedem Ort ist Gott ganz. Das will so viel sagen, dass alle Orte ein Ort Gottes sind*. * Meister Eckhart. III.)Für die Alltags-Lebenspraxis spielt das "Dreifaltigkeitsdogma" überhaupt keine Rolle. Ich habe noch niemanden in meiner jahre- langen Büroarbeitswelt darüber streiten gesehen*. *Quelle unbekannt.
* Christus lehrte einen persönlichen Gott,den Schöpfer des Himmels und der Erde und dass er nicht Gott ist. Er kennt keinen Gott in drei Personen wie es die christlichen Kirchen lehren. Nur der Vater ist Gott und kein anderer ist ihm gleich weder der Sohn noch der Heilige Geist.Nach seiner Auferstehung sagte Christus.Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und euren Gott (Joh. 20,17).Nach den Worten Christi steht der Vater über allem.Wenn der Vater grösser als alles ist,dann gibt es nichts was ihm gleich- kommt.Dann ist er auch grösser als der Sohn.Das bestätigt Christus mit den Worten.Der Vater ist grösser als ich (Joh. 14,28)*. * In Textanlehnung an Johannes Greber,ehemaliger katholischer Priester und Reichstagsabgeordneter. Ewigkeit* * Siehe den Gliederungspunkt "Philosophische Jetztzeit " als Ewigkeit in evolutionäre Allzeit-Jetzt-Nutzung Lebensfrieden als seelisches Gleichgewicht.
Frieden steht immer in Verbindung mit dem "Friedenslernen" sonst ist er nutzlos und nur ein rethorisches, himmliches Gewölk.
- meine Autoleidenschaft nicht überwunden habe, solange bin ich ein Unzufriedener, Getrie- bener und Abhängiger. - ständig an etwas denken und grübeln muss, lebe ich im Unfrieden. - mehr als Recht bekommen und Recht haben ist Frieden. - um des Friedenswillen muss man sehr viel (Ego) Unfrieden runter schlucken, aber man wird immer Sieger sein. - mich etwas ärgert und verbittert bin, lebe ich in Unfrieden. - viele Wünsche habe, von Leidenschaften getrieben bin lebe ich in Unfrieden. - den Lebensentwurf anderer beneide, lebe ich in Unfrieden. - viel besitze, desto mehr Unfrieden habe ich, weil alles be-und umsorgt werden muss und viele daran teil haben wollen. Solange sich ein Ding und ein Zustand verändert, ist es un- vollkommen. Nur Unveränderlichkeit ist Ruhe und Zeichen der äussersten Vollkommenheit. Es geht nicht um einen illusionären Dauerfrieden, sondern nur um immer ein Quentschen mehr Frieden. Vollkommenheit (dauerhafter Frieden) des Menschen bleibt ein utopistisches, weltfremdes Ideal und " ein abtriften ins mystische Nirwana ", aber man darf in Anlehnung an österreichische-mährische Schrift- stellerin Marie von Ebner-Eschenbach nicht aufhören, es immer wieder zu versuchen. Kein Geschöpf kennt Ruhe und Rast, bis es seinen (Individualisierungs)rhythmus gefunden hat. Es ist durch die Unruhe des hektischen Lebensalltages in sich ruhend werden und die Weisheit nicht das Ruhesame, sondern das Mühsame, den Geist nicht auf der hellen, wider- standsfreien, entwicklungslosen Lebensseite, sondern die Lebensmöglichkeit auf der dunklen (gotischen) Lebensent- wicklungs-Widerstands-Auseinandersetzungs-Seite (eines gotischen Lernprinzips zu suchen*. * Ruhe und Frieden bleibt aller Entwicklungsunruhe und aller Entwicklungsunfrieden (als Einigung und Einung) Ziel, weil der Ruhepol der archimedische Punkt ist, von dem alles ausgeht, alles in Bewegung gesetzt wird und in der Lebensveränderung sich erhal-
* Der chemisch reine, absolute, theologische Frieden ist ein ab- strakter leerer Frieden, während der lebendige Frieden ständiger Instabilität ausgesetzt ist und der sich in der Friedens-Suchunruhe- bewegung immer wieder neu stabilisiert. Sich immer wieder ärgern, Irrtümer ausgesetzt sein und Probleme lösen müssen bleibt das tägliche Brot.
* Für die moderne Pädagogik sind Wachen, Fasten Züchtigungen, Armutsgelübde als geistige Erziehungsmittel ungeeignet.
* Wenn ich jeden Unfrieden fatalistisch interpretiere und akzeptiere, weil Gottes Wille und der Mensch nach dem Altmeister Goethe nicht schiebt, sondern geschoben wird, lebe ich immer trotz Unfrieden im Frieden, aber dieses ist kein errungener, echter Frieden sondern Gleichgültigkeit*. * Fatalismus (der) bezeichnet ein Weltbild, bei dem alle Geschehnisse dem Schicksal zugeordnet werden, dem man machtlos gegenüber- steht. - wenn der Geist im Frieden allzu geeint wäre, er könnte nicht altern. - Man kann nur im Frieden "Lösung" sein. - alles ausser dem Gotteswillen ist Unfrieden und wird zur Entwicklungs-Individualisierungs-Friedens- Bringschuld. sie zu erkennen. Denn solange der Mensch dieser (Friedens)wahrheit nicht gleich ist, kann er diese Wahrheit nicht erkennen. Diese (Friedens- und Ruhe)wahrheit offenbart sich nur, indem man selbst zum Frieden wird. - Wer im Unfrieden lebt, der sucht noch und ist solange ein Nichts. - Jeder Irrtum ist Unfrieden, der sich zum Frieden wandelt. - Jedes an etwas denken z.B. Zahlungstermine ist Unfrieden. - Alles Neue ist erst einmal Unfrieden. - Auch wenn ich mit einem Verstorbenen noch im Unreinen und schuldig bin, lebe ich im Unfrieden. -Krankheit, Unwohlsein,Bewussteinsschwächung ist automatisch Unfrieden und muss erst überwunden und wieder zum Frieden werden. - Eine Ersatzbefriedigung ist noch kein Frieden. - Die Seele ruht nicht, bis sie alles durchbricht, was nicht Gott ist und in die göttliche Freiheit kommt. Schätze der Welt. Denn in keiner Kreatur ist Befriedigung. Jede trägt in sich einen Mangel.Gott sucht Ruhe in allen Dingen, denn die göttliche Natur ist Ruhe. Je mehr der Mensch in Frieden lebt, umso mehr ist er an der Ewigkeit. in sich selbst. Ruhe (Frieden=Gottes Wille). - Keine Seele hat je vollkommenen Frieden, ausser jene, die keinerlei Willen mehr hat. - Ein friedfertiger Mensch nutzt mehr als ein Hochge- lehrter. - Christliche klösterliche Tugenden wie Wachen, Fasten, Beten, Spenden ist noch Unfrieden und nichts gegen den inneren Frieden, welche uns gottähnlicher macht und nicht sein ewiges Wirken stört. - Nur unser äusserliches Wirken und selber machen wollen führt die stete Unruhe mit sich. - Unruhe ist alles, was noch nicht Gott geworden ist. den in sich selbst. - Nur Gott alleine im Sinne haben bedeutet jeder Un- frieden zum Frieden werden lassen. - Soweit in Frieden, soweit Gottes Wille und somit das Allerbeste.
* Von der Quantenphysik wissen wir, dass es keine Materie und nur dematerialisiertes Bewusstsein gibt. Nur der Geist ist Wirklichkeit und die Ursache für die transzendierende Realität. Weil der Geist der Ursprung der Materie ist, ist die Materie ohne Bewusstsein leblos. Der Betrachter ist nicht nur notwendig, um die Eigenschaften eines atomaren Geschehens zu beobachten, sondern sogar notwendig, um diese Eigenschaften hervor zu rufen.Die Realität wird erst durch die Beobachtung geschaffen oder eine Erscheinung ist nur eine Erscheinung, wenn sie eine beobachtete Erscheinung ist,Niels Bohr dänischer Physiker und Nobelpreisträger. Der Glaube, die Erkenntnis, das Gefühl,meine Bewertung sind die Kraft des Wahrmachens. Die Quanten-oder Mikrophysik ist kurz gesagt, wenn unbeobachtet alles eine Welle und wenn beobachtet, alles ein Teilchen*. *Siehe Textfortsetzung " Meister Eckhart Aphorismen damals ".
* Trivia: Der Unfrieden ist diesem Friedens-Kurzessay immanent, weil dieser einer ständigen Verbesserung unterliegt. I.) " Der richtige Gedanken bewährt sich daran, dass er Stoff organi- siert und sich in der Ruheeinheit wieder findet"*. * Johann Wolfgang Goethe. II.) Was ist das Geheimnis der Sphinx, welche vor der ägyptischen Pyramide von Gizeh liegt ? Schweigen ist machtvolles Wissen. Der Mystiker weiss, dass er alles vom Geist (Friedensdasein) steuert, das Individuallogos (Nr.405) in allem. Auch die Skulptur des Bam- berger Reiters, einer singulären Plastik, deren Augen-Sehblick- Rich- tung nach innen gewandt ist (Tiefenblick) ist der geniale, künstle- rische Ausdruck eines bewusstseinslosen Friedensseins. III.) Im Frieden sein gilt als die neue Eleganz. IV.) Ein Mann reist (Unruhe), um heim zu kommen (Ruhe). (Wanderjahre (zur Ruhe kommen) wurde dieses früher genannt. V.) Ohne die ruhelosen Feldzüge Karl des Großen gäbe es nicht die Vorstellung vom geeinten, befriedeten Europa. VI.) Obwohl das Leben erst begonnen hat wollen viele, vielleicht gerade einmal 30 Jahre alt mit einer "Lottomillion "auf ihrer Lieb-lingsinsel " zur Ruhe" kommen,was mit Frieden verwechselt wird. VIII.) Der Mensch soll sich nicht genügen lassen an einen gedachten Gott; wenn der Gedanke vergeht, vergeht auch Gott. Man soll viel- mehr einen wesenhaften (Friedens-Lebens-Grundgefühl) Gott haben, der weit erhaben ist über die Gedanken der Menschen und aller Kreaturen. Gott ist mit dem Frieden im Begriff wesensgleich mitge- setzt*. * Meister Eckhart. IX.) "Sensus numinis" ist das Gefühl einer entwickelten Lebenssen-sibilität für das Überweltliche, die Wahrheit hinter der Erscheinung, die Rückbindung des Lebens, religiöser Wahrnehmungssinn, Licht- sinn, Ganzheitsbewusstseinssinn, Verschmelzung von Subjekt und Objekt als Einswerdung, der Entwicklungsprozess, wo Himmel und Erde zusammenfallen, wo der Gottesbegriff und die Realität eins sind und der Diesseits-Jenseits-Dualismus überwunden wurde, erfüllt sein vom Friedens-Lebensgrund-Gottes-Wirklichkeits-Bewusstseinsfreies Dasein, (Gott ist Frieden und wer den Frieden hat, hat auch Gott und damit auch alles andere (Gott ist mit dem Frieden im Begriff wesens- gleich mitgesetzt). X.) Ein " Entwicklungs-Lebens-Friedens-Grundgefühl " eines Augus-tinus oder eines Schleiermachers ist eine Form des Gottesgefühls und vergleichbar mit den unterschiedlichen Gottesgefühlen eines Thomas von Aquin, eines Meister Eckhart, eines Bernhard von Clairvaux, oder eines Joachim Floris. Es erübrigt sich damit auch jede Überzeugungs-, Bekehrungs- und Missionierungsbemühung. Daneben steht der theologische, begrifflich, abstrakte, unpersönliche Gott als Fügung, Schicksal, Allmacht, Vorsehung und in welcher Gestalt er existiert und wie ich mit ihm etwas anfangen soll, wird offen gelassen. Es ist auch ein anderer Gott, der über den Schlafzimmerbett unserer Grossväter und Urgrossväter hing. Überall wo Unruhe und Unfrieden vor- herrscht, ist noch keine Wahrheit. Was wahr ist, schafft Frieden, was nicht wahr ist, schafft Unfrieden. XI.) " Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert 1. (Brief 9)" (Weltausscheidung als Weltauseinandersetzung und Transzendierung durch Weltüberwindung). Es ist die Tatsache, dass der Oster- und Pfingstfrieden ein frommer gepredigter Wunsch bleibt, weil dieser ständig und immer wieder in der existentiellen der Auseinandersetzung mit dem Unfrieden der Welt individuell in jeder Lebenssituation und in der Gegenüberlebensspannung mit allen Dingen neu transzendiert werden muss. Es ist bspw. vom Beten um den Osterfrieden und die Ruhe ist identisch mit spannungsfreier Passivität zum inneren Frieden als Unruhe der Lebensspannungs-Produktivität, welcher in der permanenten Lebensauseinander-setzung und im Ringen mit sich selbst durch Abtragen der " Indivi- dualisierungs-Lebens-Bringschuld einer Entwicklungslosigkeit " gewonnen wird. Die Ruhe (innerer Frieden) kann nur das Ergebnis einer Aufhebung der ständigen, inneren Zerrissenheit und Lebens- spaltung sein, weil diese aller Unruhe Ziel ist. Solange ich meine Leidenschaften, Wünsche, Triebe, und Wollen nicht überwunden habe, solange bin ich ein Unzufriedener, Getriebener,Zerissener, Abhängiger und solange befinde ich mich im Unreifezustand Nr.782 Solange ich krank, arbeitslos, problembehaftet bin und ständig darandenken muss, solange lebe ich im Unfrieden. Jede neue Lebenssituation ob Arbeitsplatz-oder Wohnungswechsel, jede neue Lebensphase der Kinder,Lebensplankorrekturen, eine lang andau- ernde Krankheit, Autounfall, Ärger mit den Steuerbehörden, etc sind erst einmal Anspannungsstress und bis zur Überwindungslösung Unfrieden. Solange sich ein Ding und ein Zustand verändert, ist es ruhelos und unvoll kommen. Es ist der Lebens-Leidens-Erziehungs-Friedensdruck als Zielspannung zwischen einem Ruhegleichgewicht und der Alltagslebensunruhe. Nur Unveränderlichkeit ist Ruhe und Zeichen der äussersten Vollkommmenheit. Wer seine Mitte (Frieden) gefunden hat, wird zur Mitte für die anderen Menschen werden. Vollkommenheit (dauerhafter Frieden) des Menschen bleibt erst einmal ein weltfremdes Ideal, aber man darf in Anlehnung an österreichische-mährische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach nicht aufhören, es immer wieder zu versuchen. Kein Geschöpf kennt seine Ruhe und Rast, bis es seinen (Individualisie- rungs)rhythmus gefunden hat. Es ist durch die Unruhe des hekti- schen Lebensalltages in sich ruhender werden und die Weisheit nicht das Ruhesame, sondern das Mühsame, den Geist nicht auf der hellen, widerstands-und irrtumsfreien, entwicklungslosen, abstrakten Le- bensseite, sondern die Ruhemöglichkeit auf der dunklen (gotischen) Lebensentwicklungs-Widerstands-Auseinandersetzungs-Seite (des gotischen Lernprinzips) zu suchen. Die Tugend wird nur in der Verführungsschwachheit vollbracht, weil diese zur Entfaltung das Gegenteil bedarf. Das Gute ist erst das Gute und eine Tugend, wenn es vom negativen Pol gereinigt wurde. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tugend möglich. Die Untugend ist nur eine verkleidete Tugend. Nur weil ich der Versuchung widerstanden habe, bin ich dadurch stärker und tugendhafter daraus hervor gegangen und das Böse wird zum Guten. XII.) Deshalb ist wie schon erwähnt für religiöse Naturen der fromme Oster- und Pfingstwunschglaube " der Friede sei mit euch ",erst einmal eine Illusion und ein Irrtum. Er entwickelt sich erst zum wahren Frieden, zur tiefen Ruhe und zur inneren Freiheit,
XIII.) Man soll laufen in den Frieden, man soll nicht anfangen im Frieden. Der Mensch, der sich im beständigen Laufen befindet, und zwar in den Frieden, der ist ein himmlischer Mensch. Es ist etwas, was alle bewegt, alle Dinge in Lauf setzt, dass sie zurückkommen, woraus sie geflossen sind. Je edler das Ding, desto beständiger läuft es. Wer sich aus der Ruhe bringen lässt, dem sind noch nicht alle Dinge Gott geworden (was noch nicht transzendiert worden ist). Soweit in Frieden, soweit in Gott. Gott will nur Ruhe finden in sich selbst. Wer Gott hat, den behindert keine Unruhe. Wer Gott gefunden hat (Frieden) dem ist alles zuwider, was Gott nicht selbst ist. Im Kreatürlichen findet man keinen Frieden, weil alles dem Verän- derungsgesetz des Vergehens und Werdens unterliegt. Niemals ist ein Unfriede in dir, der nicht aus dem Eigenwillen kommt *. * alles Meister Eckhart Zitate. XIV.) Wer seinen Frieden hat, dass bedeutet Ruhe ohne störende, wollende Eigengedanken und nur tiefer namens-und begriffsloser-Frieden. Es haben sich dann zwei bewusstseinsähnliche Schichten gebildet. Eine innere, tiefere Lebensgrund-Gefühls-Friedens-Selbst-Bewusstseins-Gelassenheits- Schicht und eine zweite darüberliegen-de äussere Alltags-, sinnliche Welt-Wahrnehmungs-Ich-Bewusstseins-Schicht. Das Friedensbewusstsein durchdrängt den ganzen Men-schen. Das ruhende Selbstbewusstsein durchdringt das äussere Kon- zentrationsbewusstsein und der Mensch bleibt trotz dem Unfrieden in seinem Lebensruhegleichgewicht. Die hohe Übungskunst ist es, in der nervigen Unruhe, in der Disharmonie der Alltagswelt in kri- tischen Lebenslagen, bei all seinen Problemen trotzdem im Frieden zu bleiben und immer wieder zum Frieden zu finden, bis dieses alles einen nicht mehr aus der Ruhe kommen lässt. Im Geschaffenen findet man keinen Frieden, weil alles dem Veränderungsgesetz des Vergehens und Werdens, "des Welkens und Blühens" unterliegt, die Welt dualistisch gespalten ist und sehr viele Abhängigkeiten und Verstrickungen im Laufe des Lebens geschaffen wurden, welche erst einmal wieder Unruhe bedeuten. Jeder Autobesitzer weiss, wie viele Tage im Monat er für sein geliebtes Auto arbeiten gehen muss, wie viel Zeit er für das Autoleben verwendet und wie viel Ärger, Stau- stress, Telefonate, Werkstatt-Termine, Leasingraten er zahlen, sich über die permanente Erhöhung der Versicherungsprämien ärgert, und an vieles andere, woran er denken muss. Oft ist ein Kraftakt, nur mal schnell einen (knöllchenfreien) Parkplatz zu finden, was aber im allerletzten alles Unfrieden und Unfreiheit bedeutet. * Auch wenn es illusorisch erscheint, der Luxuswohlstand " der Schönen und Reichen" bleibt ein Hindernis zum inneren Frieden, was erst einmal hinter sich gebracht werden muss. Mit der Masse der Gegenstände wächst die Entfremdung. Auch wer glaubt zur Ruhe gekommen zu sein, aber diese mit ruhelosen Tätigkeiten ausfüllt, muss noch lernen, zur wirklichen Ruhe zu kommen. Die Einheit als Ruhezustand in der Einung und Einigung als Lebensauthentizität, in der Entwicklungsbewegung Stabilität zu finden und in der Verwand- lung erhaltend bleiben, ist das innenliegende Ziel und der immanente Sinn aller Entwicklung. Das Leben ist auf statischer Instabilität auf- gebaut, welches sich in der Entwicklungsbewegung selber stabilisiert. Der absolute Stabilitätszustand ist der fliessende Aspekt der Unbe- ständigkeit. Es gibt nicht Ruhe/Frieden ohne Bewegungsunruhe und Bewegungsunruhe ohne Ruhe/Frieden. XV.) Ohne störende Eigengedanken, Eigenempfindungen, Eigen- wollen und von anderen etwas erwarten bedeutet keine weitere Planungen, Rechnereien, Diskussionen, Kritik, Spekulationen, Ungeduld, von sich ausgehen, bei Rückschlägen klagen, Wünsche, Unzufriedenheit, Befürchtungen, Bedingungen, Neid, Erwartungs- haltungen, alles Neue, meine Schwächen,etwas selber machen oder etwas sein wollen. Auch jedes darüber erzählen wollen, weitere Fragen stellen oder gegen etwas kämpfen hilft nicht wirklich weiter. Alles Aufgezählte ist friedlos und schwächt die stille Friedensstoß- kraft des Selbstwirkens. Nicht der Mensch macht Entwicklung und kann das Geschehen beeinflussen, sondern die Entwicklung macht den Menschen und beeinflusst das Geschehen. Du schiebst nicht, sondern du wirst geschoben wie der Altmeister Goethe einst sagte. Gedan- kenfreies Friedensdasein ist das, was uns in jedem Geschehen trägt, jeden Lebenswiderstand und jede Disharmonie (Unfrieden) auflöst und das Ruhelose abprallen lässt. Auch jegliche Ungeduld schwindet, weil der Frieden zeitlos und ortslos ist und wird zur Gelassenheit. Wer sich der tiefen, inneren Ruhe bewusst wird, den interessiert auch nicht das Momentum des Geschehens, was die anderen sagen oder sonst noch tun. Auch die Sprache und der Buchstabe muss überwunden werden, weil nicht unmittelbar und der Frieden nur im Sprach- und Schriftlosen hör-und spürbar ist. Im Grunde der Seele ist nur tiefes Schweigen. Dieser innere Frieden ist das" Zauberwort" für die Lösung aller Probleme und was das Herz schwer macht.Es ist deshalb das Höchste und Erstrebenswerteste was es gibt und kann deshalb nur mit dem Kopf schütteln, wer nicht mit der "Unfriedensauseinandersetzung" bei sich ohne wenn und aber damit anfängt. Die Frage aller Glücklichkeits- und Zufriedenheits- fragen wird immer die gleiche Frage nach dem inneren Frieden sein. Wer seinen Frieden hat, der hat kein Verlangen nach einem schöneren oder luxeriöseren Leben über das Lebenszweckmässige und Notwendige hinaus, weil dieses in der Entwicklungs-De-und Entmaterialisierung überwunden wurde. Der Frieden ist wunschlos glücklich,alles andere wäre Unfrieden. Was kann schöner sein, als seinen Frieden zu haben ? XVI.) Der Frieden Es ist die Bildeformkraft eines quantenphysikali- schen (unreligiösen) Phänomens, dass nur der Geist die Ursache aller Materie ist oder religiös gesprochen, dass Gott sich selbst wirkt, nichts ausserhalb seiner selbst sucht und die Welt durchwirkt in dem Auseinandersetzungs-Entwicklungs-Transzendierungs-Prozess- Transformations (Gestaltungs)geschehens. Es ist die Weisheit, dass hinter der Nichtigkeit der Materie, allen Geschehens, des Raumes und der Zeit eine letzte Wahrheit steht. Der Weise tut nichts, trotzdem bleibt nichts ungetan "und unterschreibt die Aussage des Kirchenleh-rers Augustinus:" Wer seinen Frieden gefunden hat, alles Wissen, Ver stehen und Können gelernt hat, was es zu lernen gibt, "weil soweit in Frieden, soweit in Gott“ und was zu Gott kommt wird verwandelt". Es beginnt alles mit dem inneren Frieden und dann ordnet und beruhigt sich alles. Der Philosoph Ludwig Josef Johann Wittgenstein sah jedes Problem von einem religiösen Standpunkt. Wenn es zu Gott (Frieden) gelangt, wird es zur Einheit gebracht, die Spaltung und damit auch der Problemdualismus aufgehoben und die (Krankheits)krise überwun- den*. * Für den, welcher an Gott glaubt, ist dieses ein Gottesbeweis. Wenn es Gott nicht gäbe, könnte er nie zu seinem inneren Frieden gelangen. XVII.) Diese tiefe, innere Ruhe," die unheimliche Stille des Universums als Ziel erreichen zu können, ist keine weltfremde Utopie und ein abtriften ins Nirvana, sondern es haben nur die Götter in den exis-tentiellen Lebens-Unfriedens-Erfahrungen den Übungs-Ehrgeiz-Fleiss gesetzt, welcher mit Seelenqualen, vielen Rückschlägen, Ausdauer- geduld, Nachbesserungen, Probiersteinen, Optimierungen, Prüfun- gen, Ordnungsfleiß, Rematerialisierungen durch Überwindungstrans-zendierung ,Friedensvertrauen und der Glaube an sich selbst gegen die hartnäckigsten Friedensstörer verbunden ist und im Stillen ausgefochten wird. Jedem ist auf jeden Fall potentiell möglich von seinem Unfrieden zu mehr Frieden zu gelangen, wenn er die Unruhe- herde, Ärgernisse und Probleme im Auseinandersetzungstun in jedem Einzelfall immer wieder überwindet. Der Friede lässt sich nicht erzwingen, sondern er wird einem geschenkt und ist einfach nur dann spürbar da. Dieses zu können setzt auch einen ethischen Standard voraus, der mit einer halbwegs moralischen und diszipli- nierten Lebensführung verbunden ist. Wenn ich bspw. am Vorabend gefeiert habe und morgens verkatert bin, bedeutet dieses Unruhe und ich bin froh, wenn der Tag erst einmal vorbei ist und das Frie- densthema mich erst einmal überhaupt nicht interessiert. Wenn ich im Unfrieden bin, steht dieser immer im Zusammenhang mit einer Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld der Entwicklungslo- sig keit. Es bleibt ein " Hase-Igel Spiel", weil ständig neue Unruhe- herde auftauchen, welche zur Ruhe gebracht werden müssen und immer wieder steht "ein anderer Elefant im Raum , der mich stört und wenn es banale Alltagsdinge sind". * Wer einen Patienten im Krankenhaus besucht weiss, dass jeder Besuch viel Kraft kostet, weil nur die Krankheiten und deren Symptome behandelt werden (Unfrieden) und die vielen Kontroll- sensoren bei Intensivpatienten die Monitore ständig bei kritischen Vitalwerten mit lauten Warnsignalen auf sich aufmerksam machen (Unfrieden). Das gilt als höchste Herausforderungsübung eines Meister Eckhart, in diesem kraftraubenden "Unfriedens-Lärmumfeld " trotzdem seine Ruhe zu behalten. XVIII.) Einmal Frieden in der Kontemplation empfangen und dann immer Frieden als Besitz und alle Unruhe-Zustände des Lebens durch dringend gibt es nicht, sondern dieser wird immer wieder in der " stillen Minute " mit sich selbst neu be- und ergriffen. Morgens ausgeruht befinde ich mich bei der Kurzmeditation z.B. im tiefen Frieden, der resistent ist gegen äussere Einflüsse, aber wenn die Konzentrations- und Spannkraft während des Tages nachlässt, plötzliche ungeplante negative Ereignisse eintreten, wo die Faust der Tat gefragt ist, da lässt auch dieses Friedens-Katalysator-Bewusstsein nach. Der Mensch ist nicht nur ein geistiges, sondern auch ein physi- sches Wesen und das körperliche Wohlbefinden beeinflusst auch das seelische Empfinden. Nach einem üppigen Essen wird der Mensch müde, wie jeder weiss. Eine Entscheidungshilfe bei jedem Tun ist, ob dieses wieder zu einem Unfrieden wird. Grundsätzlich gilt, dass der Mensch sich nach und nach von allem trennen sollte, was mit Ärger- nis, Unfrieden und schlaflosen Nächten verbunden ist oder wo man nicht mit sich im Reinen ist. Die Welt ist nun einmal Unfrieden und je mehr ein Mensch besitzt, umso mehr besorgt (Unfrieden) ist er. Da können auch alle Versicherungen der Welt nicht den Frieden bringen. Und wenn am Tag nur ein Unruhestifter zur Ruhe gebracht wird, sind das 365 Mal mehr Frieden in einem Jahr. Was will ich mehr. Dieses ist nicht gerade leicht und nur nach und nach zu erreichen, aber jede neue, errungene Friedenserkenntnis, jedes "Quentschen" mehr Frieden ist nicht mit Gold aufzuwiegen*. * In Anlehnung an Meister Eckhart lässt sich in seiner Absolutheit - sagen, dass ein Stück Entwicklung, einen Moment mehr Frieden wertvoller ist als die ganze Welt, weil die Welt vergeht aber Entwicklung und Frieden ewiglich bleibend ist. "Wer in diesen Grund hineinlugte, dem sind tausend Dukaten roten geschlagenes Goldes wie ein falscher Heller".Es ist das Bewusstsein Gottes was selig macht. XIX.) Man muss zuerst durch die Dinge und Lebensumstände hin-durch gehen, diese existentiell austragen, bevor man diesen gegen- über und über ihnen steht. Frieden ist immer über den Dingen und dem Geschehen stehen und nicht beherrscht von diesen. Wenn ich meinen Frieden als tieferes Lebens-Grundgefühl habe oder religiös interpretiert "Gottesgrund ist mein Grund", ist es ein Wirklichkeits-Bewusstsein als Realität, was jeden Unfrieden auflöst und alles Nichtwissen mit einschließt. Überall wo er hinkommt oder an wen er denkt, wird von dem erkrafteten Frieden berührt, welcher raum- und zeitlos ist. Wer seinen Frieden hat, ist aufgrund der Interverbun- denheit, weil alles zusammenhängt und miteinander verbunden ist, mit allen und in allem im Frieden. Es ist wie ein Tropfen, welcher ins Meer fliesst, wo das Meer sich in den Tropfen verwandelt und nicht der Tropfen in das Meer. XX.) Sicher gilt dass die innere Welt ein einziges Bewusstsein darstellt und alles in der Welt miteinander verknüpft ist, das Grösste mit dem Kleinsten und das Allernächste mit dem Entferntesten. Alle Teile des Universums stehen grundsätzlich in einer Wechselbeziehung zueinander und jedes Ding, Natur und Tierwelt, jeder Prozess und jeder Bewusstseinsakt hängt mit anderen Dingen, der Natur, den Pro-zessen und Bewusstseinsakten zusammen in einer durchdachten und geordneten, schöpferischen Beziehung zum grössten, möglichen Ganzen, welches folglich nur ein Einziges sein. Die Erklärung der Verschränkung zeigt, wie die materielle Welt und die innere Welt durch den ständigen Informationsaustausch miteinander verbunden sind und nicht nur mit jedem Individuum, sondern auch mit jedem Punkt des Universums. XXI.) Je mehr der Mensch im Frieden ist, je mehr ist er in der Ewigkeit und das Zeitgefühl entfällt. Ein Mann macht viele, weil seine Indi-vidualität in der Individualität aller aufgeht. Meister Eckhart sagte: Wer seinen Frieden gefunden hat, dem ist alles zuwider was nicht Frieden ist d.h., auch alle Weis- und Wahrheiten und Glücksgefühle der Welt stören die Gedankenruhe und sind dagegen sogar nur Lärm. Je mehr die Seele über die irdischen Dinge erhaben ist (im Frieden ist), desto mehr Kraft hat sie. Wer auf Gott sieht als ein anderes Wort für Frieden, der trägt Gott in alle Dinge. Was zu Gott kommt (Problem- unruhe), zerfällt in sich selbst und ordnet sich selbst. Wer im Frieden ist, hat das Höchste, damit auch alles andere Niedrigere. Niemals ist Unfrieden in dir, der nicht aus dem Eigenwillen kommt. Die höchste Stufe des Friedens ist nicht nur Frieden haben als ein zeitweiliger Bewusstseinszustand, sondern die Personifizierung des Friedens und wesensgleichheit mit dem Frieden, wo es kein gedankliches Ichbe- wusstsein mehr gibt. XXII.) Frieden ist Ausweitung des Bildungs-Kultur-Bewusstseins und Erkenntnisvermögens zur Entwicklungs-Kultur-Bewusstseinser- kenntnis, dass wir nicht nur an Gott glauben können oder sollen, sondern ihn unmittelbar als Realitätsbewusstsein, nicht mit dem logischen Verstand, sondern nur durch ein tiefes Lebens- Friedens-Grundgefühl als individuelle Wissenheit erkennen ohne in eine schwammige Gefühlsduselei zu verfallen. Der Frieden beruht auf der Tatsache, dass uns etwas begegnet, was nicht an die empirischen, multiplizierbaren kognitive Erkenntnisinstrumente des Intellekts heranreicht, erst einmal völlig unwissenschaftlich ist und nur als Gehirnareal lokalisiert ist. XXIII.) Es ist leichter das Friedensbewusstsein z.B. durch Literatur, durch Musik, Steinmetzkunst oder durch Malen gedanklich auf den Ruhepunkt zu bringen als im dauernden lebenden gedankenfreien Friedensdaseinszustand zu sein, weil dieser sich in der Unruhe der Welt immer wieder verflüchtigt und Prüfungen auseinandergesetzt ist. Jeder kennt z.B. Beethovens symphonische Musikschöpfungen oder z.B. das Bild "Der Sämann" vor untergehender Sonne von Vincent van Gogh, welches ein "Geniemalkönnen" des tiefen (mystischen) Friedens atmet. Diese sind auch metaphorisch vergleichbar mit der Skulptur des Bamberger Reiters, einer singulären Plastik, deren Augen-Sehblick-Rich- tung nach innen gewandt ist (Tiefenblick) mit dem Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissen (Friedens(bewusst)- sein) dessen Ver(antwort)ung nur wahrgenommen wird, wenn die Blick- und Hörrichtung nach Innen gewandt ist als unmittelbare Teilhabe des Menschen an der Idee des Guten, Mitwissen an der Wahrheit und (Friedens)ganzheit (ringende Einsichts- und Lebens- übereinstimmungsform)*. * Der Bamberger Reiter oder auch „steinerne Reiter“ ist ein steinernes Reiterstandbild im Bamberger Dom aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und gehört zu den plastischen Hauptwerken der späten Stauferzeit. Er ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Bamberg. XXIV.) Erkenntnistheoretisch sind (zur Zeit) die Einheitssichtweise der Interverbundenheit, eine gesamthafte Erfassung, der Geist der Synthese, universelles Erkennen, das sogenannte Diesseits- und Jenseits als Einheit, das dimensionelle Denken und die Totalität als Ganzes der Parallel-Lebenswelt (Gott) kein Gegenstand des (Beweis)- erkennens, um den Dualismus zu überwinden. Der Wahrnehmungs-prozess kann das Ganze nicht erfassen, weil wir selbst nur Teile des Ganzen sind. Die Endlichkeit kann nicht die Unendlichkeit verstehen. Die Gesamtheit der einzelwissenschaftlichen Erkenntnisse bilden trotzdem nicht das Ganze und die Einheit ab und der gesamt- und einheitliche Charakter ist aber an keinem der isolierten Teile vor zu finden. Weil die Geistwirklichkeit unendlich ist, kann diese nie als Ganzes erkannt werden, sondern nur partiell und vervollkommnet sich allmählich in einem immerwährenden Erkenntnisfortschritt. Wir müssen in ein Bewusstsein eingebettet sein, indem alles aufgehoben ist als "absolutes Bewusstsein. XXV.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen geht es um die Vermittlung von Wahrheiten, Werte und Tugenden, aber das höchste Gut und die Ent-wicklungsreife lässt nicht durch eine Tugendvervollkommnung erreichen, was auch immer " ein Kampf gegen Windmühlen " bleibt. Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen geht es nur um die Befolgung des Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissens , religiös betrachtet als " Wille Gottes " genannt wird und der sich im Frieden/Ruhe oder Unfrieden/Unruhe als Lebensempfindungsausdruck äussert und dadurch alles erreicht wird. XXVI.) Weil der Frieden den höchsten Lebenswert darstellt,darf für den Friedens-Auseinandersetzungs-Weg kein Problem zu schwierig, keine Entschuldigung zu billig, kein Preis zu hoch, kein Vorteil zu verlockend, kein Weg zu lang, kein Frust zu gross, keine Motivation
* Beim Sport wird gelaufen für die körperliche Fitness, gegen das Altern und Alter, aus Spass oder aus einem Leistungsehrgeiz heraus, während der Lebenslauf als Metapher gilt, um von der Unruhe des Alltags zur Ruhe des Selbstseins und inneren Frieden zu kommen.
* Überall wo er hinkommt oder an wen er denkt, wird von dem erkrafteten Frieden berührt, welcher raum- und zeitlos ist. Wer seinen Frieden hat, ist aufgrund der Interverbundenheit, weil alles zusammenhängt ist er mit allen und in allem im Frieden. Es ist wie ein Tropfen, welcher ins Meer fliesst, wo das Meer sich in den Tropfen verwandelt und nicht der Tropfen in das Meer. Entwicklungsstufen zum inneren Frieden.
Freiheit
* Menschlich zu existieren heisst immer religiös zu existieren. Das Akt des Suchens). Das Heil ist ja nicht wo die Kirche ist, sondern die Kirche ist da, wo das Heil ist.
* I.) Es ist ein unbändiger Entwicklungsfreiheitsdrang,welcher als Reifevoraussetzung die Selbstbefreiung zum Ziel hat. Was für eine Freiheit ist hier gemeint ? Es ist nicht die im Grundgesetz verankerte äussere, praktische Freiheit in allem, solange sie nicht die Freiheit anderer einschränkt (z.B. Bildungs-, Konsum-, Reise-, Arbeitsplatz-, Reichtums-, Meinungs-,Freizeit-, Gewerbe-,sexuelle- und soziale Freiheit). Diese Freiheit bedarf selber der Befreiung, weil wir in Wirklichkeit durch unsere Eigeninteressen und Triebneigungen abhängig und damit unfrei geworden sind. Die Freiheit der Entwick- lungsmöglichkeiten wird eingetauscht gegen eine Absicherung, Bequemlichkeit,Gewöhnung, Gleichgültigkeit, Konsumismus und geistlose Unterhaltung. Die finanzielle Freiheit hat uns in vielen Fällen sogar unsere Freiheit genommen. Aber es ist auch nicht der leere Freiheitsbegriff Friedrich Schillers oder der französischen Revo- lution. Die befreiende Kraft wird durch ohnmächtige,illusionäre Abstraktionen ersetzt. Diese Freiheit produziert aus sich keinen Sinn und es herrscht die Freiheit der Leere. Wenn das "Ich" ins Spiel kommt als selbst gesetzte Schranke der Freiheit bin ich nicht mehr frei. Das was ich tun will ist nur die Unfreiheit des Egos. II.) Es ist die selbst geschaffene und ständig neu zu erobernde und zu gewinnende Freiheit durch das Entwicklungs-Freiheits-Lernen über seinen Entwicklungsweg zu sich selbst zugelangen. Es ist sich frei- machen von Entwicklungsblockaden, selbst geschaffenen Abhängig- keiten,Verstrickungen, Illusionswerten, Entwicklungsüberflüssigem etc. Es ist die Freiheit der Entwicklungsmöglichkeiten eintauschen gegen die Fetische der Gesellschaft wie das Sicherheitsdenken, Be- quemlichkeit durch Anpassung, finanzielle Freiheiten, geistige Passivität durch den Erlebnis- und Geltungskonsum etc. Es ist nicht das was ich tun will, sondern das was sich tun soll als die Willensim- pulse des Entwicklungsgewissens und sich diese Freiheit erst bei der Entwicklungsreife voll erschliesst.Es ist ein Freiheitsgefühl ist fern von Revolutionswut. III.) Unter der Entwicklungsfreiheit versteht man weniger die Freiheit vom Gesetz, sondern Freiheit durch das Gesetz als Rahmen- und Vor- bedingung, dass der Mensch ganz Mensch werden kann. Freiheit kann nie ein Staat schenken, sondern diese muss persönlich er- rungen werden. Da Freiheit letzten Endes nur Entwicklung be- deuten kann, ist der Mensch zu seiner individuellen Freiheit ver- urteilt.Erst im entwicklungskulturellen Individualisierungs- Freiheitsakt wird jeden neuen Tag im Leben Sinn gefunden und Art Anderen etwas geben zu können, was keiner so kann. Nur in den Grenzen seiner Entwicklung ist der Mensch frei. Es ist Freiheit anders sein zu wollen, indem ich die persönliche Freiheit entwicklungs- mässig ausfülle. Es ist nicht das was ich tun will, sondern was ich tun sollte. Es ist die Freiheit über seinen Entwicklungsweg zu sich selbst zu gelangen als die Entfaltung nach dem individuellen Eigengesetz. Es ist sich freimachen von selbst geschaffenen Abhängigkeiten und den derzeitigen geistigen Wertvorstellungen der Gesellschaft, indem IV.) Was aus der Freiheit kommt, wirkt und schafft noch mehr Frei- heit. Die Frucht der individuellen Freiheit bedeutet eine grössere, soziale Verantwortung und ist mehr als eine konstruktive Bürger- beteiligung. Weil die Entwicklungskultur erst einmal Selbstverbes- serung bedeutet und die vorgelebte Grundhaltung als Kraftfeld und Orientie-rungsvakuum erst zur Vorbildnachahmung führt. Entwick- lungsfreiheit bleibt immer eine selbst geschaffene Freiheit d.h., der Anspruch seine Freiheit ständig neu zu erobern und zurück- gewinnen. Hier gilt das Wort Goethes,dass sich der die Freiheit im Leben verdient, der sie täglich erobern muss. Es ist auch die Weiter- entwicklung des überkommenen Freiheitsbegriffes des 19.Jahr- hunderts der äusseren Volksbefreiung und Bürgerbeteiligung zur inneren, individuellen Selbstbefreiung als ein neues Verhältnis von VI.) Neurobiologisch gesehen gibt es keinen Raum für Freiheit. Das, was wir als freie Entscheidung erfahren, wird als eine nachträgliche Begründung von Zustandsveränderungen angesehen für etwas, was wieso erfolgt wäre*. * Dr.Wolf Singer, Prof für Neurophysiologie und Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt. Es würde das theologische/philosophische Prä- destinationskonzept der Vorherbestimmung bestätigen, demzu folge das "menschliche Schicksal vorherbestimmt ist" (wir sind vorherbestimmt durch den Willen dessen, der alles bewirkt). VII.) "Niemand ist frei, der über sich selbst nicht Herr ist*. * Matthias Claudius,deutscher Dichter, volksliedhafter Lyriker und Journalist. VIII.) Die äussere Freiheit allein macht noch nicht glücklich.Dazu gehört noch die innere (selbsterrungen) Freiheit. IX.) Freiheit zur Selbstverwirklichung ohne wirtschaftliche Grundlage bleibt abstrakt. Es besteht ein Zusammenhang zwischen der wirt- schaftlichen und kulturellen Entwicklung. X.) Goethe in seinem Faust "Dass ist der Weisheit letzter Schluss,nur der verdient sich Freiheit der sie täglich neu erobern muss". XI.) Unsere Freiheit ist erst gesichert, wenn sie auf dem Fundament von Toten ruht (Geschichte) zu unsere Freiheit ist erst gesichert, wenn sie auf dem Fundament von totem ruht (Unsterblichkeits- lernen). XII.) Beim Bildungs-Kultur-Lernen ist der Mensch nur frei als denkendes Wesen im Sinne von was er tut will und kann (denken, um zu wissen als Bildungsunfreiheit). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen ist der Mensch erst frei als Entwicklungswesen im Sinne was er tun soll und muss (denken, um richtig zu leben als Entwicklungsfreiheit).
* I.) Der (religiöse)Entwicklungs-Individualisierungs-Strebetrieb,der naturgemäss dem Menschen eigen ist und was den Menschen über- steigt ist mehr, als die Sozialisierung zeitgeistiger, kultureller Werte, welche ihre Wurzeln in der Religion haben. II.) Entwicklung ist welt-und wertanschaulich neutral, weder demo-
* Auf dem Höhepunkt der menschlichen Entwicklung lässt der Mensch Kultur und Bewusstsein hinter sich und begibt sich in die Freiheit des Unbetretenen und nicht Verwirklichten, indem er als Einzelner vor Gott steht. Er ist frei aller Dinge.Erst hier vollzieht sich die eigentliche Verwirklichung des Menschen und was in ihm angelegt ist.
* Solange der Mensch noch den Willen hat Gottes Willen zu erfüllen, so ist er noch nicht recht dran (fei. Das ist Gottes- absicht in allen Dingen, dass wir den eigenen Willen aufgeben. Wir sind selbst die Ursache (Menschenwille) unserer Hindernisse.Das Wollen trennt uns vom Gewollten. Das Ziel muss sein zu wollen nicht mehr zu wollen. Wenn ich nicht mehr will,muss Gott wollen wie er für sich will*. * Meister Eckhart. Siehe auch Exkurs "Freiheit" -Nr.IX bis Nr.XVVII Gesellschaft-und Entwicklungsmensch Gebet.
Immer unter der Vorausetzung das sein und nicht unser Wille geschehen soll,liegt das Geheimnis einer jeden Gebetserhörung.
* I.) Bei einem stillen Gebet ist Gott ansprechbar und nach dem unversalistischen Ganzheitsprinzip wird das Gewusste und Nicht- III.) Man kann mit Sicherheit sagen, dass all meine Patienten über * Carl Gustav Jung, Schweizer Psychiater, Tiefenpsychologe und Begründer der analytischen Tiefenpsychologie. IV.) "Wer Religion hat, hat auch Gesundheit. Das Prinzip der Heilung liegt im Menschen selbst. Die Macht des Menschen, sich selbst zu heilen oder seine Heilungskraft auf andere auszudehnen, bemisst sich nach seinem Gewahrsein Gottes in sich. Alle Krankheiten des Menschen gehen auf einen Mangel an der Erkenntnis Gottes in sich zurück. Heilen ist immer eine Sache Gottes*. * Walter Russel, Universalgenie. V.) "Wer nicht mehr traut auf Gottes Willen, ersetzt sein Nachtgebet durch Pillen" *. *Eugen Roth, deutscher Dichter und Lyriker. V.) " Wenn mich der Arzt gegen den Willen Gottes gesund machen würde wäre es völlig wertlos. Ich will lieber krank bleiben als gesund werden, wenn es nicht Gottes Wille ist,weil dieser das Allerbeste ist*. * Meister Eckhart. VI.) Wer betet, tut Körper und Seele etwas Gutes*. * Werbespruch der AOK Berlin, 2005. VII.) Siehe auch Rezension Salutogenese, Geist-,Gebets- und Glaubens- heilungen in http://www.die-gotische-kathedrale.de/Entwicklungsgotik-1
* Je stiller Du bist, desto mehr kannst Du hören*. * Chinesische Weisheit.
*Wer betet,der schweigt und wer ständig schweigt, der betet ständig*. *Quelle unbekannt.
*Bei dem neuen Arbeitsverständnis ist der Arbeitsplatz nicht automa- tisch "Arbeit an sich ", sondern erst das Ergebnis von individueller Entwicklungs-Auseinandersetzungs-und Überwindungs (Tranzendie- rungs)arbeit. Das alte Arbeitsverständnis bedeutete bisher, dass Arbeit vorhanden und genug zu tun ist, während beim evolutionären Arbeitsverständnis Arbeit " Teil der menschlichen Entwicklung " ist, weil ich mich mit ihr auseinandersetzen, mir die Arbeitsmöglichkei- ten erst erschaffen muss und "Arbeit durch sich selbst" als "Stellen- wunder" interpretiert werden kann. Es ist bei der Arbeit lernen, wie die Arbeit weiter geht. Durch die Arbeits-individualisierung stehe ich nur mit mir im "Selbstverbesserungs-Wettbewerb" und deshalb ist der Entwickler unersetzlich. Diese erlebte Selbstbiografie hat Blei- bendes geschaffen und " Führungsspuren hinterlassen ". Diese Tätigkeit war ein Entwicklungsreifeschritt für eine nächste, höhere (Berufungstätigkeit).
* I.) Alles entsteht durch tiefes Verlangen*. * Gautama Buddha, Lehrer der Erleuchtung und Zentralfigur des Buddhismus. II.) Ein grosser Meister sagt, dass sein Durchbrechen (Entwicklungs- überwindungs-Prozess) edler sei als sein Ausfliessen (Meditation) und das ist wahr*. * Meister Eckhart.
* I.) Der alte Arbeitsbegriff wird weltanschaulich interpretiert. Ora ständnis. Der neue Arbeitsbegriff wird entwicklungsmässig und säkular interpretiert. Ora in laborae als entwickeln in der Arbeit und Geldverdienen durch die Arbeit als evolutionskonformes Arbeits- verständnis. Das alte Arbeitsverständnis bedeutet bisher, dass Arbeit vorhanden und genug zu tun ist, während beim evolutionären Ar- beitsverständnis die Arbeit Teil der menschlichen Entwicklung " als Arbeit an mir selbst ist ", weil ich mich mit ihr auseinandersetzen und mir die Arbeitsmöglichkeiten durch die Entwicklungsarbeits(ora) tugenden erst erschaffen muss. Es ist mit und bei der Arbeit lernen, wie es mit der Arbeit weitergeht ( durch die Arbeit zur neuen Arbeit II.) Siehe auch Wandlung der Berufs-und Arbeitswelt
*I.) Nur der Geist ist das Wirkliche. In der klassischen Physik ist unser Bewusstsein und die geistige Welt losgelöst von der Materie. Es exis- tiert im Innersten der Materie nichts dinghaftes,festes mehr, sondern nur fliessende Energie ist, die alles in Bewegung hält. Nicht die sicht- bare Materie, sondern der Geist ist das Wirkliche.Es ist das quanten- physikalische Faktum, dass es ohne Bewusstsein keine Materie gibt, alle Dinge nur in Beziehung zum Bewusstsein existieren und alles Bewusstsein zur Realität führt. II.) Beim Entwicklungs- Kultur-Lernen wird der Glaube zu einem objektiven Begriff, selbst Kultur und wird die kirchliche Frömmigkeit genommen. Der Glauben wird als eine (neutrale) Grundkraft verstanden und liegt in der Lebenshaftigkeit der Entwicklungsidee beschlossen. Er gehört zum Grundwesen des Menschen, was nicht durch Wissen ersetzt werden kann. Der Glaube ist nicht an Gott und an eine Offenbarung glauben, sondern ein ganzes Leben umgrei- fendes heilendes und befreiendes Widerfahren, was dem Mensch zuteil wird als anthropologisch fundiertes Glaubensverständnis. Es ist die völlig unreligiöse Glaubensinterpretation der Quantenphysik, dass sich die Materie entsprechend meines Bewusstseins und meiner Überzeugung verhält (Glaubensoffenheit) und zur Wirklichkeit wird. Geist beherrscht die Materie oder der Glaube ist stärker als die Umstände und Widerstände und setzt etwas in Gang. Die Materie- atome richten sich entsprechend nach der Glaubenstat- kraft aus und steuern die Materialismus-, Um- und Lebenswiderstände. Der Glaube ist somit nichts abstraktes, weltanschauliches, sondern eine philoso- phische Kategorie, wo die Tatsachen sich nach dem Glauben richten.
*I.) " Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert 1. (Brief 9)" (Weltausscheidung als Weltauseinandersetzung und Transzendierung durch Weltüberwindung). Es ist die Tatsache, dass der Oster-und Pfingstfrieden ein frommer Wunsch bleibt, weil dieser ständig und immer wieder in der Auseinandersetzung mit kens unterliegt und deshalb dort kein Frieden zu finden ist. Solange ich meine Leidenschaften, Wünsche, Triebe nicht überwunden habe, solange bin ich ein Unzufriedener, Getriebener und Abhängiger. Solange ich ständig daran denken muss, lebe ich im Unfrieden. So- lange sich ein Ding und ein Zustand verändert, ist es unvollkom- men. Nur Unveränderlichkeit ist Ruhe und Zeichen der äussersten Vollkommenheit. Vollkommenheit (dauerhafter Frieden) des Men- schen bleibt erst einmal ein weltfremdes Ideal, aber man darf in Anlehnung an österreichische-mährische Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach nicht aufhören, es immer wieder zu versuchen. Kein Geschöpf kennt seine Ruhe und Rast, bis es seinen (Individua- lisierungs)rhythmus gefunden hat. Es ist durch die Unruhe des hektischen Lebensalltages in sich ruhend werden und die Weisheit nicht das Ruhesame, sondern das Mühsame, den Geist nicht auf der hellen, widerstandsfreien, entwicklungslosen Lebensseite, sondern die Lebensmöglichkeit auf der dunklen (gotischen) Lebensentwick- lungs-Widerstands-Auseinandersetzungs-Seite (des gotischen Lernprinzips ) zu suchen. II.) Man soll laufen in den Frieden, man soll nicht anfangen im Frie- III.) Siehe auch Frieden, Ruhe und Freiheit bleiben aller Unruhebe- IV.) Siehe auch den obigen Gliederungspunkt "Frieden"
* Der Grundgestus der Theologie ist nicht die stehende oder kniende Reflexion, sondern vollzieht sich im Lebens-Glaubens-Vollzug des Einzelnen.
* Wer Gott anruft als Gott(eswillen), den erhört er. Wenn der Mensch Gott anruft und dabei sein Gebetsproblem im Auge hat, so ruft er nicht Gott an, sondern das, um was er Gott bittet und dazu gebraucht er Gott zu seinem Knecht. Durch das Gebet kann man Gott nicht umstimmen.Das Gebet verändert nicht Gott, sondern nur den Menschen. Gott hat das Gebet schon erhört, bevor ich darum bete.Es ist die alte Weisheit, dass nicht der Mensch Entwicklung macht, sondern die Entwicklung den Menschen oder wie der Dichter Goethe einmal treffend sagte: "Du denkt zu schieben,aber du wirst gescho- ben".
* I.) Es geschieht zwar viel in der Welt und um uns herum, aber in Wahrheit geschieht alles nur in mir. Es ist der Weg von der Ver- wandlung der Welt, um diese in der Aussenwelt z.B. eine Krise bspw. durch Reformen, Technik, Schutzmassnahmen und viel Geld zu verbessern und retten zu wollen und der Andere der Schul- dige ist und der Mensch will und kann bleiben wie er ist zur Ver- wandlung des Menschen in seiner Innenwelt, wo der Mensch sich im Entwicklungs-Individualisierungs-Prozess wandelt, weil dieses das Ganze darstellt und dieses der einzige Punkt ist, wo in der Welt wirklich etwas geschieht und deshalb ist er " der Nabel der Welt " und macht den Unterschied aus*. * "Gebete ändern nicht die Welt. Aber die Gebete ändern Menschen und Menschen ändern die Welt*. * Albert Schweitzer, deutsch-französischer Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist. II.) Bildungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle Kräfte und alle Mittel verwenden, um mehr Geld zu verdienen und um mehr zu haben. Entwicklungs-Kultur-Lernen ist alle Zeit, alle alle Kräfte und alle (Unruhe)mittel verwenden, um mehr zum inneren Frieden durch die Überwindungs-Transzendierung zu gelangen und mehr zu sein. Er versteht dann auch den Satz des Kirchenlehrers Augustinus: " Wer seinen Frieden gefunden hat d.h., wer " Gott " geschaut hat (Gott ist identisch mit Frieden), in allem seine Ruhe gefunden hat und immer wieder neu findet, nichts mehr dazu lernen braucht und deshalb alles (Wissen) gelernt hat, was es zu lernen gibt. Siehe Volltext den Gliede- rungspunkt "Frieden". III.) Die Menschen beten es nach, ohne es zu verinnerlichen. Es ist den Willen Gottes nur tun wollen, ohne den Eigenwillen aufzugeben. IV.) Die Aufrichtigkeit und die Ausrichtung auf die Wahrheit genügt und damit wird der Eigenwille immer mehr zum Entwicklungs(got-
* I.) Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch. Die Tugend wird nur in der Verführungsschwachheit vollbracht, weil diese zur Entfaltung das Gegenteil bedarf. Das Gute ist erst das Gute und eine Tugend, wenn es vom negativen Pol gereinigt wurde. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tugend möglich. Die Untugend ist nur eine verkleidete Tugend. Nur weil ich der Versuchung widerstanden habe, bin ich dadurch stärker und tugendhafter daraus hervor gegangen und das Böse wird zum Guten. II.) Siehe auch Entwicklungs-De-und Entmaterialisierung
* Meister Eckhart.
*Was ist das Leben.Gott ist das Leben*. * Meister Eckhart.
* Jeder weiss, wie um uns und bei mir selbst sich ständig alles verändert, ohne dass ich einen Finger gekrümmt habe. Wir werden von einer Wirklichkeit geführt und getragen, welche selbst zu einer neuen Wirklichkeit ohne unser Hinzutun wird. Wir werden bewegt vom Unbewegten und keine Macht der Welt kann dagegen etwas tun.Wenn z.B. einer schwer erkrankt ist und alle intensivmedizini- schen Bemühungen umsonst waren zeigt, dass dieser Lebensweg vorgesehen war und gegangen werden musste und kein noch so innigstes Gebet kann daran etwas ändern.Alles entfaltet sich nach seiner unerklärbaren Bestimmung und nicht nach dem menschlichen Eigenwillen und unseren nachvollziehbaren Möglichkeiten. In der irrenden Seele (was kein Gegenstand des Bewusstseins ist) liegt das Steuerungszentrum der menschlichen Natur. Für den, wer glaubt, ist es der "eiserne Arm Gottes" hinter den Ereignissen deutlich gewor- den, der heineinführte und auch hinausführt. Das aber lebt nicht, was von aussen her bewegt wird. Nur das lebt, was von innen her angestossen wird.
* Trivia: Ein Freund sagte zu mir einmal, dass er das Beten in einer
* Wenn der Arzt den Menschen heilen würde und es wäre nicht Gotteswille, wäre es nicht das Allerbeste*. Gebetsstufen (metaphorisch).
* Richard Rohr, US-amerikanischer Franziskanerpater". Dieser Ge-
*I.) Reflektionen über den Gang des Lebens ist aller Weisheit Anfang. Lebenslernen ist immer Hinterfragungs-Lernen. Deshalb gilt zu lernen nach jedem Tag eine schriftliche Tages-Erkenntnis-Reflexion vor- zunehmen, den Tag methodisch zu analysieren, sich frei zu schreiben und schreibend leben, eine Verbildlichung der Gedanken vor nehmen, weil dann das Denken zur Entwick- lungsschöpfung wird,sonst bleibt der Tag fruchtlos. Es wird der Entwicklungsgewinn und die angehäuf- te, potentielle Entwick- lungs-Individualisierungs-Bringschuld des Tages bilanziert und jede Lebenstätigkeit entwicklungsmässig hinter- fragt, was als persönliche Meditation und " genussvolle Nachvertie- fung " ver- standen werden kann ". Je mehr ich an dem Tag überwun- den habe, desto mehr lebe ich in Frieden, desto entwicklungserfolg- reicher war der Tag.Die stille (halbe)Stunde für sich ist die Muße haben das Entwicklungsgeschehen des Tages als das Seelische zu erfassen und die Beschäftigung im Selbstgespräch nur mit seinen persönlichen Entwicklungs-Tages-Gedanken als Reflexion z.B. auf dem Balkon als "Privatkapelle". In dieser Zeit hat niemand etwas von mir zu wollen, denn sie gehört mir alleine. Dass sich laut einer Umfrage die Menschen kaum Zeit nehmen für sich selbst, gehört dann der Vergangen- heit an. Aber nur die Zeit die wir uns nehmen, ist die Zeit, welche uns etwas gibt. Nicht das Leben der anderen wie Zeitung lesen, die allabendlichen Fernsehen-Nachrichten. Beschäftigung mit elektronischen Medien und anderer fruchtloser Zeitvertreib sind dann für mich von Interesse, sondern nur der vergangene Lebenstag. Gegenüber dem eigenen Lebensgrundgefühl und den stillen Entwick- lungs-Er- kenntnis-Fortschritten wirken Nachrichten und die Lebens- welt anderer zwar ablenkend, unterhaltend, kraftlos, langweilig und wieder- holend. Die Kraft der Bewunderten nimmt dadurch noch zu, während meine Kräfte weiter geschwächt werden. Nicht die Anderen, sondern nur ich bin wichtig, das Besondere und mache den Unter- schied aus *. II.) Ein Herrgottswinkel (auch Heilige Hinterecke) ist ein mit einem Kruzifix gestalteter Ort in christlichen Haushalten, oft in einer Zimmerecke. Er wird auch als Ort der Andacht und des Gebets genutzt, insbesondere wenn ein Kirchgang aufgrund von Wetter oder anderen Umständen nicht möglich ist.
* I.) Durch Evolution in der persönlichen Entwicklung wird sich erst Gott selbst, kommt zum Bewusstsein seiner selbst und denkt und erkennt sich selbst und wird erst Mensch. Gott muss Mensch werden, um selbst sein und selbst werden zu können. Gott wirkt und ich werde. Wäre ich nicht, wäre Gott nicht Gott und er braucht mich, dass er sich werden kann.In Wahrheit macht nicht der Schöpfer, sondern das Geschöpf den Schöpfer. Es ist die" Fruito Dei",die Liebe zum Selbstzweck wo Gott sich selbst wird. Seine Gottheit hängt davon ab, dass er wirken muss. Das Einzelleben ist die Offenba- rung Gottes als Gegenwartserfahrung. Das Göttliche wird in jedem Leben einzeln. Das Werden Gottes ist kein Entschluss Gottes, son- dern mit dem Wesen des Lebens mitgesetzt. Der Mensch ist immer so jung oder so alt wie Gott. Wie der Mensch Gott braucht um nicht schen, um wahrhaft und zur Wirklichkeit zu werden und zu sein. Deshalb ist Gott mir näher, als ich (" mein Ego ") mir selber bin, d.h., der Mensch ist ein hybrides Wesen, diesseitig und jenseitig zugleich. Entwicklung ist die wechselseitige Erschliessung von Mensch und Gott, Theologie und Anthropologie zugleich. II.) Gott ist nicht in Begriffen und Büchern zu finden und will auch nicht angebetet, sondern sich selbst werden und durch mich in die Welt zurückkommen. Der jenseitige Kirchengott wird zum dies- seitigen Lebensgott. Es wird nicht mehr gewartet auf Gott, sondern Gott wird in der Entwicklungsauseinandersetzung gesucht als Menschwerdung Gottes. Es ist nicht mehr der gedachte Gott der Griechen, sondern der lebendige Gott Meister Eckharts. Der stati- sche Bildungsbegriff wird zum dynamischen Entwicklungsbegriff, das Bildungs-Kultur-Lernen wird zum Entwicklungs-Kultur-Lernen.
* In allen Dingen sah er nichts als Gott.Wenn es in Gott gelangt, fällt das Eigene selber machen wollen weg. Was zu Gott kommt, wird verwandelt. Je mehr ich Gott in und hinter den Dingen sehe , je mehr werden einem die Dinge gegeben.Wenn ich nicht mehr will, muss Gott wollen. Es ist eine Torheit Gott um etwas anderes zu bitten als um ihn selbst*. *Meister Eckhart.
* Am Anfang eines jeden Entwicklungsweges steht die Gotik. Aufbruch, himmelwärts und nach den Sternen greifen. Deshalb geht jeder Entwicklungsweg nur über und durch die gotische Kathedrale als Ausdruck des Höherstrebens und als gotisches Lernprinzip ,weil bei Entwicklungs-Individualisierungs-Reife (Nr.782) jeder das Gefühl vermittelt bekommt und keinen mehr gleichgültig lässt, dass die gotische Kathedrale nur für ihn gebaut worden und er endlich zu Hause angekommen ist. Erst nach einer Lebenskrise öffnen sich die Eingangsportale der gotischen Kathedrale für mich. Mit dem Münster fing es an und mit dem Münster hört es auf. Es ist seine Entwicklungs- zukunft in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi zu ge stalten.
Siehe Textfortsetzung Christentum früher und Heute- Teil II Gliederung
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